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Vergleich der Integrationspolitiken in Deutschland und den Niederlanden. 1945 bis heute

Titre: Vergleich der Integrationspolitiken in Deutschland und den Niederlanden. 1945 bis heute

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2004 , 22 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Sebastian Wendt (Auteur)

Politique - Systèmes politiques en général et en comparaison
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Anspruch dieser Arbeit soll ein Vergleich der Einwanderungspolitiken und Integrations-(nicht)Bemühungen in Deutschland und den Niederlanden, in dem Zeitraum von 1945 bis zum heutigen Tage sein. Dies scheint mir aus zweierlei Gründen ein besonders spannendes Feld der Migrationsforschung zu sein. Zum einen ist die Ausgangssituation nach dem 2. Weltkrieg vergleichbar, beide Länder liegen vom Krieg völlig zerstört am Boden und stehen vor dem Wiederaufbau. Zweitens ähneln sich die Länder hinsichtlich ihrer sozialen, ökonomischen und konfessionellen Struktur .
Diese Ähnlichkeiten führen mich zu dem Schluss, dass beide Staaten vor ähnlichen Problemen in Bezug auf Einwanderung und Integration stehen. Man möge sich die ausländerfeindlichen Übergriffe zu Beginn der 1990er Jahre in Deutschland, das Wiedererstarken der extremen Rechten – wie jüngst im Freistaat Sachsen – in Erinnerung rufen. Summiert man nun die zu Beginn aufgeführten Geschehnisse in den Niederlanden dazu, drängt sich dieser Eindruck gerade zu auf. Eine besondere Brisanz erfährt dieser Schluss dann, wenn man meine These teilt, dass die Einbürgerungsanstrengungen und politischen Strategien der beiden Länder völlig unterschiedlich sind. Worin diese Unterschiede liegen, will ich im Folgenden zeigen. Dazu und um dem Anspruch eines wissenschaftlichen Vergleichs zu genügen will ich folgendermaßen vorgehen.
In nahezu allen wissenschaftlichen Publikationen zur Migration in den zu untersuchenden Ländern, werden mehrere Wellen von Einwanderern genannt. Diese will ich zu Beginn kurz
vorstellen, ohne mir dabei eine bestimmte Präferenz, zu Eigen zu machen, was m. E. nötig ist, denn wie noch gezeigt wird, ist der Umgang mit diesen Gruppen und deren Akzeptanz, innerhalb der Bevölkerung, schon in höchstem Maße divergent.
Im Vierten Teil soll dann ein Vergleich der angewandten Praktiken unternommen werden. Dazu werde ich zunächst die Einbürgerungen in Relation zueinander stellen, wozu ich mich wiederum den Methoden der Empirie bedienen werde. Anknüpfend daran will ich eine sozioökonomische (Miss)Erfolgsbilanz präsentieren, um auch einen Einblick in die gesellschaftlichen Auswirkungen der Migrationsprozesse, zu geben.
Im Schlussteil soll dann das Ergebnis dieses Vergleichs zusammengefasst werden.

Extrait


Gliederung

1. Einleitung und Problemaufriss

2. Vorstellung der Einwanderungswellen

2.1 Die Niederlande

2.1.1 Die koloniale Erblast

2.1.2 Arbeitsimmigranten aus dem Mittelmeerraum

2.1.3 Flüchtlinge und Asylbewerber

2.1.4 Gastarbeiter aus den „Modernen Industrienationen“

2.2 Die Bundesrepublik Deutschland

2.2.1 Aussiedler aus Osteuropa, die koloniale Erblast?

2.2.2 Arbeitsimmigranten

2.2.3 Flüchtlinge und Asylbewerber

3. Vorstellung der Integrationskonzepte

3.1 Die Niederlande

3.1.1 Die Abwicklung der Kolonialmigration

3.1.2 Ausländer auf dem Arbeitsmarkt

3.1.3 Die Flüchtlingspolitik

3.1.4 Die Einbürgerung – Das Patentrezept?

3.2 Die Bundesrepublik Deutschland

3.2.1 Aussiedler- und Vertriebenenpolitik

3.2.2 Integration am Arbeitsmarkt

3.2.3 Die Asylgesetzgebung – Besserung in Aussicht?

4. Der Vergleich - Klimawandel in beiden Ländern?

4.1 Erfolge und Misserfolge der Einbürgerung

4.2 Die sozioökonomische Bilanz der Integrationsbemühungen

5. Fazit, aktuelle Entwicklungen und Tendenzen

6. Literatur

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit führt einen vergleichenden Migrationsdiskurs zwischen Deutschland und den Niederlanden seit 1945 durch, um trotz vergleichbarer Ausgangslagen und wirtschaftlicher Strukturen unterschiedliche integrationspolitische Erfolge und Strategien zu analysieren.

  • Historische Aufarbeitung der Einwanderungswellen beider Staaten.
  • Gegenüberstellung der jeweiligen staatlichen Integrationskonzepte.
  • Analyse der Einbürgerungspraktiken und deren Auswirkungen.
  • Sozioökonomische Bilanzierung der Integrationsbemühungen am Arbeitsmarkt und im Bildungssystem.
  • Bewertung aktueller politischer Tendenzen und Perspektiven.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Die koloniale Erblast – Rückführung in ein unbekanntes Vaterland

Dieser erste Immigrationsschub aus den (ehemaligen) Kolonien vollzog sich zwischen 1945 und 1962, ihm zu zurechnen sind ca. 200.000 Personen von Niederländisch- Ostindischer Herkunft und ca. 100.000 „echte Niederländer“. Obgleich sie gegen den Wunsch der damaligen Regierung kamen, wurden sie als so genannte „Remigranten“ bezeichnet, was vermutlich zu ihrer schnellen Integration beitrug.

