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Reflexion einer Lernfeldsequenzierung und Lernsituationsgestaltung

Titel: Reflexion einer Lernfeldsequenzierung und Lernsituationsgestaltung

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2012 , 30 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Sabrina Kick (Autor:in)

Didaktik - BWL, Wirtschaftspädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die veränderten Bedürfnisse der Berufswelt führen seit 1996 dazu, dass die KMK-Rahmenlehrpläne für alle neuen und neugeordneten Ausbildungsberufe nach dem Lernfeldkonzept strukturiert werden. Der Forderung nach fach- und bereichsübergreifend qualifizierten Mitarbeitern, die kreativ und selbstbewusst Probleme lösen können wird durch die leitenden Aspekte der lernfeldstrukturierten KMK-Rahmenlehrpläne – Handlungsorientierung, Berufsorientierung und Gestaltungsoffenheit – nachgegangen. Lernfelder werden dabei definiert als "didaktisch curriculare Organisationseinheiten, die an Handlungsfeldern (respektive Tätigkeitsfeldern) ausgerichtet sind, diese jedoch nicht deckungsgleich abbilden. Die Differenz zwischen Handlungsfeld und Lernfeld ergibt sich über den Bildungsauftrag der berufsbildenden Schule."

Lernfelder sind somit an beruflichen Handlungsfeldern orientiert im Sinne von Kompetenzen, die am Ende des Lernprozesses vollständig entwickelt sind. Formuliert werden sie anhand der Dimensionen Fach-, Sozial- und Personalkompetenz (integrativ Methoden-, Lern- und Sprachkompetenz) auf mittlerem Abstraktionsniveau. Konzeptionell ist damit verbunden, dass der fachsystematisch-strukturierte Unterricht zugunsten komplexer Lehr-Lern-Arrangements in Form von Lernsituationen im berufsbezogenen Bereich aufgegeben wird.

Eine Lernsituation stellt dabei eine didaktisch konstruierte handlungsorientierte thematische Einheit dar. In diesem Kontext ist es die Aufgabe der Bildungsgangkonferenz, die Lernfelder durch Lernsituationen auszudifferenzieren sowie Lernsituationen zu planen, die an beruflichen Handlungssituationen orientiert sind. Dabei ist besonderes Gewicht auf die Vermittlung aller Kompetenzen zu legen.

Um den neuen Herausforderungen, die das Lernfeldkonzept an die Bildungsgangkonferenz stellt, gerecht zu werden, wurden diverse Modelle zur Unterstützung der Ausdifferenzierung von Lernfeldern in konkrete Lernsituationen entwickelt. Ziel der vorliegenden Hausarbeit ist die praktische Umsetzung und Reflexion der Lernfeldstrukturierung und Lernsituationsgestaltung anhand des von Buschfeld (2003) entwickelten Modells. Im Vordergrund steht dabei die Frage, ob das zugrunde liegende theoretische Modell fähig ist, die praktische Bildungsgangarbeit zu unterstützen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Modell von Buschfeld

2.1 Die Lernsituationsgestaltung

2.1.1 Didaktisch-methodische Gestaltung

2.1.2 Curricular-organisatorische Gestaltung

2.2 Die Lernfeldsequenzierung

2.3 Kritische Würdigung

3. Reflexion der Lernfeldsequenzierung und Lernsituationsgestaltung

3.1 Die Lernfeldsequenzierung

3.2 Die Lernsituationsgestaltung

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, das von Buschfeld entwickelte theoretische Modell zur Lernfeldstrukturierung und Lernsituationsgestaltung praktisch anzuwenden und kritisch zu reflektieren, um dessen Eignung zur Unterstützung der Bildungsgangarbeit zu bewerten.

  • Analyse der Mindestanforderungen an die didaktisch-methodische Gestaltung von Lernsituationen.
  • Untersuchung der curricular-organisatorischen Einbindung von Lernsituationen in die Jahresplanung.
  • Praktische Erprobung und Reflexion einer Lernfeldsequenzierung am Beispiel des Industriekaufmanns.
  • Kritische Evaluation der Modellvorgaben hinsichtlich Subjektivität und Praktikabilität.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Didaktisch-methodische Gestaltung

Buschfeld definiert in seinem Modell Mindestbedingungen zur didaktisch-methodischen Gestaltung von Lernsituationen, die sich aus Abbildung 1 ergeben:

Die Lernsituation wird als sprachliche Verknüpfung der beiden Begriffe Lernsubjekt und Lehrsituation verstanden. Das Lernsubjekt stellt dabei die Lernhandlung des handelnden Subjektes in den Vordergrund, während die Lehrsituation die organisierte Umgebung für die Lernhandlungen darbietet. Lehr-Lern-Handlungen im Rahmen von Lernsituationen gestalten sich problemlösungsbasiert, so dass zur erfolgreichen Erarbeitung der Lehr-Lern-Inhalte ein Handlungsrahmen (eine Problemsituation), ein Handlungsablauf sowie ein Handlungsergebnis gegeben sein sollte.

Der Handlungsrahmen stellt die zu vermittelnde Problemsituation in den Vordergrund. Eine klar strukturierte Problemstellung gibt dabei den Einstieg in die Lernsituation. Sie sollte eine für die Schülerinnen und Schüler angemessene Komplexität aufweisen sowie Authentizität zu aktuellen oder künftigen Problemen im beruflichen Kontext der Schülerinnen und Schüler bieten. Die in der Lernsituation beschriebenen handelnden Personen sollten sich in für die Schülerinnen und Schüler vertrauten Rollen befinden, womit gleichzeitig die soziale Dimension der Lernsituation umrissen wird. Darüber hinaus sind die zur Verfügung gestellten Informationen zur Lösung des vorgegebenen Problems ausschlaggebend zur Gestaltung der Lernsituation. Neben der Wahrscheinlichkeit, mit der die Informationen als "sicher" einzustufen sind spielt ebenfalls die Relevanz der zur Verfügung gestellten Informationen eine entscheidende Rolle (vollständige / unvollständige Informationen, bedeutsame / überflüssige Informationen).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Genese des Lernfeldkonzepts seit 1996 und definiert das Ziel der Arbeit, das Modell von Buschfeld praktisch anzuwenden und kritisch zu reflektieren.

2. Das Modell von Buschfeld: Dieses Kapitel stellt die theoretischen Mindestanforderungen an die Gestaltung von Lernsituationen (didaktisch-methodisch und curricular-organisatorisch) sowie Ansätze zur Lernfeldsequenzierung vor.

3. Reflexion der Lernfeldsequenzierung und Lernsituationsgestaltung: Hier erfolgt die beispielhafte Umsetzung und kritische Reflexion des Modells am Lernfeld 6 für den Ausbildungsberuf Industriekaufmann/-kauffrau.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und bewertet das Modell als hilfreiche, jedoch teilweise vage Orientierungshilfe, die einen hohen Grad an subjektivem Interpretationsspielraum zulässt.

Schlüsselwörter

Lernfeldkonzept, Lernsituation, Lernfeldsequenzierung, didaktische Jahresplanung, Handlungsorientierung, Buschfeld, Industriekaufmann, Berufsschule, Bildungsgangkonferenz, Curriculare Gestaltung, Problemlösung, Kompetenzentwicklung, Lernsubjekt, Lehrsituation, Gozintograph.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der praktischen Umsetzung und kritischen Reflexion des Modells von Buschfeld zur Strukturierung von Lernfeldern und der Gestaltung von Lernsituationen im berufsbildenden Unterricht.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Zentrale Themen sind die didaktisch-methodische Ausgestaltung von Lernsituationen, die zeitliche und inhaltliche Sequenzierung von Lernfeldern sowie die Einbindung dieser Elemente in die didaktische Jahresplanung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu prüfen, inwieweit das theoretische Modell von Buschfeld in der praktischen Arbeit einer Bildungsgangkonferenz tatsächlich tragfähig ist und welche Herausforderungen bei der Umsetzung auftreten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein reflexiver Ansatz gewählt, bei dem das Modell auf ein konkretes Beispiel (Lernfeld 6, Industriekaufmann) angewendet, die Ergebnisse kritisch gewürdigt und durch alternative Sequenzierungsentwürfe diskutiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Vorstellung des Buschfeld-Modells, gefolgt von einer konkreten, beispielhaften Anwendung und Reflexion der Lernfeldsequenzierung und Lernsituationsgestaltung.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Lernfeldkonzept, Handlungsorientierung, Lernsituationsgestaltung, didaktische Jahresplanung und Berufspädagogik.

Welche Rolle spielt der "Gozintograph" in dieser Arbeit?

Der Gozintograph wird als Instrument zur Darstellung von Verknüpfungen zwischen verschiedenen Lernsituationen innerhalb eines Lernfeldes eingesetzt, um die zeitliche Strukturierung zu visualisieren.

Wie bewertet die Autorin die Praktikabilität der Buschfeld-Vorgaben?

Die Autorin bewertet das Modell als hilfreich und gut strukturiert, kritisiert jedoch, dass insbesondere die zeitlichen Vorgaben und die Definition der "thematischen Einheit" sehr vage bleiben, was subjektive Interpretationsspielräume öffnet.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Reflexion einer Lernfeldsequenzierung und Lernsituationsgestaltung
Hochschule
Universität zu Köln  (Institut für Berufs-, Wirtschafts- und Sozialpädagogik)
Veranstaltung
Spezielle Fachdidaktik Wirtschaftswissenschaften
Note
1,7
Autor
Sabrina Kick (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
30
Katalognummer
V338257
ISBN (eBook)
9783668279902
ISBN (Buch)
9783668279919
Sprache
Deutsch
Schlagworte
reflexion lernfeldsequenzierung lernsituationsgestaltung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sabrina Kick (Autor:in), 2012, Reflexion einer Lernfeldsequenzierung und Lernsituationsgestaltung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/338257
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  30  Seiten
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