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Förderung von emotionalen und sozialen Kompetenzen in einer Förderschulklasse im Bereich Lernhilfe

Praktischer Einsatz des "Verhaltenstrainings in der Grundschule" von Petermann und Koglin

Titre: Förderung von emotionalen und sozialen Kompetenzen in einer Förderschulklasse im Bereich Lernhilfe

Dossier / Travail , 2015 , 12 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Sofia Markgraf (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie curative, Pédagogie spécialisée
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Die vorliegende Arbeit befasst sich mit Möglichkeiten des Verhaltenstrainings in der Grundschule mit dem Ziel der Gewaltprävention. Ausgangspunkt meiner Überlegungen für die Wahl des „Verhaltenstrainings in der Grundschule“ von Petermann/Koglin ist meine Erfahrung aus der Praxis, dass auch die schulische Lernwelt erheblichen Einfluss auf das Sozialverhalten von Schülern besitzt, und dass man deshalb hier ansetzen kann.

Zahlreiche Forschungsergebnisse belegen, dass sich Präventionsprogramme, die einen gewaltfreien Umgang miteinander schulen, unmittelbar auf die Lernmotivation und auf schulische Leistungen auswirken. Sie sind somit Voraussetzung für optimierte Lernbedingungen.

Der Ursprung des Gewaltpotentials einzelner Schüler liegt meist viel tiefer als die Oberfläche preiszugeben vermag. Daher ist es unabdingbar, dass die Institution Schule den Kindern dazu verhilft, gewaltfreies Konfliktlösen zu Erlernen. Kinder, die z.B. in ihrer eigenen Familie ausschließlich Gewalt als Mittel zur Konfliktlösung kennen gelernt haben, fehlt meist die Einsicht, Konflikte verbal und reflektiert zu lösen.

Für Kinder im Grundschulalter gibt es im deutschsprachigen Raum nur wenige evidenzbasierte Programme. Eines davon ist das von mir ausgewählte „Verhaltenstraining in der Grundschule“ von Petermann/Koglin.
Bei der Planung und Durchführung des Verhaltenstrainings bewegten mich die folgenden beiden Fragen:

- Können durch das “Verhaltenstraining in der Grundschule” die Sozial- und Selbstkompetenzen der Schüler gefördert werden?
- Inwieweit ist das “Verhaltenstraining in der Grundschule” für Kinder einer Förderschule im Bereich Lernhilfe geeignet?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das “Verhaltenstraining in der Grundschule”

2.1 Inhaltliche Struktur

2.2 Zeitliche Struktur

2.3 Aufbau der Trainingseinheiten

3 Durchführung des Verhaltenstrainings

3.1 Situation der Lerngruppe unter besonderer Berücksichtigung der sozial-emotionalen Kompetenzen

3.2 Didaktisch-methodische Entscheidungen

4 Reflexion des Verhaltenstrainings im Hinblick auf Trainingseffekte innerhalb der Lerngruppe

5 Fazit

6 Anhang Nr.1

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit und Eignung des „Verhaltenstrainings in der Grundschule“ von Petermann/Koglin in einer Förderschulklasse mit dem Schwerpunkt Lernhilfe. Das zentrale Ziel ist es zu analysieren, wie durch das strukturierte Programm soziale und emotionale Kompetenzen bei Schülern gefördert werden können, die aufgrund schwieriger Hintergründe besondere Unterstützung benötigen.

  • Analyse der Eignung verhaltensorientierter Präventionsprogramme für den Förderschulbereich
  • Methodische Anpassung und Differenzierung des Programms für heterogene Lerngruppen
  • Förderung emotionaler Kompetenzen und alternativer Konfliktlösungsstrategien
  • Bedeutung der Lehrer-Schüler-Interaktion und eines strukturierten Rahmens
  • Reflexion über den Transfer gelernter Kompetenzen in den Alltag

Auszug aus dem Buch

3.2 Didaktisch-methodische Entscheidungen

Um besser an die Lernvoraussetzungen der Schüler anknüpfen zu können, musste ich viele Änderungen im Trainingsprogramm vornehmen. Ohne die Lernziele der einzelnen Trainingseinheiten zu vernachlässigen, konnte ich den Unterricht dadurch gut auf die Lerngruppe abstimmen.

Die auf einer Begleit-CD zu Programm ausdruckbaren Arbeitsblätter überforderten die Schüler sowohl qualitativ (zu hohes Sprachniveau) als auch quantitativ (Text- und Aufgabenmenge). Vor dem Hintergrund, dass ca. die Hälfte der Kinder einen Migrationshintergrund besitzen und teilweise erhebliche sprachliche Defizite aufweisen, vereinfachte ich Satzmuster und tauschte viele Begriffe aus. Bei der Planung des Unterrichts berücksichtigte ich auch, dass der offene Umgang mit Emotionen in verschiedenen Kulturkreisen unterschiedlich akzeptiert ist, um sensibel auf Aussagen der Schüler eingehen zu können.

Die kurze Konzentrationsspanne der Schüler erforderte beispielsweise wesentlich häufiger einen Phasenwechsel und Unterrichtsmethoden, die Bewegung beinhalteten, als im Handbuch von den Autoren vorgeschlagen wird. Damit das Hörspiel zu Beginn jeder Trainingseinheit in einer ruhigen und entspannten Atmosphäre von allen Kindern aufgenommen werden kann, ging ich mit der Klasse in den Bewegungsraum, ein leeres Zimmer ohne ablenkende Reize. Jedes Kind legte sich bequem auf eine Matte, manche mit Kissen und Decke, der Raum wurde verdunkelt und alle lauschten der Fortsetzung des Hörspiels.

Die von den Autoren vorgegebenen Konfliktsituationen ergänzte ich mit Beispielen aus dem Alltag der Schüler, nachdem diese den Wunsch äußerten. Durch den aktuellen Lebensweltbezug fiel es ihnen leichter, Konflikte zu sammeln, zu verschriftlichen und diese in Rollenspielen umzusetzen.

Ich erweiterte das Programm u. a. durch die für die Klasse bisher unbekannten kooperativen Methoden „Think-Pair-Share“ und „Erzählkarussell“ (s. Anhang). Beide Methoden wählte ich aus, da sie das soziale Miteinander und die Kommunikation unter den Schülern fördern. Zusammenfassend war meine Hauptaufgabe bei der Planung die „Differenzierung“, um der Heterogenität der Lerngruppe gerecht zu werden. Ich hätte mir von den Autoren des Trainingskonzeptes mehr Differenzierungsvorschläge gewünscht, die auch für eine Grundschulklasse unverzichtbar sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung begründet die Wahl des Trainingsprogramms durch die Notwendigkeit, gewaltfreies Konfliktlösen als Voraussetzung für erfolgreiches Lernen an Schulen zu etablieren.

2 Das “Verhaltenstraining in der Grundschule”: Dieses Kapitel erläutert das kognitiv-behaviorale Präventionsprogramm, seine inhaltliche Ausrichtung, den Zeitrahmen und den strukturellen Aufbau der Einheiten.

3 Durchführung des Verhaltenstrainings: Hier wird die spezifische Ausgangslage der Förderschulklasse analysiert und die für die Durchführung vorgenommenen didaktisch-methodischen Modifizierungen dargelegt.

4 Reflexion des Verhaltenstrainings im Hinblick auf Trainingseffekte innerhalb der Lerngruppe: Die Reflexion zeigt anhand exemplarischer Beispiele, wie die Schüler durch das Training alternative Wutkontrollstrategien erlernt und auf ihren Alltag übertragen haben.

5 Fazit: Das Fazit bestätigt, dass das Training trotz notwendiger Anpassungen gewinnbringend in der Förderschule einsetzbar ist und unterstreicht die Bedeutung einer langfristigen Einbettung in das Schulprogramm.

6 Anhang Nr.1: Der Anhang bietet detaillierte Beschreibungen zu den angewandten kooperativen Methoden wie „Think-Pair-Share“ und dem „Erzählkarussell“.

Schlüsselwörter

Verhaltenstraining, Grundschule, Förderschule, Sozialkompetenz, Emotionsregulation, Gewaltprävention, Konfliktlösung, Lernhilfe, Differenzierung, Selbstkompetenz, kognitiv-behavioral, Präventionsprogramm, Sozialverhalten, Inklusion, Kooperatives Lernen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung und Wirksamkeit des „Verhaltenstrainings in der Grundschule“ von Petermann/Koglin in einer Förderschulklasse für Lernhilfe.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Gewaltprävention, der Förderung sozialer und emotionaler Kompetenzen sowie der didaktischen Anpassung von Trainingsmaterialien für Schüler mit besonderem Förderbedarf.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es zu untersuchen, ob das gewählte Verhaltenstraining geeignet ist, die Sozial- und Selbstkompetenzen von Schülern in einer Förderschule zu verbessern und welche Anpassungen hierfür erforderlich sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Autorin nutzt eine handlungsorientierte Reflexion und Dokumentation der Praxiserfahrungen bei der Durchführung des Trainings, ergänzt durch theoretische Erkenntnisse aus der Gewaltprävention und Pädagogik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil beschreibt die inhaltliche und zeitliche Struktur des Trainings, die Analyse der spezifischen Lerngruppe, die vorgenommenen methodischen Anpassungen sowie eine Reflexion der beobachteten Trainingseffekte bei den Schülern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Verhaltenstraining, Sozialkompetenz, Emotionsregulation, Gewaltprävention, Differenzierung und Förderschule.

Wie wurde auf die heterogenen Lernvoraussetzungen in der Klasse reagiert?

Die Autorin hat unter anderem das Sprachniveau der Arbeitsblätter gesenkt, häufigere Phasenwechsel eingebaut und Bewegungselemente integriert, um der Konzentrationsspanne und den sprachlichen Defiziten gerecht zu werden.

Was ist ein "Wutstopper" im Kontext dieser Arbeit?

Ein „Wutstopper“ ist eine individuell erarbeitete Strategie, die den Kindern hilft, in Konfliktsituationen angemessen zu reagieren, etwa durch Verlassen der Situation oder gezielte Ablenkung, anstatt auf Gewalt zurückzugreifen.

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Résumé des informations

Titre
Förderung von emotionalen und sozialen Kompetenzen in einer Förderschulklasse im Bereich Lernhilfe
Sous-titre
Praktischer Einsatz des "Verhaltenstrainings in der Grundschule" von Petermann und Koglin
Université
Justus-Liebig-University Giessen
Note
1,0
Auteur
Sofia Markgraf (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
12
N° de catalogue
V338240
ISBN (ebook)
9783668287440
ISBN (Livre)
9783668287457
Langue
allemand
mots-clé
Pädagogik Erziehung Schule Trainingsprogramm Sonderpädagogik Unterrichtseinheit Projekt
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Citation du texte
Sofia Markgraf (Auteur), 2015, Förderung von emotionalen und sozialen Kompetenzen in einer Förderschulklasse im Bereich Lernhilfe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/338240
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