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Der Einfluss der Weltwirtschaftskrise auf das Wählerverhalten in der Weimarer Republik

Título: Der Einfluss der Weltwirtschaftskrise auf das Wählerverhalten in der Weimarer Republik

Trabajo , 2014 , 32 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Damaris Englert (Autor)

Historia de Alemania - Primera Guerra Mundial, República de Weimar
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Gegen Ende des Jahres 1929 traf die Weltwirtschaftskrise, die mit dem Schwarzen Freitag in den USA ihren Anfang genommen hatte, das Deutsche Reich mit voller Wucht. Das Land war bereits zuvor von Krisen geschüttelt worden und dementsprechend geschwächt. Zudem war es sehr von Krediten aus den USA abhängig. Die Folgen waren katastrophal und das nicht nur in materieller Hinsicht. Die Not führte auch zu psychosozialen Problemen wie Aggressivität, Depression und auch hohen Selbstmordraten. Zudem kam es zu einer politischen Radikalisierung der Gesellschaft, verbunden mit gewalttätigen Ausschreitungen und fast bürgerkriegsähnlichen Zuständen.

Gleichzeitig begann der beispiellose Aufstieg der NSDAP. „Keine andere Partei in der deutschen Geschichte hat in so kurzer Zeit einen derartigen Sprung in der Wählergunst von einer relativ erfolglosen, von den meisten Zeitgenossen nicht sonderlich ernstgenommenen Splitterpartei zur mit weitem Abstand stärksten politischen Kraft innerhalb und außerhalb des Reichstags geschafft“ (Falter 1991: 17). Auch die KPD, die Partei der extremen Linken, konnte an Stimmen gewinnen.

Die Verbindung scheint klar: Die Weltwirtschaftskrise sorgte, verbunden mit der aus ihr resultierenden Massenarbeitslosigkeit, dafür, dass die Wähler in Scharen zu staatsfeindlichen Parteien strömten. Diese Ansicht hat seit jeher die Forschung zum Ende der Weimarer Republik dominiert. Doch entspricht sie wirklich der Wahrheit? Ist die Gleichung so einfach oder spielten noch andere Faktoren eine Rolle im Verhalten der Wähler? Diese Fragestellung soll in meiner Arbeit untersucht werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Weltwirtschaftskrise und die Wahlpropaganda der Parteien

2.1 Die Weimarer Parteien

2.2 Die totalitären Parteien

2.2.1 KPD

2.2.2 NSDAP

3. Analyse des Wählerverhaltens

3.1 Zusammenhang zwischen Wahlergebnissen und Wahlbeteiligung

3.2 Soziodemographischer Hintergrund

3.2.1 Weimarer Parteien

3.2.2 KPD

3.2.3 NSDAP

3.3 Parteiwanderungen

4. Schluss

5. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss der Weltwirtschaftskrise ab 1929 auf das Wählerverhalten in der Weimarer Republik. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse der Wahlpropaganda verschiedener politischer Lager und der Erforschung soziodemographischer sowie ökonomischer Faktoren, die den Aufstieg insbesondere der NSDAP beeinflussten.

  • Wirkung der Weltwirtschaftskrise auf die Propaganda der Parteien
  • Analyse der Wahlergebnisse und der Wählerwanderungen
  • Einfluss sozioökonomischer Faktoren wie Arbeitslosigkeit und Konfession
  • Untersuchung der Wählerschichten der verschiedenen politischen Parteien

Auszug aus dem Buch

2.2.1 KPD

Arbeiter waren besonders schwer von der durch die Weltwirtschaftskrise ausgelösten Massenarbeitslosigkeit betroffen. Daher ist es naheliegend, dass dieses Thema in der Propaganda der traditionellen Arbeiterpartei KPD eine große Rolle spielte. Dies zeigt folgender Auszug aus dem Artikel „Der Hunger schreitet durch die Städte Schleicher-Deutschlands“ aus der Zeitschrift „Der Kämpfer“, dem Organ der KPD für das Ruhrgebiet:

„Er [von Schleicher] hat nicht gesagt, wie die Millionen Erwerbslosen von den kümmerlichen Unterstützungen die Öfen in ihren kalten Stuben heizen und wie sie ihren Kindern die notwendigste Nahrung geben können. […] Wir erheben erneut die Forderung des Reichserwerbslosenausschusses auf Öffnung der Kohlenhalden und Getreidespeicher für die Hungernden, auf zusätzliche Unterstützung durch Kohlen und Brot für alle Unterstützungsempfänger. Nur durch den Kampf aller Erwerbslosen in der Einheitsfront können sie sich vor Hunger und Frost retten! Ohne Kampf gibt es kein Stück Brot und kein Gramm Kohle mehr!“ (Treue: 345)

In diesem Artikel werden einige der Hauptthemen der KPD-Propaganda deutlich: die Idee des Kampfes/der Revolution, die Forderung nach staatlicher Unterstützung für die Erwerbslosen und das Ideal einer „Einheitsfront“ aller Arbeiter, ob erwerblos oder nicht. Das durch die Weltwirtschaftskrise hervorgerufene Elend war hierbei ein zentraler Punkt. Ziel war, glaubhaft einen radikalen Wandel zu versprechen und tatkräftige Solidarität mit der Not des kleinen Mannes zu zeigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise auf die Weimarer Republik ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach den Einflussfaktoren auf das Wählerverhalten in dieser Zeit.

