Das Konzept der "EuRegios". Liegt die Zukunft der EU im Regionalismus?

Eine Analyse der regionalen Aspekte mit Fokus auf die Europäische Union


Bachelorarbeit, 2014

38 Seiten, Note: Gut


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Themenstellung und Relevanz der Themenstellung
1.2 Formulierung der Hauptforschungsfrage
1.2.1 Unterfragestellungen
1.2.2 Thesen
1.3 Gliederung
1.4 Methodische Vorgehensweise

2 Theorieansatz
2.1 Begriffsdefinitionen
2.1.1 Begriff „Region“
2.1.2 Regionale Identität
2.1.3 Begriff „Integration“
2.2 Differenzierung
2.2.1 Regionalisierung
2.2.2 Antibegriff „Europa der Regionen“

3 Regionalpolitische Förderung
3.1 Regionale Organisationen
3.1.1 Versammlung der Regionen Europas
3.1.2 Ausschuss der Regionen
3.2 Finanzinstrumente
3.2.1 Strukturfonds
3.2.2 Verteilung
3.3 Europarat

4 Regionale Entwicklungsstrategien
4.1 Gemeinschaftsinitiative Interreg
4.1.1 Rahmenbedingungen
4.1.2 Regionale Bedeutung
4.1.3 Ziele
4.2 Gründung von Europaregionen
4.2.1 Konzept
4.2.2 Grenzregionale Zusammenarbeit
4.2.3 Potential für Regionen

5 Conclusio

6 Zusammenfassung

7 Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten1 2 3 4 5 6 7 8 9

1 Einleitung

1.1 Themenstellung und Relevanz der Themenstellung

Der Einfluss und die Macht von Regionen steigen. Regionalismus-Konzepte wer- den für die Stärkung des Projektes „Europäische Union“ immer interessanter. Aber was versteht man eigentlich unter dem Begriff Regionalismus? Diese Begrifflich- keit entstammt von politischen Bewegungen gegen den Nationalstaat. Eine allge- meine Erklärung bzw. Definition ist aufgrund der Vielfalt nicht zu finden. In jedem Fall ist der der Regionalismus mit der Europäischen Integration untrennbar ver- bunden. Jedoch ist er auch ein Ausdruck von Gewissheit transnationaler Eigen- heit. Der Regionalismus setzt Regionen und die regionale Identität voraus um existieren zu können. Dem entgegenstehen die kulturelle Regionalisierung sowie der Fundamentalismus. Die Vertreterinnen und Vertreter eines „Europas der Regi- onen“ sind der Auffassung, dass nur eine starke Region „ein festes Fundament“ für ein „Haus Europa“ bereitstellen kann.10

Einer der ersten Schritte zur Förderung des europäischen Regionalismus war die Gründung des „Rats der Regionen Europas“, welcher jedoch noch kein institutionelles Regionalkonzept darstellte.11

Der Ausschuss der Regionen (AdR) als erstes Ausschussorgan für die Regionen war eine wesentliche Maßnahme, welches Vertretung und Mitspracherecht für den europäischen Regionalismus ermöglichte. Er stellt einen von mehreren regionalen Akteuren dar und dadurch bekamen die lokalen und regionalen Gebietskörperschaften eine wichtigere Rolle zugeschrieben.12

Ausschlaggebend sind zudem Gemeinschaftsinitiativen zur Förderung durch finanzielle Mittel und in welcher Beziehung sie zum pro-europäischen Entwurf der Europaregionen als „interregionale“ Interessensgemeinschaften und deren Grenzregionen stehen.13

Verschiedene Projektmaßnahmen sollten hervorgehen wobei erste tatsächliche Förderprogramme zur kooperativen Zusammenarbeit und Konsultation der Regionen in Themen wie der Raumplanung essentiell werden.14

Die Bachelorarbeit soll der Frage gerecht werden, ob der Regionalismus und die momentan entstehenden Europaregionen die Zukunft für Europa und der Integration darstellen.

