Im Jahre 1776 zeigte Adam Smith in seinem Werk „An Inquiry Into the Nature and Causes of the Wealth of Nations“, dass der Wettbewerb und das Problem von Monopolbildungen schon zu dieser Zeit von immenser Bedeutung war. Die Monopolbildung war schon immer ein Problem war und wird es auch in Zukunft sein.
Aber nicht nur die Bildung von Monopolen ist ein Problemfeld des Wettbewerbs – zahlreiche weitere Aspekte sollen in dieser Arbeit aufgezeigt und diskutiert werden. In der BRD und auch in anderen Staaten dieser Welt ist es Aufgabe des Staates, den freien Wettbewerb durch entsprechende Rahmenbedingungen zu sichern und zu gewährleisten – er ist die Voraussetzung für Funktion und Bestand unseres Wirtschaftssystems. Die Arbeit setzt sich mit der Wettbewerbspolitik der BRD auseinander. Zu Beginn werden die theoretischen Grundlagen des Begriffes „Wettbewerb“ anhand der Wettbewerbstheorie behandelt. Danach folgt die Wettbewerbspolitik als Schwerpunkt dieser Arbeit – schließlich wird auf die rechtlichen Grundlagen eingegangen.
Inhaltsverzeichnis der Lehrstudie
1 Einleitung
2 Wettbewerbstheorie
2.1 Definitionsansätze zum Wettbewerb
2.2 Wettbewerbsvoraussetzungen
2.3 Wettbewerbsstrategien
2.4 Ausprägungen der Wettbewerbstheorien
2.5 Funktionen des „fairen“ Wettbewerbs
3 Wettbewerbspolitik in Deutschland
3.1 Träger und Instrumente
4 Funktionen des Wettbewerbs
4.1 Freiheitsfunktion
4.2 Anpassungsfunktion
4.3 Innovationsfunktion
4.4 Verteilungsfunktion
5 Das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG)
5.1 Ausprägung des UWG
6 Das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB)
6.1 Die vier Instrumente des GWB
6.2 Träger des GWB
7 Wettbewerb in Mittelstand
8 Ausblick
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die wettbewerbspolitischen Rahmenbedingungen in Deutschland und analysiert deren Auswirkungen sowie Herausforderungen für den Mittelstand. Dabei wird der Fokus auf das theoretische Verständnis von Wettbewerb sowie die rechtliche Ausgestaltung durch das UWG und das GWB gelegt.
- Theoretische Grundlagen und Funktionsweisen des Wettbewerbs
- Staatliche Instrumente der Wettbewerbspolitik in der BRD
- Rechtliche Analyse des Gesetzes gegen unlauteren Wettbewerb (UWG)
- Struktur und Anwendung des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB)
- Herausforderungen und Erfolgsfaktoren für mittelständische Unternehmen
Auszug aus dem Buch
4.2 Anpassungsfunktion
Die Ökonomik als Lehre von der Ökonomie geht davon aus, dass – ganz allgemein gesprochen – Güterknappheit die Menschen zum Tausch auf dem Markt veranlasst. Da die verschiedenen Güter unterschiedlich knapp sind, möchten sie ihren individuellen Nutzen optimieren. Der Wettbewerb ist nun als ein Verfahren zur Lösung dieser Knappheitsprobleme zu verstehen. Sie ergeben sich vor allem aus einem unzureichenden Gütervolumen, einer unausgewogenen Güterstruktur und einer ungleichmäßigen Güterverteilung. Im Wettbewerbsprozess muss die Güterproduktion ständig an die Nachfrageänderungen der Haushalte angepasst werden. Diese Aufgabe des Wettbewerbs bezeichnet man als Anpassungs- oder Allokationsfunktion.
