Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Filosofía - Otras

Die Rolle der philosophischen Reflexion für ein autonomes Selbstbewusstsein

Título: Die Rolle der philosophischen Reflexion für ein autonomes Selbstbewusstsein

Proyecto de Trabajo , 2015 , 17 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Daniel R. Kupfer (Autor)

Filosofía - Otras
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Es soll in dieser Arbeit untersucht werden, welche Rolle die philosophische Reflexion für ein autonomes Selbstbewusstsein spielt. Dabei orientiert sich die Arbeit zunächst an den Deutungsweisen und Kommentaren, welche Pirmin Stekeler-Weithofer in seinem Buch „Philosophie des Selbstbewusstseins“ über Hegels System als einer Formanalyse von Wissen und Autonomie vorstellt. Das Verständnis des philosophischen Selbstbewusstseins, so wie es Hegel in der Phänomenologie des Geistes (PdG) vorstellt, soll innerhalb dieses Rahmens erhellt werden, indem unter anderem über dessen Voraussetzungen nachgedacht wird. Die Rolle der philosophischen Reflexion, die im Verdacht steht, die wichtigste Voraussetzung für eben jenes Selbstbewusstsein zu sein, soll auch darauf hin befragt werden, ob sie die Autonomie des Subjektes, welches mit Selbstbewusstsein ausgestattet ist, maßgeblich beeinflusst. An geeigneten Stellen, innerhalb dieser Überlegungen, wird zudem auf Gedankengänge und Anregungen aus den verschiedenen Aufsätzen und Beiträgen des Sammelbandes „Hegels Erbe“ zurückgegriffen.

Autonomie soll dabei freilich nicht als losgelöste und irgendwie totale Freiheit des Subjekts erfasst werden, sondern im weitesten Sinne würde man ein autonomes Subjekt im Kontext dieser Arbeit so betrachten, dass es ein Subjekt ist, welches sich aus freien Stücken und aus guten (d.h. vernünftigen) Gründen den Gesetzen, Regeln und Konventionen unterordnet, die ihm als Einschränkung seiner Freiheit nur im Sinne einer Einschränkung der Willkürfreiheit gegenüberstehen. Diesen noch abstrakten Begriff der Autonomie gilt es zu explizieren. Es soll in einem weiteren Schritt in dieser Arbeit untersucht und problematisiert werden, wie ein selbstbewusstes und autonomes „generisches Subjekt“ selbstbewusst und autonom wird, nicht im Sinne einer Beschreibung der Genese dieses Subjekts, sondern durch eine Reflexion auf den begrifflichen Kontext und eine Untersuchung der material-logischen Voraussetzungen für ein solches Subjekt und dem ihm entsprechenden Selbstbewusstsein. [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die philosophische Spekulation

1.1. Hegel und die Philosophische Reflexion

1.2. Der Nutzen der Philosophie

1.3 Das philosophische Selbstbewusstsein

2. Autonomie und Selbstbestimmung

2.1. Die philosophische Reflexion als Voraussetzung der Autonomie

2.2. Die Teilhabe an selbstbestimmten Lebensformen

2.3. Autonomie und Selbstkonstitution

Zusammenfassung und Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der philosophischen Reflexion für die Ausbildung eines autonomen Selbstbewusstseins, wobei sie sich primär an der Formanalyse von Wissen und Autonomie bei G.W.F. Hegel orientiert, wie sie von Pirmin Stekeler-Weithofer interpretiert wird. Ziel ist es, zu zeigen, dass ein autonomes Subjekt sich seiner Vergesellschaftung und seiner Teilhabe an kollektiven Praxen bewusst sein muss, um nicht bloß unreflektiertem „Räderwerk“ zu verfallen.