1.2 Formulierung der Hauptforschungsfrage

Welche Maßnahmen setzt die Europäische Union im Zuge des Regionalismus in Europa?

1.2.1 Unterfragestellungen

a. Was bedeutet Regionalismus?
b. Welche Maßnahmen wirken begünstigend auf den Regionalismus?
c. Welches Integrationskonzept lässt sich erkennen?
d. Können nationale Spannungen durch „Euregios“ entschärft werden?

1.2.2 Thesen

- Der Europarat weist ein anderes Verständnis von Regionen im Vergleich zur Europäischen Union auf.
- Der Ausschuss der Regionen ist ein gutes Exempel für die Integrationstheorie des Institutionalismus der Europäischen Union.
- Der Europäische Sozialfonds sorgt nachhaltig für Wachstum und Wohlstand in den Regionen Europas.
- Ohne Gemeinschaftsinitiativen wie beispielsweise Interreg kann das Konzept der Europaregionen langfristig nicht aufrechterhalten werden.

1.3 Gliederung

Das Einleitungskapitel bildet die Basis und den Einführungsteil der Arbeit.

Dabei bieten Autoren wie Pintarits, Brandstetter, Weidenfeld/Wessels sowie Mickel/Bergmann wesentliche Literaturbeiträge an.

Das zweite Kapitel beinhaltet den theoretischen Ansatz und kann die Antwort auf die Fragestellung „Was bedeutet Regionalismus?“ liefern. Es wird eine Eingrenzung vorgenommen und einer Erklärung der Begrifflichkeiten des breiten Themenfeldes nachgegangen. Zudem wird eine Abgrenzung zur Regionalisierung und dem Modell „Europa der Regionen“ vorgenommen. Durch den theoretischen Hintergrund wird versucht, den zentralen Begriff „Region“ zu erfassen.

Das dritte Kapitel befasst sich mit den Fördermaßnahmen auf der europäischen regionalpolitischen Ebene. Auf der einen Seite analysiert der Autor bedeutende Ausführungsbestimmungen und führt anderseits eine Differenzierung zum „Euro- parat“ durch.

Im vierten Kapitel bilden die regionalen Entwicklungskonzepte der Europaregionen und die Gemeinschaftsinitiative einen Schwerpunkt. Im Näheren werden dabei einerseits die Hintergründe dargestellt sowie ihre Bedeutung und Ziele vorgestellt. Des Weiteren werden auch der Entwurf, die Grenzregionen und das Potential der grenzüberschreitenden Kooperation im gesamteuropäischen Sinneszusammen- hang diskutiert.

Darüber hinaus stellt das fünfte Kapitel die abschließende Conclusio dar und prä- sentiert die wesentlichsten Schlussfolgerungen der Arbeit. Es wird erneut Bezug auf das Thema genommen und zudem soll die Forschungsfrage beantwortet wer- den.

Im sechsten Abschlusskapitel wird eine Zusammenfassung der Bachelorarbeit dargestellt.

1.4 Methodische Vorgehensweise

Zum generellen Thema Regionalismus gestaltet sich die Recherche nicht einfach. Speziell zur Thematik der „Euregios“ und der europäischen Regionalpolitik findet man wenige zitierfähige wissenschaftliche Quellen, da dies noch ein eher jüngeres Forschungsfeld darstellt.

