Der Zeitungsdruck. Medien nutzen und reflektieren (Deutsch 8. Klasse Gymnasium)


Unterrichtsentwurf, 2015
17 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

A Teasertext

B Analysen der Unterrichtsgestaltung
1. Sachanalyse
1.1 Der Zeitungsdruck
1.2 Analyse der verwendeten Links
2. Didaktische Analyse
2.1 KMK Bildungsstandards
2.2 Kompetenzen
2.3 Lehrplanbezug
2.4 Gegenwartsbezug
3. Methodische Analyse
3.1 Einstieg in das Thema
3.2 Sequenzplan
3.3 Arbeitsaufträge
3.4 Ausblick für weitere Stunden

C Literaturverzeichnis

D Analysen der Filmsequenz
1. Sequenz MOV001
2. Sequenz MOV001: 0:00 – 0:37
3. Sequenz MOV002: 0:44 – 1:20
4. Sequenz MOV002: 1:20 – 1:50

A Teasertext

Dieser Unterrichtsentwurf ist für die 8. Klasse eines bayerischen Gymnasiums konzipiert. Er beinhaltet das Thema Zeitungsdruck, welches unter dem Punkt D 8.5 Medien nutzen und reflektieren des bayerischen Lehrplans[1] fällt.

Die Schüler sollen hierbei zunächst einen Eindruck gewinnen, wie eine Zeitung gedruckt wird. Dazu wird ein kurzer Film gezeigt, alternativ kann natürlich auch eine Druckerei besucht werden. Ein Arbeitsblatt mit Fragen zum Film, welches anschließend gemeinsam besprochen wird, soll die Aufmerksamkeit der Schüler gewähren.

Als zweiten Arbeitsschritt zu dieser Unterrichtseinheit sollen die Schüler durch eigene Internetrecherchen Informationen zur Geschichte des Zeitungsdrucks herausfinden. Als Hilfestellung hat die Lehrkraft bereits Links angegeben. Die Schüler werden hierbei in kleinere Arbeitsgruppen eingeteilt, um gemeinsam die Aufgabe zu erfüllen. Anschließend werden auch hier die Ergebnisse vorgestellt und gemeinsam besprochen.

Einen Erwartungshorizont wird dieser Arbeit beigefügt. Dabei lässt sich erkennen, dass diese Unterrichtseinheit Potential für weitere Stunden hergibt, die auch Fächerübergreifend gestaltet werden können. Eine Absprache mit Lehrkräften anderer Fächer wäre hierbei sinnvoll. Diese weiterführenden Erkenntnisse sollten aus den Ergebnissen der Schüler erkennbar sein, um das volle Potential der Thematik erschöpfen zu können. Die Lehrkraft hilft, sofern nötig, bei der Findung von den implizit gewünschten Ergebnissen nach und regt so zur Diskussion an.

Die konzipierte Unterrichtsstunde ist weitestgehend auf Freiarbeit ausgelegt. Der Lehrer hält sich hierbei eher im Hintergrund, steht jedoch für Fragen und Hilfestellung bereit. Die Schüler sollen so nicht nur die gestellten Aufgaben lösen, sondern auch ihr Zeitmanagement, Teamwork und Nutzung von Medien üben.

B Analysen der Unterrichtsgestaltung

1. Sachanalyse

In der folgenden Sachanalyse wird zunächst die Herstellung sowie die Geschichte des Zeitungsdrucks kurz erläutert und anschließend die für die Schüler zur Hilfe bereitgestellten Links kommentiert und erklärt. Wie schon im Teasertext beschrieben dienen diese Links als Hilfestellung für die Schüler, Informationen zur Geschichte des Zeitungsdrucks im Netz zu finden. So soll sichergestellt werden, dass qualifizierte Websites mit verlässlichen Quellen genutzt werden. Dennoch steht es den Schülern frei, auch weitere Quellen zu suchen.

1.1 Der Zeitungsdruck

In diesem Abschnitt wird kurz die Geschichte des Zeitungsdrucks umrissen sowie das heutige Druckverfahren erklärt, um das nötige Vorwissen für die Lehrkräfte, die diese Unterrichtseinheit nutzen wollen, zu vermitteln. Die Informationen stammen aus den verwendeten Links, die die Schüler für ihre Recherche nutzen sollen.

