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Darstellung der Übertragung der de Saussureschen Begriffe in den Strukturalismus als Kulturtheorie

Titre: Darstellung der Übertragung der de Saussureschen Begriffe in den Strukturalismus als Kulturtheorie

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2004 , 16 Pages , Note: 1,0

Autor:in: M.A. Marcus Andreas (Auteur)

Ethnologie / Anthropologie Culturelle
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Die vorliegende Arbeit aus dem Fachbereich Ethnologie beleuchtet den Kunstgriff, welchen Claude Lévi-Strauss bei der Entwicklung des Strukturalismus als Kulturtheorie anwandte: er griff auf die theoretischen Unterscheidungen des Sprachwissenschaftlers Ferdinand de Saussure zurück und wandte diese auf menschliche Kultur im allgemeinen an.
Knapp werden die Hintergründe der beiden Wissenschaftler aufgezeigt, ebenso fehlt nicht ein Verweis auf den Prager Kreis. Hauptbestandteil der Arbeit ist die Klärung der relevanten Unterscheidungen de Saussures (z.B. langue, parole und langage) und eine kritische Diskussion des Vorhabens Lévi-Strauss'.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Claude Lévi-Strauss

3. Ferdinand de Saussure

4. Die theoretischen Unterscheidungen

4.1 Signifikant und Signifikat

4.2 Langue, parole und langage

4.3 Diachronität und Synchronität

4.4 Syntagma und Paradigma

4.5 Die unterscheidenden Merkmale und der Prager Kreis

5. Der Strukturalismus als Kulturtheorie

5.1 Levi-Strauss’ Sicht der Forschungsaufgabe der Ethnologie

5.2 Lévi-Strauss’ Rechtfertigung für die Übertragung

5.3 Der Entwurf der strukturalen Ethnologie

6. Übertragbarkeit der linguistischen Methoden?

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Übertragung linguistischer Grundbegriffe von Ferdinand de Saussure in die strukturale Anthropologie von Claude Lévi-Strauss, um den theoretischen Anspruch und die methodische Anwendbarkeit des Strukturalismus als Kulturtheorie kritisch zu bewerten.

  • Grundlagen der strukturalen Linguistik nach Ferdinand de Saussure
  • Methodische Ansätze der Prager Schule
  • Konzeption des Strukturalismus in der Ethnologie durch Claude Lévi-Strauss
  • Kritische Reflexion über die Übertragbarkeit linguistischer Methoden auf soziale Systeme

Auszug aus dem Buch

Der Entwurf der strukturalen Ethnologie

Lévi-Strauss übernimmt für die ‚strukturale Anthropologie’ (1967) die generelle Betrachtungsweise Saussures: er behandelt Kultur als System. Den einzelnen Phänomenen (Zeichen) der Kultur wird somit kein inhärenter Wert zugesprochen, sondern dieser bestimmt sich nur aus der Konstellation im System – den Beziehungen zu den anderen Elementen. Weil dem so ist, geht er davon aus, dass die Trennung von Inhalt und Form (Struktur) methodisch zulässig ist. Dies ist auch begründet aus der willkürlichen Beziehung zwischen Signifikat und Signifikant – zwischen Form und Inhalt besteht ja kein notwendiger Zusammenhang. Er fügt allerdings hinzu, dass die Verbindung nur anfänglich willkürlich ist – durch Gewöhnung und Konvention gehen die beiden dann doch wieder eine engere Verbindung ein (1967).

Nichtsdestotrotz untersucht er allein die Struktur der Beziehungen, ohne Interesse für die konkrete Substanz. In einem Beispiel vergleicht er asiatische mit französischer Küche (1975) – dabei ist ihm egal was konkret untersucht wird, er interessiert sich für die verschiedenen Muster an Unterschieden.

