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Der ‚Amerika- Effekt‘ in der Bundesrepublik Deutschland. Traumbild und Trugbild USA

Title: Der ‚Amerika- Effekt‘ in der Bundesrepublik Deutschland. Traumbild und Trugbild USA

Seminar Paper , 2014 , 15 Pages

Autor:in: Anonym (Author)

Cultural Studies - Miscellaneous
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Angefangen mit den Hintergründen der Verbreitung des Amerika-Themas im Bewusstsein der Deutschen durch die großen Auswanderungswellen im 19. und 20. Jahrhundert sowie durch die Mythen des Wilden Westens und des Amerikanischen Traums, werde ich die Entwicklung des Amerika-Effekts von den ersten deutschen Siedlungen über den Zweiten Weltkrieg und die Nachkriegszeit bis hin zu den Anschlägen auf das World Trade Center mit Blick auf die Bunderepublik Deutschland erläutern.

Obwohl die USA im 20. Jahrhundert zweimal Kriegsgegner Deutschlands waren, hielten die Auswanderungsströme dorthin an und man konnte besonders nach dem Zweiten Weltkrieg deutliche Amerikanisierungsbestrebungen in den westlichen Besatzungszonen beobachten. Im Folgenden soll dieser Amerika- Effekt nicht nur auf der politischen, wirtschaftlichen und medialen Ebene untersucht werden, sondern es sollen auch Gründe und Motivation für das Vorantreiben der bewussten Amerikanisierung sowohl auf deutscher wie auch auf amerikanischer Seite aufgezeigt werden.
Nachdem auf die Abgrenzung und die gleichzeitige Abhängigkeit zwischen Amerikanisierung und Modernisierung eingegangen wurde, werde ich mich der Frage zuwenden, ob die alleinige Dominanz der USA heute noch Realität ist und welchen Wert das ‚Land der unbegrenzten Möglichkeiten‘ als Vorbild für andere Staaten heute noch besitzt.

Während die Omnipräsenz Amerikas im populärkulturellen Bereich nicht abzustreiten ist, so hat beispielweise erst kürzlich die NSA- Affäre starkes Misstrauen bei den Deutschen verursacht. Seit Beginn seiner Entstehung musste der Amerika- Effekt einige solcher Einschränkungen verzeichnen, auf die ich teilweise eingehen werden, um schließlich den Supermachtstatus, den die USA jahrelang nahezu unumstritten innehatten, in Frage zu stellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Amerika-Effekt: Geschichtlicher Hintergrund und Entwicklung

3. Bewusste Amerikanisierung nach dem Zweiten Weltkrieg

3.1 Politische Einflussnahme und Staatsbildung

3.2 Wirtschaftliche Rehabilitation und Abhängigkeit

3.3 Kulturelle Durchdringung und Modernisierung

4. Kritische Reflexion und aktuelle Herausforderungen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische und gegenwärtige Prägung der Bundesrepublik Deutschland durch den sogenannten „Amerika-Effekt“. Dabei wird analysiert, wie sich das Bild der USA von einem utopischen Sehnsuchtsort hin zu einer kritisch hinterfragten Supermacht entwickelt hat und welche Rolle dabei politische, wirtschaftliche sowie kulturelle Einflussprozesse spielen.

  • Historische Wurzeln des Amerikabildes und Auswanderungswellen
  • Die bewusste Amerikanisierung im Nachkriegsdeutschland
  • Der Einfluss amerikanischer Kultur auf die deutsche Gesellschaft
  • Wandlungsprozesse der deutsch-amerikanischen Beziehungen nach 1945
  • Kritik am Supermachtstatus und moderne Antiamerikanismus-Tendenzen

Auszug aus dem Buch

Der ‚Amerika- Effekt‘ in der Bundesrepublik Deutschland: Traumbild und Trugbild USA

Angefangen mit den Hintergründen der Verbreitung des Amerika- Themas im Bewusstsein der Deutschen durch die großen Auswanderungswellen im 19. und 20. Jahrhundert sowie durch die Mythen des Wilden Westens und des Amerikanischen Traums, werde ich die Entwicklung des Amerika- Effekts von den ersten deutschen Siedlungen über den Zweiten Weltkrieg und die Nachkriegszeit bis hin zu den Anschlägen auf das World Trade Center mit Blick auf die Bunderepublik Deutschland erläutern.

Obwohl die USA im 20. Jahrhundert zweimal Kriegsgegner Deutschlands waren, hielten die Auswanderungsströme dorthin an und man konnte besonders nach dem Zweiten Weltkrieg deutliche Amerikanisierungsbestrebungen in den westlichen Besatzungszonen beobachten. Im Folgenden soll dieser Amerika- Effekt nicht nur auf der politischen, wirtschaftlichen und medialen Ebene untersucht werden, sondern es sollen auch Gründe und Motivation für das Vorantreiben der bewussten Amerikanisierung sowohl auf deutscher wie auch auf amerikanischer Seite aufgezeigt werden.

