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GmbH und Einzelunternehmen im Rechtsformvergleich nach der Steuerreform 2015/16

Title: GmbH und Einzelunternehmen im Rechtsformvergleich nach der Steuerreform 2015/16

Bachelor Thesis , 2016 , 30 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Marcus Singer (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Im Zuge der Steuerreform 2015/16 wurden unter anderem die Tarifstufen des § 33 EStG sowie der Steuersatz der Kapitalertragsteuer von 25 % auf 27,5 % reformiert. Von diesen gravierenden Änderungen sind sowohl das Einzelunternehmen als auch die GmbH betroffen, was die Frage der Vorteilhaftigkeit dieser beiden Rechtsformen aufwirft.

Seit der Steuerreform kursieren viele Rechtsformvergleiche zwischen den beiden genannten Rechtsformen welche die Vorteilhaftigkeit meist lediglich an der Steuerbelastung messen und viele andere wichtige Faktoren und Gestaltungsmöglichkeiten gänzlich außer Acht lassen. Ziel dieser Arbeit ist es deshalb alle relevanten Einflüsse zu erläutern und mit verschiedenen Modellen einen Vergleich der beiden Rechtsformen unter verschiedenen Szenarien bestmöglich zu simulieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Steuerliche Änderungen und Problemstellung

1.2. Aufbau der Arbeit

2. Besteuerung der Rechtsformen

2.1. Steuerliche Behandlung Einzelunternehmen

2.2. Steuerliche Behandlung GmbH

2.3. Gewinnfreibetrag nach § 10 EStG

2.4. Leistungsvereinbarungen zwischen GmbH und Gesellschafter

2.5. Sozialversicherung

3. Rechtsformvergleich

3.1. Klassische Rechtsformvergleiche

3.2. Modellannahmen

3.3. Endvermögensmaximierung

3.4. Wiederveranlagung im Unternehmen

3.5. Veranlagung in Wohnbauanleihen/Gewinnfreibetrag nach § 10 EStG

3.6. Sozialversicherung und Anstellung als Geschäftsführer

3.7. Schlussmodell 1 – Wiederveranlagung in Aktien

3.8. Schlussmodell 2 – Wiederveranlagung im Unternehmen

4. Analyse der Schlussmodelle

5. Zusammenfassung

6. Anhang

6.1. Wiederveranlagung im Unternehmen bei 2 % Rendite

6.2. Schlussmodell 1 – Alternativveranlagungsmöglichkeit 0 %

6.3. Schlussmodell 1 – Alternativveranlagungsmöglichkeit 20 %

6.4. Schlussmodell 2 – Wiederveranlagung im Unternehmen 20 %

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die steuerliche Vorteilhaftigkeit zwischen Einzelunternehmen und GmbH nach der Steuerreform 2015/16, wobei klassische, auf die Steuerbelastung fokussierte Modelle kritisch hinterfragt und durch dynamische Simulationen mit Endvermögensmaximierung ergänzt werden.

  • Analyse der steuerlichen Auswirkungen der Steuerreform 2015/16
  • Einfluss von Zinseffekten und Wiederveranlagungsstrategien
  • Berücksichtigung des investitionsbedingten Gewinnfreibetrags
  • Optimierungspotenziale durch Anstellung als Geschäftsführer
  • Vergleich von Modellen zur Thesaurierung und Vollausschüttung

Auszug aus dem Buch

3.4. Wiederveranlagung im Unternehmen

In dieser Vergleichsrechnung sollen das Einzelunternehmen und die GmbH einen gleichhohen Gewinn über die Laufzeit von fünf Jahren erwirtschaften. Sozialversicherungsbeiträge, Geschäftsführerbezüge sowie der investitionsbedingte Gewinnfreibetrag werden an dieser Stelle noch vernachlässigt, jedoch werden sie in den darauffolgenden Modellen integriert werden.

Bei dem Einzelunternehmen wird der erzielte Gewinn abzüglich des Grundfreibetrags nach § 10 EStG (siehe dazu 2.3.) dem Einkommensteuertarif unterworfen. Der erzielte Gewinn abzüglich der Einkommensteuer ist das dem Unternehmen zur Verfügung stehende Kapital, welches dann im Unternehmen mit einem Zinssatz wiederveranlagt wird. Der Zinssatz gibt dabei an, inwieweit sich das operative Ergebnis auf Basis des wiederveranlagten Kapitals verbessert.

