Das vorliegende Buch hat dank der Forschungen von Veit Pamer, der sich leidenschaftlich mit Familien- und Hofgeschichte befasst, viele Fragen beantwortet, die die vom Himmelberger Hof in Meran Untermais stammende Familie Giggenbacher überrascht und berührt.
Inhaltsverzeichnis
Die Besitzer des Himmelberger Hofes 1682 – 1924
Teil I Hofgeschichte
Aufriss der Geschichte des Himmelberger Hofes vom 17. bis zum 20. Jahrhundert
Hanns Mayr, Himmelberger 1682 – 1691
Gregori Innerhofer, Himmelberger 1691 – 1703
Ursula Innerhofer, Besitzerin 1703 – 1715
Sebastian Gander, Himmelberger 1716 – 1730
Maria Ladurner, Hofverwalterin 1730 – 1733
Florian Tufl, Hofverwalter 1733 – 1748
Sebastian Gander, Himmelberger 1748 – 1757
Johann Jennewein, Himmelberger 1757 – 1783
Maria Theresianischer Kataster 1779
Franz Rainer, Himmelberger 1783 – 1788
Magdalena Bernhard, Besitzerin 1788 – 1811
Elisabeth Bernhard, Besitzerin 1811 – 1816
Elisabeth Obertegger, Besitzerin 1816 – 1818
Anton Deprida, Himmelberger 1818 – 1820
Ein Inventar von 1830
Valentin Deprida, Himmelberger 1830 – 1849
Sebastian Höllrigl, Himmelberger 1849 – 1871
Alois Giggenbacher, Himmelberger 1871 – 1913
Alois Giggenbacher, Himmelberger 1914 – 1924
Teil II Familiengeschichte
Familienbuch Giggenbacher in Untermais
Warum verkaufte Alois Giggenbacher kurz nach der Übernahme den Himmelberger Hof?
Auf der Suche nach Arbeit und einem neuen Zuhause
Option und Auswanderung
Die Studienjahre von Engelbert und Josef
Josefs Berufsentscheidung
Josef Giggenbachers Primiz in Untermais
Exkurs. Auf Besuch bei Angehörigen eines „Philippinen Missionärs“
Aufbruch in das Missionsgebiet von Sabah, Borneo
Neue Aufgaben und Tätigkeitsfelder
Engagierter Einsatz in der Österreichischen Gemeindepastoral
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit dokumentiert die historische Entwicklung des Himmelberger Hofes in Untermais über mehrere Jahrhunderte hinweg und verknüpft diese Hofgeschichte untrennbar mit der Chronik der Familie Giggenbacher. Das primäre Ziel ist es, die Eigentümerwechsel, die wirtschaftlichen Herausforderungen und das familiäre Schicksal vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Umbrüche greifbar zu machen und dem Vergessen zu entreißen.
- Chronologische Aufarbeitung der Besitzerfolge des Himmelberger Hofes von 1682 bis 1924.
- Detaillierte Analyse von Inventaren und Kaufverträgen zur wirtschaftlichen Situation der Hofbesitzer.
- Familiengeschichtliche Untersuchung der Ahnenreihe der Familie Giggenbacher.
- Dokumentation der Lebenswege von Familienmitgliedern, insbesondere der Missionstätigkeit in Asien.
- Einfluss politischer Ereignisse wie der Option und des Zweiten Weltkriegs auf die Familiengeschichte.
Auszug aus dem Buch
Sebastian Gander, Himmelberger 1716 – 1730
Am 10. Mai 1713, zwei Jahre vor Ursula Innerhofers Tod, wurde auf ihren Antrag die Vermögensteilung für ihre Kinder vorgenommen. Das von ihrem Vater Gregori Innerhofer und ihrer Mutter Margarete Torggler eingebrachte Vermögen, mit Einschluss des Himmelberger Guts, betrug 4226 fl 50 kr, das ihr Ehemann Sebastian Gander mit dem Kurator Rainer bis zur Liquidation und Restitution zu verwalten hatten.
Am 9. Jänner 1716, kurz nach Ursulas Tod, erfolgte die Liquidationshandlung und „gietige Thaillung“.