In erster Linie basieren der theoretische Teil der Arbeit auf den Werken „Macht,

Demokratie und Regionen in Europa“ von Sylvia Pintarits und „Handlexikon der Europäischen Union“ von Wolfgang W. Mickel und Jan Bergmann. Allerdings bil- den die Schriften „Jahrbuch der Europäischen Integration sowie „Europa von A bis Z“ der Autoren Werner Weidenfeld und Wolfgang Wessels eine wichtige Grundla- ge. Maßgeblichen Anteil an der Literatur speziell zum Konzept der Europaregio- nen und der grenzregionalen Kooperation haben die ausführliche Dissertation „EUREGIOs - bordered regions in Europe“ von Peter Weichhart sowie „Europäi- sche Integration und grenzüberschreitende Zusammenarbeit - Euregio als Bei- spiel“ von Claudia Breuer. Ein weiteres Working Paper der Autoren Peter Huber und Peter Mayerhofer über die Europaregion „Mitte (Centrope)“ mit dem Titel „Wandel der Sektorstruktur in der Wirtschaftsregion Centrope - Europaregion Mit- te“, sowie die Doktorarbeit „Ländliche Entwicklungspraxis in Europa Ziel-Wirkungs- Analyse der EU-Gemeinschaftsinitiative Leader“ von Liane Stöhr ergänzen die Arbeit. Zudem rundet der Konferenz-Aufsatz „Euregios along the German border“ von Menno Wolters die Arbeit ab. Recherchiert wurde an der Hauptbibliothek der Universität Wien, sowie an den Fachbereichsbibliotheken für Wirtschaftswissen- schaften und Politikwissenschaften. Zusätzlich war die Literaturrecherche an der Bibliothek der Fachhochschule des bfi Wien sehr ergiebig. Sämtliche Online- Kataloge des österreichischen Bibliotheken Verbandes dienten als Ergänzung. Einige wichtige Werke zum Thema der „Euregios“ sind als elektronische Res- source frei verfügbar. Diese sind teilweise im Internet durch die Suchmaschine Google zur Recherche für elektronische wissenschaftliche Quellen erhältlich. Als bedeutende Ergänzung bei der Recherchearbeit ist der Online-Gesamtkatalog „Österreichischer Bibliothekenverbund (OBV)“ anzuführen.

Als wichtigste Schlagwörter bei der Untersuchung sind Begrifflichkeiten wie „Regionalismus“, „regionales Bewusstsein“, „regionale Zusammenarbeit“ sowie „Europaregion“ und „grenzüberschreitende Kooperation“ zu nennen.

2 Theorieansatz

In dem einführenden Kapitel soll Bezug auf den theoretischen Hintergrund ge- nommen werden. Eine Begriffsdefinition und eine Abgrenzung werden dabei vor- genommen und der politische Regionalismus wird erläutert. Zudem werden theo- retische Grundlagen zum Regionsbegriff, „Regionale Identität“ und der Integration dargestellt.

Die Theorie setzt sich im Wesentlichen durch den Begriff der Region sowie der regionalen Identität zusammen. Es gibt jedoch keine eindeutige Formulierung. Die wissenschaftliche Literatur kennt circa 140 unterschiedliche Definitionen.15 In der Arbeit wird von den folgenden beschriebenen Begriffen ausgegangen, welche als Theorieansatz gewählt wurden.

2.1 Begriffsdefinitionen

2.1.1 Begriff „Region“

Das Verständnis des Region Begriffes in Bezug auf die Europäischen Union (EU), wurde von der Europäischen Gemeinschaft als Vorgänger weitgehend ungenau dargestellt. Allerdings ist dieser im regionalpolitischen Sinne relativ konkret festge- legt. Wesentlich ist dabei, dass es zielgerechte Einheiten an Gebieten für die Sta- tistik gibt, welche in Hinsicht auf förderbare Gegenden einer Separation unterlie- gen. Diese beinhalten im regionalpolitischen Sinne hierarchische räumliche Ebe- nen. Diese Einheiten basieren auf den Verwaltungen in mitgliedstaatlicher Bedeu- tung. Die Regionen verschiedener Länder weichen voneinander stark ab in punkto Wirtschaftskraft, sozialkultureller Kriterien, Rechtstatus sowie durch Fläche und Bevölkerung. Jedoch beabsichtigt die EU durch die Verhinderung einer eindeuti- gen Definition wesentliche politische Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu beteili- gen, ohne dass sie in die Beziehungen von Regionen und Mitgliedstaaten ein- greift.16

Regionen treten durch den Menschen beeinflusst in verschiedenen Dimensionen auf. Es gibt immer einen Zusammenhang zwischen ökonomischen, politischen sowie sozialkulturellen Bereichen innerhalb der Region. Für eine Region sind die „anderen“ von Relevanz, da sie sich davon abgrenzt und mit diesen vergleicht.

Der Aufbau der Region und die bestimmten Besonderheiten werden von den Akteurinnen und Akteuren festgelegt und sind veränderbar.17

Die Regionalwissenschaft setzt bei der Definition des Regionsbegriffes eine Ab- hängigkeit der jeweiligen ökonomischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer voraus. Zwischen den Begriffen Region und Regionalismus besteht eine Zweideutigkeit. Regionalismus besteht aus sprachlichen, kulturellen, ethnischen und geschichtli- chen Elementen. Zudem spielen politische und wirtschaftliche Faktoren eine tra- gende Rolle. Wissenschaftlich betrachtet, kommt der Begriff Region am ehesten durch das sozial-politische Element und durch den Unabhängigkeitswunsch zur Geltung.18

In Anbetracht dessen, dass die englische hbersetzung des Wortes „region“ oft- mals im deutschen Sprachraum vereinfachend als Region übersetzt wird, kann für Verwirrungen sorgen. Jedoch müsste dieser Begriff korrekterweise mit „Gebiet“, „Gegend“ oder „Landstrich“ übersetzt werden. Geographisch betrachtet begleitet die Region immer das Kernelement der Funktionalität. In jedem Fall sind die dem- entsprechenden Definitionen als zweckbezogen und nicht als unfehlbar anzuse- hen.19

2.1.2 Regionale Identität

Es ist davon auszugehen, dass sich die Bevölkerung mehr mit ihrer Region, als mit dem nationalen Staat identifiziert. Jedoch gibt es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer keine politischen Kontinuitäten aufgrund der persönlichen Gleichset- zung. Die regionale Kultur steht in keiner gezwungenen Abhängigkeit zu politi- schen Vorzügen.20

Ausgehend für eine regionale Identität ist eine Vielfältigkeit innerhalb der Region und politischen Harmonien. Diese spezielle Wesenseinheit wird im besonderen Maße von Politikerinnen und Politikern gefordert. Der Begriff „Regionale Identität“ geht auch mit dem der „Nationalen Identität“ einher, welcher einen Beitrag im eu- ropäischen Integrationskontext bewirken soll. Im politischen Sinne geht man bei dieser Begrifflichkeit von einer Förderung des wirtschaftlichen Wachstums sowie der Festigung sozialkultureller Gestaltung aus. Wenn diese Ziele erreicht werden, dann werden dadurch auch die regionalen Politsysteme gefestigt. Zudem gibt es eine enge Verflechtung zwischen der Erhaltung politischer Kräfte der Regionen und der regionalen Identität.21

Bei dem Begriff handelt es sich um eine sogenannte kollektive Kongruenz. Es wird dabei von einer Grundlageneinheit der europäischen Historie ausgegangen. Die Gewissheit des gemeinsamen Ursprungs ist ein Schlüssel-Element der Identität. Die Erfahrung aus der Gegenwart bestimmt die regionale Identität der Bevölke- rung. Dabei stellt die regionale Gegenwart eine geschichtlich bezeichnende Kultur dar.22

2.1.3 Begriff „Integration“

Unter dieser Begrifflichkeit wird ein „Zielprozess“ verstanden. Dabei wird von einem klassischen Ansatz ausgegangen. Durch die Integration soll eine neue politische Gemeinschaft begründet und die nationalen Staaten ersetzt werden. Grundsätzlich müssen die folgenden sechs Kriterien von der Politik erfüllt werden, sodass es sich um einen Integrationsprozess handelt.