Bei der GmbH wird ein Gewinn in der gleichen Höhe erwirtschaftet. Von diesem Gewinn wird die Körperschaftsteuer in Höhe von 25 % abgezogen. Dieser Betrag stellt für die juristische Person jenes Kapital dar, welches mit dem gleichen internen Zinssatz wiederveranlagt wird und damit das Betriebsergebnis verbessert. Durch die Gewinnvorträge baut die GmbH in den fünf Jahren einen Bilanzgewinn auf, welcher dann im fünften Jahr ausgeschüttet wird und somit der KESt von 27,5 % unterliegt. Mittels eines Makros wurden die entsprechenden Gewinnhöhen für die innerbetrieblichen Wiederveranlagungssätze von 0-20 %, bei welchen die beiden Rechtsformen einen gleich hohen Kapitalstock nach fünf Jahren erwirtschaften, berechnet. Die Berechnungen für die Zinssätze von 2 % und 5 % befinden sich im Anhang unter 5.1. und 5.2. Die Simulationsergebnisse wurden in einem Diagramm dargestellt und sehen wie folgt aus:

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Erläuterung der durch die Steuerreform 2015/16 veränderten Rahmenbedingungen und Zielsetzung der Arbeit.

2. Besteuerung der Rechtsformen: Darstellung der steuerlichen Grundlagen für Einzelunternehmen und GmbH unter Berücksichtigung von Einkommensteuer, KöSt, Gewinnfreibetrag und Sozialversicherung.

3. Rechtsformvergleich: Durchführung detaillierter Vergleichssimulationen über fünf Jahre anhand verschiedener Szenarien, wie Endvermögensmaximierung, Wiederveranlagung und Geschäftsführeranstellung.

4. Analyse der Schlussmodelle: Gegenüberstellung und Interpretation der Ergebnisse der verschiedenen Simulationsmodelle.

5. Zusammenfassung: Fazit der Arbeit, das die Notwendigkeit einer individuellen Betrachtung der Rechtsformwahl unter Einbeziehung operativer Faktoren unterstreicht.

6. Anhang: Detaillierte tabellarische Berechnungen zu den verschiedenen Simulationsszenarien.

Schlüsselwörter

Rechtsformvergleich, Steuerreform 2015/16, Einzelunternehmen, GmbH, Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Kapitalertragsteuer, Gewinnfreibetrag, Endvermögensmaximierung, Thesaurierung, Wiederveranlagung, Geschäftsführerbezug, Sozialversicherung, Steuerbelastung, Investitionsrechnung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem steuerlichen Vergleich zwischen Einzelunternehmen und GmbH nach den Änderungen durch die Steuerreform 2015/16, um die Vorteilhaftigkeit der jeweiligen Rechtsform zu bewerten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die steuerliche Behandlung beider Rechtsformen, der Einfluss von Zinseffekten auf thesaurierte Gewinne sowie die Gestaltungsmöglichkeiten durch Geschäftsführerbezüge und Investitionen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, über eine einfache Steuerbelastungsbetrachtung hinauszugehen und mittels fünfjähriger Simulationsmodelle auf Basis des Endvermögens zu ermitteln, unter welchen Szenarien welche Rechtsform vorteilhafter ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein quantitativer Rechtsformvergleich angewandt, der durch Vergleichssimulationen mit mathematischen Modellen (Makros) die Auswirkungen verschiedener Parameter auf das Endvermögen nach fünf Jahren berechnet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst theoretische Grundlagen der Besteuerung, die Modellannahmen sowie spezifische Rechenbeispiele zur Wiederveranlagung im Unternehmen und in Finanzanlagen sowie die steuerliche Optimierung durch Geschäftsführerkonstruktionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Rechtsformvergleich, Steuerreform 2015/16, Thesaurierung, Endvermögensmaximierung und Gewinnfreibetrag definiert.

Warum spielt die Wiederveranlagungsrendite eine so zentrale Rolle für die Ergebnisse?

Die Simulationen zeigen, dass die Vorteilhaftigkeit stark davon abhängt, wie effizient das thesaurierte Kapital im Unternehmen oder in Finanzanlagen zur Verbesserung des operativen Ergebnisses eingesetzt werden kann.

Welchen Einfluss hat die Anstellung als Geschäftsführer auf den Rechtsformvergleich?

Die Anstellung ermöglicht es der GmbH, Geschäftsführerbezüge als Betriebsausgaben geltend zu machen, was zusammen mit der Nutzung von Progressionsstufen der Einkommensteuer bei bestimmten Gewinnhöhen die Vorteilhaftigkeit gegenüber dem Einzelunternehmen verschieben kann.

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Details

Title
GmbH und Einzelunternehmen im Rechtsformvergleich nach der Steuerreform 2015/16
College
University of Innsbruck  (Rechnungslegung, Steuerlehre und Wirtschaftsprüfung)
Grade
1,0
Author
Marcus Singer (Author)
Publication Year
2016
Pages
30
Catalog Number
V337554
ISBN (eBook)
9783668268937
ISBN (Book)
9783668268944
Language
German
Tags
Steuerreform 2025/16 GmbH Einzelunternehmen Rechtsformvergleich Steuerrecht Bilanzierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marcus Singer (Author), 2016, GmbH und Einzelunternehmen im Rechtsformvergleich nach der Steuerreform 2015/16, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/337554
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