Beratung und Therapie für Drogensüchtige. Die Stadtmission Nürnberg


Studienarbeit, 2013

10 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Suchthilfezentrum
2.1 Beratung
2.1.1 Beratung für Frauen
2.1.2 Beratung für Angehörige
2.2 Vermittlung Stationärer Therapie

3. Therapiezentrum Wolkersdorf

4. Nachsorge
4.1 Betreute Wohngemeinschaften
4.2 Betreutes Einzelwohnen
4.3 Ambulante Weiterbehandlung

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema „Angebote für Drogensüchtige in der Stadt Nürnberg am Beispiel der Stadtmission Nürnberg“ und der Frage ob die Angebote der Stadtmission Nürnberg ausreichend sind.

Ziel dieser Arbeit ist es die Angebote genauer zu erläutern und vorzustellen. Es soll danach geprüft werden können, ob die Angebote ausreichend sind oder ob eventuell noch weitere Angebote erforderlich wären.

Die Arbeit befasst sich zuerst mit den Themen der Information, Beratung und Therapie bzw. Vermittlung der Drogensüchtigen an ambulante oder stationäre Einrichtungen. Die vorher genannten Punkte werden von der Stadtmission Nürnberg als erste Schritte für ihre Klienten gestellt. Anschließend wird das Therapiezentrum in Wolkersdorf mit seinen Funktionen und Maßnahmen erklärt. Als Abschluss zu den Angeboten wird das Thema Nachsorge behandelt, hier geht es vor allem um das betreute Einzelwohnen, um betreute Wohngemeinschaften und die Ambulante Nachsorge der Stadtmission Nürnberg. Zuletzt wird auf das Ergebnis dieser Untersuchung eingegangen und die Frage der Einleitung beantwortet.

Ich habe mich für dieses Thema aus mehreren Gründen entschieden. Einer davon ist aufzuzeigen was die Stadtmission Nürnberg für drogensüchtige leistet. Ich finde es wichtig über dieses Thema zu informieren um aufzuzeigen welche Möglichkeiten und Angebote es für Betroffene und Angehörige gibt. Von dieser Erstellung der Studienarbeit erhoffe ich mir einen tieferen Einblick und Erkenntnisse über das komplexe Thema der Drogensucht und der vielseitigen Angebote der Stadtmission Nürnberg.

2. Suchthilfezentrum

Das Suchthilfezentrum gehört zu der Stadtmission Nürnberg, hier können sich Betroffene oder auch Angehörige erste Informationen über das Thema Drogensucht einholen. Zusätzlich Informieren die 15 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen über Angebote und Hilfestellungen des Suchthilfezentrums sowie über die Gefahren und Risiken der jeweiligen Droge. Personen die das Suchthilfezentrum aufsuchen, können sich anonym, kostenlos und vertraulich Informationen einholen. Hier können sich die Betroffenen auch über Kostenträger für eventuelle Therapien informieren. Suchtkranken ist es zu diesem Zeitpunkt schon möglich Antragsformulare für eine eventuelle stationäre Behandlung zu erhalten und mit den

Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen darüber zu sprechen. (Suchthilfezentrum Nürnberg 2012-a)

2.1 Beratung

Die Beratung im Suchthilfezentrum ist kostenlos, vertraulich und wenn es die Personen so wünschen auch anonym. Hier können die Betroffenen Termine für eine Beratungsstunde vereinbaren in der die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen Fragen beantworten zur Wirkung und dem Risiko des Suchtmittels und mit dem Patienten klären ob bereits eine Abhängigkeit besteht. Sollte sich der Betroffene zu weiteren Schritten entscheiden, vermitteln die Berater Betroffene gerne an die passenden Stellen weiter. Das Suchthilfezentrum bietet auch Beratung speziell für Frauen und Angehörige an. (Suchthilfezentrum Nürnberg 2012-b)

2.1.1 Beratung für Frauen

Viele Frauen lassen sich lieber von anderen Frauen beraten, da die Beraterinnen sensibel und wertschätzend mit dem Anliegen der Frauen umgehen. Das Suchthilfezentrum Nürnberg möchte Frauen ein angstfreies Gespräch ermöglichen und Ihnen die Chance geben, selbst das Ziel, den Weg und das Tempo zu bestimmen. Für die Betroffenen Frauen ist es leichter sich in einem Gespräch mit einer weiblichen Person zu öffnen, in diesem Rahmen fällt es Ihnen leichter die eigenen Kräfte und Fähigkeiten wieder zu entdecken und in sie zu vertrauen. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bieten den Frauen einige speziell für Frauen angelegte Angebote an. Hierzu gehört zum Beispiel die Vermittlung in Fachkliniken mit frauenspezifischem Ansatz, Frauentherapiegruppen oder Frauenselbsthilfegruppen. (Suchthilfezentrum Nürnberg 2012-c)