Kurz zusammengefasst erhielt der Sohn Sebastian Gander den Himmelberger Hof zum Eigentum (1688 fl) sowie einen aus dem Gesamtvermögen ihm zugeteilten Rest von 908 fl 55 kr.
Dem Sohn Benedikt Gander stand eine Erbs Portion von 1390 fl zu und der Tochter Maria Gander eine solche von 1290 fl. Benedikt erhielt deshalb einen höheren Betrag, weil er noch ein Kind war und von der Stiefmutter Maria Egger versorgt werden musste. Im Gerichtsprotokoll vom 16. April 1717, fol. 480 steht u. a.:
„... da sie Ganderische Ehewirthin Ihne Stieff Söhndl Benedict, noch auf 2 Jahr die Cost und Unterhaltung gebierendt geben, und zu Marend-Zeit täglich ain Fraggele Wein für raichen auch sovil vonnethen begwannten und: respective beschiechen (musste) ...“ (mit Kleidern und Schuhen ausstatten).
Zusammenfassung der Kapitel
Hofgeschichte: Dieser Teil beleuchtet detailliert die wechselhafte Geschichte des Himmelberger Hofes, von den ersten Dokumentationen im 17. Jahrhundert bis zur sukzessiven Veräußerung und Auflösung des Gutes Anfang des 20. Jahrhunderts.
Familiengeschichte: Der zweite Teil widmet sich dem Werdegang der Familie Giggenbacher, ihrer Vertreibung durch den Brand und die politische Option sowie dem außergewöhnlichen Lebensweg von Josef Giggenbacher als Missionar in Malaysia und später als Pfarrer in Wien.
Schlüsselwörter
Himmelberger Hof, Untermais, Familie Giggenbacher, Hofgeschichte, Erbfolge, Inventare, Südtiroler Geschichte, Option 1939, Missionstätigkeit, Priestertum, Grundbuch, Meran, Landwirtschaft, Familiengenealogie, bäuerliches Leben.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Publikation grundsätzlich?
Das Buch zeichnet die Geschichte eines spezifischen Anwesens in Untermais, des Himmelberger Hofes, über mehrere Jahrhunderte nach und verwebt diese mit der privaten Familiengeschichte der Familie Giggenbacher.
Welches sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der rechtlichen und wirtschaftlichen Hofnachfolge, den sozioökonomischen Bedingungen bäuerlicher Betriebe sowie der späteren Familiengeschichte im 20. Jahrhundert, inklusive Migration und Missionierung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist die Bewahrung der Erinnerung an die Vorfahren sowie eine fundierte historische Aufarbeitung der Hofeigentümer und der familiären Wurzeln auf Basis archivarischer Dokumente.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Veit Pamer nutzt die historische Quellenanalyse, insbesondere die Auswertung von Gerichtsprotokollen, Verfachbüchern, Kaufverträgen, Inventarlisten und kirchlichen Dokumenten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine chronologische Auflistung der Hofbesitzer samt ihrer wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie einen zweiten Teil, der die Familiengeschichte, das Schicksal der Kinder und die spätere religiöse Laufbahn thematisiert.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Hofgeschichte, Genealogie, Archivforschung, bäuerliche Ökonomie, Südtiroler Zeitgeschichte und Missionsgeschichte sind die prägenden Begriffe.
Warum musste der Himmelberger Hof schließlich verkauft werden?
Wie das Buch detailliert beschreibt, führten wirtschaftliche Notlagen nach dem Ersten Weltkrieg, ein verheerendes Schadenfeuer im Jahr 1921 und die damit verbundenen hohen Schuldenlasten zur Veräußerung des Hofes.
Welche Bedeutung hatten die Inventare für die Forschung?
Die Inventarlisten (z.B. von 1830) sind von enormer Bedeutung, da sie nicht nur den materiellen Besitz auflisten, sondern detaillierte Einblicke in die damalige bäuerliche Lebensweise, Haushaltsführung und wirtschaftliche Kapazität erlauben.
- Citation du texte
- Dr. Veit Pamer (Auteur), 2016, Der Himmelberger Hof, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/336341