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Die dokumentarische Methode der Bildanalyse. Zur Analyse visueller Daten

Titel: Die dokumentarische Methode der Bildanalyse. Zur Analyse visueller Daten

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2014 , 18 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Christine Kopp (Autor:in)

Soziologie - Medien, Kunst, Musik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit ist es, die Entwicklung der dokumentarischen Methode darzulegen und die Weiterentwicklung und Überlegungen Ralf Bohnsacks vorzustellen. Anschließend werde ich die einzelnen Arbeitsschritte der dokumentarischen Methode und die empirische Verfahrensweise präsentieren: Dazu gehören die formulierende Interpretation - die Frage danach was auf dem Bild zu sehen ist - die reflektierende Interpretation - die Frage danach wie das zu Sehende interpretiert und eingeordnet werden kann - sowie die Typenbildung und Generalisierung. Des Weiteren werde ich anhand des Werbebilds „West it – Test it“ die dokumentarische Bildanalyse nach der Ausarbeitung Bohnsacks nochmals praktisch verdeutlichen.

In dem Bereich der Sozial-, sowie Erziehungswissenschaften hat die dokumentarische Methode bereits ein breites Anwendungsfeld gefunden, welche in den Bereichen der Gruppendiskussionen, Interviews, aber auch Textinterpretationen und Feldforschungsprotokollen eine wichtige Rolle spielt. Eines der bedeutendsten und komplexesten Modelle der Bildinterpretation stellt die dokumentarische Methode dar, die von dem Kunsthistoriker Erwin Panofsky im Bezug auf die Arbeiten des Wissenssoziologen Karl Mannheim zunächst entwickelt und später von dem Soziologen Ralf Bohnsack weiter ausgearbeitet wurde.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Entstehung der dokumentarischen Methode der Bildanalyse

3. Die Arbeitsschritte der dokumentarischen Methode der Bildanalyse

3.1. Die formulierende Interpretation

3.2. Die reflektierende Interpretation

4. Die dokumentarische Methode der Bildanalyse an einem Beispiel

4.1. Die formulierende Interpretation

4.1.1. Vorikonografische Ebene

4.1.2. Ikonografische Elemente

4.2. Die reflektierende Interpretation

4.2.1. Planimetrische Komposition

4.2.2. Szenische Choreographie

4.2.3. Perspektivische Projektion

4.2.4. Ikonische Interpretation

4.3. Das Markenlogo

4.3.1. Die formulierende Interpretation

4.3.1.1. Vorikonografische Ebene

4.3.2. Die reflektierende bzw. ikonische Interpretation

4.3.3. Text des Logos

5. Schlussteil

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit legt die theoretische Entwicklung der dokumentarischen Methode dar und erläutert deren zentrale Arbeitsschritte, wie die formulierende und reflektierende Interpretation, um eine fundierte sozialwissenschaftliche Bildanalyse zu ermöglichen. Ziel ist die praktische Anwendung dieser Methodik anhand einer Werbeanzeige, um die analytische Herangehensweise nach Ralf Bohnsack zu veranschaulichen.

  • Historische Herleitung der dokumentarischen Methode (Panofsky, Mannheim, Bohnsack)
  • Die formulierende Interpretation: Was ist auf dem Bild zu sehen?
  • Die reflektierende Interpretation: Wie ist das Dargestellte hergestellt?
  • Methodische Anwendung: Analyse von planimetrischer Komposition und ikonischen Elementen
  • Interpretation von Werbebildern im soziologischen Kontext

Auszug aus dem Buch

4.1.1. Vorikonografische Ebene

Im Vordergrund des Bildes sitzen eine weibliche und eine männliche Person im Alter von etwa 30 – 35 Jahre (Abb. 1). Sie befinden sich auf einer Wiese im Hochgebirge auf einer Alm. Dies wird auch unter anderem durch die links im hinteren Teil des Vordergrundes stehende schwarz-weiß gefleckte Kuh deutlich.

Die Frau sitzt auf einem Holzschemel, von dem man nur zwei Beine sieht, frontseitig zur Bildebene; sie schaut jedoch nicht auf den Betrachter des Bildes, sondern wendet ihren Kopf leicht in Richtung des von ihr aus gesehen links sitzenden Mannes. Noch intensiver jedoch wendet sie ihren Blick diesem Mann zu. Die frontale Sitzhaltung der Frau definiert sich überwiegend auch durch ihre äußerst gespreizten Beine, ihre Knie sind entblößt.

Des Weiteren trägt sie ein rotes Kleid mit weißen Punkten, darunter ein weißes Unterkleid mit weißen Ärmeln, welches auch an ihrem großzügigen Dekolleté zu sehen ist. Das Kleid ist von der Brust bis zur Taille wie eine Korsage geschnürt. An den Füßen trägt sie lackierte, spitze High Heels.

