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Das Deutsche Historische Museum. Die ständige Ausstellung

Titre: Das Deutsche Historische Museum. Die ständige Ausstellung

Essai , 2010 , 5 Pages , Note: 1,2

Autor:in: Magister Daniel Macher (Auteur)

Sciences du musée, Muséologie
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Im Juni 2006 öffneten sich nach dem großen Umbau des Berliner Zeughauses, die Pforten des Deutschen Historischen Museums (DHM) und somit zur dauerhaften Ausstellung. Die Ziele und Erwartungen zu dieser Ausstellung waren groß, immerhin ging es hierbei um die Konzeption einer historisch-kritischen Darstellung von 2000 Jahren deutscher Geschichte. Seitdem strömen konstant bis zu 8000 Besucher täglich in das Museum, um die rund 800.000 Exponate zu besichtigen. Im ersten Jahr nach der Eröffnung konnte man 700.000 Besucher zählen. Eine Zahl, die jegliche Hoffnungen und Erwartungen aller Beteiligten weit übertroffen hat.

Als die Bundesregierung Anfang der 80er Jahre mit der Konzeption eines Museums begann, das die komplette Geschichte der Deutschen darstellen sollte, wurde die Planung von kritischen Stimmen begleitet. Insbesondere der damalige Bundeskanzler, Helmut Kohl und die Kommission, welche aus einer Gruppe Historiker, Museumsdirektoren und Kunsthistorikern bestand, musste sich gegen den Vorwurf wehren.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Das Deutsche Historische Museum

1.1 Die ständige Ausstellung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die Konzeption und Vermittlungsweise der ständigen Ausstellung des Deutschen Historischen Museums (DHM) in Berlin. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob es dem Museum gelingt, eine historisch-kritische Gesamtdarstellung der deutschen Geschichte zu bieten oder ob die gewählte chronologische Präsentation und das enorme Exponate-Überangebot den Besucher überfordern und zu einer oberflächlichen Wahrnehmung führen.

  • Analyse der musealen Vermittlung von 2000 Jahren deutscher Geschichte.
  • Kritische Würdigung der chronologischen Ausstellungsarchitektur versus thematische Vertiefung.
  • Untersuchung der Diskrepanz zwischen dem Anspruch auf eine „neutrale“ Darstellung und der Notwendigkeit geschichtswissenschaftlicher Kontroversen.
  • Evaluation des Besuchererlebnisses angesichts der enormen Objektfülle.
  • Reflektion über die Rolle von Museen bei der Vermittlung komplexer historischer Zusammenhänge.

Auszug aus dem Buch

Die ständige Ausstellung

Im Juni 2006 öffneten sich nach dem großen Umbau des Berliner Zeughauses, die Pforten des Deutschen Historischen Museums (DHM) und somit zur dauerhaften Ausstellung. Die Ziele und Erwartungen zu dieser Ausstellung waren groß, immerhin ging es hierbei um die Konzeption einer historisch-kritischen Darstellung von 2000 Jahren deutscher Geschichte. Seitdem strömen konstant bis zu 8000 Besucher täglich in das Museum, um die rund 800.000 Exponate zu besichtigen. Im ersten Jahr nach der Eröffnung konnte man 700.000 Besucher zählen. Eine Zahl, die jegliche Hoffnungen und Erwartungen aller Beteiligten weit übertroffen hat.

Als die Bundesregierung Anfang der 80er Jahre mit der Konzeption eines Museums begann, das die komplette Geschichte der Deutschen darstellen sollte, wurde die Planung von kritischen Stimmen begleitet. Insbesondere der damalige Bundeskanzler, Helmut Kohl und die Kommission, welche aus einer Gruppe Historiker, Museumsdirektoren und Kunsthistorikern bestand, musste sich gegen den Vorwurf wehren, die Musealisierung der deutschen Vergangenheit könne dazu führen, Fehlentwicklungen und Verbrechen in der Geschichte der Deutschen zu relativieren. Im Rahmen des Historikerstreits 1986/87 kam die Frage hinzu, ob ein Museum für deutsche Geschichte, nicht als Nährboden für einen neuen Nationalismus dienen könnte. Bis heute gibt es jedoch keine Anzeichen, dass sich diese Vorwürfe bewahrheitet hätten. Ob es dem DHM jedoch gelungen ist eine Gesamtdarstellung der deutschen Geschichte zu konzipieren und umzusetzen, ist nach wie vor eine Frage an der sich die Geister scheiden.

Zusammenfassung der Kapitel

Das Deutsche Historische Museum: Einleitende Betrachtung der Entstehungsgeschichte des Museums unter Berücksichtigung politischer Debatten und der hohen Besucherresonanz.

Die ständige Ausstellung: Kritische Analyse der musealen Konzeption, die das Problem der Informationsflut und das Versäumnis aufzeigt, den Besucher aktiv in aktuelle geschichtswissenschaftliche Kontroversen einzubinden.

Schlüsselwörter

Deutsches Historisches Museum, DHM, ständige Ausstellung, deutsche Geschichte, Musealisierung, Geschichtsvermittlung, Herrschergeschichte, Historikerstreit, Museumsplanung, chronologische Darstellung, Exponate, historische Kontroversen, Museumspädagogik, Identitätsstiftung, Geschichtsbewusstsein.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Analyse der ständigen Ausstellung des Deutschen Historischen Museums (DHM) und untersucht, wie erfolgreich das Museum 2000 Jahre deutsche Geschichte vermittelt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die museale Konzeption, der Umgang mit geschichtswissenschaftlichen Kontroversen und die Problematik einer chronologischen Gesamtdarstellung angesichts einer riesigen Exponate-Anzahl.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die kritische Evaluation, ob das DHM den eigenen Anspruch erfüllt, den Besucher zur eigenen Auseinandersetzung mit der Geschichte anzuregen, ohne dabei in belehrende Muster zu verfallen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine analytisch-kritische Methode, bei der die theoretische Gründungskonzeption des Museums mit der tatsächlichen Ausstellungsrealität und rezeptionsästhetischen Fragen abgeglichen wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Struktur der Ausstellung, dem Überangebot an Objekten, der mangelnden Einbindung von Forschungskontroversen und der Problematik der traditionellen Herrschergeschichte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Geschichtsvermittlung, Musealisierung, DHM, deutsche Geschichte, Herrschergeschichte und historische Kontroversen.

Warum sieht der Autor die „neutrale“ Darstellung des DHM problematisch?

Der Autor argumentiert, dass eine rein neutrale Darstellung den Besucher nicht herausfordert und ihm die notwendigen Impulse fehlt, um verschiedene Sichtweisen und existierende Forschungsdebatten zu begreifen.

Welchen Einfluss haben die sogenannten „Vertiefungsräume“ auf das Besuchererlebnis?

Laut dem Autor wirken die Vertiefungs- und Themenräume eher irritierend und überfordernd, da sie das ohnehin schon durch die Exponate-Menge überlastete Besuchererlebnis weiter verkomplizieren statt zu helfen.

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Résumé des informations

Titre
Das Deutsche Historische Museum. Die ständige Ausstellung
Université
University of Hamburg  (Historisches Seminar)
Cours
Das Deutsche Historische Museum
Note
1,2
Auteur
Magister Daniel Macher (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
5
N° de catalogue
V338022
ISBN (ebook)
9783668274686
ISBN (Livre)
9783668274693
Langue
allemand
mots-clé
deutsche historische museum ausstellung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Magister Daniel Macher (Auteur), 2010, Das Deutsche Historische Museum. Die ständige Ausstellung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/338022
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