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Interkulturelles Kompetenztraining im Rahmen migrations- und integrationsbezogener ehrenamtlicher Arbeit

Titre: Interkulturelles Kompetenztraining im Rahmen migrations- und integrationsbezogener ehrenamtlicher Arbeit

Thèse de Master , 2014 , 105 Pages

Autor:in: Aliz Müller (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie interculturelle
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Résumé Extrait Résumé des informations

Interkulturelle Kompetenz ist in unserer globalisierten Welt, in der wir leben, zu einem wichtigen Schlagwort geworden. Ob in der Großindustrie, Stadtverwaltung oder der Sozialarbeit, in den Bewerbungen und in der Arbeitswelt wird interkulturelle Kompetenz gefordert. In den letzten Jahren wurden verschiedene Initiativen und Projekte gestartet, die speziell auf das Thema Interkulturelle Kompetenz im Ehrenamt ausgerichtet sind.

Bisher wurde die interkulturelle Bildung und Fortbildung von in der Integrationsarbeit tätigen Ehrenamtlichen kaum thematisiert. Sie treffen in ihren Arbeitsfeldern in unterschiedlichen Situationen auf andere Menschen, deren kulturelle Prägungen und Lebensvorstellungen sich von den eigenen sehr unterscheiden. Die unterschiedlichen Vorstellungen von Werten und Normen sowie Sprachbarrieren können leicht zu Konflikten führen. Daher ist die Ausarbeitung eines speziell auf diese Zielgruppe ausgerichteten Konzeptes für interkulturelles Kompetenztraining unerlässlich. Ehrenamtliche Mitarbeiter spielen in der Integrationsarbeit eine tragende Rolle. Ohne ihr Engagement wäre das gesellschaftliche Zusammenleben in einer Kommune undenkbar.

Was muss man bei der Konzeption von interkulturellen Kompetenztrainings für Ehrenamtliche in der Integrationsarbeit beachten? Welche Rolle spielt Interkulturelle Kompetenz im Bereich der ehrenamtlichen Integrationsarbeit? Meine Masterarbeit soll verschiedene Aspekte aufzeigen, die bei einem interkulturellen Kompetenztraining für Ehrenamtliche in der Integrationsarbeit berücksichtigt werden müssen. In der Relation zum Kompetenztraining für andere Bereiche soll gezeigt werden, welche grundlegenden Unterschiede bestehen und wie sie für diesen speziellen Bereich modifiziert werden können. Dabei muss die Komplexität der Definition von „Kultur“ und „Interkulturalität“ berücksichtigt werden und auf die besonderen Eigenschaften von bürgerschaftlichem Engagement eingegangen werden. Die Zielgruppe ihrer Arbeit, die Gruppe der Zuwanderer sowie die mit der Integrationsarbeit verbundenen Herausforderungen müssen bei der Untersuchung ebenfalls mitbedacht werden.

Mit der vorliegenden Arbeit soll ein Anstoß für weitere Überlegungen im Feld des interkulturellen Kompetenztrainings für Ehrenamtliche in der Integrationsarbeit gegeben werden – einem Feld, das bisher in der Theorie noch nicht behandelt wurde.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Aufbau der Arbeit