Geschminkt ist die Frau besonders an den Lippen, die ebenfalls rot sind. Ihr Haar ist glänzend-gold und zu einem hohen Kranz geflochten und als Schmuck trägt sie Ohrringe, sowie eine amulettartige Kette. Ihre Aufmachung erinnert stark an den Charakter eines Dirndls.

Sie stützt sich mit ihrem rechten Arm auf einen Blecheimer; ihre linke Hand ist auf das Knie gestützt. Dabei hält sie eine Zigarette. Links von dem besagten Blecheimer steht eine stärker abgenutzte Milchkanne, ebenso aus Blech.

Der Mann, auf einem Findling sitzend, hat kurze Haare und trägt ein dunkelblaues kurzärmeliges Shirt, dazu eine khakifarbene Hose mit größeren Taschen an den Seiten. An den Füßen sind weiße Socken und Joggingschuhe zu sehen.

Seine linke Hand, in der er eine Packung der Zigarettenmarke „West“ hält, ist auf seinen linken Oberschenkel gestützt und in seiner rechten Hand hält er in Mundhöhe eine Zigarette.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der dokumentarischen Methode in den Sozialwissenschaften ein und formuliert das Ziel der Arbeit, die Methodik und ihre Anwendung praxisnah vorzustellen.

2. Die Entstehung der dokumentarischen Methode der Bildanalyse: Dieses Kapitel skizziert die historische Entwicklung der dokumentarischen Methode durch die Arbeiten von Erwin Panofsky, Karl Mannheim und Ralf Bohnsack.

3. Die Arbeitsschritte der dokumentarischen Methode der Bildanalyse: Hier werden die theoretischen Grundlagen der formulierenden und reflektierenden Interpretation als zentrale Säulen der Bildanalyse detailliert definiert.

4. Die dokumentarische Methode der Bildanalyse an einem Beispiel: In diesem Hauptteil wird die Methodik schrittweise an einem Werbeplakat angewandt, wobei die Interpretationsebenen und das Markenlogo analysiert werden.

5. Schlussteil: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die Leistungsfähigkeit der dokumentarischen Methode sowie die Notwendigkeit, unterschiedliche Analysepunkte zu gewichten.

Schlüsselwörter

Dokumentarische Methode, Bildanalyse, Ralf Bohnsack, Erwin Panofsky, Karl Mannheim, formulierende Interpretation, reflektierende Interpretation, ikonografische Ebene, Bildinterpretation, Habitus, Dokumentsinn, Werbeanalyse, planimetrische Komposition, szenische Choreographie, konjunktiver Erfahrungsraum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Herleitung und der praktischen Anwendung der „dokumentarischen Methode der Bildanalyse“ im Kontext der Sozialwissenschaften.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Bildinterpretation nach Bohnsack, die Unterscheidung zwischen formulierender und reflektierender Interpretation sowie die soziologische Fundierung des Bildverstehens.

Welches ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Entwicklung der dokumentarischen Methode aufzuzeigen und deren Arbeitsschritte anhand eines praktischen Beispiels – einer Werbeanzeige der Marke „West“ – zu veranschaulichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird die dokumentarische Methode nach Ralf Bohnsack genutzt, welche auf Ansätzen der Weltanschauungsinterpretation von Karl Mannheim und der Ikonologie von Erwin Panofsky basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Vorstellung der Interpretationsschritte und deren konkrete Anwendung auf ein Werbebild, inklusive der Analyse von Komposition, Perspektive und Ikonik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Dokumentarische Methode, Bildinterpretation, Ralf Bohnsack, Formulierende Interpretation, Reflektierende Interpretation und Ikonik.

Wie unterscheidet sich die formulierende von der reflektierenden Interpretation bei der Bildanalyse?

Die formulierende Interpretation fragt „Was ist auf dem Bild zu sehen?“ (vorikonografische/ikonografische Ebene), während die reflektierende Interpretation fragt „Wie ist das Bild hergestellt?“ und formale Aspekte der Bildkomposition beleuchtet.

Welche Rolle spielt die Werbeanzeige für die Argumentation des Autors?

Das Werbebild dient als praxisnahes Fallbeispiel, um zu demonstrieren, wie durch die Methode soziale Identitäten, Habitus und sogar „konjunktive Erfahrungsräume“ in einer vermeintlich simplen Werbeszene rekonstruiert werden können.

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Details

Titel
Die dokumentarische Methode der Bildanalyse. Zur Analyse visueller Daten
Hochschule
Universität Bayreuth  (Soziologie)
Veranstaltung
Visuelle Methoden: Zur Analyse visueller Daten
Note
1,3
Autor
Christine Kopp (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
18
Katalognummer
V336975
ISBN (eBook)
9783668266629
ISBN (Buch)
9783668266636
Sprache
Deutsch
Schlagworte
methode bildanalyse analyse daten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christine Kopp (Autor:in), 2014, Die dokumentarische Methode der Bildanalyse. Zur Analyse visueller Daten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/336975
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Leseprobe aus  18  Seiten
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