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Die steuerbilanzielle Gewinnermittlung

Title: Die steuerbilanzielle Gewinnermittlung

Term Paper , 2004 , 23 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Daniela Angelini (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Gegenstand dieser Arbeit ist die steuerbilanzielle Gewinnermittlung nach §5 EStG. Diese kommt für Gewerbetreibende, die nach §§ 140,141 AO zur Buchführung verpflichtet sind oder freiwillig Bücher führen zur Anwendung.

Die Steuerbilanz ist ein Instrument zur Ermittlung des Gewinns als Ausgangsgröße für ertragsteuerliche Bemessungsgrundlagen. Der Gewinn ergibt sich durch Betriebsvermögensvergleich, d.h. aus der Differenz des Betriebsvermögens an zwei aufeinanderfolgenden Bilanzstichtagen. Dabei ist grundsätzlich das Vermögen gemäß den handelsrechtlichen Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung zugrunde zu legen.

Im Rahmen dieser Arbeit wird untersucht, ob die steuerbilanzielle Gewinner-mittlung ein geeignetes Instrument zur Ermittlung des Gewinns ist, welcher als Grundlage der Besteuerung dient. Dazu werden in Kapitel 2 zunächst die allgemeinen Prinzipien des Handels- und Steuerrechts dargestellt, die bei der steuerbilanziellen Gewinnermittlung zu beachten sind. In Kapitel 3 und 4 wird die Bilanzierung dem Grunde und der Höhe nach besprochen, es wird also näher erläutert, was angesetzt werden darf und wie anschließend bewertet werden muss. Die erarbeiteten Inhalte werden schließlich in Kapitel 5 einer kritischen Würdigung unterzogen, insbesondere hinsichtlich der Frage, in welchem Maße es zu einer Verzerrung des tatsächlichen Gewinns kommen kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Prinzipen der Bilanzierung

2.1. Grundsätze ordnungsgemäßer Bilanzierung

2.1.1 Konzeptionsgrundsätze

2.1.2 Gewinnermittlungsgrundsätze

2.2 Steuerliche Grundsätze

3 Die Bilanzierung dem Grunde nach

3.1 Abstrakte Bilanzierungsfähigkeit

3.2 Konkrete Bilanzierungsfähigkeit

3.2.1 Subjektive Zurechenbarkeit

3.2.2 Zugehörigkeit zum Betriebsvermögen

3.2.3 Bilanzierungsverbote

4 Bilanzierung der Höhe nach

4.1 Bewertung von positiven Wirtschaftsgütern

4.1.1 Die Anschaffungs- und Herstellungskosten

4.1.2 Der (niedrigere) Teilwert

4.2 Bewertung von negativen Wirtschaftsgütern

5. Kritische Würdigung

5.1 Die Beeinflussung des Gewinns durch außerfiskalische Ziele

5.2 Die Beeinflussung des Gewinns durch Wahlrechte

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die steuerbilanzielle Gewinnermittlung nach § 5 EStG und analysiert, inwieweit dieses Instrument als geeignete Grundlage für die steuerliche Bemessungsgrundlage dient und ob dabei eine Verzerrung des tatsächlichen Gewinns auftritt.

  • Handelsrechtliche und steuerrechtliche Grundsätze der Bilanzierung
  • Kriterien für die Bilanzierung dem Grunde nach (Abstrakte und Konkrete Bilanzierungsfähigkeit)
  • Methoden der Bilanzierung der Höhe nach (Anschaffungs-/Herstellungskosten und Teilwert)
  • Einfluss von außerfiskalischen Zielen und gesetzlichen Wahlrechten auf die Gewinnermittlung

Auszug aus dem Buch

3.2 Konkrete Bilanzierungsfähigkeit

Bei gegebener abstrakter Bilanzierungsfähigkeit kann daraufhin untersucht werden, ob auch konkrete Bilanzierungsfähigkeit vorliegt. Dies ist dann der Fall, wenn das betrachtete Objekt dem Bilanzierenden subjektiv zuzurechnen ist, es darüber hinaus dem Betriebsvermögen zugeordnet werden kann und kein explizites Bilanzierungsverbot besteht.

3.2.1 Subjektive Zurechenbarkeit

Bei der Entscheidung, ob ein bestimmtes Bilanzobjekt dem Bilanzierenden zuzurechnen ist, greift gem. §5 Abs.1 EStG der zu den GoB zählende Grundsatz der wirtschaftlichen Betrachtungsweise. Wie bereits in Kap.2.1.1 deutlich wurde, ist für die Zurechnung eines Wirtschaftsgutes nicht das juristische Eigentum relevant, sondern vielmehr wirtschaftliche Verfügungskriterien. Die in § 39AO kodifizierte Zurechnungsregel entspricht dabei im wesentlichen den handelsrechtlichen Grundsätzen.