Ebenfalls dazu zählen ca. 13.000 Molukker, die 1951 nach den Niederlanden immigrierten, da ihnen, auf Grund ihres Militärdienstes in der niederländischen Kolonialarmee die Rückkehr auf ihre Heimatinseln, seitens der indonesischen Regierung verweigert wurde. Diese Menschen sollten ursprünglich nur einen kurzen Aufenthalt dort genießen und wurden in Wohnlagern zentriert untergebracht. Hier zeigen sich schon erste Probleme, so verübten einige dieser Personen 1974 symbolische Terroranschläge auf Züge, um die Öffentlichkeit für ihre unfaire Behandlung zu sensibilisieren.

Weiterhin zählen hierzu die Surinamer, kamen hier anfangs nur Eliten, so stieg die Zahl nach der Unabhängigkeit Surinams 1975 stark an. Heute leben etwa 300.000 Surinamer in den Niederlanden, obgleich die niederländische Regierung dies als „geschichtlichen Fehler“ sah. Die Surinamer blieben zwar mit ihrem Land verbunden, aber eine Rückkehr ist heute kaum noch ein Thema.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Problemaufriss: Die Einleitung beleuchtet aktuelle migrationsbedingte Spannungen in den Niederlanden und steckt den Rahmen für den systematischen Vergleich mit Deutschland ab.

2. Vorstellung der Einwanderungswellen: Dieses Kapitel klassifiziert die Migrationsströme in den Niederlanden und Deutschland nach historischem Kontext und Herkunft der Einwanderergruppen.

3. Vorstellung der Integrationskonzepte: Hier werden die legislativen Maßnahmen und politischen Strategien zur Steuerung der Integration in beiden untersuchten Ländern im Detail vorgestellt.

4. Der Vergleich - Klimawandel in beiden Ländern?: Dieser Abschnitt evaluiert die Wirksamkeit der Einbürgerung und zieht eine sozioökonomische Bilanz der bisherigen Integrationsanstrengungen.

5. Fazit, aktuelle Entwicklungen und Tendenzen: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die abnehmende Liberalität der niederländischen Politik im Kontrast zu deutschen Reformtendenzen.

Schlüsselwörter

Migration, Integration, Einwanderungspolitik, Niederlande, Deutschland, Remigration, Arbeitsmarkt, Staatsbürgerschaft, Asylgesetzgebung, Kolonialgeschichte, Sozioökonomie, Minderheitenpolitik, Einbürgerungsquote, Parallelgesellschaft, Integrationsbemühungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht vergleichend die Migrations- und Integrationspolitik der Bundesrepublik Deutschland und der Niederlande im Zeitraum von 1945 bis heute.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Einwanderungswellen, der staatlichen Integrationskonzepte sowie der sozioökonomischen Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt und im Bildungssystem.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die divergenten politischen Strategien der beiden Länder trotz ihrer historisch ähnlichen Ausgangslage nach dem Zweiten Weltkrieg herauszuarbeiten und deren Erfolg zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen komparativen Ansatz, der empirische Daten, Gesetzesvorhaben und sozioökonomische Statistiken in eine vergleichende Relation setzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der historischen Einwanderungswellen, die Analyse der Integrationskonzepte und den direkten Vergleich der Einbürgerungspraktiken und Integrationsbilanzen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie "Migrationsströme", "Integrationskonzepte", "Staatsbürgerschaftsrecht", "Arbeitsmarktintegration" und "Minderheitenpolitik" aus.

Wie unterscheidet sich die Situation der Kolonialmigranten in den Niederlanden?

Besonders bei den Molukkern und Surinamern zeigt sich, dass trotz eines ursprünglich befristeten Aufenthaltsbedarfs langfristige Integrationsschwierigkeiten auftraten, die teils symbolische Proteste provozierten.

Warum wird Deutschland im Kontext einer "Nicht-Politik" beschrieben?

Der Autor argumentiert, dass Deutschland die Arbeitsmigration lange Zeit als rein befristetes Phänomen betrachtete, ohne ein konsequentes staatliches Integrationskonzept zu verfolgen.

Welche Bedeutung hat die "doppelte Staatsbürgerschaft" in der niederländischen Einbürgerung?

Sie wird als wesentlicher Erfolgsfaktor identifiziert, da sie Einwanderern ermöglicht, ihre Herkunft zu wahren, ohne die Bindung an den neuen Staat aufzugeben.

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Résumé des informations

Titre
Vergleich der Integrationspolitiken in Deutschland und den Niederlanden. 1945 bis heute
Université
Otto-von-Guericke-University Magdeburg
Cours
Migration und Integration im internationalen Vergleich
Note
1,3
Auteur
Sebastian Wendt (Auteur)
Année de publication
2004
Pages
22
N° de catalogue
V33736
ISBN (ebook)
9783638341370
ISBN (Livre)
9783638649711
Langue
allemand
mots-clé
Vergleich Integrationspolitiken Deutschland Niederlanden Migration Integration Vergleich
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sebastian Wendt (Auteur), 2004, Vergleich der Integrationspolitiken in Deutschland und den Niederlanden. 1945 bis heute, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33736
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Extrait de  22  pages
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