2. Die Weltwirtschaftskrise und die Wahlpropaganda der Parteien: Das Kapitel analysiert, wie die verschiedenen Parteien die wirtschaftliche Krise für ihre Zwecke instrumentalisierten und welche unterschiedlichen Propagandastrategien sie verfolgten.

3. Analyse des Wählerverhaltens: Hier werden die Wahlergebnisse, der Einfluss der Wahlbeteiligung, soziodemographische Faktoren und Wählerwanderungen detailliert untersucht, um die Wählerschaft der verschiedenen Parteien zu identifizieren.

4. Schluss: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die Wirtschaftskrise zwar ein wesentlicher, aber nicht der einzige Faktor für den Wandel im Wahlverhalten war.

5. Bibliographie: Dieses Verzeichnis listet sämtliche für die Arbeit herangezogene wissenschaftliche Literatur und Quellen auf.

Schlüsselwörter

Weimarer Republik, Weltwirtschaftskrise, NSDAP, KPD, Wählerverhalten, Wahlpropaganda, Massenarbeitslosigkeit, Protestwähler, Reichstagswahlen, Mittelstand, Ideologie, Soziodemographie, Wahlbeteiligung, Radikalisierung, Wechselwähler.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie die Weltwirtschaftskrise ab 1929 das politische Klima und das Wählerverhalten in der Weimarer Republik maßgeblich beeinflusst und zum Aufstieg extremistischer Parteien beigetragen hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Propagandastrategien der Parteien, der Zusammenhang zwischen ökonomischer Not und Wahlergebnissen sowie die sozioökonomische Zusammensetzung der Wählerschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, inwieweit die Wirtschaftskrise die ausschlaggebende Ursache für den Wandel im Wählerverhalten war und welche anderen Faktoren, wie z.B. Konfession oder soziale Schicht, eine Rolle spielten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse historischer Wahldaten, wissenschaftlicher Literatur zu den Parteien und deren Propaganda sowie einer Auswertung soziologischer Untersuchungen über das Wählerverhalten in der Weimarer Zeit.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der parteispezifischen Propaganda, eine Analyse der Wahlergebnisse und eine detaillierte Auseinandersetzung mit soziodemographischen Faktoren bei der Wahlentscheidung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Weimarer Republik, Weltwirtschaftskrise, NSDAP, Wählerverhalten, Propaganda und Radikalisierung charakterisiert.

Warum war die NSDAP als "Volkspartei" erfolgreich?

Die NSDAP war laut Arbeit erfolgreich, weil sie in der Krise als "Sammelbecken des Protestes" fungierte, inhaltlich flexibel blieb und gezielt emotionale Bedürfnisse und Zukunftsängste der Bevölkerung ansprach, anstatt sich auf eine starre Ideologie zu versteifen.

Welche Rolle spielte die Konfessionszugehörigkeit?

Die Konfession war ein entscheidender Faktor: In katholischen Gebieten gab es eine hohe Resistenz gegenüber der NSDAP, was die Stabilität der Zentrumspartei erklärt, während die NSDAP besonders in protestantisch geprägten Gebieten Erfolge feierte.

Warum verlor die NSDAP im November 1932 an Stimmen?

Die Arbeit nennt als Gründe die Vergänglichkeit des Wählerinteresses bei Protestwählern, eine beginnende Besserung der Wirtschaftslage und die zunehmende Schwierigkeit, gegensätzliche Interessen verschiedener Bevölkerungsschichten gleichzeitig zu bedienen.

Final del extracto de 32 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Einfluss der Weltwirtschaftskrise auf das Wählerverhalten in der Weimarer Republik
Universidad
University of Augsburg  (Philologisch-Historische Fakultät)
Curso
Hauptseminar: Die Weltwirtschaftskrise seit 1929 in transatlantischer Perspektive
Calificación
1,0
Autor
Damaris Englert (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
32
No. de catálogo
V337628
ISBN (Ebook)
9783668268685
ISBN (Libro)
9783668268692
Idioma
Alemán
Etiqueta
Weltwirtschaftskrise NSDAP Adolf Hitler KPD Inflation Wähler Krise Kredite Massenarbeitslosigkeit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Damaris Englert (Autor), 2014, Der Einfluss der Weltwirtschaftskrise auf das Wählerverhalten in der Weimarer Republik, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/337628
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