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Das Mittelalter. Mythos und Wahrheit einer finsteren Zeit

Título: Das Mittelalter. Mythos und Wahrheit einer finsteren Zeit

Trabajo , 2009 , 15 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Niklas Bastian (Autor)

Historia de Europa - Edad Media, Edad Moderna
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Heute ist das Mittelalter im Sprachgebrauch noch immer sehr häufig wieder zu finden. Meistens bezeichnet man damit etwas Schlechtes, Dunkles und Rückständiges. Doch wie kommt es zu einem solchen Urteil? Wie war das Mittelalter genau?

Jedoch wo unterscheidet sich die Realität von der Fiktion? In den Medien wird es gerne als die Zeit der Burgen, ehrenvollen Ritter, die große Abenteuer meisterten und als die Zeit der bösen Hexen und Zauberern mit magischen Kräften dargestellt. Wenn man dies ohne zu hinterfragen, akzeptieren würde, erschiene dies aber eher interessant und nicht als schlecht, grausam und/oder rückständig.

Allerdings sind das einige wenige Dinge, die genannt werden, wenn die Sprache auf das Mittelalter kommt. Ebenso wie die scheinbar inhaltliche Leere, die der Volksmund unter dem Schlagwort Mittelalter impliziert, tun sich die meisten Menschen mit einer Einordnung in die Weltgeschichte schwer. Viele Menschen wissen kein ungefähres Datum, das man mit dem Mittelalter in Verbindung bringen könnte und besinnen sich bei Erklärungen auf Filme, wie Excalibur, Königreich der Himmel oder Der Name der Rose, den sie vor einiger Zeit einmal im Fernsehen gesehen haben. Ob das jedoch etwas mit dem wirklichen Mittelalter, unserer Vergangenheit, zu tun hat, muss jedoch als sehr zweifelhaft eingestuft werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Vorstellung vom MA in unserer Zeit

2. Einleitende Worte

3. Die Epoche an sich

4. Wie sahen sich die Menschen des Mittelalters?

5. Abgrenzungen, bzw. Versuche

6. Problematik

7. Klassifizierung als Dunkel

8. War es Dunkel?

9. Problematik des Urteils

10. Positive Wendung?

11. Abschließende Bemerkungen und Resumé

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die hartnäckigen Mythen und Vorurteile, die das Bild des Mittelalters als eine „finstere“ und rückständige Epoche prägen, und hinterfragt die historische Korrektheit dieser Etikettierung.

  • Ursprung und Entwicklung des Begriffs „Mittelalter“
  • Kritische Analyse der Epochenabgrenzung (500–1500)
  • Wahrnehmung der Epoche durch die Zeitgenossen im Vergleich zur heutigen Sicht
  • Die Rolle der Historiographie und der Humanisten bei der Etikettierung als „dunkles Zeitalter“
  • Gegenbewegung durch die Romantik und idealisierte Mittelalterbilder

Auszug aus dem Buch

7. Klassifizierung als Dunkel

„Mittelalter - das ist jenes finstere Zeitalter, das „saeculum obscurum“, das allenfalls von den Scheiterhaufen der Inquisition, aufgerichtet für Hexen und Häretiker und vom Widerschein brennender Ghettos erleuchtet wird. Mittelalter - das sind Gibbons „Dark Ages“ nach dem Untergang der antiken Welt, ist Wandalismus zwischen dem Gotensturm Alarichs und dem „Sacco di Roma“; zugleich ein Zeitalter der geistigen Unfreiheit unter der Papstkirche und scholastischen Spitzfindigkeiten – der Frage, wie viele Engel wohl auf einer Nadelspitze Platz fänden -; schlechthin das Zeitalter der Fälschungen und des alten Aberglaubens. Mittelalter – das sind auch verbaute Enge Gassen und düstere - „gotische“ - Kathedralen, erfüllt von der „Eintönigkeit“ gregorianischer Choräle.“31, kokettiert Historiker Klaus Arnold, der sich in einem Artikel mit dem Begriff des „finsteren“ Mittelalters beschäftigt hat. Er zählt dabei einige gern verwendete Klischees auf: Hexen, Inquisition, Unfreiheit, Bestimmung durch die Kirche und vieles weitere. Woher kommen diese Bilder von Dunkelheit, der sich die Zeitschrift Der Spiegel ebefalls nicht verwehren konnte, als sie über das Mittelalter als Titelgeschichte berichte. Man versah das Deckblatt mit zwei verschiedenen Motiven und untertitelte demnach den Leitartikel Die Welt des Mittelalters auch mit dem Zusatz „zwischen Himmel und Hölle“32?

