Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Accounting and Taxes

Maßgeblichkeitsprinzipmythos - Vom Schein (Unterschied) zwischen dem handelsrechtlichen vorsichtigen und dem steuerrechtlichen vollen Gewinn

Title: Maßgeblichkeitsprinzipmythos -  Vom Schein (Unterschied) zwischen dem handelsrechtlichen vorsichtigen und dem steuerrechtlichen  vollen Gewinn

Seminar Paper , 2001 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sandra Fricke (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Das Verhältnis der Steuerbilanz zum Handelsrecht bestimmt sich nach dem Maßgeblichkeitsgrundsatz (§ 5 EStG), d.h. grundsätzlich nach der Handelsbilanz, vorbehaltlich steuerrechtlicher Sondernormen. Damit wird das handelsrechtliche Gläubigerschutzprinzip in das Steuerrecht integriert. Das in Deutschland gesetzlich verankerte Maßgeblichkeitsprinzip erfährt gegenwärtig durch die Globalisierung der Märkte und die weltweite Angleichung der Rechnungslegungssysteme eine neue Akzentuierung. In jüngster Zeit mehren sich die Stimmen, die eine Abkehr vom Gläubigerschutzprinzip und/oder eine Abkopplung der Steuerbilanz von der Handelsbilanz fordern. Die Befürworter des Prinzips sehen in der Einheitsbilanz die ideale Lösung, die Vereinfachung und Bequemlichkeit bei der Erfüllung der handels- und steuerrechtlichen Rechnungslegungspflichten sichert. Die Gegner bezeichnen die Maßgeblichkeit als ,,lästige Fessel" für eine je eigenständige Handels- und Steuerbilanzpolitik und verwerfen die Idee der Einheitsbilanz wegen ihrer unterschiedlichen Zwecksetzungen völlig. In diesem Aufsatz wird versucht ein umfassendes Verständnis von Geschichte, Gegenwart und möglicher Zukunft des Maßgeblichkeitsprinzips zu vermitteln.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung

2. Entwicklung und aktueller Stand der Maßgeblichkeit in Dtl.

3. Der Maßgeblichkeitsgrundsatz im einzelnen

3.1. Beachtung der handelsrechtlichen GoB

3.2. Zwingendes Handelsrecht

3.3. Handelsrechtliche Ansatzwahlrechte

4. Die Umkehrung des Maßgeblichkeitsprinzips

5. Sinn und Zweck der Maßgeblichkeit

5.1. Zweckeignung und Einheit der Rechtsordnung

5.1.1. These 1: Steuer- und Handelsbilanz haben verschiedene Zwecke und sind somit unvereinbar

5.1.2. (Anti) These 2: Die Ziele beider Bilanzen sind vereinbar

5.2. Schutzfunktion

5.3. Praktikabilität

6. Maßgeblichkeitsgrundsatz ohne Zukunft?

7. Alternativen zur Maßgeblichkeitsprinzip

8. Thesenförmige Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen, die historische Entwicklung und die aktuelle Relevanz des Maßgeblichkeitsprinzips im deutschen Bilanzrecht. Dabei wird analysiert, inwieweit die Verknüpfung von Handels- und Steuerbilanz angesichts zunehmender internationaler Harmonisierung und divergierender Zielsetzungen der Gewinnermittlung noch zeitgemäß ist.

  • Historische Entwicklung und gesetzliche Verankerung der Maßgeblichkeit in Deutschland.
  • Die Wechselwirkung zwischen handelsrechtlichen GoB und steuerrechtlicher Gewinnermittlung.
  • Analyse der Zielkonflikte zwischen Gläubigerschutzprinzip und steuerlicher Gewinnrealisierung.
  • Diskussion der Auswirkungen der internationalen Rechnungslegungsstandards (IAS/US-GAAP) auf das deutsche Bilanzrecht.
  • Bewertung von Alternativmodellen zur aktuellen Bilanzverknüpfung.

Auszug aus dem Buch

3.2. Zwingendes Handelsrecht

Was handelsrechtlich aktiviert und passiviert werden muß, ist auch steuerrechtlich zu aktivieren bzw. zu passivieren (Aktivierungs- und Passivierungsgebot). Steuerpflichtige mit Gewinnermittlung nach § 5 EStG sind ebenso an handelsrechtliche Aktivierungs- und Passivierungsverbote gebunden, z. B. beim selbstgeschaffenen Geschäfts- oder Firmenwert eines Unternehmens ist handelsrechtlich sowie steuerrechtlich eine Aktivierung nicht zulässig. Es gibt auch Fälle, in denen das Handelsrecht ein Wahlrecht für den Ansatz eines Aktiv- oder Passivpostens einräumt. Der BFH schrieb dazu: „Da es dem Sinn und Zweck der steuerrechtlichen Gewinnermittlung entspricht, den vollen Gewinn zu erfassen, kann es nicht im Belieben des Kaufmanns stehen, sich durch Nichtaktivierung von Wirtschaftsgütern, die handelsrechtlich aktiviert werden dürfen, oder durch den Ansatz eines Passivpostens, der handelsrechtlich nicht geboten ist, ärmer zu machen als er ist“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung: Einleitung in die Thematik der Maßgeblichkeit und Aufzeigen des Spannungsfeldes zwischen Handels- und Steuerbilanz durch aktuelle Entwicklungen.

