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Wie lassen sich Vorurteile und Stereotype in der Schule verhindern? Interkulturelle Öffnung im Schulunterricht

Der Film "Dancing in Jaffa" als Projekt zum Abbau von Vorurteilen

Título: Wie lassen sich Vorurteile und Stereotype in der Schule verhindern? Interkulturelle Öffnung im Schulunterricht

Trabajo Escrito , 2016 , 13 Páginas , Calificación: 1,5

Autor:in: Nora Steinwarz (Autor)

Pedagogía - Pedagogía intercultural
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In dieser Arbeit wird näher darauf eingegangen, wie ein tolerantes Miteinander in Schulen gefördert werden kann. Dazu wird der Dokumentarfilm "Dancing in Jaffa" herangezogen. In diesem Film treffen viele unterschiedliche Kinder aufeinander und lernen Respekt und Toleranz.

Der Lehrerberuf stellt an die Lehrperson vielfältige Anforderungen. In seinem Schulalltag hat ein Lehrer mit vielen Herausforderungen zu kämpfen. Da sich in der vergangenen Zeit das Klassenbild stark verändert, ist es wichtig, sich mit dem Thema „Interkulturelle Pädagogik“ näher zu beschäftigen, um Vorurteile und dem daraus resultierenden Rassismus gegenüber Migrationskindern entgegenzuwirken.

Die Schulklassen in Deutschland sind nicht länger homogen, sie bestehen aus einer bunten, heterogenen Schülerschaft unterschiedlicher Herkunftsländer und Religionen. Für zukünftige Lehrer ist es daher zwangsläufig erforderlich, sich auf solche vielfältigen Klassen einzustellen und jedem Schüler offen und unvoreingenommen gegenüberzutreten. Ein wichtiger Aspekt ist hierbei die Vorbildfunktion des Lehrers, welcher Chancengleichheit garantieren soll.

Die Globalisierung ist ein Fakt und nicht aufzuhalten. Dies macht deutlich, dass zukünftig die Anerkennung fremder Normen, Werte und Vorstellungen für unsere Gesellschaft eine noch wichtigere Schlüsselkompetenz darstellen wird. Die gemachten Erfahrungen und Nachforschungen lassen darauf schließen, dass besonders in dem Bereich der Migrationspädagogik Handlungsbedarf besteht. So zeigten zum Beispiel die Ergebnisse der Pisa Studie aus 2001 eine drastische Schlechterstellung von Kindern mit Migrationshintergrund. Dies ist möglicherweise darauf zurückzuführen, dass sich innerhalb der Gesellschaft ein durch Vorurteile geprägtes Bild von Migranten manifestiert hat, welches auch zu Benachteiligung im Bildungssystem führt. Möglicherweise ist dies ein Auslöser dafür, dass Personengruppen kategorisiert und diskriminiert werden.

Im Folgenden soll besonders darauf eingegangen werden, wie diese Vorurteile entstehen und wie man Vorurteile in der Schule verhindern kann. Laut Schliephorsts Ausführungen zu dem Thema basieren Vorurteile auf Stereotypen. Um die Thematik der Vorurteile näher zu analysieren, muss sich dementsprechend zunächst mit Stereotypen generell befasst werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Die Globalisierung generiert neue Anforderungen an den Lehrerberuf.

2. Stereotypen sind basisbildend für Vorurteile.

3. Zugehörigkeitsempfinden und Vorurteile.

4. Überwinden von Vorurteilen: „Dancing in Jaffa“

5. Erkenntnisse für den Unterricht.

6. Interkulturelle Kompetenz gegen Vorurteile entwickeln.

7. Differenzfreundlichkeit als Bildungsziel um Vorurteile in der Schule abzubauen

8. „Dancing in Jaffa“, ein beispielhaftes Projekt zum Abbau von Vorurteilen

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Lehrerinnen und Lehrer in einer heterogenen Gesellschaft proaktiv Vorurteile und Rassismus im schulischen Kontext abbauen können, wobei der Dokumentarfilm „Dancing in Jaffa“ als methodische Fallstudie dient.

