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Migration im Kontext von Umweltveränderungen. Exemplarische Betrachtung der Situation am Merapi (Indonesien)

Titre: Migration im Kontext von Umweltveränderungen. Exemplarische Betrachtung der Situation am Merapi (Indonesien)

Thèse de Bachelor , 2014 , 51 Pages , Note: 3,0

Autor:in: Anonym (Auteur)

Sciences de la Terre / Géographie - Démographie, Urbanisation et Aménagement du territoire
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Résumé Extrait Résumé des informations

Ziel der Arbeit ist es, zu analysieren, ob und inwiefern Migrationsprozesse und Umweltveränderungen zusammenhängen. Hierbei sollen insbesondere die Multikausalität von Migrationsursachen und die Notwendigkeit von Handlungen auf regionaler, nationaler und politischer Ebene herausgearbeitet und kritisch reflektiert werden. Zudem erfolgt dies exemplarisch mit einer umfangreichen Risikoanalyse der Region am Merpai in Indonesien. Schließlich sollen Aussagen über Migrationsbewegungen im Kontext von Naturkatastrophen am Fallbeispiel des Merapi getroffen werden.

Dabei wird sich mit folgenden Fragen auseinander gesetzt: Sind Umwelt-/Klimaveränderungen Determinanten von Migrationsprozessen? (übergeordnete Forschungsfrage) Kann von einem einfachen Wirkungsmodell „Umwelt macht Migration“ gesprochen werden? Wie hängen Definition, Quantifizierbarkeit und politischer Umgang miteinander zusammen? Wie äußern sich die Schutzlücken für „Umweltflüchtlinge/migranten“ und inwieweit können diese mit politischen Konzepten geschlossen werden? Wann wird eine Naturgefahr zu einer Naturkatastrophe und welche Risikofaktoren müssen in einem Raum bestehen? Wie äußeren sich diese am Fallbeispiel des Merapi und welchen Einfluss haben sie auf Migrationsprozesse? Kann daher im Kontext von Naturkatastrophen von Flucht, Vertreibung oder Adaptation am Merapi gesprochen werden?

Die alarmierenden Zahlen und Prognosen von sogenannten ,,Umweltflüchtlingen“ in den Medien wecken allgemeine Aufmerksamkeit, müssen jedoch kritisch hinterfragt werden. Denn wie soll die quantitative Erfassung eines Phänomens erfolgen, wenn über eine fundamentale Definition kein Konsens besteht? Die Positionen zu der Debatte über Umwelt und Migration lassen sich grob in zwei Lager aufteilen: die Umweltforschung, häufig in Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen, auf der einen Seite und die Migrationsforschung auf der anderen Seite. Erstere deklarieren einen direkten kausalen Zusammenhang zwischen Umweltveränderungen und Migrationsbewegungen. Die Migrationsforschung untersucht Umwelt als einen von mehreren Faktoren für Migration und versucht durch transdisziplinäre Forschung der Komplexität des Konzepts gerecht zu werden Die Kritik aus akademischen Kreisen am vereinfachten Wirkungsmodell zeigt deutlich, dass die vielschichtigen Migrationsentscheidungen abstrahiert und die möglichen Handlungsalternativen ausgeblendet werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung: Umwelt-/Klimaveränderungen als Determinanten von Migrationsprozessen?

2. Migration im Kontext von Umweltveränderungen

2.1. Nexus von Migration und Umwelt

2.1.1. Dimensionen (umweltbedingter) Migration

2.1.2. Definitionen und Konzepte

2.1.3. Zahlen und Prognosen

2.1.4. Exkurs: Umweltmigration aus sozialwissenschaftlicher Perspektive

2.2. Politischer Umgang und Verantwortung

2.2.1. Governance von Umweltmigration

2.2.2. Perspektiven und Forderungen

3. Fallbeispiel: Die Situation am Merapi (Indonesien)

3.1. Der Merapi in Indonesien als Risikoraum

3.1.1. Naturgefahr: Tektonik, Topographie und Klima

3.1.2. Bevölkerungsproblematik

3.1.3. Politische, wirtschaftliche Abhängigkeiten und Fehlentwicklungen

3.1.4. regionale Strategien der Katastrophenvorsorge

3.2. Migration am Merapi im Kontext von Naturkatastrophen – Flucht, Vertreibung oder Adaptation ?

4. Fazit und Ausblick : Von ,,Umweltflüchtling’’ hin zu ,,Mobilität im Kontext von Umweltveränderungen’’??

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit analysiert kritisch den Zusammenhang zwischen Migrationsprozessen und Umweltveränderungen, indem sie die Multikausalität von Migrationsursachen untersucht und die Wirksamkeit politischer Handlungsansätze reflektiert. Das primäre Ziel ist es, unter Einbeziehung einer Risikoanalyse des Vulkans Merapi in Indonesien zu klären, ob von einem einfachen Wirkungsmodell zwischen Umweltveränderung und Migration gesprochen werden kann.

  • Konzeptionelle Auseinandersetzung mit den Begriffen "Umweltmigration" und "Klimaflucht".
  • Kritische Analyse der Datenlage und quantitativer Prognosemodelle.
  • Untersuchung politischer Governance-Strukturen und Schutzlücken.
  • Fallstudienbasierte Risikoanalyse zur Dynamik am Vulkans Merapi.
  • Bewertung von Anpassungsstrategien versus erzwungener Migration.

Auszug aus dem Buch

2.1.1. Dimensionen von (umweltbedingter) Migration

Um die Zusammenhänge zwischen Umwelt und Migration besser beschreiben zu können, müssen die unterschiedlichen Dimensionen, die zur Abgrenzung und Bestimmung des Phänomens beitragen, in ihrer Vielfalt aufgeschlüsselt werden. Migration als komplexe räumliche Bevölkerungsmobilität enthält einige Grundkonstanten (Distanz, Dauer, Richtung, Freiwilligkeit der Migration etc.), zwischen denen unterschieden werden kann, um die Wanderungsbewegungen besser klassifizieren zu können. Die Schwierigkeiten dabei tauchen nicht nur bei solcher Migration auf, die durch Umwelt und Klima motiviert wird (HILLMANN 2007: 24).

Um der zu untersuchenden Komplexität des Wirkungsgefüges von Umwelt und Migration Rechnung zu tragen, muss zunächst geklärt werden, was unter Umwelt und unter Klimawandel als migrationsauslösendem Faktor zu verstehen ist. Der Weltklimarat IPCC definiert Klimawandel als die klimatischen Veränderungen, die sich sowohl auf natürliche als auch anthropogene Ursachen beziehen. Dabei werden jedoch extreme Katastrophenereignisse wie Vulkanausbrüche oder Überflutungen vernachlässigt und somit liegt der Gesichtspunkt auf langfristigen Ereignissen. Menschliche Einflüsse verstärken demnach die natürlichen Klimaveränderungen (IPCC 2007: 667). Jedoch liegt hier die Problematik für das Konzept ,,klimabedingter Migration“, weil geophysikalische Ereignisse, die nicht auf den Klimawandel oder den Menschen zurückzuführen sind, durchaus Realität sind und folglich auch Flucht- oder Wanderungsbewegungen induzieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Umwelt-/Klimaveränderungen als Determinanten von Migrationsprozessen?: Dieses Kapitel führt in die aktuelle mediale und wissenschaftliche Debatte um Umweltflucht ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Kausalität zwischen Umweltveränderungen und Migration.

2. Migration im Kontext von Umweltveränderungen: Hier werden theoretische Konzepte, Definitionen und die Schwierigkeiten der Quantifizierung von Umweltmigration erörtert, ergänzt durch einen Exkurs in die sozialwissenschaftliche Perspektive.

2.1. Nexus von Migration und Umwelt: Dieser Abschnitt beleuchtet die komplexen Wirkungsgefüge und Dimensionen, die zur Klassifizierung umweltbedingter Wanderungsbewegungen herangezogen werden.

2.2. Politischer Umgang und Verantwortung: Das Kapitel analysiert internationale Strategien, Governance-Strukturen sowie die bestehenden rechtlichen Schutzlücken für Umweltmigranten.

3. Fallbeispiel: Die Situation am Merapi (Indonesien): Diese Fallstudie wendet die theoretischen Erkenntnisse auf den Hochrisikovulkan Merapi an, um die regionale Dimension von Risiko und Verwundbarkeit zu untersuchen.

3.1. Der Merapi in Indonesien als Risikoraum: Hier werden die naturräumlichen, demografischen und sozioökonomischen Gegebenheiten des Untersuchungsgebietes analysiert.

3.2. Migration am Merapi im Kontext von Naturkatastrophen – Flucht, Vertreibung oder Adaptation ?: Dieses Kapitel beantwortet die spezifische Forschungsfrage, ob die Bevölkerung am Merapi als "trapped population" agiert oder ob staatliche Umsiedlungsprogramme erfolgreich als Adaptation fungieren.

4. Fazit und Ausblick : Von ,,Umweltflüchtling’’ hin zu ,,Mobilität im Kontext von Umweltveränderungen’’??: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und plädiert für eine Abkehr von vereinfachenden Kategorien hin zu einem differenzierteren Mobilitätsbegriff.

Schlüsselwörter

Umweltmigration, Klimaflucht, Merapi, Risikoraum, Vulnerabilität, Resilienz, Migration, Katastrophenvorsorge, Adaptation, Bevölkerungsproblematik, Governance, Multikausalität, Trapped population, Umsiedlung, Nachhaltigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob und inwiefern Umwelt- und Klimaveränderungen als primäre Ursachen für Migrationsprozesse betrachtet werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Umweltmigration, der politischen Governance, der Risikoanalyse und der Fallstudie zur Situation am Vulkans Merapi.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die kritische Reflexion des Wirkungsmodells "Umwelt macht Migration" unter Berücksichtigung multikausaler Zusammenhänge.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein transdisziplinärer Ansatz verfolgt, der theoretische Konzepte der Migrationsforschung mit einer regionalen Risikoanalyse verbindet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Migrationsdimensionen und eine detaillierte Fallstudie zu Naturgefahren und Bevölkerungsschutz in Indonesien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Umweltmigration, Vulnerabilität, Adaptation, Risikoraum, Resilienz und Governance.

Warum wird gerade der Merapi als Fallbeispiel gewählt?

Der Merapi ist ein Hochrisikovulkan, der eine besonders hohe soziale Verwundbarkeit und komplexe staatliche Umsiedlungsprogramme aufweist, was ihn ideal für die Analyse von Anpassungsstrategien macht.

Wie bewertet die Autorin staatliche Umsiedlungsprogramme?

Die Autorin stellt fest, dass diese Programme oft auf Widerstand in der Bevölkerung stoßen, da sie ökonomische und soziale Faktoren, wie die starke Heimatverbundenheit, vernachlässigen.

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Résumé des informations

Titre
Migration im Kontext von Umweltveränderungen. Exemplarische Betrachtung der Situation am Merapi (Indonesien)
Université
University of Cologne  (Geographisches Institut)
Note
3,0
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
51
N° de catalogue
V336732
ISBN (ebook)
9783668264755
ISBN (Livre)
9783668264762
Langue
allemand
mots-clé
Umweltflüchtlinge Klimaflüchtlinge Migration Umweltveränderungen Indonesien Vulkan Merapi Dimensionen von Migrationsprozessen Zahlen und Prognosen Governance von Umweltmigration Politischer Umgang Verantwortung Naturgefahr Bevölkerungsverteilung Bevölkerungsproblematik Katastrophenvorsorge wirtschaftliche Abhängigkeit regionale Strategien Flucht Vetreibung Adaptation Mobilität Naturkatastophen Migrationsursachen
Sécurité des produits
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Citation du texte
Anonym (Auteur), 2014, Migration im Kontext von Umweltveränderungen. Exemplarische Betrachtung der Situation am Merapi (Indonesien), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/336732
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Extrait de  51  pages
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