Ziel der Arbeit ist die Planung einer Unterrichtseinheit mit dem Schwerpunkt Grammatik. Eigene Übungen und Aufgaben werden dabei entworfen. Die Arbeit beginnt mit der Deskription der für die Arbeit relevanten Termini. Im weiteren Verlauf wird die Lerngruppe beschrieben und das Übungsgeschehen dargestellt. Danach werden die eigens entwickelten Übungen und Aufgaben vorgestellt. Abschließend wird der Übungsentwurf auf Basis der Beurteilungskriterien und der Übungsprinzipien ausgewertet.
Inhaltsverzeichnis
0. Einleitung
1. Übung und Aufgabe-Zwei zu differenzierende Begriffe
2. Planung eines Grammatikunterrichts
2.1. Das Übungsgeschehen im Phasenmodell
2.2. Entwurf von Übungen und Aufgaben
3. Auswertung der Übungen und Aufgaben
4. Schlussfolgerung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt auf die Planung und Skizzierung einer Unterrichtseinheit ab, die den Schwerpunkt auf die Grammatikvermittlung legt. Im Fokus steht dabei die Erarbeitung und didaktische Aufbereitung der Modalverben „dürfen“, „können“ und „müssen“ für eine Lerngruppe von Kindern im Alter von 11 bis 12 Jahren.
- Methodische Planung des Grammatikunterrichts im Phasenmodell
- Differenzierung zwischen Übungen und Aufgaben
- Entwurf von didaktischem Material zur Grammatikvermittlung
- Anwendung von Häussermann & Piephos Übungstypologie
- Induktives Lernen und Bewusstmachung von Sprachstrukturen
Auszug aus dem Buch
1. Übung und Aufgabe-Zwei zu differenzierende Begriffe
Eine Übung kann als ein Material oder eine Anleitung zum Üben von im Unterricht Gelernten bezeichnet werden. (http://www. duden.de/Rechtschreibung/Uebung) Bei der Aufgabe handelt es sich um etwas, was jemandem zu tun aufgegeben worden ist; eine Aufgabe ist ein „Auftrag“ der ausgeführt werden soll, eine „Obliegenheit“ die zur Zufriedenheit des Lehrers erfüllt werden soll. (http://www.duden.de/ Rechtschreibung/Aufgabe) Stellt man die beiden Begriffe gegenüber lässt sich u.a. folgendes festhalten: Übungen werden gemacht, Aufgaben werden gelöst; Übungen sind sprachbezogen und werden vom Lehrer erstellt. Aufgaben sind mitteilungsbezogen und entstehen im Unterrichtsprozess. Übungen zielen auf die korrekte Sprachverwendung ab, sind produktorientiert und geschlossen, bearbeiten bereits eingeführten Stoff und implizieren einen Übungsvorgang mit eingegrenzten Zielen. Ziel von Aufgaben ist das Gelingen von Mitteilung und Verstehen bei der Kommunikation; Sie sind prozessorientiert, offen und implizieren eine umfassendere Lernsituation als Übungen.
Übungen orientieren den Einzelnen auf die Übungsvorlage, enthalten einen vorgeplanten Lösungsweg, eine richtige Lösung und haben die dienende Funktion des Erleichterns der Lösung von Aufgaben. Bei den Aufgaben werden die Autonomie und die Kooperation gefordert und gefördert. Lösungen von Aufgaben gibt es viele; die Lösungswege müssen allerdings von den Lernern selbst gefunden werden. Um leichter lösbar zu sein, erfordern Aufgaben Übungen. (Vgl. Raabe 2002: 23)
Zusammenfassung der Kapitel
0. Einleitung: Die Einleitung definiert Grammatik als Regelsystem und umreißt das Ziel der Arbeit, eine Unterrichtseinheit für Modalverben zu planen und zu evaluieren.
1. Übung und Aufgabe-Zwei zu differenzierende Begriffe: Dieses Kapitel erläutert die terminologische Abgrenzung zwischen Übungen als produktorientierten, geschlossenen Einheiten und Aufgaben als prozessorientierten, offenen Lernsituationen.
2. Planung eines Grammatikunterrichts: Hier wird der Unterrichtsentwurf in das klassische Fünf-Phasenmodell eingebettet und die Zielgruppe mit ihren spezifischen Bedürfnissen sowie die zu vermittelnden Modalverben vorgestellt.
2.1. Das Übungsgeschehen im Phasenmodell: Dieses Kapitel beschreibt den konkreten methodischen Ablauf der Unterrichtseinheit, von der Einführung über das S-O-S Prinzip bis hin zur Transferphase.
2.2. Entwurf von Übungen und Aufgaben: Dieser Abschnitt präsentiert das eigens erstellte Unterrichtsmaterial, einschließlich Arbeitsanweisungen und Übungen, die sukzessive das Anspruchsniveau steigern.
3. Auswertung der Übungen und Aufgaben: Die abschließende Evaluation bewertet die gewählten Übungsformen anhand didaktischer Kriterien und bestätigt die Eignung der gewählten methodischen Progression.
4. Schlussfolgerung: Das Fazit fasst den Prozess der Unterrichtsplanung zusammen und betont die Bedeutung, Materialien für den Unterricht eigenständig konzipieren zu können.
Schlüsselwörter
Grammatikvermittlung, Modalverben, Übungstypologie, Unterrichtsplanung, Phasenmodell, DaF, Fremdsprachenunterricht, S-O-S Prinzip, Lernziele, Satzorganisation, Sprachverwendung, Unterrichtsentwurf, Induktives Lernen, Sprachniveau A1, Berufe und Kleidung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der didaktischen Planung und Umsetzung einer Unterrichtseinheit zum Thema Grammatik für Deutsch als Fremdsprache.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die theoretische Abgrenzung von Übung und Aufgabe, die Anwendung von Phasenmodellen im Sprachunterricht sowie die konkrete Vermittlung der Modalverben „dürfen“, „können“ und „müssen“.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Erstellung einer schlüssigen Unterrichtseinheit sowie der Entwurf passender Aufgaben, die eine progressive Lernkurve für die Zielgruppe ermöglichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf ein klassisches Fünf-Phasenmodell und nutzt eine induktive Vermittlungsmethode, bei der Lerner die grammatische Struktur selbst entdecken und systematisieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Beschreibung der Unterrichtsplanung, die detaillierte Darstellung des Übungsgeschehens und die Auswertung der entwickelten Materialien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Grammatikvermittlung, Modalverben, Übungstypologie, Phasenmodell, Sprachniveau A1 und induktives Lernen.
Für welche Altersgruppe wurden die Materialien konzipiert?
Die Unterrichtsmaterialien richten sich an zwölf Kinder im Alter von 11 bis 12 Jahren, die griechischer Herkunft sind und ein Sprachniveau von A1+ aufweisen.
Warum wird im Unterrichtsverlauf mit Rätseln gearbeitet?
Rätsel dienen als abwechslungsreiche Übung, die sowohl den Wortschatz zu den Themen Berufe und Kleidung erweitert als auch eine positive Einstellung zum Sprachenlernen fördert.
Welche Rolle spielt die Muttersprache im Unterrichtskonzept?
Die Muttersprache wird in der Phase der Systematisierung und Regelformulierung als Verstehenshilfe für grammatische Termini eingesetzt.
- Quote paper
- Eleni Vlachou (Author), 2014, Grammatikvermittlung der Modalverben "dürfen", "können", "müssen" (5./ 6. Klasse Deutsch als Fremdsprache), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/337501