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Die Prägung der Vorstellungen (angehender) Musiklehrkräfte über Kultur durch biografische Erfahrungen

Eine Annäherung aus der Perspektive der qualitativen Sozialforschung

Titel: Die Prägung der Vorstellungen (angehender) Musiklehrkräfte über Kultur durch biografische Erfahrungen

Hausarbeit , 2014 , 40 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: M. A. Melanie Zell (Autor:in)

Pädagogik - Der Lehrer / Pädagoge
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Musik hängt sehr eng mit Kultur zusammen. Das wird bereits dadurch sichtbar, dass der Begriff „Kultur“ bzw. „kulturell“ im Bildungsplan Realschule 2004 im Fach Musik neun Mal erscheint. Die Entwicklung eines Kulturbegriffs mit genauer Begriffsexplikation aus den zahlreich verwendeten, sich z. T. widersprechenden, Definitionen soll jedoch nicht im Zentrum dieser Arbeit stehen. Vielmehr interessiert die Frage, wie der jeweilige Kulturbegriff von den Musiklehrkräften durch ihre Biografie geprägt wird. Aus diesem Grund werden durch die Forscherin biografische Stationen im Leben von (angehenden) MusiklehrerInnen genauer betrachtet und in Bezug auf ihren Kulturbegriff rekonstruiert.

Innerhalb dieser qualitativen Forschung, in der die individuellen Biografien einzelner Untersuchungspersonen im Zentrum stehen, ergibt sich die Forschungsfrage, inwiefern die biografischen Erfahrungen von (angehenden) Musiklehrkräften ihre Vorstellungen von Kultur prägen. Dabei sollen sowohl „die eigene“ als auch genannte Bezüge zu anderen Kulturen in den Blick genommen werden.

Aufgrund des festgelegten äußeren Rahmens mit Schwerpunkt auf der Forschungsmethodik erfolgt nur eine knappe Einführung in die Verwendung „des Kulturbegriffs“ im Musikunterricht. Der für ein transparentes Vorgehen wichtige Methodik gliedert sich aufgrund der Relevanz für die Forschungsmethodik dieser Arbeit in einen kurzen Abriss über die Biografieforschung sowie die Erhebung durch narrative Interviews und Auswertung der Daten mittels der formalen Strukturierung sowie deren Ausgang, der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Stellung des Kulturbegriffs im Musikunterricht an deutschen Schulen

2. Forschungsmethodik

2.1 Einführung in das zugrunde gelegte forschungstheoretische Denken

2.2 Erhebung des Datenmaterials mithilfe des narrativen Interviews

2.3 Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring als Ausgangspunkt der formalen Strukturierung

2.4 Formale Strukturierung als Auswertungsvorgehen

3. Ergebnisdarstellung

4. Fazit und Weiterführendes

5. Literaturverzeichnis

5.1 Printmedien

5.2 Onlineartikel

6. Anhang

6.1 Kulturbegriff nach Barth und Krause-Benz

6.2 Ausführungen zum narrativen Interview

6.3 Interviewleitfaden

6.4 Transkriptionsregeln dieser Arbeit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, inwiefern die biografischen Erfahrungen von (angehenden) Musiklehrkräften ihre persönlichen Vorstellungen von Kultur prägen. Dabei liegt der Fokus auf der Rekonstruktion individueller Sinnkonstruktionen im Kontext des Musikunterrichts, wobei die methodische Verknüpfung von biografischen Stationen mit dem jeweiligen Kulturverständnis im Zentrum steht.

  • Zusammenhang zwischen biografischer Sozialisation und Kulturverständnis
  • Rolle von Musik als Identifikationsmedium im Bildungsalltag
  • Methodik der narrativen Interviews zur Erfassung subjektiver Wirklichkeiten
  • Anwendung der formalen Strukturierung zur Datenauswertung
  • Einfluss von interkulturellen Erfahrungen auf musikpädagogische Vorstellungen

Auszug aus dem Buch

2.2 Erhebung des Datenmaterials mithilfe des narrativen Interviews

Das narrative bzw. erzählende Interview weise laut Bortz et al. Parallelen zum sog. fokussierten Interview auf. Bei dieser, von Schütz in den Jahren 1976/7 entwickelten, Form eines Interviews könne man dieselben Kriterien zu einer gelingenden Interviewführung wie beim fokussierten Interview anlegen. Diese werden im weiteren Verlauf noch genauer erläutert (vgl. Kap. 6.2 d. A.). Grundlegend differieren die beiden Interviewformen in ihrem Gegenstand: Während beim fokussierten Interview die Reaktion der Befragten auf einen bestimmten Stimulus im Vordergrund steht, werden beim narrativen Interview „Erlebnisse und Episoden aus der Lebensgeschichte des Respondenten“ (vgl. Bortz et al. 2006, S. 316) erhoben, sodass das narrative Interview häufig in der Biografieforschung Anwendung findet. (vgl. ebd., auch Zierer et al. 2013, S. 67).

Am Anfang einer Durchführung eines narrativen Interviews steht der Erzählanstoß. Dieser birgt das Ziel in sich, eine Stegreiferzählung anzustoßen. (vgl. Bortz et al. 2006, S. 316) Als verbaler Erzählanstoß wäre innerhalb dieser Arbeit demnach folgender möglich: „Herr A., Sie sind angehender Musiklehrer, welche Bedeutung hat Musik für Sie? Wie sehen Sie das Verhältnis von Musik zu ihrer eigenen Kultur und evtl. auch anderen Kulturen?“ Dabei ist laut Bortz et al. die Relevanz für die Befragten sowie deren Expertentum zentral (vgl. Bortz et al. 2006, S. 316ff). Relevant ist das Thema für die angehenden MusiklehrerInnen bzw. MusikerInnen in Zeiten der Globalisierung definitiv. Das Expertentum der Befragten ist dadurch gesichert, dass die Datenerhebung ausschließlich die Introspektion der UntersuchungsteilnehmerInnen abbildet.