1. Unterstützung von supranationalen Aktivitäten
2. Organisation und Festlegung transnationaler Interessen
3. Verpflichtung einer gemeinsamen Denkweise
4. Entwicklung einer Integrationstheorie
5. Akzeptierung der Regierungsgewalt der Gesetze
6. Nationale Interessen hinten anstellen (Verhandlung versus Einspruch)

Dieses Modell stammt aus den 1960er Jahren, ist jedoch nach wie vor nicht veral- tet. Denn speziell nach dem Maastrichter Vertrag und der Stärkung des Europäi- schen Parlamentes erscheint dieses Integrationsverständnis als überzeugend.23

In der Arbeit wird von der Föderalismustheorie als „Urkonzept“ im Bereich der Integration ausgegangen.24

2.2 Differenzierung

2.2.1 Regionalisierung

Die sogenannte Regionalisierung steht im unmittelbaren Zusammenhang mit dem regionalen Integrationsprozess unter sozioökonomischen Gesichtspunkten. Dieser Prozess wird auch als „weicher Regionalismus“ bezeichnet. Hierbei nehmen Fak- toren wie Bewusstsein, Identität, und Pflichtgefühl in regionaler Hinsicht eine we- sentliche subjektive Rolle ein. Die Regionalisierung baut auf regionaler Kooperati- on auf und bedient sich der Orientierung von internationalen Sonderausbildungen in punkto Geschäftsmärkte. 25

Weichhart unterscheidet bei der Begrifflichkeit Regionalisierung zwischen der Kooperation von Gemeinden sowie der Deregulierung, welche im Nationalstaat wurzeln. Dabei handelt es sich wie auch bei der Globalisierung um einen „komplementären Prozess“.26

Jedenfalls erscheint der „Regionalisierungsgedanke“ als vielfache Erscheinung und beispielsweise stellt die regionalökonomische Zusammenführung eines der Schlüsselelemente dar.27

2.2.2 Antibegriff „Europa der Regionen“

Das „Europa der Regionen“ stellt eine weitere Begriffsabgrenzung zum Regiona- lismus dar. Die bedeutendsten Separationen sind die Festigung der regionalen Ebene sowie der europäischen Zusammenführung, wodurch der Status der Natio- nalstaaten umgewandelt wird sowie die regionale Zusammenarbeit auf waagrech- ter Ebene in transnationaler, grenzübergreifender sowie raumbezogener Hinsicht wirksam wird. Zudem kommen hierbei der Wettstreit der Regionen und die wirt- schaftlichen Maßnahmen der regionalen Politik zum Tragen. Des Weiteren stehen mit diesem Begriff auch steuernde Schritte, welche den Einfluss des Nationalstaa- tes verringern und die Bedeutung von neuen regionalen Wirtschaftsräumen för- dern im Zusammenhang.28

Der Schwerpunkt liegt im ökonomischen Sektor, welcher durch die Stärkung der subnationalen Ebene gesteuert werden soll. Dieses Konzept dient zudem zur Mo- bilisierung von Wählerinnen und Wählern im regionalen Parteienspektrum. Außerdem ist davon auszugehen, dass die Funktionalität im regionalen Bereich effektiver umgesetzt werden kann, als jene im nationalen staatlichen Bereich. Der Begriff „Europa der Regionen“ ist als eine Gegenposition von De Gaulles‘ Konzept „Europa der Vaterländer“ zu verstehen. Es lässt sich auf die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg zurückführen und hat seinen Ursprung im föderal theoreti- schen Denkansatz.29

Dieses Leitwort wird auch oftmals verwendet, um die Erfordernisse einer Dezent- ralisierung zu beweisen. Jedoch je höher eine Unterstützung der EU vorliegt, des- to eher werden das vielfältige System und die Dezentralisierung in politischer Hin- sicht gefördert. 30

Stellt dieser Antibegriff eine Art multikulturelle Vision für Europa dar?

