Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Pedagogía - Psicología pedagógica

Non-Formal Education. Wie man im Team besser lernt

Título: Non-Formal Education. Wie man im Team besser lernt

Presentación (Redacción) , 2015 , 14 Páginas

Autor:in: Tim Huyeng (Autor)

Pedagogía - Psicología pedagógica
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Als Ernst Ferstl den Ausspruch „Auch Umwege erweitern unseren Horizont“ tat, so könnte fast geglaubt werden, er habe damit den Wahlspruch der Non-Formal Education (NFE) kreieren wollen. Denn wenn eine Gruppe von Menschen zusammenkommt (Arbeitsgruppe), um ein funktional-differenziertes Team zu bilden und gemeinsam ein gesellschaftlich relevantes Thema zu bearbeiten, ist der Ausgang stets unvorhersehbar, der Weg dorthin allerdings eine Bereicherung für jedes Individuum. So muss ein Weg gefunden werden, der über das erratische Lernen und Denken hinausgeht, und gleichzeitig den nötigen roten Faden aufweist, welcher für brauchbare Ergebnisse in der Bildung unerlässlich ist. Die Herausforderung wird von mehreren Bildungsstätten angenommen und über das Konzept der Non-Formal Education umgesetzt.

Im Rahmen dieser Arbeit sollen die Methodik und Philosophie der NFE mit den Methoden der Psychologie dargestellt werden. Dabei soll sich der Fokus vor allem auf die Gruppenprozesse richten. Zunächst werden die wichtigsten Elemente der Non-Formal Education aufgezeigt und der Versuch einer Begriffsbestimmung unternommen. Darauf basierend werden mögliche geeignete Themen vorgestellt. Da in Gruppen Kommunikation die einzige Möglichkeit der Zusammenarbeit darstellt, soll diese Arbeit die kommunikativen Eigenheiten der Teamarbeit in der NFE-Jugendarbeit aufzeigen. Abschließend sollen vor einem summierenden Fazit noch Risiken bzw. Schwächen vorgestellt werden. Dabei werde ich versuchen diese mit dem Basiswissen der Sozialpsychologie zu bearbeiten und Möglichkeiten der Minimierung oder annähernde Annihilation dieser aufzeigen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

2 Einleitung

3 Non-Formal Education – Der Versuch einer Definition

3.1 Thematiken

4 Kommunikation in der NFE

4.1 Mediale Unterstützung

4.2 Interkulturelle Kommunikation

4.3 Resonanz

5 Risiken und Nebenwirkungen

5.1 Mögliche Verluste im Teamprozess

5.2 Unklarer Ausgang

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Methodik und Philosophie der Non-Formal Education (NFE) im Kontext der Teamentwicklung, um zu beleuchten, wie Gruppenprozesse in Bildungsstätten wie dem Europahaus Bad Marienberg erfolgreich gestaltet werden können. Ziel ist es, die kommunikativen Eigenheiten der Teamarbeit darzustellen, Risiken zu identifizieren und sozialpsychologische Lösungsansätze aufzuzeigen.

  • Grundlagen und Begriffsbestimmung der Non-Formal Education
  • Kommunikationsformen und mediale Unterstützung in Lernprozessen
  • Bedeutung der interkulturellen Kommunikation für das Gruppenklima
  • Anwendung des Resonanzmodells zur Synchronisation von Teamprozessen
  • Identifikation und Minimierung von Risiken wie sozialen Leistungsverlusten

Auszug aus dem Buch

4.3 Resonanz

Soziale Resonanz wird häufig mit der physikalischen beziehungsweise musikalischen Resonanz analog gesetzt. So werden zum Beispiel alle Gitarren in einem Gitarrenladen in der gleichen Frequenz schwingen, wie eben jene die man gerade anspielt. Ähnlich werden sich in einer harmonischen Gruppe alle Personen untereinander angleichen und versuchen ihr Verhalten sinnbildlich zu synchronisieren (Rosa, 2015). Sozialer Druck durch zum Beispiel Zeitdruck und ständig aufkommende Ablenkung, welche Resonanz verhindern, werden möglichst kleingehalten. Um in einer Gruppe Resonanz herstellen zu können, benötigt es ein weiteres: Rapport.