Weiter greift Lévi-Strauss den Unterschied zwischen langue und parole auf und überträgt ihn auf soziale Systeme. Er geht davon aus, dass es eine Ebene der Strukturen (der Vergleich zur langue) gibt, die für den Menschen eine Art ‚kollektives Unterbewusstsein’ darstellt. Diese dem menschlichen Geist zugrunde liegende Strukturebene beinhaltet ihm zufolge die (endliche) Gesamtzahl aller Möglichkeiten an Beziehungen (Ullrich 1992). Die Linguistik zeigte (Amborn 1992), dass diese Ebene durch manche Notwendigkeiten geprägt und allgemeingültige Gesetze beinhalten muss. Lévi-Strauss nennt sie die ‚wirkliche Realität’. Demgegenüber stellt er die ‚konkrete Realität’ – der Analogie zur parole gemäß, die Realisation von Möglichkeiten, die die Strukturebene parat hält (Amborn 1992).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Bedeutung des Strukturalismus für die Ethnologie und Abgrenzung der verwendeten Literatur.

2. Claude Lévi-Strauss: Überblick über die Biografie des Autors und seinen Wunsch, eine präzise, wissenschaftliche Methode für die Anthropologie zu etablieren.

3. Ferdinand de Saussure: Darstellung des linguistischen Wirkens Saussures und seiner Betrachtung der Sprache als zeichenbasiertes System.

4. Die theoretischen Unterscheidungen: Erläuterung der zentralen Begriffspaare wie Signifikant/Signifikat, Langue/Parole und Diachronie/Synchronie.

5. Der Strukturalismus als Kulturtheorie: Analyse der Anwendung linguistischer Prinzipien auf kulturelle Phänomene und die daraus resultierende Strukturforschung.

6. Übertragbarkeit der linguistischen Methoden?: Kritische Diskussion über die Grenzen und die Validität der Übertragung linguistischer Modelle auf die Ethnologie.

Schlüsselwörter

Strukturalismus, Claude Lévi-Strauss, Ferdinand de Saussure, Linguistik, Anthropologie, Zeichen, Systemtheorie, Signifikant, Signifikat, Langue, Parole, Synchronie, Strukturanalyse, Ethnologie, Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen und methodischen Übertragung von Konzepten der strukturalen Linguistik Ferdinand de Saussures auf den ethnologischen Strukturalismus von Claude Lévi-Strauss.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Sprachwissenschaft, die strukturale Anthropologie, die Systemtheorie von Zeichensystemen sowie die methodische Schnittstelle zwischen Linguistik und Kulturwissenschaften.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Berechtigung und die Angemessenheit von Lévi-Strauss’ Unterfangen zu prüfen, soziale Systeme mit denselben methodischen Instrumenten wie die Sprache zu erforschen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, bei der primäre Werke von Lévi-Strauss und Saussure mit sekundären diskursanalytischen Kommentaren in Bezug gesetzt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der linguistischen Grundlagen (Saussure) und deren explizite Adaption für die ethnologische Praxis durch Lévi-Strauss unter Anwendung binärer Oppositionen und strukturaler Modelle.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind insbesondere Strukturalismus, Zeichen, System, Signifikat/Signifikant, Langue/Parole und die ethnologische Methodenbildung.

Was bedeutet der Begriff "wirkliche Realität" im Kontext von Lévi-Strauss?

Er beschreibt die dem menschlichen Geist zugrunde liegende Ebene der Strukturen, die als "kollektives Unterbewusstsein" fungiert und die Möglichkeiten menschlichen Handelns eingrenzt.

Warum kritisiert die Fachwelt die Anwendung des linguistischen Paradigmas?

Kritiker wie Leach oder Ullrich bemängeln, dass der Strukturalismus den Menschen ausblendet, die Geschichte vernachlässigt und die Flexibilität der kulturellen Materie in ein zu starres mathematisches Modell zwängt.

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Résumé des informations

Titre
Darstellung der Übertragung der de Saussureschen Begriffe in den Strukturalismus als Kulturtheorie
Université
LMU Munich  (Institut für Ethnologie und Afrikanistik)
Cours
Geschichte und Theorie der Ethnologie
Note
1,0
Auteur
M.A. Marcus Andreas (Auteur)
Année de publication
2004
Pages
16
N° de catalogue
V33768
ISBN (ebook)
9783638341646
ISBN (Livre)
9783638887632
Langue
allemand
mots-clé
Darstellung Saussureschen Begriffe Strukturalismus Kulturtheorie Geschichte Theorie Ethnologie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
M.A. Marcus Andreas (Auteur), 2004, Darstellung der Übertragung der de Saussureschen Begriffe in den Strukturalismus als Kulturtheorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33768
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Extrait de  16  pages
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