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Die Bedeutung der Wasserleitungen in einer römischen Stadt in der Antike

Título: Die Bedeutung der Wasserleitungen in einer römischen Stadt in der Antike

Trabajo Escrito , 2009 , 12 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Andreas Ratz (Autor)

Historia universal - Prehistoria e Historia antigua
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Diese Hausarbeit soll sich mit der Bedeutung der Wasserleitungen in der öffentlichen Wahrnehmung beschäftigen. Als wichtigster Autor ist hier Frontinus zu nennen, dem wir die Schrift über die Wasserversorgung Roms (De aquaeductu Urbis Romae, um 100 n. Chr.) 1 zuschreiben. Von ihm stammt auch jenes oben aufgeführte Zitat, welches deutlich macht dass der Bau der römischen Wasserleitungen nicht nur mit denen als Weltwunder eingeschätzten Pyramiden verglichen wird, sondern von Frontinus sogar über diese gestellt wird.

Die Voraussetzung für jedes menschliche Leben ist Wasser. Eine funktionierende Wasserversorgung ist folglich unabdingbar für den Zusammenschluss einzelner Stämme zu einer Gemeinschaft von Siedlern. Gerade in Rom, wo aufgrund der geographischen Lage im Mittelmeerraum Sommertrockenheit und Grundwasserarmut nichts Ungewöhnliches ist, war man auf eine verlässliche Versorgung mit gutem Trinkwasser angewiesen. Doch wo kam dieses Wasser her und war es wirklich sinnvoll eine ungeheure Menge an Wasserleitungen dafür zu bauen?

Ich möchte in dieser Arbeit klären ob die Wasserleitungen wirklich nur notwendig für das Überleben der römischen Bevölkerung waren oder ob der repräsentative Charakter und der Prestigegewinn für den Stifter einer Wasserleitung nicht doch im Vordergrund standen? Zunächst werden die Wasserleitungen in Rom betrachtet und deren Eigenschaften beschrieben. Dazu kommen die Probleme die bei einer Kilometer langen Wasserleitung auftraten und die Wassermenge die in Rom verbraucht wurde. Des Weiteren möchte ich klar machen, welche Strafen bei Wasserdiebstahl verhängt wurden und schließlich auf die Verwaltung, die Kosten sowie die Stifter der Leitungen eingehen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wasserleitungen in Rom

3. Wasserverbrauch und Strafen bei Vergehen gegen das Wasserrecht

4. Der curator aquarum

5. Die Kosten der römischen Wasserleitungen

6. Darstellung von Wasserleitungen auf Münzen

7. Selbstdarstellung und Prestige der Stifter

8. Schlussbetrachtung

9. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der Wasserleitungen im antiken Rom, wobei insbesondere die Fragestellung im Vordergrund steht, ob diese Bauwerke primär der lebensnotwendigen Versorgung der Bevölkerung dienten oder ob repräsentative Aspekte sowie der Prestigegewinn der Stifter die treibende Motivation hinter ihrer Errichtung darstellten.

  • Die bauliche Komplexität und Funktion der römischen Wasserversorgung.
  • Regulierung des Wasserverbrauchs und Ahndung von Wasserdiebstahl.
  • Die Rolle des "curator aquarum" in der Verwaltung.
  • Finanzierungsmodelle und enorme Baukosten als Indikator für Prestigegewinn.
  • Die symbolische und politische Bedeutung der Aquädukte auf Münzprägungen.
  • Selbstdarstellung der Stifter durch Wasserbauten wie Nymphäen.

Auszug aus dem Buch

4. Der curator aquarum

Marcus Vipsanius Agrippa, der Schwiegersohn des Augustus, ließ sich im Jahre 33. v. Chr. zum Ädil wählen, obwohl er vorher schon Konsul gewesen war. Da die Ädile die Aufsicht über das öffentliche Bauwesen hatten, konnte sich Agrippa nun ganz offiziell als Curator Aquarum um die Wasserbauwerke kümmern. Dies bedeutet auf den ersten Blick ein gesellschaftlicher Abstieg, denn das Amt des Ädils war in der Ämterlaufbahn (cursus honorum) ja bekanntlich weit unter dem Konsul anzuordnen. Führt man sich allerdings vor Augen welche Personen in der Folgezeit das Amt des Curator Aquarum besetzten, lässt sich die große Bedeutung dieses Amtes erahnen. Frontinus macht dies mit seiner Aussage deutlich, das dieses Amt des Curator Aquarum „immer in Händen der angesehensten Männer unserer Gemeinde“ lag.

Agrippa erwies sich auf diesem Gebiet als herausragender Stifter. Dazu zählte die Einrichtung eines aus 240 Sklaven bestehenden Arbeitstrupps, der für den Erhalt der Wasserversorgung zuständig war. Sie hatten sich um die den Schutz der Leitungen, Wasserbehälter und Brunnen zu kümmern. Angeblich unterhielt Agrippa diese Sklaven aus eigenen Mitteln und nach seinem Tod wurden sie aus der „Staatskasse“ entlohnt. Agrippa´s Arbeitstrupp war wohl zu seinem eigenen Prestigegewinn vorgesehen genau wie die während seiner Ädilität laut C. Plinius Secundus 700 Wasserbecken, 500 Springbrunnen und 130 Wasserbehälter mit teils reichem Schmuck entstanden Wasserbauten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung begründet das Thema durch die Notwendigkeit von Wasser in Rom und formuliert die zentrale Fragestellung nach dem Verhältnis zwischen Daseinsvorsorge und Repräsentation.

2. Wasserleitungen in Rom: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die 11 großen Wasserleitungen, deren bauliche Herausforderungen sowie die Bedeutung der Wasserqualität für die Stadtbevölkerung.

3. Wasserverbrauch und Strafen bei Vergehen gegen das Wasserrecht: Hier werden der enorme Wasserverbrauch sowie die gesetzlichen Maßnahmen gegen Wasserdiebstahl thematisiert, die den hohen Stellenwert der Versorgung unterstreichen.

4. Der curator aquarum: Es wird die Rolle der Wasserbaubehörde beleuchtet und anhand von Marcus Vipsanius Agrippa verdeutlicht, welch hohes Ansehen dieses Amt genoss.

5. Die Kosten der römischen Wasserleitungen: Dieses Kapitel analysiert die Finanzierungsstruktur und die immensen Kosten der Bauwerke als Mittel zur Zurschaustellung von Macht.

6. Darstellung von Wasserleitungen auf Münzen: Die Untersuchung zeigt, wie Wasserleitungen als Symbole für die Größe Roms ikonografisch auf Münzen verwendet wurden.

7. Selbstdarstellung und Prestige der Stifter: Hier wird analysiert, wie Stifter durch Brunnenbauten und Nymphäen ihren sozialen Status innerhalb der römischen Gesellschaft festigten.

8. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass die Wasserleitungen zwar eine technische Meisterleistung waren, aber primär als luxuriöses Statussymbol und Instrument der Repräsentation verstanden werden müssen.

9. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen und Forschungsliteratur.

Schlüsselwörter

Römische Wasserleitungen, Aquädukte, Wasserversorgung, Frontinus, Wasserrecht, Cura aquarum, Agrippa, Repräsentation, Prestige, Nymphäum, Wasserdiebstahl, Münzprägungen, römische Geschichte, Wasserbau, Antike.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und Bedeutung römischer Wasserleitungen in der Antike und hinterfragt deren Funktion als reine Versorgungseinrichtung gegenüber ihrem Status als Prestigeobjekt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen die technische Umsetzung, die staatliche Verwaltung (cura aquarum), die rechtlichen Rahmenbedingungen bei Wasserdiebstahl sowie die soziokulturelle Komponente des Prestiges der Stifter.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu klären, ob Wasserleitungen lediglich aus der Notwendigkeit des Überlebens entstanden oder ob der repräsentative Charakter für die kaiserliche oder private Selbstdarstellung im Vordergrund stand.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung antiker Quellen – allen voran das Werk von Sextus Iulius Frontinus – ergänzt durch moderne archäologische und historische Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der baulichen Aspekte, der gesetzlichen Regulierung und Strafverfolgung, der Finanzierung, der Darstellung auf Münzen sowie der Funktion als Selbstdarstellungsmedium für römische Elite-Stifter.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Wasserbau, Prestige, Repräsentation, curae aquarum, Aquädukte und römische Lebensqualität charakterisieren.

Warum war das Amt des "curator aquarum" trotz scheinbaren sozialen Abstiegs so bedeutsam?

Obwohl es in der Ämterlaufbahn unterhalb des Konsulats stand, wurde es stets von einflussreichen Männern bekleidet, da es die direkte Kontrolle über das Lebenselixier und die prestigeträchtige Infrastruktur der Hauptstadt bedeutete.

Inwiefern diente die Stiftung von Wasserbauten der Selbstdarstellung?

Stifter wie Herodes Atticus oder Agrippa nutzten ihre Bauten, um sich architektonisch in das Stadtbild einzuschreiben, ihre Gunst beim Volk zu mehren und in Nymphäen sogar statuarisch neben die kaiserliche Familie zu treten.

Final del extracto de 12 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Bedeutung der Wasserleitungen in einer römischen Stadt in der Antike
Universidad
University of Cologne
Calificación
2,0
Autor
Andreas Ratz (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
12
No. de catálogo
V336895
ISBN (Ebook)
9783656984726
ISBN (Libro)
9783656984733
Idioma
Alemán
Etiqueta
bedeutung wasserleitungen stadt antike
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Andreas Ratz (Autor), 2009, Die Bedeutung der Wasserleitungen in einer römischen Stadt in der Antike, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/336895
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