  • Die Funktion der philosophischen Reflexion als Orientierungshilfe im Denken.
  • Die kritische Abgrenzung eines autonomen Selbstbewusstseins gegenüber introspektiven oder rein transzendentalen Konzepten.
  • Das Verhältnis des Subjekts zum „generisch Allgemeinen“ (Regeln, Gesetze, soziale Praxen).
  • Die Bedeutung von kritischer Reflexion für eine selbstbestimmte Lebensführung und die Vermeidung von Willkürfreiheit.
  • Die Rolle der Anerkennung und der intersubjektiven Aushandlungsprozesse für die Subjektkonstitution.

Auszug aus dem Buch

2.1. Die philosophische Reflexion als Voraussetzung der Autonomie

Das autonome Selbstbewusstsein ist das Bewusstsein eines Subjekts von sich selbst als einem Subjekt, welches sich selbst zugleich als vergesellschaftet und als die Gesellschaft mitbestimmende Instanz begreift. Die Vergesellschaftung durchzieht auch die Begriffe und die Sprache, die auf diese Weise das Allgemeine repräsentieren, welche ein Subjekt benutzt, um wiederum sich selbst und seine Rolle im Ganzen einer Gesellschaft zu verorten. Auch benutzt es diese allgemeinen Mittel, wenn es Kritik übt oder wenn es in kooperativen Praxen versucht, eben jenes Allgemeine umzugestalten, sei es in Form von Politik, oder in Form von Wissenschaft. In beiden Bereichen wird das generisch Allgemeine vom Zusammenwirken der Menschen in ihren Anerkennungsverhältnissen und Praxen des gemeinsamen Handelns erst erzeugt und als ein Allgemeines bestätigt.

Ein autonomes Subjekt, wie es hier vorgestellt werden soll, ist auf diese Weise, als Teilnehmer an diesen Praxen, z.B. der Setzung von Recht, der Schreibung von Geschichte, des Aufstellens von Theorien, des Gestaltens des Lebens seiner Gemeinschaft und seiner eigenen Lebensform, frei bzw. autonom, insofern es selbstbewusst dieser Teilhabe zustimmen kann, ohne dabei in einen Konflikt mit seinen eigenen Interessen zu geraten. Das heißt auch, dass ein Subjekt - welches über ein, im Sinne unseres Begriffes von Selbstbewusstsein, entfaltetes Verständnis von sich und seiner Vergesellschaftung hat – sich in einem solchen Konflikt immer nur sozusagen „auf Zeit“ befinden würde, da es an den generisch allgemeinen Gesetzen und Regelungen produktiv Teil hat und so seine eigenen Interessen in die Gestaltung dieses Allgemeinen einfließen lassen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die philosophische Spekulation: Dieses Kapitel führt in den Begriff der philosophischen Reflexion ein, grenzt ihn von negativen Konnotationen der Spekulation ab und verankert ihn als notwendiges metastufiges Denken über den Denkprozess selbst.

1.1. Hegel und die Philosophische Reflexion: Der Autor erläutert hier die methodische Entscheidung, den Begriff der Reflexion zu verwenden, um die Spiegelung des Subjekts in seinem begrifflichen Kontext als „Denken des Denkens“ zu verdeutlichen.

1.2. Der Nutzen der Philosophie: Es wird untersucht, wie Philosophie über bloße Therapie oder historische Bespiegelung hinaus zur Steigerung der Orientierung und Urteilskraft im menschlichen Leben beiträgt.

1.3 Das philosophische Selbstbewusstsein: Dieser Abschnitt skizziert ein wahres Selbstverständnis, das sich sowohl von rein introspektiven als auch rein transzendentalen Ansätzen abgrenzt und das Subjekt als Teilnehmer einer sozialen Gemeinschaft begreift.

2. Autonomie und Selbstbestimmung: Hier wird der Zusammenhang zwischen der Reflexion auf das eigene eingebundene Handeln und der Fähigkeit zur autonomen Gestaltung von Lebensformen hergestellt.