2. Kultur - eine problematisierende Betrachtung

2.1 Der Versuch einer Definition

2.1.1 Rückblick

2.1.2 ‚Kultur’ in der Gegenwart

2.2 Drei kulturtheoretische Konzepte

2.2.1 Multikulturalität

2.2.2 Interkulturalität

2.2.3 Transkulturalität

2.3 Kritische Auseinandersetzung mit Kultur

2.3.1 Die Kritik der „Kulturalisierung“

2.4 Doch Kultur? - Dilemma „zwischen Thematisierung und Dethematisierung von Kultur“

3. Interkulturelle Kompetenz

3.1 Entstehung in Deutschland

3.2 Definition und Reflexion

3.3 Differenz und Fremdheit

3.4 Intersektionalität und Diversitätsbewusstheit

3.5 Interkulturelle Kompetenz und Integration

4. Formen und Angebote interkultureller Trainings

4.1 Komponenten Interkultureller Kompetenz

4.2 Interkulturelle Kompetenz als Lernprozess

4.3 Wie kann man Interkulturelle Kompetenz messen?

4.4 Interkulturelle Kompetenztrainings zur Förderung internationaler Beziehungen

4.4.1 Kulturstandards (Alexander Thomas)

4.4.2 Kulturdimensionen (Geert Hofstede)

4.5 Interkulturelle Kompetenztrainings in multikulturellen Gesellschaften

4.6 Zusammenfassung und Vergleich

5. Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement

5.1 Definition und Vergleich

5.2 Struktureller Wandel und dessen Auswirkung

5.3 Das Verhältnis von Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen

5.4 Ehrenamt und Integration

6. Ehrenamtliche Integrationsarbeit

6.1 Begriffsklärung

6.2 Kommunale Integrationsarbeit

6.3 Ehrenamtliche Akteure in der Integrationsarbeit

6.3.1 Zielgruppen der Ehrenamtlichen in der Integrationsarbeit

6.3.2 Verschiedene Wege zur Förderung von Integration

6.3.3 Interkulturelle Kompetenz und Integration

6.4 Interkulturelle Kompetenztrainings für Ehrenamtliche

6.4.1 Wozu interkulturelle Kompetenztrainings für Ehrenamtliche in der Integrationsarbeit?

6.5 Zusammenfassung

7. Anregungen zu interkulturellen Kompetenztrainings für Ehrenamtliche in der Integrationsarbeit

7.1 Drei Beispiele aus der Praxis

7.1.1 Beschreibung

7.1.2 Analyse und Vergleich

7.2 ‚Kompetente’ interkulturelle Kompetenz?

7.2.1 Die Frage nach der Zielgruppe

7.2.2 Der Alltag als Ort des Lernens

7.2.3 Umgang mit Kultur

7.2.4 Umgang mit Differenz

7.2.5 Thematisierung von Machtverhältnissen

7.2.6 Verwendbarkeit von Modellen und Methoden

7.2.7 Komponenten von IK

7.2.8 Kompetente Trainerinnen und Trainer

Vielfalt braucht interkulturelle Kompetenz

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Relevanz und Konzeption von interkulturellen Kompetenztrainings für ehrenamtliche Akteure in der Integrationsarbeit. Das primäre Ziel ist es, ein wissenschaftlich fundiertes und praxisorientiertes Verständnis für interkulturelle Bildung in diesem spezifischen Bereich zu entwickeln, um die Effektivität und Validität der Trainingsangebote zu erhöhen.

  • Kritische Analyse des Kulturbegriffs und dessen Bedeutung in der Integrationspraxis.
  • Untersuchung der Anforderungen an interkulturelle Kompetenz in pluralen Gesellschaften.
  • Vergleich von Trainingskonzepten aus dem Unternehmenssektor mit Angeboten der sozialen Arbeit.
  • Reflexion der Rolle und Motivation von Ehrenamtlichen in der Integrationsarbeit.
  • Entwicklung von Empfehlungen für eine zielgruppengerechte Konzeption von Kompetenztrainings.

Auszug aus dem Buch

2 Kultur – eine problematisierende Betrachtung

Der Grund, warum gleich am Anfang der Arbeit ein Versuch der Definition des Begriffs Kultur gemacht wird, ist, dass in den Begegnungen im interkulturellen Kontext und damit auch in den interkulturellen Kompetenztrainings am Anfang immer DIE KULTUR steht. Die Kultur der Institution, die das Training anbietet, eingebettet in der Kultur der jeweiligen Gesellschaft, die Kultur der Trainer, die Kultur der Teilnehmer und deren Vorstellungen über Kultur und Kultur als zentrales Thema des Trainings.

Die Motivation der Teilnehmer, ein interkulturelles Kompetenztraining zu belegen, ist oft, dass sie mehr über andere Kulturen erfahren und lernen möchten, um mit ihnen besser umgehen zu können.

Den Begriff „Kultur“ in all seinen Facetten zu definieren ist eine nahezu unmögliche Aufgabe. Das liegt einerseits darin, dass der Begriff seit der Antike eine enorme Entwicklung in der Bedeutung erfahren hat, anderseits aber auch darin, dass die verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen von unterschiedlichen Ebenen auf den Begriff blicken. Dabei ist sowohl die Herangehensweise zu betrachten als auch die unterschiedlichen Kontexte.

Nicht zu vernachlässigen ist die Bedeutung des Kulturbegriffs im Alltag. Dies steht bis heute in einer Diskrepanz dazu, wie sie in den (kultur)wissenschaftlichen Theorien verwendet wird. Frage man hundert Menschen auf der Straße, was für sie Kultur bedeutet, würde man hundert verschiedene Antworten bekommen. Für den einen ist Kultur das, was man in der Kunst, in Literatur, Musik oder Theater antrifft, für den anderen sind es Essgewohnheiten, Mode, Bräuche oder Sitten, für jemand weiteren sind es Verhaltensweisen und Bildungsniveau. Diese verschiedenen Bereiche des Lebens werden unter dem Begriff Kultur eingeordnet. Sie zeichnen sich durch eine relative Stabilität aus. Menschen erscheinen dabei sowohl als Träger als auch Stifter von Kultur. Keine Definition ist vollkommen falsch. Entscheidend dabei ist, dass Kultur in der breiten Öffentlichkeit immer noch als etwas Abgeschlossenes, Statisches aufgefasst wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung interkultureller Kompetenz und legt den Aufbau der Arbeit dar, die den Kulturbegriff sowie Trainingskonzepte im ehrenamtlichen Kontext untersucht.

2. Kultur - eine problematisierende Betrachtung: Dieses Kapitel hinterfragt den Kulturbegriff kritisch und diskutiert die Diskrepanz zwischen wissenschaftlichen Theorien und dem alltäglichen Verständnis von Kultur.

3. Interkulturelle Kompetenz: Es wird die Entstehung und Definition interkultureller Kompetenz im deutschen Diskurs analysiert, wobei besonders die Aspekte Differenz, Fremdheit und Intersektionalität hervorgehoben werden.

4. Formen und Angebote interkultureller Trainings: Das Kapitel vergleicht verschiedene Trainingsansätze, insbesondere zwischen dem Unternehmenssektor und Ansätzen für die Integrationsarbeit, und hinterfragt deren Messbarkeit.

5. Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement: Hier werden Definitionen und der strukturelle Wandel des Ehrenamtes sowie dessen Verhältnis zur hauptamtlichen Arbeit analysiert.

6. Ehrenamtliche Integrationsarbeit: Dieses Kapitel fokussiert auf die Rolle ehrenamtlicher Akteure in der Integrationsarbeit, ihre Zielgruppen und die Notwendigkeit fachlicher Fortbildungen.

7. Anregungen zu interkulturellen Kompetenztrainings für Ehrenamtliche in der Integrationsarbeit: Basierend auf Praxiserfahrungen werden konkrete Empfehlungen für die Konzeption von Trainings entwickelt, die über starre Modelle hinausgehen.

Schlüsselwörter

Interkulturelle Kompetenz, Ehrenamt, Integrationsarbeit, Kultur, Diversität, Intersektionalität, Kompetenztraining, Zivilgesellschaft, Migrationspädagogik, Selbstreflexion, Machtverhältnisse, Partizipation, Identität, Soziale Arbeit, Integrationsförderung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption und Effektivität von interkulturellen Kompetenztrainings, die speziell auf die Bedürfnisse von Ehrenamtlichen in der migrations- und integrationsbezogenen Arbeit zugeschnitten sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen die theoretische Reflexion des Kulturbegriffs, die Analyse von interkultureller Kompetenz, die Dynamik ehrenamtlichen Engagements sowie die praktische Gestaltung von Fortbildungsmaßnahmen.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass herkömmliche Trainingsmodelle, die oft aus dem Unternehmenssektor entlehnt sind, für Ehrenamtliche in der Integrationsarbeit unzureichend sein können, und stattdessen einen stärker diversitätsbewussten und reflexiven Ansatz zu fordern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer vergleichenden Untersuchung von interkulturellen Kompetenztrainings, an denen die Autorin selbst teilgenommen hat (Praxisreflexion).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Konzepte von Kultur und Interkulturalität, vergleicht unterschiedliche Trainingsformen und erörtert die spezifischen Herausforderungen und Rahmenbedingungen ehrenamtlicher Arbeit in einer von Migration geprägten Gesellschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Interkulturelle Kompetenz, Ehrenamt, Integrationsarbeit, Intersektionalität und Selbstreflexion geprägt.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen "altem" und "neuem" Ehrenamt?

Die Autorin beschreibt den Wandel vom eher langfristigen, kontinuierlichen und verbindlichen "alten" Ehrenamt hin zu einem heute "neuen" Ehrenamt, das projektorientiert, themenspezifisch und flexibler gestaltet ist.

Warum hält die Autorin den "Blick auf sich selbst" für wichtig?

Weil die eigene Person in interkulturellen Begegnungen die Konstante bleibt. Eine gesteigerte Selbstreflexion der eigenen sozialen und kulturellen Prägungen ermöglicht einen offeneren Umgang mit Differenzen.

Welche Rolle spielen Machtverhältnisse in der Integrationsarbeit?

Die Autorin betont, dass diese unverzichtbar thematisiert werden müssen, da Diskriminierung und Machtasymmetrien durch eine rein "kulturelle" Betrachtung oft verschleiert werden.

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Résumé des informations

Titre
Interkulturelles Kompetenztraining im Rahmen migrations- und integrationsbezogener ehrenamtlicher Arbeit
Université
Karlsruhe University of Education
Auteur
Aliz Müller (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
105
N° de catalogue
V338100
ISBN (ebook)
9783668287648
ISBN (Livre)
9783668287655
Langue
allemand
mots-clé
interkulturelles kompetenztraining rahmen arbeit
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Aliz Müller (Auteur), 2014, Interkulturelles Kompetenztraining im Rahmen migrations- und integrationsbezogener ehrenamtlicher Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/338100
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Extrait de  105  pages
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