Das Hauptziel dieser Hausarbeit besteht darin, die Abfallwirtschaft in Duisburg vorzustellen.
Im ersten Abschnitt wird zunächst die Stadt Duisburg quantitativ vorgestellt. Anschließend wird auf das Abfallwirtschaftsunternehmen eingegangen. Hierbei werden die Aufgaben, Gewerke, Beteiligungen sowie die Rechts- und Organisationsformen ausgearbeitet. Abschließend werden die gesammelten Informationen aus ökonomischer Sicht bewertet.
Der zweite Abschnitt befasst sich mit der Zusammensetzung der Gebührenstruktur und dessen Auswirkungen.
Im letzten Abschnitt wird der Abfallwirtschaftsbetrieb auf Auffälligkeiten hinsichtlich der Medienwelt untersucht. Einige Diskussionen, welche es in den letzten Jahren in die Medien schafften, werden vorgestellt.
Nachdem im 19. Jahrhundert die Zusammenhänge zwischen fehlender Stadthygiene und weitverbreiteten Krankheiten wie bspw. Cholera immer deutlicher wurden, legte man immer mehr Wert auf eine gut funktionierende und geordnete Entwässerung sowie Abfallentsorgung. Dementsprechend traf man auf kommunaler und regionaler Ebene die notwenigen Vorkehrungen. 1972 schuf man, mit dem Erlass des Abfallbeseitigungsgesetztes, die erste bundeseinheitliche rechtliche Regelung. Durch Überarbeitungen und Anpassungen, von einer Beseitigungswirtschaft zu einer Kreislaufwirtschaft, wurde dieses zum geltenden Kreislaufwirtschaftsgesetz weiterentwickelt, welches seit Oktober 1996 rechtskräftig ist.
Heute, ist es für die Mehrheit, der in Deutschland lebenden Bürgerinnen und Bürger, nahezu eine Selbstverständlichkeit, dass ihre Abfälle, gegen die entsprechende Gebühr, wöchentlich vor Ihrer Haustür abgeholt werden. Sie sehen es als einen elementaren Bestandteil der Daseinsvorsorge. Die jeweiligen Müllentsorgungsbetriebe haben die tragende Rolle das Ziel unserer zunehmend globalisierten Welt, in der der Umweltschutz und die nachhaltige Verbesserung des Umwelt- und Klimaschutzes sowie Ressourceneffizienz immer mehr in den Vordergrund stehen, umzusetzen (Umweltbundesamt.de).
Inhaltsverzeichnis
0. Einleitung
1. Abfallwirtschaft in Duisburg
1.1 Duisburg
1.2 Wirtschaftsbetriebe Duisburg – AÖR
1.2.1 Leistungen des Betriebes
1.2.2 Beteiligungen des Wirtschaftsbetriebes
1.3 Personelle Verknüpfung Betrieb und Politik
1.4 Bewertung aus ökonomischer Sicht
1.5 Privatisierung versus Rekommunalisierung
2. Gebührenstruktur
3. Diskussionen in der Presse
3.1 „Kläger fordert Transparenz bei Duisburger Abfallgebühren“
3.2 „Halbe Million für Chefs der Duisburger Wirtschaftsbetriebe“
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Abfallwirtschaft in der Stadt Duisburg umfassend vorzustellen und zu analysieren. Dabei wird die Organisation, insbesondere der Betrieb der Wirtschaftsbetriebe Duisburg – AÖR, beleuchtet und in den Kontext der städtischen Daseinsvorsorge sowie der ökonomischen Bewertung gestellt.
- Strukturelle Analyse der Stadt Duisburg und ihrer abfallwirtschaftlichen Grundlagen
- Darstellung der Aufgaben, Beteiligungen und Organisation der Wirtschaftsbetriebe Duisburg
- Untersuchung der personellen Verknüpfung zwischen politischer Führung und dem Wirtschaftsbetrieb
- Kritische Beleuchtung der Gebührenstruktur und aktueller pressewirksamer Kontroversen
Auszug aus dem Buch
1.2.1 Leistungen des Betriebes
Das Thema Abfall behandelt der Wirtschaftsbetrieb zudem auf einer anderen Ebene. Sie führt eine „Abfallberatung“ im pädagogischen Bereich. Mit Bastel- und Malbüchern und anderen Aktionen, wie das Sammeln von Elektrokleingeräten an Schulen, verbessert der Betrieb das Bewusstsein der Kinder für die Notwendigkeit von Recycling und Schadstoffentfrachtung. Von 160 Schulen sammelten 80 von Februar – Juni 2013 Elektrogeräte. 30.000 Schüler sammelten 16 Tonnen Elektroschrott, d.h. 0,5 Kilogramm pro Schüler. Die Schulen erfassten Elektroschrott in 240-Liter- Elektroschrotttonnen und bekam für jedes Kilogramm 0,19€. Die 10 besten Sammler erhielten zudem einen Bonus von 100€.