Durch Rapport lässt sich eine enge Kommunikationsbeziehung sowohl aufbauen, wie auch aufrechterhalten. Im Besonderen ist damit das subtile Spiegeln des Verhaltens des anderen gemeint (Havener, 2009). Dabei wird auf der Grundlage einer adäquaten Beobachtung das Verhalten (Sprechtempo, Atemfrequenz, Gestik, Mimik, körperliche Distanz, Körperhaltung, Klanghöhe der Stimme etc.) mit etwas Abstand möglichst authentisch imitiert. Die Wichtigkeit des Rapports zum Aufbau einer überdauernden Paarbeziehung ist sowohl in der Ethnologie (Lévi-Strauss, 2008) als auch in modernen Soziologie (Albrecht, 2008) anerkannt.

Beim Einstellen eines Rapportzustands kann der Imitator auch die Rolle des Lenkenden übernehmen und seinen Gesprächspartner damit unterbewusst zu einer Verhaltensänderung bringen (s. Pacing und Leading). Durch das Verändern des Körpers kann auf der Grundlage der Psychosomatik (Ermann, Frick, Kinzel & Seidl, 2014) eine gerichtete Veränderung der Kognition und Emotion initiiert werden. Auf diese Weise lässt sich zum Beispiel die Stressatmung eines Gegenübers reduzieren und damit sein Arousal auf ein angenehmeres Niveau bringen (Bruno, Adamczyk & Bilinski, 2014).

Wenn der Rapport über das Gefühl der Anerkennung zum Resonanzerleben führt, so passiert es nicht selten, dass damit auch ein gewisser Flow-Zustand (Csikszentmihalyi, 1985) einhergeht. Dabei lassen sich spannende Phänomene beobachten: die Zeit wird vollkommen vergessen, kreative Meisterleistungen werden vollbracht und die Träume der Teilnehmer gleichen sich über die Woche aneinander an.

Zusammenfassung der Kapitel

2 Einleitung: Die Einleitung verortet das Konzept der Non-Formal Education im Rahmen der Bildungsarbeit des Europahauses Bad Marienberg und erläutert die Zielsetzung der Arbeit unter sozialpsychologischer Perspektive.

3 Non-Formal Education – Der Versuch einer Definition: Dieses Kapitel grenzt die NFE von formalen und informalen Bildungskonzepten ab und beleuchtet ihre Rolle als lernzentrierte Methode zur Potenzialentfaltung.

3.1 Thematiken: Hier wird erörtert, wie gesellschaftlich relevante Themengebiete in NFE-Seminaren zur Stärkung von Alltagskompetenzen und sozialem Engagement eingesetzt werden.

4 Kommunikation in der NFE: Dieses Kapitel analysiert die essenzielle Rolle der Kommunikation in Gruppenprozessen und stellt Prinzipien zur Reduzierung von Kommunikationsstörungen vor.

4.1 Mediale Unterstützung: Es wird untersucht, wie digitale Tools und webbasierte Applikationen im Europahaus die Partizipation und Dokumentation von Arbeitsergebnissen unterstützen.

4.2 Interkulturelle Kommunikation: Das Kapitel beleuchtet, wie kulturelle Eigenheiten innerhalb multinationaler Gruppen bewusst thematisiert werden, um interkulturelle Kompetenzen zu fördern.

4.3 Resonanz: Hier wird das Modell der sozialen Resonanz und die Bedeutung von Rapport als Werkzeug zur Synchronisation und Leistungssteigerung in Arbeitsgruppen vorgestellt.

5 Risiken und Nebenwirkungen: Dieses Kapitel setzt sich kritisch mit den Herausforderungen und Gefahren wie Leistungsverlusten im Teamprozess auseinander.