Der Steuerung der Anpassung erfolgt über den Preismechanismus. Zur Veranschaulichung dient ein Dyopol auf einem homogenen Markt, d. h. zwei Unternehmen X und Y, die mit einem ähnlichen Produkt konkurrieren. Die Nachfrageexpansion beim Gut X wird zwangsläufig zu einer Nachfragekontraktion des Gutes Y führen. Der Preis des Gutes X steigt, wohingegen der Preis des Gutes Y tendenziell sinkt. Er informiert damit über die veränderte Knappheitsrelation. Daher wird das Unternehmen X das Angebot des Gutes X bei gegebener Kapazität durch die Variation des Faktors Arbeit (Überstunden, Umschichtung von Arbeitskräften etc.) an die gestiegene Nachfrage anpassen, während das Unternehmen Y entgegengesetzt verfährt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Relevanz von Monopolbildungen und definiert die Aufgabe des Staates, den freien Wettbewerb als Basis des Wirtschaftssystems zu sichern.
2 Wettbewerbstheorie: Dieses Kapitel erläutert grundlegende Definitionsansätze, Voraussetzungen und Strategien des Wettbewerbs sowie dessen theoretische Einordnung.
3 Wettbewerbspolitik in Deutschland: Es wird untersucht, wie staatliche Rahmenbedingungen und marktstrukturierende Ansätze den Wettbewerb beeinflussen.
4 Funktionen des Wettbewerbs: Das Kapitel detailliert die zentralen Wettbewerbsfunktionen wie Freiheit, Anpassung, Innovation und Verteilung.
5 Das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG): Hier werden die rechtlichen Grundlagen des UWG und seine Bedeutung für den Schutz vor unlauterem Wettbewerb dargelegt.
6 Das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB): Dieses Kapitel analysiert das GWB, seine Instrumente zur Fusionskontrolle und Missbrauchsaufsicht sowie die zuständigen Kartellbehörden.
7 Wettbewerb in Mittelstand: Der Fokus liegt auf den spezifischen Wettbewerbsfaktoren für mittelständische Firmen und den Herausforderungen in einem globalisierten Umfeld.
8 Ausblick: Der Autor resümiert die Entwicklung der deutschen Wettbewerbspolitik und kritisiert die Notwendigkeit modernerer, schnellerer gesetzlicher Anpassungen.
Schlüsselwörter
Wettbewerbspolitik, Deutschland, Mittelstand, Marktstruktur, Preismechanismus, Kartellrecht, GWB, UWG, Innovation, Anpassungsfunktion, Monopolbildung, Wettbewerbsstrategien, Marktmacht, Fusionskontrolle, Bundeskartellamt.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Wettbewerbspolitik in Deutschland und wie diese den Wettbewerbsprozess sowie insbesondere mittelständische Unternehmen beeinflusst.
Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?
Zentrale Themen sind die Wettbewerbstheorie, die rechtlichen Grundlagen durch UWG und GWB sowie die praktischen Wettbewerbsbedingungen für den Mittelstand.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, das Zusammenspiel zwischen staatlicher Wettbewerbspolitik, den Funktionen des Marktes und den rechtlichen Rahmenbedingungen aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse ökonomischer und rechtlicher Grundlagen der Wettbewerbspolitik.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Aspekte des Wettbewerbs, eine detaillierte Analyse des UWG und GWB sowie eine Diskussion über die Situation des Mittelstandes.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Wettbewerbsfreiheit, Kartellverbot, Missbrauchsaufsicht, Innovationsfunktion und die Rolle des Mittelstandes in der freien Marktwirtschaft.
Welche Bedeutung hat das Kartellverbot im GWB?
Das Kartellverbot dient dazu, wettbewerbsschädliche Absprachen zwischen Unternehmen zu unterbinden und somit den Wettbewerb als Steuerungsinstrument zu erhalten.
Warum wird im Ausblick Kritik an der Gesetzgebung geäußert?
Der Autor kritisiert, dass aktuelle Trends wie E-Commerce oder globale Vernetzung durch die bürokratische Geschwindigkeit der Gesetzgebung oft erst mit Zeitverzögerung adressiert werden.
- Arbeit zitieren
- Maxim Klujkov (Autor:in), 2016, Wettbewerbspolitik in Deutschland und deren Auswirkung auf den Mittelstand, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/337636