Die vorliegende Forschungsarbeit beschäftigt sich mit dem Konjunktiv in den wissenschaftlichen Arbeiten. Das Hauptaugenmerk der Untersuchung richtet sich auf eine ausführliche Betrachtung der Verwendung des Konjunktivs in den Masterarbeiten, die von ausgewählten Probanden angefertigt wurden. Der empirischen Analyse zum Konjunktiv in den Masterarbeiten gehen theoretische Erläuterungen zu diesem Thema voraus. In der Arbeit soll ferner versucht werden, die wissenschaftliche Schreibkompetenz bei den Studierenden zu fördern. Die Ergebnisse sollen einen Beitrag zur Förderung von wissenschaftlichem Schreiben bei den Studierenden leisten.
Inhaltsverzeichnis
Zum Konjunktiv in wissenschaftlichen Arbeiten
Vorteile des Konjunktivs
Schwierigkeiten bei der Verwendung vom Konjunktiv
Verwendung von würde-Formen
Analyse von Abschlussarbeiten
Ziel der Untersuchung
Korpusbeschreibung
Zur Analyse der Häufigkeit der Konjunktivanwendung in den Masterarbeiten
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Anwendung des Konjunktivs in Masterarbeiten von Studierenden der Germanistik, um Defizite sowie Kompetenzen im wissenschaftlichen Schreiben zu identifizieren und einen Beitrag zur Stärkung der Schreibkompetenz zu leisten.
- Theoretische Grundlagen zur Funktion und Verwendung des Konjunktivs in wissenschaftlichen Texten
- Analyse der Vorteile und Schwierigkeiten bei der Konjunktivanwendung
- Diskussion des Gebrauchs von würde-Formen in akademischen Arbeiten
- Empirische Untersuchung der Konjunktivnutzung in verschiedenen Textabschnitten (Einleitung, Hauptteil, Schluss)
Auszug aus dem Buch
Schwierigkeiten bei der Verwendung vom Konjunktiv
Des Weiteren macht der Konjunktiv den Lernenden Schwierigkeiten wegen seiner Gliederung in Konjunktiv 1 und 2 und in Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft. So KORNMEIER, M. (2012, 180).
Nach einer Untersuchung von GROND, U.; KÜHNDEL, D. (2013) wurden folgende Fehlerbereiche bei der Anwendung vom Konjunktiv festgestellt:
Tabelle 1: Fehler bei der Verwendung vom Konjunktiv
Es kommt zu fehlerhafter Formbildung, z.B. erfolgt die Umlautung unregelmäßiger Verben in der 2. und 3. Person Singular bzw. der Wechsel des Stammvokals: Er nimmt statt er nehme.
Die Verteilung der Konjunktivformen erfolgt fehlerhaft: Es hätte sich ergeben statt Es habe sich ergeben.
Der Konjunktiv wird fälschlicherweise nicht gesetzt, z.B. um Gedanken eines anderen Autors zu kennzeichnen.
In Fällen, in denen der Konjunktiv mit dem Indikativ zusammenfällt, wird fälschlicherweise kein Konjunktiv II gesetzt um den Modus eindeutig zu kennzeichnen: Sie haben festgestellt- sie haben festegestellt statt sie hätten festgestellt.
Es kommt zu einem übermäßigen Gebarauch von würde Formen.
Zusammenfassung der Kapitel
Zum Konjunktiv in wissenschaftlichen Arbeiten: Dieses Kapitel erläutert die grammatikalischen Grundlagen und die Bedeutung des Konjunktivs als Instrument zur distanzierten Wiedergabe fremder Meinungen in der Wissenschaftssprache.
Vorteile des Konjunktivs: Hier wird dargelegt, wie der Konjunktiv zur sprachlichen Ökonomie, Klarheit und zur präzisen Trennung zwischen eigenen und fremden Aussagen beiträgt.
Schwierigkeiten bei der Verwendung vom Konjunktiv: Das Kapitel behandelt häufige Fehlerquellen, wie etwa die fehlerhafte Formbildung oder die Verwechslung von Konjunktiv- und Indikativformen.
Verwendung von würde-Formen: Diese Sektion untersucht den Einsatz der würde-Form als Ersatz für den Konjunktiv II, besonders wenn dieser ungebräuchlich wirkt oder mit Indikativformen kollidiert.
Analyse von Abschlussarbeiten: Hier wird der methodische Rahmen der Studie vorgestellt, der das Ziel, das Korpus und die Schwerpunkte der empirischen Untersuchung umfasst.
Ziel der Untersuchung: Dieses Unterkapitel definiert den Fokus auf Masterarbeiten von Germanistik-Studierenden und das Ziel, deren Schreibkompetenz im Umgang mit dem Konjunktiv zu analysieren.
Korpusbeschreibung: Dieses Kapitel beschreibt die Auswahl von sechs Probanden und die Kriterien, nach denen deren Arbeiten bezüglich der Konjunktivnutzung ausgewertet wurden.
Zur Analyse der Häufigkeit der Konjunktivanwendung in den Masterarbeiten: Der letzte Teil präsentiert die empirischen Ergebnisse und stellt fest, dass der Konjunktiv primär im Hauptteil der Arbeiten verwendet wird.
Schlüsselwörter
Konjunktiv, Wissenschaftliches Schreiben, Masterarbeit, Germanistik, Indikativ, Konjunktiv I, Konjunktiv II, würde-Formen, Zitieren, Schreibkompetenz, Fremde Rede, Textanalyse, Sprachgebrauch, Grammatikfehler, Forschungspositionen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Forschungsarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Verwendung des Konjunktivs in wissenschaftlichen Masterarbeiten und der Analyse der damit verbundenen studentischen Kompetenzen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zentrale Themen sind die theoretische Funktion des Konjunktivs beim Zitieren, die Schwierigkeiten bei dessen korrekter Anwendung sowie die Nutzung von Ersatzformen wie dem würde-Konjunktiv.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, Defizite und Kompetenzen bei der Verwendung des Konjunktivs in Masterarbeiten aufzudecken, um letztlich die wissenschaftliche Schreibkompetenz der Studierenden zu fördern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung des Themas und einer anschließenden empirischen Korpusanalyse von sechs ausgewählten Masterarbeiten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die grammatikalischen Funktionen des Konjunktivs, häufige Fehlerquellen, der Einsatz von würde-Formen sowie eine quantitative Auswertung der Konjunktivhäufigkeit in verschiedenen Textabschnitten präsentiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Konjunktiv, wissenschaftliches Schreiben, Fremde Rede, Zitieren und Schreibkompetenz.
Warum wird der Konjunktiv in wissenschaftlichen Texten als notwendig erachtet?
Er dient als sprachliches Signal, um fremde Gedanken klar von eigenen Erkenntnissen abzugrenzen und die notwendige inhaltliche Distanz zum zitierten Autor zu wahren.
Wie unterscheidet sich die Nutzung des Konjunktivs laut der Analyse in den verschiedenen Kapiteln einer Arbeit?
Die Untersuchung zeigt, dass der Konjunktiv mit deutlichem Abstand am häufigsten im Hauptteil der Arbeiten verwendet wird, während er in Einleitung und Schluss eher selten auftritt.
- Citation du texte
- Mohamed Chaabani (Auteur), 2016, Der Konjunktiv in den wissenschaftlichen Arbeiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/336956