5.1 Mögliche Verluste im Teamprozess: Es werden sozialpsychologische Phänomene wie „social loafing“ und „social facilitation“ sowie deren Auswirkungen auf die Motivation und Effizienz analysiert.

5.2 Unklarer Ausgang: Hier wird diskutiert, wie mit der Gefahr redundanter Inhalte und unklarer Fokussierung bei der freien Themenwahl der Teilnehmer konstruktiv umgegangen werden kann.

6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die Relevanz der NFE als komplementäre Bildungsform, die durch gezielte Interventionen ihre Risiken minimieren kann.

Schlüsselwörter

Non-Formal Education, Teamentwicklung, Sozialpsychologie, Gruppenprozesse, Kommunikation, Interkulturelle Kompetenz, Resonanz, Rapport, Digitale Bildung, Soziales Lernen, Europahaus Bad Marienberg, Partizipation, Gruppenpolarisation, Teambildung, Bildungsstätte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die praktische Umsetzung der Non-Formal Education (NFE) als Methode zur Förderung von Lernprozessen in Teams, insbesondere im Kontext von Jugendbegegnungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder umfassen die Definition der NFE, die Gestaltung interkultureller Kommunikation, den Einsatz digitaler Medien zur Unterstützung von Lerninhalten und die Analyse von Gruppendynamiken durch Resonanztheorien.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Der Autor möchte die Methodik und Philosophie der NFE anhand sozialpsychologischer Theorien transparent machen und aufzeigen, wie durch eine bewusste Steuerung der Gruppenprozesse optimale Lernergebnisse erreicht werden können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch sozialpsychologische Ansätze, etwa zu Gruppenprozessen, Kommunikation, Systemtheorie und Lernpsychologie, die auf die praktische Arbeit im Europahaus Bad Marienberg angewandt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Definitionsphase, die Untersuchung kommunikativer Strategien (einschließlich digitaler und interkultureller Aspekte) sowie eine kritische Analyse potenzieller Risiken und Schwächen im Teamprozess.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Non-Formal Education, Gruppenprozesse, interkulturelle Kommunikation, Resonanz, Rapport und soziale Leistungsbeeinflussung charakterisiert.

Wie trägt "Rapport" zur Teamdynamik bei?

Rapport ermöglicht durch das bewusste Spiegeln von Verhalten eine tiefere zwischenmenschliche Resonanz, die zu einer besseren Abstimmung der Teilnehmer untereinander führt und sogar "Flow-Zustände" begünstigen kann.

Wie geht das Europahaus mit digitalen Medien um?

Das Europahaus nutzt digitale Medien wie Edupad oder Kahoot als Werkzeuge, um eine demokratische, „bottom-up“ orientierte Seminarumsetzung zu fördern und die Partizipation der Jugendlichen zu erhöhen.

Welche Strategien werden gegen soziale Leistungsverluste empfohlen?

Der Autor empfiehlt eine bewusste Steuerung der Aufregung und die klare Herausstellung von Einzelleistungen, um negative Effekte wie das "Trittbrettfahren" zu minimieren und die Motivation hochzuhalten.

Wie wird mit der Gefahr einer "unklaren Fokussierung" umgegangen?

Wenn die freie Themenwahl der Teilnehmer zu einer zu starken Interpretation des Oberthemas führt, sollte der Teamer im Bedarfsfall durch "weiche Manipulation" unterstützend eingreifen.

Final del extracto de 14 páginas  - subir

Detalles

Título
Non-Formal Education. Wie man im Team besser lernt
Universidad
University of Koblenz-Landau  (Psychologie)
Autor
Tim Huyeng (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
14
No. de catálogo
V337862
ISBN (Ebook)
9783668275881
ISBN (Libro)
9783668275898
Idioma
Alemán
Etiqueta
Non-Formal Education Gruppenprozess Lernprozess Teamentwicklung Sozialpsychologie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Tim Huyeng (Autor), 2015, Non-Formal Education. Wie man im Team besser lernt, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/337862
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  14  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint