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Politische Bildung in der DDR

Title: Politische Bildung in der DDR

Term Paper , 2005 , 39 Pages

Autor:in: Eva Heidingsfelder (Author), Bianca Reichinger (Author)

Didactics - Politics, Political Education
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Wir haben uns entschlossen in dieser Arbeit die politische Bildung der Jugendlichen in der DDR näher zu betrachten, da darüber unserer Meinung nach leider viel zu wenig Informationen an Schüler und Studenten vermittelt werden. Obwohl die Gründung und der Untergang der DDR zeitlich noch nicht so weit zurückliegen wird hierüber weit weniger im Schulunterricht vermittelt als zum Beispiel über den Nationalsozialismus. Unsere Generation war noch zu jung, als dass die Deutsche Demokratische Republik eine große Rolle gespielt hätte. Als nach der Öffnung große Teile der Bevölkerung der ehemaligen DDR in unser Bundesgebiet zogen, fand ein erster Kontakt in der Grundschule statt. Vertieft wurden diese neuen Erfahrungen im Kindesalter nie, andersartig muteten höchstens die Sprache und Lebensgewohnheiten an. Doch über politische Unterschiede wurde in diesem Alter eher selten diskutiert. Dies stellt den Hauptgrund dar, weswegen wir uns nun differenzierter mit der Bildung und Erziehung in der ehemaligen DDR beschäftigen möchten. Um in dieser Arbeit genauer auf die staatsbürgerliche Bildung eingehen zu können, haben wir uns entschlossen zuerst die Entstehung und politischen Rahmenbedingungen der DDR näher zu betrachten. Mit diesem Hintergrundwissen werden wir anschließend auf das Bildungssystem und verstärkt auf die verschiedenen Facetten der politisch –ideologischen Bildung der DDR zu sprechen kommen.

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Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DIE HISTORISCHEN GRUNDLAGEN DER ENTSTEHUNG DER DEUTSCHEN DEMOKRATISCHEN REPUBLIK

2.1. Transformationsprozesse in der Gesellschaft

2.2. Transformationsprozesse im Bildungs– und Erziehungswesen

3. DIE SPALTUNG DEUTSCHLANDS – ENTSTEHUNG DER DDR

4. DAS POLITISCHE SYSTEM DER DDR

4.1. Die Nachfolgepartei der KPD, die SED

4.2. Der Staatsapparat

4.3. Blockparteien und Massenorganisationen

4.4. Die Kontrolle der Öffentlichkeit

5. DAS BILDUNGSSYSTEM DER DDR

5.1. Die Entwicklung des Schulwesens

5.1.1. Die polytechnische Oberschule

6. ERZIEHUNG UND BILDUNG DER SCHULJUGEND IN DER DDR

6.1. Die Ziele der Erziehung und Bildung der Schuljugend in der DDR

6.2. Die Entwicklung der staatsbürgerlichen Erziehung in der DDR

6.3. die politische Bildung in den Jahren 1966-1969

6.4. Die Verstärkung der staatsbürgerlichen Erziehung

6.4.1. Ziele und Hauptaufgaben der staatsbürgerlichen Erziehung seit 1969

7. SOZIALISTISCHE ERZIEHUNG ALS GESAMTGESELLSCHAFTLICHES ANLIEGEN

7.1. Das Fach Staatsbürgerkunde als Teil der politischen Bildung

7.3. FDJ und Pionierorganisationen als Felder der politischen Bildung

7.4. Schule und Familie

7.5. Der polytechnische Unterricht als Realisationsfelder staatsbürgerlichen Erziehung

8. SCHLUSSFOLGERUNGEN

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die politische Bildung von Kindern und Jugendlichen in der DDR, um die ideologischen Strukturen und Erziehungsmethoden des sozialistischen Staates zu beleuchten. Dabei wird insbesondere hinterfragt, wie das Bildungssystem dazu genutzt wurde, junge Menschen zu regimetreuen Bürgern zu erziehen.

  • Historische Grundlagen der DDR-Entstehung und Transformationsprozesse
  • Aufbau des politischen Systems und Kontrolle der Öffentlichkeit
  • Struktur und Zielsetzungen des DDR-Bildungssystems
  • Die Rolle der FDJ und Pionierorganisationen bei der ideologischen Erziehung
  • Das Fach Staatsbürgerkunde als zentrales Instrument der politischen Bildung

Auszug aus dem Buch

Die Kontrolle der Öffentlichkeit

Nach Karl Marx kann nur dann eine Idee durch das Wort zur materiellen Gewalt werden, die Massen ergreifen, wenn ein Forum für den Austausch von Meinungen und Informationen gegeben ist. „Die Unterdrückung der Öffentlichkeit stellt eines der konstitutiven Kennzeichen der Diktatur dar.“ Die Transparenz der Öffentlichkeit lag der Reformbewegung 1985 mit dem Schlachtruf „Glasnost“, zu deutsch Öffentlichkeit oder Publizität, am Herzen. Die politische Macht jedoch lag jenseits der Öffentlichkeit im Halbdunkel, mystifiziert durch „Nichtöffentlichkeit“.

Durch das ausgeklügelte „Sicherheitssystem“ der DDR konnte fast jedes gedruckte oder öffentlich gesprochene Wort dem Staat zugänglich gemacht werden. Er setzte Wächter ein, die nach ideologischen oder der begrifflichen Norm widersprechenden Auffälligkeiten forschen sollten. Diese verfügten über ein „ausbalanciertes und hochperfektioniertes System von Vor- und Nachkontrollen, von Strafen und Strafandrohungen, die von geminderten Berufschancen bis zum Gefängnisaufenthalt reichten“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Autoren begründen das Interesse an der politischen Bildung in der DDR, da über dieses Thema im Unterricht der Bundesrepublik zu wenig vermittelt werde.

2. DIE HISTORISCHEN GRUNDLAGEN DER ENTSTEHUNG DER DEUTSCHEN DEMOKRATISCHEN REPUBLIK: Es wird die historische Genese der SBZ und die damit einhergehenden gesellschaftlichen Transformationsprozesse beschrieben.

3. DIE SPALTUNG DEUTSCHLANDS – ENTSTEHUNG DER DDR: Dieses Kapitel erläutert die politischen Konfrontationen zwischen den Großmächten, die zur Teilung Deutschlands führten.

4. DAS POLITISCHE SYSTEM DER DDR: Hier werden die SED, der Staatsapparat und die Mechanismen der totalen gesellschaftlichen Kontrolle skizziert.

5. DAS BILDUNGSSYSTEM DER DDR: Das Kapitel behandelt die Schulreformen und die Etablierung des marxistisch-leninistisch geprägten Schulsystems.

6. ERZIEHUNG UND BILDUNG DER SCHULJUGEND IN DER DDR: Es wird dargelegt, wie die staatsbürgerliche Erziehung durch verschiedene Aufgabenstellungen der Partei konkretisiert wurde.

7. SOZIALISTISCHE ERZIEHUNG ALS GESAMTGESELLSCHAFTLICHES ANLIEGEN: Dieses Kapitel beschreibt das Zusammenwirken von Schule, Familie und Massenorganisationen bei der Formung sozialistischer Persönlichkeiten.

8. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die Autoren reflektieren kritisch über die politische Beeinflussung der Jugend in der DDR und vergleichen diese mit heutigen Anforderungen an politische Mündigkeit.

Schlüsselwörter

DDR, politische Bildung, staatsbürgerliche Erziehung, Sozialismus, SED, FDJ, Pionierorganisation, Erziehung, Schulsystem, Ideologie, politisches System, Klassenkampf, Geschichtsunterricht, Staatsbürgerkunde, Sozialistische Einheitspartei Deutschlands

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der politischen Bildung von Jugendlichen in der ehemaligen DDR und analysiert, wie das Bildungs- und Erziehungssystem genutzt wurde, um ein sozialistisches Bewusstsein zu schaffen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Schwerpunkten gehören das politische System der DDR, der Aufbau des Schulwesens, die Bedeutung der Jugendorganisationen wie FDJ und Pioniere sowie die Funktion des Fachs Staatsbürgerkunde.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die ideologischen Anforderungen des DDR-Regimes an die nachwachsende Generation sowie die Methoden der staatsbürgerlichen Erziehung zu identifizieren und kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse, wobei auf historische Dokumente, Parteiprogramme der SED sowie Sekundärliteratur zur DDR-Bildungsgeschichte zurückgegriffen wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der historischen Entstehung der DDR, die Analyse des politischen Systems, den Aufbau des DDR-Bildungswesens und die Rolle außerschulischer Erziehungsinstitutionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind DDR, politische Bildung, Staatsbürgerkunde, Erziehung, SED, FDJ, Sozialismus und ideologische Formung.

Wie wurde das Fach Staatsbürgerkunde im DDR-Schulalltag eingesetzt?

Staatsbürgerkunde fungierte als zentrales Instrument der Partei, um ökonomische, philosophische und politische Grundkenntnisse im Sinne der marxistisch-leninistischen Lehre zu vermitteln.

Welche Rolle spielten FDJ und Pionierorganisation bei der Erziehung?

Diese Organisationen dienten dazu, die Jugendlichen ganztägig zu binden, Gemeinschaftsgefühle im Sinne des Kollektivs zu stärken und die Treue zur Partei sowie zum sozialistischen Vaterland zu festigen.

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Details

Title
Politische Bildung in der DDR
College
University of Applied Sciences Nuremberg
Course
Bildung und Politik
Authors
Eva Heidingsfelder (Author), Bianca Reichinger (Author)
Publication Year
2005
Pages
39
Catalog Number
V33812
ISBN (eBook)
9783638341981
Language
German
Tags
Politische Bildung Politik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Eva Heidingsfelder (Author), Bianca Reichinger (Author), 2005, Politische Bildung in der DDR, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33812
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