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Lehrerbildung von 1945 bis 1959 in der Sowjetunion und DDR

Inwiefern sicherte sich die Regierung der sowjetischen Besatzungszone und später der DDR die Kontrolle der Macht über das Schulsystem?

Título: Lehrerbildung von 1945 bis 1959 in der Sowjetunion und DDR

Trabajo , 2016 , 20 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Kristin Rintisch (Autor)

Pedagogía - Historia de la pedagogía
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Diese Hausarbeit gibt die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der DDR mit ihrem Schulsystem wieder. Es geht dabei speziell um die Lehrerausbildung von 1945 bis 1959 und inwiefern sich die Regierung der sowjetischen Besatzungszone und später der DDR die Kontrolle der Macht über das Schulsystem sicherte.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Gesellschaftliche Rahmenbedingungen in der DDR

2.1 Die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands

3. Das Schulsystem in der Zeit von 1945 – 1959

4. Lehrerausbildung in der Zeit von 1945 – 1954

4.1 Geschichte der Ausbildung von Grundschullehrern

4.2 Geschichte der Ausbildung von Oberschullehrern

5. Stand der Ausbildungsmöglichkeiten von 1954

6. Weiterentwicklung der Lehrerausbildung von 1954 – 1959

7. Beantwortung der Fragestellung

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit untersucht die Lehrerbildung in der Sowjetischen Besatzungszone sowie der frühen DDR zwischen 1945 und 1959. Das zentrale Ziel ist es zu analysieren, inwiefern die staatliche Kontrolle über das Schulsystem durch die gezielte Beeinflussung der Lehrerausbildung und die politische Rekrutierung von Lehrkräften gesichert wurde.

  • Politische Machtsicherung durch das Bildungswesen
  • Strukturelle Neugestaltung der Schule nach 1945
  • Wandel der Lehrerausbildung vom Laienlehrer zum parteitreuen Staatsfunktionär
  • Einfluss der SMAD und SED auf pädagogische Inhalte
  • Verhältnis von politischer Indoktrination und bildungspolitischen Notwendigkeiten

Auszug aus dem Buch

3. Das Schulsystem in der Zeit von 1945 – 1959

Auch im Bereich der Schulpolitik hat sich entsprechend der politischen Veränderungen in dieser Zeit viel bewegt. Einen guten Einblick in die damalige Lage des Schulsystems unmittelbar nach dem Krieg gibt ein Zitat von Emil Wendt (1957: 5): „In halbzerstörten, oft fensterlosen Schul= oder Behelfsräumen wurden hungernde Kinder, die auf Gartenstühlen, Hockern, Kisten oder gar auf dem Fußboden saßen und in der Regel kein Lehrbuch oder Schreibmaterial besaßen, von einer Lehrerschaft unterrichtet, die sich nur zum Teil aus ortsansässigen Lehrern rekrutierte […], in der Regel erhielten sie als Unterrichtsvergütung Naturalien und ein Taschengeld von der Gemeinde.“

Nach Wendt (1957: 5) wurden die Schulen der sowjetischen Besatzungszonen im Oktober 1945 wiedereröffnet. Die Entscheidungsgewalt lag ausschließlich bei der SMAD, obwohl Zentralverwaltungen der einzelnen Länder und Provinzen eingerichtet worden sind.

Laut Anweiler (1988: 23) wurde am 27. Juli 1945 die Deutsche Zentralverwaltung für Volksbildung errichtet. In den Schlüsselpositionen waren, wie schon erwähnt fast ausschließlich Mitglieder der KPD. Paul Wandel war ein politischer Sekretär von Wilhelm Pieck und gleichzeitig Leiter dieser Zentralverwaltung. Die Volksbildungsminister beriefen regelmäßige Konferenzen ein, um sich um die Kernpunkte Koordinierung, Anleitung und Kontrolle zu kümmern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Es wird die Problemstellung dargelegt, inwiefern das DDR-Schulwesen und die Lehrerausbildung als Instrumente der politischen Machtsicherung zwischen 1945 und 1959 fungierten.

2. Gesellschaftliche Rahmenbedingungen in der DDR: Dieser Abschnitt beschreibt die Situation nach 1945, die Rolle der SMAD und die Etablierung der SED als maßgebliche politische Kraft.

2.1 Die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands: Hier wird der ideologische Herrschaftsanspruch der SED und die Durchdringung der Gesellschaft mit marxistisch-leninistischem Gedankengut erläutert.