2.1. Die philosophische Reflexion als Voraussetzung der Autonomie: Das Kapitel definiert Autonomie als produktive Teilhabe an gesellschaftlichen Praxen, wobei das Subjekt sich seiner Rolle in der kollektiven Schöpfung des „Allgemeinen“ bewusst wird.

2.2. Die Teilhabe an selbstbestimmten Lebensformen: Der Fokus liegt auf dem Übergang vom passiven Mitmachen zu einer aktiven, begründeten Teilhabe an Lebensformen, die ein Verständnis des eigenen Kontextes voraussetzt.

2.3. Autonomie und Selbstkonstitution: Der Autor schließt die Analyse mit der Einsicht, dass Autonomie einen dialektischen Prozess darstellt, in dem das Subjekt sich zu den bestehenden gesellschaftlichen Regeln verhält und diese durch Reflexion aktiv mitgestalten kann.

Schlüsselwörter

Philosophische Reflexion, Selbstbewusstsein, Autonomie, Hegel, Phänomenologie des Geistes, Stekeler-Weithofer, Subjekt, Selbstbestimmung, Teilhabe, Lebensform, Generisch Allgemeines, Urteilskraft, Anerkennung, Gesellschaft, Kritische Praxis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die philosophischen Bedingungen und die Rolle der Reflexion für die Ausbildung eines autonomen Selbstbewusstseins unter Rückgriff auf Hegels System und dessen Interpretation durch Pirmin Stekeler-Weithofer.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft, der Begriff der Autonomie als Teilhabe an kollektiven Praxen sowie die Bedeutung von Selbstreflexion für die Urteilskraft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass philosophische Reflexion eine notwendige Bedingung für ein autonomes Handeln darstellt, da sie das Subjekt befähigt, sein Eingebundensein in gesellschaftliche Strukturen zu verstehen und kritisch zu gestalten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine analytische und dialektische Formanalyse angewandt, die sich stark an den begrifflichen Kontexten des Deutschen Idealismus orientiert, um Voraussetzungen für Subjektivität freizulegen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden der Begriff der philosophischen Reflexion, die Notwendigkeit des Selbstbewusstseins für autonomes Handeln und die Bedeutung der aktiven Teilhabe an selbstbestimmten Lebensformen im Kontext intersubjektiver Anerkennungsprozesse erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind philosophische Reflexion, autonomes Selbstbewusstsein, Subjektivität, Teilhabe an Lebensformen und das generisch Allgemeine.

Wie unterscheidet der Autor ein autonomes Subjekt von einem bloß passiven Akteur?

Ein autonomes Subjekt begreift den Kontext, in dem es handelt, und kann Sinn und Zweck seines Handelns erklären, während ein passiver Akteur nur unreflektiert Regeln befolgt, ohne die Bedingungen seiner Partizipation zu durchschauen.

Welche Rolle spielt der Begriff des „generisch Allgemeinen“ für die Autonomie?

Das generisch Allgemeine umfasst Regeln, Gesetze und Sprache, die kollektiv geschaffen wurden. Ein autonomes Subjekt erkennt, dass es an diesem Prozess teilhat und somit die Macht besitzt, bestehende Strukturen durch kritische Reflexion und Handeln zu beeinflussen.

Final del extracto de 17 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Rolle der philosophischen Reflexion für ein autonomes Selbstbewusstsein
Universidad
University of Leipzig  (Sozialwissenschaft und Philosophie)
Curso
Geschichte der Philosophie
Calificación
1,7
Autor
Daniel R. Kupfer (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
17
No. de catálogo
V337350
ISBN (Ebook)
9783656987970
ISBN (Libro)
9783656987987
Idioma
Alemán
Etiqueta
Hegel Reflexion Selbstbewusstsein Autonomie Wissen Selbstwissen Freiheit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Daniel R. Kupfer (Autor), 2015, Die Rolle der philosophischen Reflexion für ein autonomes Selbstbewusstsein, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/337350
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  17  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint