Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit Führungspersönlichkeiten, die in einem kreativwirtschaftlichen Betrieb arbeiten und kreative Leistungen von Einzelpersonen oder Teams managen. Durch Interviews sollen mehrere Fragen näher beleuchtet werden: Welche Führungsstile existieren in einer kreativen Organisation? Welche Ressourcen und Freiräume geben Führungskräfte ihren Mitarbeitern? Und wie kann das Vertrauen der Mitarbeiter nicht nur auf persönlicher Ebene gestärkt, sondern auch Loyalität zum Unternehmen und dessen Zielen aufgebaut werden?
Zur Beantwortung dieser Fragen wird aus der gelebten Praxis ein Einblick in die Rolle und Funktion von Führungspersönlichkeiten genommen. Die dabei gewonnenen Ergebnisse zeugen von einer Diversität und Komplexität der kreativen Führung. Sie dienen als erste Bestandsaufnahme über Motivation, Aufgaben, Herausforderungen und Nutzen. Allgemein gilt es zu zeigen, dass ein kreativer Führungsstil bestrebt ist, Personen zu vereinen, um etwas Neues zu schaffen.
Aus dem Inhalt:
- Kreativität und kreative Prozesse
- Darstellung von Führungsstilen
- Kreativwirtschaft und -management
- Führungspersönlichkeiten
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Ausgangspunkt
1.2 Fragestellung und Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Theoretischer Teil
2.1 Kreativität
2.2 Erweiterung des Kreativitätsbegriffs
2.3 Kreative Prozesse
2.4 Kreativwirtschaft
2.5 Führungsstil
2.6 Kreative Führung
2.7 Paradigmenwechsel
3. Empirischer Teil
3.1 Erkenntnisinteresse und Forschungsfrage
3.2 Methodisches Vorgehen
3.3 Erhebungsverfahren
3.3.1 Interviewtechnik
3.3.2 Fragebogen und Leitfaden
3.3.3 Auswahl der Interviewpartner/Interviewpartnerinnen
3.3.4 Durchführung der Interviews
3.4 Aufbereitungsverfahren
3.4.1 Transkription der Interviews
3.5 Auswertungsverfahren
3.6 Darstellung der Ergebnisse
3.6.1 Kategorie 1: Vorgeschriebene Kreativität
3.6.2 Kategorie 2: Offenheit
3.6.3 Kategorie 3: Freiraum
3.6.4 Kategorie 4: Querdenken
3.6.5 Kategorie 5: Miteinander
3.6.6 Kategorie 6: Wertschätzung
3.6.7 Kategorie 7: Führung und Orientierung
3.6.8 Kategorie 8: Mehrwert
3.7 Beantwortung der Forschungsfragen
3.7.1 Forschungsfrage 1
3.7.2 Forschungsfrage 2
3.7.3 Forschungsfrage 3
4. Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Masterarbeit untersucht Führungsstile in kreativwirtschaftlichen Betrieben, um förderliche Eigenschaften und Rahmenbedingungen zu identifizieren, die kreative Leistungen sowohl unterstützen als auch effektiv managen können. Im Fokus steht dabei die Rolle der Führungskraft als Impulsgeber in einem komplexen Arbeitsumfeld.
- Analyse der Kreativität als zentraler Faktor in modernen Organisationen
- Untersuchung der spezifischen Anforderungen in der Kreativwirtschaft
- Ableitung von Kriterien für eine "kreativfreundliche" Führung
- Evaluierung der Auswirkungen kreativer Führung auf Unternehmenserfolg und Mitarbeitermotivation
- Qualitative Erhebung durch Experteninterviews mit Führungspersönlichkeiten
Auszug aus dem Buch
2.1 Kreativität
Die meisten interessanten, bedeutungsvollen und menschlichen Phänomene, so Csikszentmihalyi (vgl. 1997, S. 9), sind Resultate der Kreativität.
Dabei ist die wissenschaftliche (systematische) Untersuchung der menschlichen Kreativität verhältnismäßig jung und wurde erst ab Mitte des 20. Jahrhunderts erforscht (vgl. Sternberg & Lubart, 1999, S. 3 und Brodbeck, 2006, S. 2) und besitzt bis zum heutigen Tag noch keine anerkannte Definition (vgl. de Bono, 1996, S. 2 und Amabile 1996, S. 17). Damit der zu Beginn noch recht unerforschte Begriff Kreativität zu einem gebräuchlichen Gegenstand von wissenschaftlichem Interesse werden konnte, brauchte es dementsprechende Veränderungen.
Eine dieser notwendigen Veränderungen war der Glaube, dass Kreativität eine Schöpfung Gottes oder eines spirituellen Wesens sei (vgl. Sternberg und Lubart 1999, S. 4f und Weisberg, 1989, S. 15). Diese Grundlage machte eine systematische und wissenschaftliche Betrachtung unmöglich (vgl. Vogt, 2010, S. 20) und wurde anhand neuer Naturwissenschaften und Techniken der Modernen des 15. und 16. Jahrhunderts gebrochen (vgl. Seliger, 2014, S. 2f und Vogt, 2010, S. 20ff).
Auch durch die Kultur- und Kreativleistungen der Renaissance konnte die Vorherrschaft des religiösen Feldes bzw. System unterbrochen werden, wie Albert & Runco (1999, S. 8) feststellen: „Early in the Renaissance a significant change in the view took place. At this historical moment the divine attribute of great artists and artisans was recognized and often emphasized as manifestly their own and not of divine origin” (ebd.).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt den Ausgangspunkt der Kreativitätsforschung, stellt die Forschungsfragen sowie das Ziel der Untersuchung dar.
2. Theoretischer Teil: Vermittelt grundlegende Definitionen zu Kreativität, kreativen Prozessen, der Kreativwirtschaft, sowie verschiedenen Führungsstilen und dem Konzept des Paradigmenwechsels.
3. Empirischer Teil: Dokumentiert das methodische Vorgehen, die Erhebung mittels Experteninterviews sowie die Auswertung und Kategorisierung der Ergebnisse nach Mayring.
4. Zusammenfassung und Ausblick: Fasst die Kernergebnisse der Untersuchung zusammen und gibt Handlungsempfehlungen für Führungskräfte in kreativen Organisationen.
Schlüsselwörter
Kreativität, Kreativwirtschaft, Führungsstil, kreative Führung, Innovationsmanagement, Unternehmenskultur, qualitative Inhaltsanalyse, Experteninterviews, Problemlösung, Paradigmenwechsel, Mitarbeiterführung, Motivationsfaktoren, soziale Kompetenzen, Prozessmanagement, Wertschätzung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit Führungspersönlichkeiten in Unternehmen der Kreativwirtschaft und untersucht, welche Führungsstile kreative Prozesse von Einzelpersonen und Teams fördern.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Themen sind Kreativitätsforschung, moderne Führungstheorien, die spezifischen Dynamiken der Kreativwirtschaft sowie qualitative Sozialforschung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, Merkmale und Qualitäten einer "kreativfreundlichen" Unternehmenskultur zu identifizieren und förderliche Kriterien für Führungskräfte abzuleiten, die kreative Leistungen managen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wurde eine qualitative Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring angewandt, basierend auf sieben leitfadengestützten Experteninterviews.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Rahmen zu Kreativität und Führung sowie einen empirischen Teil, in dem Interviewdaten in Kategorien wie "Freiraum", "Offenheit" und "Querdenken" analysiert werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kreativwirtschaft, Führungsstil, Innovationsmanagement, Paradigmenwechsel und qualitative Analyse bestimmt.
Welche Bedeutung hat der Begriff "Vorgeschriebene Kreativität" im Kontext der Ergebnisse?
Dieser Begriff beschreibt, dass Kreativität in der Wirtschaft oft durch Kundenanforderungen und wirtschaftliche Rahmenbedingungen kanalisiert wird, was einen Spagat zwischen künstlerischer Freiheit und Dienstleistungsdruck erfordert.
Wie gehen Führungskräfte in der Kreativwirtschaft mit Fehlern um?
Die Untersuchung zeigt, dass Fehler als Lernchance begriffen werden. Eine offene Kommunikationskultur, in der Fehler besprochen werden, ist essenziell für die Weiterentwicklung kreativer Prozesse.
- Citation du texte
- Kurt Arbter (Auteur), 2015, Führungspersönlichkeiten in kreativwirtschaftlichen Betrieben. Diversität und Komplexität der kreativen Führung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/337869