Auf die explizite Förderung des regionalen Bewusstseins kann eine Entwicklung einer geöffneten europäischen kulturellen Gesellschaft erfolgen. Doch dabei be- steht die Gefahr der regionalen Fremdenfeindlichkeit, welche durch Regionalpar- teien angetrieben wird. Allerdings werden autonome Ansprüche der Regionen erst dann vollends verwirklicht werden, wenn diese die Voraussetzungen für Zukunfts- perspektiven und Chancen für die Bevölkerung bieten. Dadurch würden Bürgerin- nen und Bürger weniger vermehrt ihr Glück in den Ballungszentren suchen und in den Regionen verbleiben.31

[...]


1 Vgl. Schermann et. al. (2007) S. 38

2 Vgl. Schermann et. al. (2007) S. 127

3 Vgl. Weidenfeld/Wessels (2011) S. 488

4 Vgl. Schermann et. al. (2007) S. 127

5 Vgl. Weidenfeld/Wessels (2011) S. 490

6 Vgl. Weidenfeld/Wessels (2005) S. 535

7 Vgl. Brandstetter (1995) S. 128

8 Vgl. Brandstetter (1996) S. 135

9 Vgl. Mickel/Bergmann (2005) S. 199

10 Vgl. Pintarits (1996) S. 135 ff.

11 Vgl. Brandstetter (1995) S. 134 ff.

12 Vgl. Weidenfeld/Wessels (2011) S. 80 ff.

13 Vgl. Mickel/Bergmann (2005) S. 199 f.

14 Vgl. Brandstetter (1995) S. 128

15 Vgl. Breuer (2001) S. 28

16 Vgl. Pintarits (1996) S. 27 f.

17 Vgl. Pintarits (1996) S. 28 f.

18 Vgl. Breuer (2001) S. 32 f.

19 Vgl. Staudacher (2005) S. 28 f.

20 Vgl. Breuer (2001) S. 162 f.

21 Vgl. Pintarits (1996) S. 35 f.

22 Vgl. Breuer (2001) S. 60

23 Vgl. Pintarits (1996) S. 295 f.

24 Vgl. Schermann et. al. S. 27 f.

25 Vgl. Breuer (2001) S. 33

26 Vgl. Indra/Schmutzhard (2003) S. 7

27 Vgl. Breuer (2001) S. 34

28 Vgl. Pintarits (1996) S. 41 f.

29 Vgl. Breuer (2001) S. 16 f.

30 Vgl. Breuer (2001) S. 165 f.

31 Vgl. Bullmann et. al. (1993) S. 20 f.

Ende der Leseprobe aus 38 Seiten

Details

Titel
Das Konzept der "EuRegios". Liegt die Zukunft der EU im Regionalismus?
Untertitel
Eine Analyse der regionalen Aspekte mit Fokus auf die Europäische Union
Hochschule
Fachhochschule des bfi Wien GmbH  (Politik)
Veranstaltung
Bachelor-Seminar
Note
Gut
Autor
Jahr
2014
Seiten
38
Katalognummer
V337832
ISBN (eBook)
9783668272590
ISBN (Buch)
9783668272606
Dateigröße
810 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Europa, Europäische Union, EU, AdR, Ausschuss der Regionen, Region, Integration, Europa der Regionen, Strukturfonds, Horizon2020, Regionale Organisation, Brüssel, Euregio, Regionalisierung, Euroregion, Interreg, VRE, Struktur, Europarat, Haus Europa, Mitteleuropa, MOEL, Mittel-und Osteuropa, Österreich, Centrope, Centrope-Region
Arbeit zitieren
Thomas F. Eisenhut (Autor:in), 2014, Das Konzept der "EuRegios". Liegt die Zukunft der EU im Regionalismus?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/337832

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