2. Entwicklung und aktueller Stand der Maßgeblichkeit in Dtl.: Erläuterung der historischen Verankerung und der gesetzlichen Entwicklung des Prinzips in Deutschland bis zur Gegenwart.

3. Der Maßgeblichkeitsgrundsatz im einzelnen: Detaillierte Betrachtung der materiellen und formellen Verknüpfung von Handelsrecht und steuerlicher Gewinnermittlung.

4. Die Umkehrung des Maßgeblichkeitsprinzips: Erörterung der umgekehrten Maßgeblichkeit, bei der steuerliche Vergünstigungen die Handelsbilanz prägen.

5. Sinn und Zweck der Maßgeblichkeit: Systematisierung der Pro- und Contra-Argumente, unterteilt in Zweckeignung, Schutzfunktion und Praktikabilität.

6. Maßgeblichkeitsgrundsatz ohne Zukunft?: Kritische Auseinandersetzung mit dem Fortbestand des Prinzips unter dem Einfluss internationaler Rechnungslegungsregeln.

7. Alternativen zur Maßgeblichkeitsprinzip: Vorstellung von Lösungsstrategien, wie etwa der Trennung von Handels- und Steuerbilanz oder der Anpassung an internationale Standards.

8. Thesenförmige Zusammenfassung: Komprimierte Darstellung der wesentlichen Ergebnisse und Schlussfolgerungen der Untersuchung.

Schlüsselwörter

Maßgeblichkeitsprinzip, Handelsbilanz, Steuerbilanz, Gewinnermittlung, GoB, Gläubigerschutz, Bilanzidentität, Einheitsbilanz, Umgekehrte Maßgeblichkeit, Rechnungslegung, Internationalisierung, Steuerrecht, HGB, EStG, Gewinnrealisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das deutsche Maßgeblichkeitsprinzip, welches die steuerliche Gewinnermittlung in Deutschland weitgehend an die handelsrechtlichen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) bindet.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische Herleitung, die rechtliche Ausgestaltung (§ 5 EStG), die umgekehrte Maßgeblichkeit, die Zielsetzungen der Bilanzierung sowie die Auswirkungen der internationalen Rechnungslegung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis der aktuellen Problematik der Maßgeblichkeit zu vermitteln und zu bewerten, ob das Prinzip in Zeiten internationaler Rechnungslegungsstandards (IAS/US-GAAP) zukunftsfähig ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Rechtsquellenanalyse, inklusive der Auswertung von Fachliteratur, Kommentierungen, BFH-Urteilen und gesetzlichen Regelungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der konkreten Anwendung der Maßgeblichkeit, der Abgrenzung von Zielen der Bilanzierung sowie der kritischen Diskussion über mögliche Alternativen zum aktuellen System.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Maßgeblichkeitsprinzip, Handels- und Steuerbilanz, Bilanzidentität, Gläubigerschutz sowie der Einfluss der internationalen Rechnungslegung auf nationale Standards.

Wie wirkt sich die „umgekehrte Maßgeblichkeit“ aus?

Sie führt dazu, dass steuerliche Wahlrechte die Handelsbilanz beeinflussen können, was zu einer Aushöhlung der handelsrechtlichen Grundsätze führen kann, da Bilanzpolitik vermehrt durch steuerliche Vorteile motiviert ist.

Warum wird das Maßgeblichkeitsprinzip heute in Frage gestellt?

Hauptgrund ist die Internationalisierung der Märkte und die Divergenz der Zielsetzungen: Während das deutsche Handelsrecht stark auf Gläubigerschutz und Vorsicht ausgerichtet ist, fokussieren internationale Standards (wie US-GAAP) stärker auf die Informationsfunktion für Investoren.

Excerpt out of 19 pages  - scroll top

Details

Title
Maßgeblichkeitsprinzipmythos - Vom Schein (Unterschied) zwischen dem handelsrechtlichen vorsichtigen und dem steuerrechtlichen vollen Gewinn
College
Otto-von-Guericke-University Magdeburg  (Fakultät für Wirtschaftswissenschaft)
Course
Rechnungslegungsmythen
Grade
1,0
Author
Sandra Fricke (Author)
Publication Year
2001
Pages
19
Catalog Number
V3366
ISBN (eBook)
9783638120630
ISBN (Book)
9783638847896
Language
German
Tags
Maßgeblichkeitsprinzipmythos Schein Gewinn Rechnungslegungsmythen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sandra Fricke (Author), 2001, Maßgeblichkeitsprinzipmythos - Vom Schein (Unterschied) zwischen dem handelsrechtlichen vorsichtigen und dem steuerrechtlichen vollen Gewinn, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3366
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  19  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint