Erforderliche Fähigkeiten und Kenntnisse von Tele-Tutoren. Ein Anforderungsprofil


Hausarbeit, 2013

19 Seiten, Note: 1,3

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung … 3

2. Begriffsklärung … 4

3. Studien … 5

3.1. Rautenstrauch, C. (2001). Tele-Tutoren – Qualifizierungsmerkmale einer neu entstehenden Profession … 5

3.2. Behrendt, E., Ulmer, P. & Müller-Tamke, W. (2004). Netzbasiertes Lernen in der beruflichen Praxis: Zur Bedeutung des Bildungspersonals Ergebnisse einer qualitativen empirischen Erhebung … 6

4. Ergebnisse … 7

4.1. Rautenstrauch, C. (2001). Tele-Tutoren – Qualifizierungsmerkmale einer neu entstehenden Profession … 7

4.2. Behrendt, E., Ulmer, P. & Müller-Tamke, W. (2004). Netzbasiertes Lernen in der beruflichen Praxis: Zur Bedeutung des Bildungspersonals Ergebnisse einer qualitativen empirischen Erhebung … 13

5. Gegenüberstellung … 15

6. Fazit … 17

7. Literaturverzeichnis … 18

1. Einleitung

Angesichts der Globalisierung von Arbeit und Bildung, kurzer Innovationszyklen und der Notwendigkeit, mit großen Informationsmengen umzugehen, werden lebenslange Lern- und Aneignungsprozesse notwendig. Das Wissen wird zum Motor und Träger des Wandels in Industrie und Gesellschaft (Rautenstrauch, 2001). Daher ist es kaum verwunderlich, dass viele Unternehmen versuchen ihre Aus-, Fort-, und Weiterbildungsmaßnahmen, die durch den dynamischen sozioökonomischen und technologischen Wandel betroffen sind, auf den selbigen auszurichten um durch möglichst gut geschulte Mitarbeiter einen Wettbewerbsvorteil auf dem Markt zu ergattern. Mit der Hoffnung, dass sich dieser Vorteil mittel- und auch langfristig ökonomisch auszahlt, investieren viele Firmen immense Geldmittel. Diese Investitionen fließen vor allem in die Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechniken, die das individuelle und organisationale Lernen gezielt fördern und unterstützen sollen (Meloncon, 2007). Hier spricht man vom sogenannten Tele-Lernen oder auch E-Learning. Das Potenzial des Tele- Lernens verspricht den Problemen des stetigen Wandels Herr zu werden. Lernangebote in der beruflichen Bildung werden künftig immer stärker online gehen und auf das Internet und Intranet zurückgreifen, wenn es um Qualifizierungsprozesse geht. Allerdings müssen pädagogisch-didaktische Maßnahmen berücksichtigt werden. Das Tele-Tutoring zur Unterstützung der Lernenden ist einer dieser wichtigen Maßnahmen (Rautenstrauch, 2001). Dem pädagogischen Fachpersonal kommen hier zentrale Aufgaben zu, dem Lernen im Netz, das inhaltlich anspruchsvoll ist und sich über einen längeren Zeitraum erstreckt, erfordert personale Unterstützung, wenn es nachhaltig und erfolgreich verlaufen soll. Dabei entsteht zunehmend ein professionalisiertes pädagogisches Handlungsfeld in dem Qualifizierungsstandards entwickelt und durchgesetzt werden (Rautenstrauch, 2001). Außerdem gewinnen Trainer in der betrieblichen Aus- und Weiterbildung mit den neuen Technologien ein breiteres Repertoire zur Gestaltung von Lehr- und Lernsituationen. Daraus ergeben sich nicht nur neue Anforderungen an die Lernenden, sondern auch die Rolle der Lehrenden selbst verändert sich (Boos, Müller & Cornelius, 2009).

Ausgehend von der These, dass die Lernbegleitung von Tele-Lernenden spezifische Kenntnisse und Fertigkeiten auf Seiten der Tele-Tutoren erfordert werden in dieser wissenschaftlichen Hausarbeit zwei empirische Erhebung dargestellt und gegenübergestellt. Zielsetzung ist die Beantwortung der Frage nach den erforderlichen Kenntnissen und Fähigkeiten für die Betreuung von Tele-Lernenden. Somit soll ein möglichst exaktes Anforderungsprofil für Tele-Tutoren aufgezeigt werden.

Zur Klärung relevanter Begriffe wie „Tele-Tutoring“ ist Kapitel 2 vorgesehen. Im darauffolgenden 3. Kapitel geht es um zwei Studien, deren Ergebnisse in Kapitel 4 vorgestellt werden. Das 5. Kapitel handelt von der kurzen Gegenüberstellung der Methodik sowie der Ergebnisse beider Studien.

Es bleibt zusagen, dass in dieser Arbeit maskuline oder neutrale Formen verwendet werden um unnötige Redundanz zu vermeiden und den Text leserlicher zu gestalten. Gemeint sind dabei beide Geschlechter, es sei denn, dass beide Geschlechter gesondert erwähnt werden.

2. Begriffsklärung

Bevor mit dem Hauptteil angefangen werden kann, ist es unerlässlich die relevanten Begriffe des Tele-Tutoring und Tele-Lernens dieser wissenschaftlichen Arbeit zu klären.

Tele-Tutoring ist eine Bezeichnung für die Unterstützung und Betreuung von Tele-Lernenden durch einen Tutor, der räumlich von den Lernenden getrennt ist. Da der Tutor in der Regel in einem telemedialen Kontakt mit den Tele-Lernenden steht, werden diese als Tele-Tutoren bezeichnet. Durch den regelmäßigen Kontakt leisten Tutoren umfassende Betreuung und Unterstützung in allen relevanten Lernbereichen (Rautenstrauch, 2001).

Collis (1997) beschreibt die Begrifflichkeit des Tele-Lernens wie folgt: „Tele-learning is:

– making connections
– among persons and resources
– through communication technologies
– for learning-related purposes“ (S.50).

Die Definition von Collis ist sehr allgemein gefasst und trotzdem treffend formuliert. Synonym zum Tele-Lernen werden teilweise die Bezeichnungen virtuelles Lernen, Distance-Learning, Tele-Learning, Online-Lernen, E-Learning und netzbasiertes Lernen verwendet (Rautenstrauch, 2001).

Nachdem beide Begriffe beschrieben wurden. Werden im nächsten Kapitel die herangezogenen empirischen Studien umrissen.

3. Studien

In diesem Kapitel werden die empirischen Erhebungen von Rautenstrauch (2001) und Behrendt, E., Ulmer, P. & Müller-Tamke, W. (2004) kurz vorgestellt. Die Kriterien Forschungsziele, Methodik, Probanden sowie die Art der Auswertung werden skizziert.

3.1. Rautenstrauch, C. (2001). Tele-Tutoren – Qualifizierungsmerkmale einer neu entstehenden Profession.

Die Entwicklung eines Qualifikationsprofils von Teletutoren und dessen empirische Untersuchung ist vor 2001 kaum erfolgt. Diese Studie kann sich daher nicht auf Voruntersuchungen stützen und ist somit qualitativ ausgelegt. Dabei soll Wissen von den in der Praxis tätigen Tele-Tutoren zum Ausgangspunkt für Aussagen über den Qualifizierungsbedarf für das Tele-Tutoring gemacht werden. Diese Experten besitzen Kenntnisse und Wissen aus ihrer täglichen Arbeit. Somit bieten ihre Handlungsbegründungen und Situationsdeutungen bezüglich der Betreuung von Tele-Lernenden zahlreiche Informationen für die Benennung von Qualifikationsanforderungen. Zudem können während der Erhebung individuell divergierende Sichtweisen erfasst und daraus verschiedenste Anforderungen abgeleitet werden. Theoriegewinnung bedeutet hier also die Orientierung an der Arbeitswelt der Experten (Rautenstrauch, 2001).

Die Befragung der Tele-Tutoren erfolgte mit der Methode des Experteninterviews, das mit Hilfe eines Interviewleitfadens durchgeführt wurde. In Experteninterviews werden Vertreter des in der Studie zu untersuchenden Tätigkeitsbereichs befragt. Deswegen verfügen sie über spezielles und ausgeprägtes Wissen. Der erarbeitete Interviewleitfaden orientierte sich an Erkenntnissen, die aus der schon vorhandenen Literatur entnommen wurden. Während des Interviews war es wichtig, den Befragten genügend Freiraum für eigenes Erzählen zu lassen, um Erkenntnisse über relevante Aspekte der Betreuung von Tele-Lernenden sowie Erfahrungen und subjektive Einschätzungen zu erhalten. Insgesamt wurden sechs Interviews mit Tele-Tutoren aus der Wirtschaft und von Hochschulen durchgeführt. Die Interviews erfolgten persönlich- mündlich, dauerten jeweils 30-60 Minuten und wurden anhand von Aufnahmegeräten aufgezeichnet und später anonymisiert. Zu Beginn der Analyse wurden die einzelnen Textsequenzen zusammengefasst und anschließend in thematischen Einheiten geordnet. Ähnliche Passagen wurden zusammengetragen und unter einem Überbegriff gesammelt. Aus diesem Informations- und Wissenspool wurden relevante Qualifikationen für Teletutoren abgeleitet (Rautenstrauch, 2001).

3.2. Behrendt, E., Ulmer, P. & Müller-Tamke, W. (2004). Netzbasiertes Lernen in der beruflichen Praxis: Zur Bedeutung des Bildungspersonals Ergebnisse einer qualitativen empirischen Erhebung.

Diese Untersuchung erhebt nicht den Anspruch, den Stand der personalen Betreuung von netzgestützten Lernformen in Deutschland quantitativ zu beschreiben. Vielmehr ist es ihr Ziel, empirische Grundlagen für eine qualitative Beschreibung der Varianten personaler Betreuung von Tele-Lernenden zu erhalten und zu analysieren. Die wesentlichen Forschungsziele dieser Studie sind einerseits die Beschreibung und Analyse der in der Praxis vorkommenden Tätigkeiten von Tele-Tutoren und andererseits die Ermittlung und Analyse der wichtigsten Anforderungen an Tele-Tutoren, die Erstellung eines Kompetenzprofils sowie die Formulierung von Empfehlungen für eine Qualifizierung zum Tele-Tutor.

Die Daten wurden jeweils mittels leitfadengestützter Telefon-Interviews erhoben, die ca. 45 Minuten dauerten und auf Tonband festgehalten wurden. Das Datenerhebungsinstrument wurde teilstandardisiert aufbereitet. Die Erhebung umfasste 36 Gesprächspartner aus Bildungsabteilungen und von Bildungsträgern, die Tele-Lernen bei Qualifizierungsmaßnahmen einsetzen.

Bei der Untersuchung wurden folgende Themenkomplexe behandelt:

– Welche Formen des Online-Lernens gibt es?
– Wo findet Online- Lernen statt und welche Rahmenbedingungen sind dabeianzutreffen?
– Welche Funktionen und Aufgaben übernimmt das Bildungspersonal beimOnline-Lernen und welche Qualifikationen benötigt es dazu?
– Welche Qualifikationen/ Fortbildungen hat das jeweilige Bildungspersonalabsolviert?

In dieser wissenschaftlichen Ausarbeitung steht der Punkt „Welche Funktionen und Aufgaben übernimmt das Bildungspersonal beim Online-Lernen und welche Qualifikationen benötigt es dazu?“ klar im Mittelpunkt der Betrachtung.

[…]

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Erforderliche Fähigkeiten und Kenntnisse von Tele-Tutoren. Ein Anforderungsprofil
Hochschule
Pädagogische Hochschule Weingarten
Veranstaltung
Medienpädagogik
Note
1,3
Jahr
2013
Seiten
19
Katalognummer
V336888
ISBN (eBook)
9783656984603
ISBN (Buch)
9783656984610
Dateigröße
641 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Tele-Tutoren, Anforderungsprofil, E-Learning, E-Trainer, Online-Tutoren, E-Coaches, E-Coach, Fähigkeiten, Kenntnisse
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Anonym, 2013, Erforderliche Fähigkeiten und Kenntnisse von Tele-Tutoren. Ein Anforderungsprofil, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/336888

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