Nach dem Erzählimpuls wird die Untersuchungsperson dazu angestoßen, ohne Unterbrechung in Form von „inhaltlichen Kommentaren“ (Bortz et al. 2006, S. 318) durch den Interviewer bzw. die Interviewerin zu erzählen. Jedoch ist es Aufgabe der Forscherin bzw. des Forschers, authentisches, nicht übermäßiges und dadurch evtl. als Überheblichkeit zu interpretierendes (!) Interesse und Verständnis zu zeigen. Eine weitere Herausforderung besteht dabei in der Fähigkeit, Ruhepausen zu ertragen. (vgl. ebd.)

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung legt den Grundstein der Untersuchung, indem sie die persönliche Motivation durch Praktika schildert und die Forschungsfrage zur biografischen Prägung des Kulturbegriffs bei Musiklehrkräften formuliert.

1. Stellung des Kulturbegriffs im Musikunterricht an deutschen Schulen: Dieses Kapitel thematisiert die theoretische Uneindeutigkeit des Kulturbegriffs in der Musikpädagogik und verweist auf die unterschiedlichen Vorerfahrungen von Musikstudierenden.

2. Forschungsmethodik: Dieses Kapitel erläutert das methodische Vorgehen, insbesondere die Biografieforschung, das narrative Interview und die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring, die als Basis für die formale Strukturierung dienen.

3. Ergebnisdarstellung: In diesem Kapitel werden die Ergebnisse anhand von vier Fallbeispielen präsentiert und mittels grafischer Strukturen visualisiert, um die biografischen Prägungen der Befragten aufzuzeigen.

4. Fazit und Weiterführendes: Dieses Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, reflektiert die methodische Herangehensweise und gibt Ausblicke auf mögliche weiterführende Forschungsfragen.

5. Literaturverzeichnis: Hier werden sämtliche für die Arbeit herangezogenen Printmedien und Onlineartikel aufgelistet.

6. Anhang: Der Anhang bietet detaillierte theoretische Exkurse zu Kulturbegriffen, vertiefende methodische Ausführungen sowie den verwendeten Interviewleitfaden und Transkriptionsregeln.

Schlüsselwörter

Biografieforschung, Narratives Interview, Qualitative Inhaltsanalyse, Mayring, Musiklehrkräfte, Kulturverständnis, Sozialisation, Musikpädagogik, Formale Strukturierung, Identität, Interkulturalität, Subjektivität, Musikschulwesen, Lebensgeschichte, Sinnkonstruktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der persönlichen Biografie von angehenden Musiklehrkräften und deren individueller Definition von Kultur sowie deren Einstellung zu Musik im pädagogischen Kontext.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Themenfelder umfassen die Musikpädagogik, die Biografieforschung, soziologische Aspekte des Kulturbegriffs sowie die qualitative Auswertungsmethode der formalen Strukturierung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Die zentrale Forschungsfrage lautet: Inwiefern prägen biografische Erfahrungen von (angehenden) Musiklehrkräften ihre Vorstellungen von Kultur?

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es wird ein qualitativer Ansatz gewählt, der narrative Interviews als Datenerhebungsmethode nutzt und diese mittels der formalen Strukturierung nach Mayring auswertet.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die theoretische Herleitung der Methodik sowie die detaillierte Darstellung und Analyse der gewonnenen Daten aus den Experteninterviews.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Kernbegriffe sind Biografieforschung, Kulturverständnis, narrative Interviews und qualitative Inhaltsanalyse im musikpädagogischen Raum.

Welche Rolle spielt die Familie im Kontext der biografischen Prägung der Interviewten?

Die Familie fungiert in allen untersuchten Fällen als zentrale Instanz für die musikalische Inspiration und den Erstkontakt mit Musik, was maßgeblich zur späteren fachlichen Identität der Befragten beiträgt.

Wie unterscheidet sich der Kulturbegriff der befragten Lehrkräfte in den Ergebnissen?

Die Definitionen variieren stark: Sie reichen von einer sehr persönlichen, auf das Individuum bezogenen Kulturauffassung ("was ich gerne mag") bis hin zu abstrakten, gesellschaftlich orientierten Vorstellungen von Kulturgütern.

Ende der Leseprobe aus 40 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Prägung der Vorstellungen (angehender) Musiklehrkräfte über Kultur durch biografische Erfahrungen
Untertitel
Eine Annäherung aus der Perspektive der qualitativen Sozialforschung
Hochschule
Pädagogische Hochschule Weingarten
Veranstaltung
Qualitative Forschung
Note
1,5
Autor
M. A. Melanie Zell (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
40
Katalognummer
V336356
ISBN (eBook)
9783668263536
ISBN (Buch)
9783668263543
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Musiklehrkräfte Mayring Kultur in Musik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M. A. Melanie Zell (Autor:in), 2014, Die Prägung der Vorstellungen (angehender) Musiklehrkräfte über Kultur durch biografische Erfahrungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/336356
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Leseprobe aus  40  Seiten
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