3. Das Schulsystem in der Zeit von 1945 – 1959: Das Kapitel thematisiert den Neuanfang des Schulwesens in der Nachkriegszeit, geprägt von Ressourcenmangel und politischer Steuerung durch die Besatzungsmacht.

4. Lehrerausbildung in der Zeit von 1945 – 1954: Fokus auf die Entnazifizierung der Lehrerschaft und die daraus resultierende Notwendigkeit, durch Laienlehrkräfte einen Lehrermangel auszugleichen.

4.1 Geschichte der Ausbildung von Grundschullehrern: Darstellung der Entwicklung pädagogischer Fakultäten und der spezifischen Ausbildungsgänge für die Unterstufe.

4.2 Geschichte der Ausbildung von Oberschullehrern: Erläuterung der Ausbildung an Universitäten, die trotz politischen Bedarfs unter dem Fachkräftemangel litt.

5. Stand der Ausbildungsmöglichkeiten von 1954: Zusammenfassung der verschiedenen Wege zum Lehrerberuf als Fixpunkt der bildungspolitischen Entwicklung.

6. Weiterentwicklung der Lehrerausbildung von 1954 – 1959: Analyse der Versuche, Lehrer zu Staatsfunktionären zu formen, bis zur Einführung der polytechnischen Oberschule.

7. Beantwortung der Fragestellung: Synthese der Ergebnisse, die bestätigt, dass das Schulsystem primär zur Festigung des sozialistischen Machtanspruchs genutzt wurde.

8. Fazit: Kritische Reflexion der historischen Umstände und der Diskrepanz zwischen offizieller politischer Zielsetzung und der subjektiven Wahrnehmung durch die damaligen Schüler.

Schlüsselwörter

DDR, Sowjetische Besatzungszone, SMAD, SED, Lehrerbildung, Schulsystem, Entnazifizierung, Marxismus-Leninismus, Einheitsschule, Pionierleiter, politische Machtsicherung, Bildungsgeschichte, Pädagogik, Laienlehrer, Ideologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der Entwicklung des Schulsystems und der Lehrerausbildung in der sowjetischen Besatzungszone sowie der frühen DDR zwischen 1945 und 1959.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Entnazifizierung der Lehrerschaft, der Aufbau eines sozialistischen Bildungssystems und die politische Kontrolle durch die SED.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: „Inwiefern sicherte sich die Regierung der sowjetischen Besatzungszone und später der DDR die Kontrolle der Macht über das Schulsystem?“

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse historischer Quellen und bildungspolitischer Studien, um die geschichtliche Entwicklung und politische Einflussnahme darzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die Phasen der Lehrerausbildung sowie die strukturellen Reformen des Schulwesens bis zur Einführung der polytechnischen Oberschule.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind DDR, Lehrerbildung, politische Machtsicherung, SED, SMAD, marxistisch-leninistische Pädagogik und Schulreform.

Welche Bedeutung hatten Laienlehrer in der Nachkriegszeit?

Aufgrund der massiven Entnazifizierung des Lehrpersonals und des akuten Lehrermangels mussten Laien ohne pädagogische Vorbildung eingesetzt werden, was anfangs zu einer pädagogischen Krise führte.

Warum wurde das Jahr 1954 als Fixpunkt für die Analyse gewählt?

Das Jahr 1954 dient in der Arbeit als Zäsur, um die Vielzahl an vorherigen Änderungen und Verordnungen zusammenzufassen und die Entwicklung der Lehrerbildung übersichtlich zu strukturieren.

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Detalles

Título
Lehrerbildung von 1945 bis 1959 in der Sowjetunion und DDR
Subtítulo
Inwiefern sicherte sich die Regierung der sowjetischen Besatzungszone und später der DDR die Kontrolle der Macht über das Schulsystem?
Universidad
Humboldt-University of Berlin  (Erziehungswissenschaften)
Curso
Bildungsgeschichte
Calificación
1,7
Autor
Kristin Rintisch (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
20
No. de catálogo
V336542
ISBN (Ebook)
9783668261907
ISBN (Libro)
9783668261914
Idioma
Alemán
Etiqueta
DDR Schulsystem Lehrerausbildung Lehrerbildung Besatzungszone Nachkriegszeit SMAD Macht Machtmissbrauch Machtsicherung Sowjetunion
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Kristin Rintisch (Autor), 2016, Lehrerbildung von 1945 bis 1959 in der Sowjetunion und DDR, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/336542
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