2.1.2 Beratung für Angehörige

Die Sorge um Menschen mit einer Sucht, bedeutet für die Angehörigen ein hohes Maß an Stress und ist eine große Belastung. Aus diesen Gründen bietet das Suchthilfezentrum den Angehörigen und Lebenspartnern/-innen von Suchtkranken eine Beratung an, um bei einem persönlichen Gespräch mit den Angehörigen als erstes über ihre Situation zu sprechen. Damit möchte man auch eine gewisse Entlastung bewirken. Im Anschluss wird über die Suchtentwicklung gesprochen und es werden dem Angehörigen Angebote für den Betroffenen vorgestellt. Darüber hinaus entwickeln die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen Wege mit den Angehörigen zusammen, damit die Sucht nicht auch noch ihr Leben bestimmen zu lassen.

Durch das Veränderte Verhalten der Angehörigen hofft man dem Betroffen selbst einen Anstoß zu geben, etwas zu ändern. (Suchthilfezentrum Nürnberg 2012-d)

2.2 Vermittlung Stationärer Therapie

Ist die Suchterkrankung bereits fortgeschritten so ist als Erstes eine Entgiftung in einem Krankenhaus notwendig und anschließend eine stationäre Behandlung in einer Fachklinik. Die Entgiftung findet unter ärztlicher Betreuung statt und Medikamente lindern die Entzugserscheinungen. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Suchthilfezentrums der Stadtmission Nürnberg helfen den Betroffenen bei der Auswahl einer geeigneten Klinik für die Entgiftung aber auch bei der Auswahl der stationären Behandlung auch Entwöhnung genannt. Die Kosten für die Behandlung werden in der Regel von der Rentenversicherung, der Krankenkasse, der Beihilfe oder der Sozialhilfe übernommen. Das Team des Suchthilfezentrums hilft dem Süchtigen bei der Antragstellung aber berät ihn auch über verschiedene Fachkliniken. Informationsmaterial zu den Kliniken stellt das Suchthilfezentrum ebenfalls zur Verfügung. Die Vermittlung in das Therapiezentrum Wolkersdorf erfolgt durch die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Teams. (Suchthilfezentrum Nürnberg 2012-e)

3. Therapiezentrum Wolkersdorf

Das Therapiezentrum Wolkersdorf gehört ebenfalls zur Stadtmission Nürnberg und bietet insgesamt 28 stationäre Behandlungsplätze für Drogenabhängige und polytoxikomane Männer zwischen 18 und 40 Jahren. Die Dauer der Entwöhnungstherapie beträgt 7 Monate anschließend ist eine dreimonatige Adaption möglich.

Das Therapiezentrum bietet eine große Auswahl an Angeboten. Dazu gehören die stationäre medizinische und berufliche Rehabilitation, Einzel- und Gruppengespräche, individuell abgestimmte Behandlung, erlebniszentrierte Angebote, klare Regeln im Haus und ein Professionelles Team. Darüber hinaus werden die Patienten nach der Therapie nicht alleine gelassen. Das Therapiezentrum Wolkersdorf leistet gute Zusammenarbeit mit Nachsorge- Wohngemeinschaften und anderen Suchhilfeeinrichtungen der Stadtmission Nürnberg. Behandlungsziele dieser Therapie sind Krankheitseinsicht, abstinente Lebenshaltung, Aufbau von Selbstvertrauen, soziale Eingliederung und Wiedereinstieg in einen Beruf. Die Kosten für das Therapiezentrum werden entweder von den Rentenversicherungsträger, dem Träger der Sozialhilfe oder den Krankenkassen übernommen. (Stadtmission Nürnberg 2012-f)

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Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Beratung und Therapie für Drogensüchtige. Die Stadtmission Nürnberg
Hochschule
Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg
Veranstaltung
wissenschaftliches Arbeiten
Autor
Jahr
2013
Seiten
10
Katalognummer
V337793
ISBN (eBook)
9783668271913
ISBN (Buch)
9783668271920
Dateigröße
528 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Drogen, Sucht, Drogenhilfe, stadtmission, Drochensucht, Suchthilfezentrum, Drogenberatung, Betreuute Wohngemeinschaften, Betreuutes Einzelwohnen, Alkohlsucht, Abhängigkeit, Drogenabhängigkeit, Drogentherapie, Suchthilfe
Arbeit zitieren
Julia Meyer-Rosenfeld (Autor), 2013, Beratung und Therapie für Drogensüchtige. Die Stadtmission Nürnberg, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/337793

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