Nachdem auf die Abgrenzung und die gleichzeitige Abhängigkeit zwischen Amerikanisierung und Modernisierung eingegangen wurde, werde ich mich der Frage zuwenden, ob die alleinige Dominanz der USA heute noch Realität ist und welchen Wert das ‚Land der unbegrenzten Möglichkeiten‘ als Vorbild für andere Staaten heute noch besitzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung legt den Grundstein für die Analyse des „Amerika-Effekts“, von den historischen Auswanderungswellen bis hin zur ambivalenten Rolle der USA als politisches und kulturelles Vorbild in der Bundesrepublik.

2. Der Amerika-Effekt: Geschichtlicher Hintergrund und Entwicklung: Dieses Kapitel beleuchtet, wie Mythen über den „Wilden Westen“ und der „American Way of Life“ frühzeitig ein idealisiertes Amerikabild in Deutschland verankerten und die Aufnahmebereitschaft für späteres Kulturgut schufen.

3. Bewusste Amerikanisierung nach dem Zweiten Weltkrieg: Das Kapitel erläutert, wie durch das Besatzungsstatut, politische Steuerung beim Grundgesetz und wirtschaftliche Hilfsprogramme wie den Marshall-Plan eine gezielte Amerikanisierung der westdeutschen Strukturen erfolgte.

4. Kritische Reflexion und aktuelle Herausforderungen: Hier wird der Wandel der Wahrnehmung thematisiert, insbesondere durch außenpolitische Konflikte und wirtschaftliche Krisen, die zu einer wachsenden Distanz und kritischen Haltung gegenüber der Supermacht führen.

5. Fazit: Die abschließende Betrachtung stellt fest, dass die Modernisierungsphase nach 1945 zwar eng mit den USA verknüpft war, die heutige Vorbildfunktion jedoch durch den Niedergang des unkritischen Vertrauens in die politische und wirtschaftliche Führungskraft der USA abgelöst wurde.

Schlüsselwörter

Amerika-Effekt, Amerikanisierung, Modernisierung, Kulturtransfer, Bundesrepublik Deutschland, Transatlantische Beziehungen, Marshall-Plan, Westbindung, Supermacht, Antiamerikanismus, Populärkultur, Nation-Building, Ideale, Politik, Wirtschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische und gegenwärtige Wirkung der USA auf Deutschland, den sogenannten „Amerika-Effekt“, und wie dieser von einer tiefen Bewunderung zu einer kritischen Distanz gewandelt ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Schnittpunkte zwischen politischer Geschichte, wirtschaftlichem Wiederaufbau und kultureller Einflussnahme durch amerikanische Medien und Konsumgüter.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, inwieweit die USA tatsächlich als Vorbild dienten und ob der Prozess der Amerikanisierung als bewusste Beeinflussung oder allgemeiner Modernisierungsprozess zu werten ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche und historische Analyse, die auf der Auswertung von Fachliteratur sowie zeitgeschichtlichen Quellen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des historischen Amerikabildes, der bewussten Amerikanisierung durch die Besatzungsmächte und die spätere kritische Hinterfragung der US-Dominanz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Amerikanisierung, Kulturtransfer, Westbindung, Antiamerikanismus und der Wandel der politischen Vorbildfunktion der USA.

Warum wird im Text zwischen „Amerika-Effekt“ und „Modernisierung“ unterschieden?

Der Autor hinterfragt, ob viele als „Amerikanisierung“ bezeichnete Phänomene in der Bundesrepublik lediglich universelle Zeichen eines Modernisierungsprozesses waren, die fälschlicherweise ausschließlich den USA zugeschrieben wurden.

Welche Rolle spielt das „nation-building“ in der Argumentation?

Das „nation-building“ wird als ambivalenter Prozess dargestellt, der in Deutschland nach 1945 erfolgreich war, aber als Exportmodell für andere Weltregionen ohne die dort fehlende historisch-kulturelle Basis scheiterte.

Wie bewertet der Autor das heutige Bild der USA?

Der Autor konstatiert ein bröckelndes Image, bedingt durch außenpolitische Alleingänge, das Ende der wirtschaftlichen Unverwundbarkeit und eine zunehmende ideologische Spaltung innerhalb der USA.

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Details

Title
Der ‚Amerika- Effekt‘ in der Bundesrepublik Deutschland. Traumbild und Trugbild USA
College
University of Passau
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2014
Pages
15
Catalog Number
V336344
ISBN (eBook)
9783668258976
ISBN (Book)
9783668258983
Language
German
Tags
Amerika Effekt Americanness BRD Trugbild USA Antiamerikanismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2014, Der ‚Amerika- Effekt‘ in der Bundesrepublik Deutschland. Traumbild und Trugbild USA, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/336344
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