Als erste Vorläufer von Zeitungen kamen zwischen 1568 und 1605 Fuggerzeitungen auf, was handschriftliche Nachrichten, die vom Handelshaus der Fugger in Augsburg veröffentlich wurden, auf. Mitte des 15. Jahrhunderts erfand Johannes Gutenberg den Druck mit beweglichen Lettern, was der Durchbruch für den Buchdruck bedeutet. Neben Büchern wurden auch zeitungsähnliche Medien gedruckt, sogenannte Einblattdrucke. Dies waren einseitig bedruckte Blätter, teils mit ergebnisbezogenen Bildern, um auch der nicht-lese bemächtigten Bevölkerung Informationen zu vermitteln. Diese nicht periodisch erschienenen Blätter wurden auf einer Buchdruckpresse gedruckt. Erst 1650 wurde in Leipzig zum ersten Mal eine Zeitung veröffentlicht, die sechsmal die Woche erschien. Knapp 50 Jahre später, 1702, erschien in London der „Daily Courant“, eine Tageszeitung, die die Aufgabe eines Veranstaltungskalenders inne hatte. Da weder das Radio noch das Fernsehen erfunden waren, hatte die Zeitung eine enorm wichtige Rolle der Informationsvergabe. 1812 erfand der deutsche Buchdrucker Friedrich Koenig die Zylinderdruckmaschine. Ein neues Zeitalter in der Geschichte des Zeitungsdrucks begann. Nur zwei Jahre später erschien mit der Londoner „Times“ die erste Tageszeitung weltweit, die auch heute noch von Präsenz ist. Die schwedische Zeitung „Postoch Inrikes Tidningar“ ist die heute älteste noch erscheinende Zeitung der Welt. 1846 erfand der Amerikaner Richard March Hoe die Rotationsdruckmaschine, welche konstant weiterentwickelt wurde. Schon bald konnten bis zu 20.000 Zeitungen in einer Stunde gedruckt werden. Schließlich erfand Hoe 1870 eine Rotationsdruckmaschine, die beide Seiten in einem Durchgang bedruckte. Dadurch wurde das Verfahren des Zeitungsdrucks noch effizienter. Fast hundert Jahre später erschien das erste Fotosetzgerät auf dem Markt und löste damit den Bleisatz bis 1967 nahezu vollständig ab. Die letze große Änderung gab es in den 1970er Jahren, als der Zeitungsdruck zunehmend in den sog. Offsetdruck überging. Hierbei werden die Druckvorlagen auf einem Film benötigt. Die Bezeichnung Offset bedeutet, dass die Druckfarbe zweimal übertragen wird, einmal von der Druckplatte auf ein Gummituch und schließlich von dem Gummituch auf das Zeitungspapier. Als Basis für den Offsetdruck ist die Lithografie, die deutlich flexibler und kostengünstiger arbeitet. Heute werden die Zeitungen mit Rollenoffsetmaschinen bedruckt. In den 1990er Jahren wurde die elektronische Computer-to-Plate-Technologie, kurz CTP, entwickelt. Hierbei wurde das Kopierverfahren des Offsetdrucks abgelöst, da die Bebilderung der Druckplatte unmittelbar mit den Daten aus dem Computer in einem Belichter stattfindet, ohne dass zuerst ein Film erstellt wird. Seit 2008 ist die Computer-to-Press-Technologie auf dem Markt, die auch als Direct Imaging bezeichnet wird. Hierbei findet die Bebilderung der Druckplatten unmittelbar in der Druckmaschine statt. Die Hochzeit der Zeitungen schien vorbei als die neuen Medien, Fernsehen und Radio aufkamen und eine informative Funktion hatten. Weiterhin wurden viele bekannte und wichtige Zeitungen in der Zeit des Nationalsozialismus aufgrund der so genannten „Arisierung“ verboten. Zudem verbreiteten Zeitungen das Ideengut der Nationalsozialisten und Diktaturen, doch auch der Demokratie und der Aufklärung. Schließlich drückte das Aufkommen des Internets die Priorität der Zeitungen. Mittlerweile ergänzen deshalb viele Zeitungen ihre Nachrichten auf ihrer persönlichen Internetpräsenz und lenken so doch noch die Aufmerksamkeit auf sich. Doch auch heute noch ist die Zeitung das beliebteste Medium, wenn es um Informationen in gedruckter Form geht.

1.2 Analyse der verwendeten Links

In diesem Abschnitt werden die verwendeten Links kurz analysiert. Dabei werden vor allem Struktur, Länge und Inhalt der Artikel beachtet, aber auch die Aufmachung der Website wird kurz beschrieben.

1.2.1 Kurzfilm „So kommt die Zeitung aufs Papier“

[2] Der Kurzfilm „So kommt die Zeitung aufs Papier“ lässt sich auf dem 2005 gegründeten Videoportal YouTube ansehen. Das Video wurde am 08.03.2013 veröffentlicht und ist damit relativ aktuell. Der Kurzfilm ist 6:16 Minuten lang und zeigt in einer Druckerei den Ablauf eines Zeitungsdrucks. Alternativ kann zu diesem Themenkomplex auch eine echte Druckerei besucht werden. Die für diesen Unterrichtsversuch verwendete Methode spart jedoch Zeit und ist ohne viel Aufwand leicht umsetzbar.

1.2.2 Deutsche Tageszeitungen. Fachinformationen zum Zeitungsdruck

Dieser Artikel ist mit 888 Wörtern der längste der dreien und entspricht damit ca. 3 DIN A4 Seiten. Bei sorgfältigem Lesen inkl. Notizen benötigt der Schüler ungefähr 10 Minuten. Der Artikel ist in drei Gliederungspunkte unterteilt:[3]

1. Fachinformationen zum Zeitungsdruck
1.1 Die Geschichte des Zeitungsdrucks
1.2 Die Druckform beim Zeitungsdruck
1.3 Der Standard beim Zeitungsdruck

Der wichtigste Abschnitt für den Arbeitsauftrag um die Geschichte des Zeitungsdrucks zu erläutern, umfasst dabei jedoch nur 469 Wörter, also ca. 1,5 DIN A4 Seiten. Die anderen beiden Gliederungspunkte wurden in dem zuvor gesehenen Kurzfilm bereits besprochen. Auch lassen sich auf der Website weitere Artikel zum Thema Zeitung finden, wie zum Beispiel Übersicht Formate von Zeitungsartikeln[4], Trips und Tricks für die Abizeitung[5] oder Tipps für Pressefotos[6]. So können interessierte Schüler auch weitere Artikel zum Thema lesen.

Die Website besticht durch ein ordentliches und strukturiertes Aufmachen, doch leider wird an einigen Stellen durch Hinweise für Werbung abgelenkt. Die Werbung bezieht sich zwar auf die Thematik des Zeitungsdrucks, dennoch kann sie Schüler zum „rumsurfen“ animieren. Leider ist es jedoch heutzutage kaum noch Möglich, Websites ohne Werbung zu finden. Auf der rechten Seite der Website findet sich ein Punkt Letzte Beiträge sowie Menü, unter denen es weitere interessante Artikel zum Thema Zeitung und Medien, wie zum Beispiel Tipps für eine sinnvolle und strukturierte Recherche oder Der Beruf als Journalist gibt. Auch hier können sich Schüler weiter informieren.

1.2.3 Zeitungsdrucker. Die Geschichte des Zeitungsdrucks

Der Artikel hat 261 Wörter und entsprich damit ca. dreiviertel einer DIN A4 Seite. Der Schüler wird für den Artikel inkl. Notizen ungefähr 5 Minuten brauchen.[7]

Der Artikel berichtet kurz und knapp über die Entstehung des Zeitungsdrucks. Auf technische Verfahren wird hierbei nicht eingegangen, auch wird in diesem Artikel an Jahreszahlen und Gründernamen gespart. Der Fokus liegt vielmehr auf der Entwicklung des Drucks durch die Jahrhunderte und die wichtigsten Neuerungen im Zeitungsdruck.

Die Website erscheint sehr ordentlich und seriös, es wird keinerlei Werbung eingeblendet und ist übersichtlich gestaltet. Auch hier findet sich auf der rechten Seite ein Menüpunkt Recent Posts, unter dem man weitere Artikel zum Zeitungsdruck, wie zum Beispiel Der Zeitungsdruck hat eine lange Tradition oder Zeitungsdruck bringt hohe Qualität finden kann. Auch diese Artikel können von interessierten Schülern gelesen und in ihre Lösung eingearbeitet werden.

[...]


[1] ISB Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung München, Lehrplan des achtstufigen Gymnasiums Bayern, Jahrgangsstufe 5 – 12, Deutsch.

[2] https://www.youtube.com/watch?v=spG71kksO-Q, (Stand: 10.12.2014).

[3] http://www.deutsche-tageszeitungen.de/pressefachartikel/fachinformationen-zum-zeitungsdruck/, (Stand: 10.12.2014).

[4] http://www.deutsche-tageszeitungen.de/pressefachartikel/uebersicht-formate-von-zeitungsartikeln/, (Stand: 10.12.2014).

[5] http://www.deutsche-tageszeitungen.de/pressefachartikel/tipps-und-tricks-fuer-die-abizeitung/, (Stand: 10.12.1014).

[6] http://www.deutsche-tageszeitungen.de/pressefachartikel/tipps-fuer-pressefotos/, (Stand: 10.12.2014).

[7] https://zeitungsdrucker.wordpress.com/2011/05/01/die-geschichte-des-zeitungsdrucks/, (Stand: 10.12.2014).

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Der Zeitungsdruck. Medien nutzen und reflektieren (Deutsch 8. Klasse Gymnasium)
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften)
Autor
Jahr
2015
Seiten
17
Katalognummer
V338006
ISBN (eBook)
9783668280373
ISBN (Buch)
9783668280380
Dateigröße
608 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Unterrichtsentwurf, 8.Klasse Gymnasium, Zeitungsdruck, Deutsch
Arbeit zitieren
Miryam Besant (Autor), 2015, Der Zeitungsdruck. Medien nutzen und reflektieren (Deutsch 8. Klasse Gymnasium), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/338006

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