Vorzugsweise an Samstagen wird eine entsprechende Anzahl Sperrgutkolonnen mit Fahrzeugen zur Verfügung gestellt, welche nach Absprache mit Wohnungsgesellschaften, sperrige Abfälle und Elektronikschrott mitnehmen, was von den Bewohnern herausgetragen wird. Analog dazu wird die Sammelaktion mit einer Hüpfburg und weiteren Kinderspielen unterstüzt, sodass möglichst alle Mieter und Kinder den Weg nach draußen finden und bei der Reinigungsaktion mitmachen (Duisburg.de - Geschäftsbericht 2012: 16 & 2013: 28).
Zusammenfassung der Kapitel
0. Einleitung: Hier wird der historische Kontext der Abfallwirtschaft sowie das primäre Ziel der Hausarbeit, die Vorstellung der Duisburger Abfallwirtschaft, dargelegt.
1. Abfallwirtschaft in Duisburg: Dieses Kapitel stellt die Stadt Duisburg vor und analysiert die Struktur, die Leistungen sowie die Beteiligungen der Wirtschaftsbetriebe Duisburg – AÖR.
2. Gebührenstruktur: Hier werden die Gebührensätze für die Abfallentsorgung im Jahr 2016 sowie die verschiedenen Servicetypen differenziert erläutert.
3. Diskussionen in der Presse: Dieser Abschnitt reflektiert mediale Auseinandersetzungen zu Themen wie der Gebührentransparenz und den Vorstandsgehältern der Wirtschaftsbetriebe.
Schlüsselwörter
Abfallwirtschaft, Duisburg, Wirtschaftsbetriebe, Daseinsvorsorge, Kreislaufwirtschaft, Gebührenstruktur, Entsorgung, Stadtreinigung, Rekommunalisierung, Transparenz, Verwaltungsrat, Abfallberatung, Gebührenkalkulation, Kommunalwirtschaft, Personelle Verknüpfung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit primär?
Die Arbeit untersucht die Organisation und die Leistungen der Wirtschaftsbetriebe in der Stadt Duisburg unter besonderer Berücksichtigung ihrer Rolle in der kommunalen Daseinsvorsorge.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zu den Schwerpunkten zählen die Organisationsform des Betriebes, die verschiedenen angebotenen Dienstleistungen, die Gebührenkalkulation sowie kritische Presseberichte zur Unternehmensführung.
Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Abfallwirtschaft in Duisburg umfassend darzustellen, ihre ökonomische Bewertung vorzunehmen und kritische Diskussionen zu beleuchten.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine deskriptive Arbeit, die auf einer fundierten Auswertung von Geschäftsberichten, Beteiligungsberichten sowie aktuellen medialen Quellen basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Stadt und des Unternehmens, eine detaillierte Auflistung der Entsorgungs- und Serviceleistungen sowie die Analyse der umstrittenen Gebührenstruktur.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Wichtige Schlüsselbegriffe sind Abfallwirtschaft, Duisburg, Wirtschaftsbetriebe, Gebührentransparenz, Rekommunalisierung und Daseinsvorsorge.
Warum wird die Gebührenstruktur als problematisch angesehen?
Die Gebührenstruktur stand aufgrund mangelnder Transparenz und Fragen zur Gebührengerechtigkeit im Fokus juristischer Auseinandersetzungen, die zu einer Neukalkulation durch die Stadt führten.
Welche Rolle spielt die Politik bei den Wirtschaftsbetrieben?
Die Arbeit hebt eine personelle Verknüpfung hervor, bei der aktuelle oder ehemalige Politiker wichtige Positionen im Vorstand oder Verwaltungsrat der Wirtschaftsbetriebe Duisburg besetzen.
- Citation du texte
- Yasemin Cengiz (Auteur), 2016, Die Abfallwirtschaft in der Stadt Duisburg. Gebührenstruktur und Diskussionen in der Presse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/337234