3.2.2 Zugehörigkeit zum Betriebsvermögen

Ein weiteres Kriterium, das den Umfang der in der Bilanz aufzunehmenden Objekte beschränkt, ist die zu beurteilende Zugehörigkeit zum Betriebsvermögen, da in der Steuerbilanz gem. §5 Abs.1 EStG nur das Betriebsvermögen zu erfassen ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Arbeit führt in die steuerbilanzielle Gewinnermittlung ein und erläutert die methodische Herangehensweise an die Untersuchung der Eignung der Steuerbilanz.

2 Prinzipen der Bilanzierung: Dieses Kapitel stellt die grundlegenden Prinzipien des Handels- und Steuerrechts dar, insbesondere das Maßgeblichkeitsprinzip und die Zielsetzungen von Handels- und Steuerbilanz.

3 Die Bilanzierung dem Grunde nach: Es wird geklärt, welche Objekte oder Vorgänge als Bilanzposten aufgenommen werden dürfen, unterteilt in abstrakte und konkrete Bilanzierungsfähigkeit.

4 Bilanzierung der Höhe nach: Hier werden die Bewertungsmaßstäbe für positive und negative Wirtschaftsgüter bei deren Zugang und im Zeitverlauf erläutert.

5. Kritische Würdigung: Das Kapitel analysiert, wie außerfiskalische Ziele und bilanzielle Wahlrechte den tatsächlichen Gewinn beeinflussen und verzerren können.

6 Fazit: Die Arbeit schließt mit der Feststellung, dass die Steuerbilanz aufgrund politischer Zielsetzungen und Wahlrechte nicht immer ein exaktes Abbild des tatsächlichen Gewinns liefert.

Schlüsselwörter

Steuerbilanz, Gewinnermittlung, EStG, Maßgeblichkeitsprinzip, Bilanzierungsfähigkeit, Betriebsvermögen, Anschaffungskosten, Herstellungskosten, Teilwert, Wahlrechte, Periodisierungsprinzip, Niederstwertprinzip, Steuerliche Grundsätze, Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der steuerbilanziellen Gewinnermittlung gemäß § 5 EStG für buchführungspflichtige Gewerbetreibende.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die allgemeinen Bilanzierungsgrundsätze, die Voraussetzungen für den Ansatz von Wirtschaftsgütern (dem Grunde nach) sowie deren Bewertung (der Höhe nach).

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist zu prüfen, ob die Steuerbilanz ein geeignetes Instrument zur Ermittlung des tatsächlichen Gewinns als steuerliche Bemessungsgrundlage darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine systematische theoretische Analyse der handels- und steuerrechtlichen Vorschriften sowie der einschlägigen Rechtsprechung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Prüfung der Bilanzierungsfähigkeit, die konkrete Bewertung von Aktiva und Passiva sowie eine kritische Auseinandersetzung mit Verzerrungsfaktoren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Steuerbilanz, Gewinnermittlung, Maßgeblichkeitsprinzip, Bilanzierungswahlrechte und Teilwert definieren.

Welche Rolle spielt die wirtschaftliche Betrachtungsweise?

Sie ist entscheidend für die Zurechnung von Wirtschaftsgütern, wobei nicht das juristische Eigentum, sondern das wirtschaftliche Verfügungskriterium im Vordergrund steht.

Warum wird die steuerbilanzielle Gewinnermittlung kritisch betrachtet?

Die Kritik entzündet sich daran, dass der Gesetzgeber durch Wahlrechte und außerfiskalische Ziele bewusst Abweichungen vom tatsächlichen Gewinn in Kauf nimmt, was dem Grundsatz der Gleichmäßigkeit der Besteuerung entgegenstehen kann.

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Details

Title
Die steuerbilanzielle Gewinnermittlung
College
University of Duisburg-Essen
Course
Betriebliches Rechnungswesen
Grade
2,3
Author
Daniela Angelini (Author)
Publication Year
2004
Pages
23
Catalog Number
V33761
ISBN (eBook)
9783638341592
Language
German
Tags
Gewinnermittlung Betriebliches Rechnungswesen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniela Angelini (Author), 2004, Die steuerbilanzielle Gewinnermittlung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33761
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