  • Die Auswirkungen der Globalisierung auf den modernen Lehrerberuf.
  • Die psychologischen Mechanismen der Entstehung von Stereotypen und Vorurteilen.
  • Die Bedeutung von interkultureller Kompetenz für ein diskriminierungsfreies Schulklima.
  • Der pädagogische Wert von „Dancing in Jaffa“ zur Überwindung interethnischer Konflikte.
  • Notwendige Anpassungen des Bildungssystems zur Förderung von Differenzfreundlichkeit.

Auszug aus dem Buch

4. Überwinden von Vorurteilen: „Dancing in Jaffa“

Zur Erforschung des Abbaus von Vorurteilen wurden in der Vergangenheit bislang wenig Experimente durchgeführt, welche sich gut auf die Situation im Klassenraum transferieren lassen. Eines der erfolgreichen Experimente wurde in dem Dokumentarfilm „Dancing in Jaffa“ festgehalten. Primär behandelt der Film das Thema Vorurteile und Rassismus zu überwinden und sich mit dem „Fremden“ vertraut zu machen. Leiter und Initiator dieses Versuchs ist ein berühmter, ehemaliger Tänzer, welcher das Ziel hat, israelischen Kindern jüdischen und palästinensischen Ursprungs Standardtänze beizubringen. Mithilfe des Tanzens sollen scheinbar unüberwindbare Grenzen zwischen den verfeindeten Kulturkreisen überwunden werden.

In dem Film wird der immer noch bestehende Konflikt zwischen den Bewohnern Jaffas aus verschiedenen Perspektiven beleuchtert. Jaffa, welches durch lautstarke Demonstrationen, Gewalttaten und Hass geprägt ist, stellt ein extremes Beispiel für eine mit Vorurteilen überzogene Gesellschaft dar. "Dancing in Jaffa" als Experiment macht deutlich, wie schwer es ist, Vorurteile aufzubrechen, und Hass und Misstrauen in Freude und Vertrauen umzuwandeln. Das Ziel des ehemaligen Tanzlehrers scheint zunächst unerreichbar. Er glaubt daran, dass nur ein freundlicher und offener Umgang zwischen den jungen Schülern dazu führen kann, die Gesellschaft langfristig wieder zu einen. Passend dazu bestätigen Studien die Relevanz von Freundschaft zur Bekämpfung von Vorurteilen: „Bei interethnischen Freundschaften [handelt es sich] um ein wichtiges soziales Lernfeld Jugendlicher […], [welches für] zunehmend multikulturelle Gesellschaften relevante Werte der kulturellen Offenheit […] intensiviert […]11.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Globalisierung generiert neue Anforderungen an den Lehrerberuf.: Das Kapitel thematisiert, wie gesellschaftliche Heterogenität und Globalisierung den Lehrerberuf vor neue Herausforderungen stellen und warum der Kampf gegen Rassismus an Schulen essenziell ist.

2. Stereotypen sind basisbildend für Vorurteile.: Hier wird erläutert, wie unbewusste Kategorisierungsprozesse als Grundlage für die Bildung von Vorurteilen und die damit verbundene soziale Ausgrenzung dienen.

3. Zugehörigkeitsempfinden und Vorurteile.: Dieses Kapitel analysiert die Rolle von Ethnozentrismus und konstruierter Wahrnehmung bei der Entstehung von "In-Group"- und "Out-Group"-Dynamiken.

4. Überwinden von Vorurteilen: „Dancing in Jaffa“: Es wird die pädagogische Relevanz des Dokumentarfilms vorgestellt, in dem durch gemeinsames Tanzen Barrieren zwischen verfeindeten Gruppen abgebaut werden.

5. Erkenntnisse für den Unterricht.: Dieses Kapitel leitet aus dem Film konkrete Erkenntnisse ab, wie frühzeitige interkulturelle Begegnungen und die Förderung von Selbstbewusstsein Vorurteile mindern können.

6. Interkulturelle Kompetenz gegen Vorurteile entwickeln.: Hier wird aufgezeigt, dass zur Prävention von Rassismus mehr nötig ist als reines Faktenwissen; gefragt ist stattdessen eine aktive Reflexion der eigenen Sozialisation.

7. Differenzfreundlichkeit als Bildungsziel um Vorurteile in der Schule abzubauen: Die Autorin plädiert für eine Systemkritik am Bildungswesen, um institutionelle Diskriminierung durch eine "Schulphilosophie der Differenzfreundlichkeit" zu ersetzen.

8. „Dancing in Jaffa“, ein beispielhaftes Projekt zum Abbau von Vorurteilen: Das Fazit fasst zusammen, wie der Film als methodischer Leitfaden für ein respektvolles Schulklima dienen kann.

Schlüsselwörter

Interkulturelle Pädagogik, Vorurteile, Rassismus, Stereotypen, Migration, Schule, Diversität, Dancing in Jaffa, Interkulturelle Kompetenz, Differenzfreundlichkeit, Identität, Inklusion, Bildungssystem, Sozialisation, Gruppendynamik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie Pädagogen durch gezielte interkulturelle Bildungsansätze Vorurteile und rassistische Tendenzen innerhalb von Schulklassen präventiv abbauen können.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Felder sind die Psychologie der Stereotypenbildung, die Rolle der Lehrkraft als Vorbild, die Notwendigkeit interkultureller Kompetenz und die Bedeutung einer diversitätsbewussten Schulkultur.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es zu analysieren, wie Lehrpersonen das Wissen über Vorurteilsstrukturen nutzen können, um in einem heterogenen Klassenumfeld ein wertschätzendes und friedliches Miteinander zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, kombiniert mit einer medienpädagogischen Reflexion des Dokumentarfilms "Dancing in Jaffa" als Fallbeispiel.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Entstehung von Vorurteilen) und die praktische Anwendung (Interkulturelle Kompetenz und Umsetzung in der Schule anhand des Films).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Interkulturelle Pädagogik, Vorurteilsbewusstsein, Stereotypisierung, Differenzfreundlichkeit und Migrationsgesellschaft aus.

Warum wird der Dokumentarfilm "Dancing in Jaffa" als zentrales Beispiel gewählt?

Der Film zeigt eindrücklich, dass durch ein gemeinsames, non-verbales Ziel – in diesem Fall das Tanzen – ethnische Barrieren und Vorurteile auch unter extremen Konfliktbedingungen aufgebrochen werden können.

Welche konkrete Empfehlung gibt die Autorin für den Umgang mit rassistischen Äußerungen im Unterricht?

Lehrer sollten solche Aussagen nicht nur verbieten, sondern den Schülern in einem offenen, moderierten Gespräch die Konsequenzen ihres Handelns verdeutlichen, um echtes Verständnis zu fördern.

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Detalles

Título
Wie lassen sich Vorurteile und Stereotype in der Schule verhindern? Interkulturelle Öffnung im Schulunterricht
Subtítulo
Der Film "Dancing in Jaffa" als Projekt zum Abbau von Vorurteilen
Universidad
University of Cologne  (Bildungswissenschaften)
Curso
Interkulturelle Öffnung in schulischen Einrichtungen
Calificación
1,5
Autor
Nora Steinwarz (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
13
No. de catálogo
V337651
ISBN (Ebook)
9783668269729
ISBN (Libro)
9783668269736
Idioma
Alemán
Etiqueta
Schule Bildungswissenschaften Ausländer Vorurteile Differenzen Hilfe Maßnahmen Konzept Lehramt Öffnung Bildung Islam Erziehung Regeln Umgang Tanzen Respekt Toleranz Schüler Unterschiede Gemeinsamkeiten Psychologie Inklusion Akzeptanz Fremdheit Anderssein Fühlen Interkulturell Transkulturell Gegenwart Asylanten INTEGRATION; Globalisation Wirklichkeit Flüchtlinge Migration Wirkolichkeit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Nora Steinwarz (Autor), 2016, Wie lassen sich Vorurteile und Stereotype in der Schule verhindern? Interkulturelle Öffnung im Schulunterricht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/337651
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