Gemeinsam mit der Schaffung des Begriffs „media aetas“ in der Mitte des 15. Jahrhunderts durch die Humanisten, wurde das Bild des „dunklen“ Mittelalters ins Leben gerufen33. Dunkel in erster Linie nicht wegen des Fehlens von Licht, sondern mehr auf Grund der schlechten und sehr Lückenhaften Überlieferungen, dem Verlust der Philosophie und der Künste und dem allgemein sehr schlechten Niveau an Sprache in den Jahrhunderten. Gemeint ist nicht das faktische Dunkel, bestimmt durch das Wetter, Abwesenheit von Sonne und sonstige äußere Gegebenheiten, sondern das geistige Dunkel, das die Humanisten mit dieser Zeit gleichsetzten. „media et infirma latinitas“, das minderwertige Latein war der Anstoss der Verteufelung des Mittelalters, was sich nach einiger Zeit als Bezeichnung „media aetas“ für das schlechte, unwürdige und dunkle Mittelalter, entwickelte.34

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorstellung vom MA in unserer Zeit: Eine Einführung in das heutige, meist negative und klischeebehaftete Bild des Mittelalters im öffentlichen Bewusstsein.

2. Einleitende Worte: Darlegung der Forschungsabsicht, die Wissenslücken über die Epoche zu schließen und den Mythos der „Finsternis“ zu ergründen.

3. Die Epoche an sich: Historische Einordnung des Begriffs und Diskussion der (umstrittenen) zeitlichen Fixierung auf 500 bis 1500.

4. Wie sahen sich die Menschen des Mittelalters?: Analyse der Eigenwahrnehmung der Menschen, die sich nicht als Zwischenepoche, sondern als Endzeit vor der Apokalypse verstanden.

5. Abgrenzungen, bzw. Versuche: Darstellung der verschiedenen historischen Versuche, den Beginn und das Ende des Mittelalters anhand markanter Ereignisse zu definieren.

6. Problematik: Kritische Beleuchtung der mangelnden wissenschaftlichen Begründbarkeit der offiziellen Abgrenzung und der variierenden historischen Perspektiven.

7. Klassifizierung als Dunkel: Untersuchung, wie Historiker und Humanisten das Bild des „finsteren“ Zeitalters durch gezielte Klischees und Abwertung etablierten.

8. War es Dunkel?: Auseinandersetzung mit den realen Lebensbedingungen und der Quellenlage, die den Vorwurf der „Dunkelheit“ maßgeblich beeinflusst hat.

9. Problematik des Urteils: Einordnung, dass viele als „mittelalterlich“ bezeichnete Übel erst in der Neuzeit ihre volle Ausprägung fanden.

10. Positive Wendung?: Beschreibung der Gegenbewegung durch die Romantik, die das Mittelalter idealisierte und zu einem positiven, romantischen Mythos verklärte.

11. Abschließende Bemerkungen und Resumé: Fazit, dass das Bild des Mittelalters immer ein Konstrukt des jeweiligen geschichtlichen Kontextes bleibt.

Schlüsselwörter

Mittelalter, Finsteres Zeitalter, Mediävistik, Geschichtsschreibung, Epochenabgrenzung, Historische Mythen, Humanismus, Media Aetas, Quellenlage, Romantik, Feudalismus, Inquisition, Kirchengeschichte, Zeitverständnis, Geschichtsbild

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der kritischen Dekonstruktion des weit verbreiteten Vorurteils, das Mittelalter sei eine „finstere“, rückständige und dunkle Epoche der Menschheitsgeschichte gewesen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die Entstehung der Epochenbezeichnung, die methodischen Probleme der zeitlichen Abgrenzung, die Rezeptionsgeschichte durch die Humanisten sowie der spätere Wandel durch die romantische Idealisierung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Mythos vom „dunklen“ Mittelalter als historisches Fehlurteil zu entlarven und aufzuzeigen, dass diese Zuschreibung mehr über die jeweilige Zeit des Betrachters aussagt als über das Mittelalter selbst.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte, historische Analyse, die verschiedene Epochenbeschreibungen und fachwissenschaftliche Sichtweisen gegenüberstellt und kritisch hinterfragt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Begriffsgeschichte, die Untersuchung der Eigenwahrnehmung der mittelalterlichen Menschen, die Problematik der Periodisierung sowie die Gegenüberstellung von negativen Klischees und romantischer Verklärung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind das „finsteren Mittelalter“, „Media Aetas“, Epochenabgrenzung, Historiographie, Quellenlage und die kritische Distanz zur tradierten Geschichtsbetrachtung.

Warum betrachten die Humanisten das Mittelalter als „finster“?

Sie sahen darin eine unnötige „Lücke“ zwischen der antiken Hochkultur und der von ihnen angestrebten neuen Ära, wobei sie insbesondere die vermeintlich schlechte Sprache und den Quellenverlust kritisierten.

Wie unterscheidet sich die Selbstwahrnehmung der mittelalterlichen Menschen von unserer heutigen Sicht?

Die Menschen im Mittelalter verstanden sich nicht als „mittlere“ Zeit, sondern sahen sich als Endzeit, die dem Jüngsten Gericht und der unmittelbar bevorstehenden Apokalypse entgegenblickte.

Wird in der Arbeit auch die Rolle der Kirche thematisiert?

Ja, die Rolle der Kirche und deren Einfluss auf die Lebensgestaltung werden als wesentliche Punkte für das negative Bild des Mittelalters diskutiert, wobei der Autor darauf hinweist, dass viele Fehlentwicklungen erst in der Neuzeit ihren Höhepunkt fanden.

Welches Fazit zieht der Autor zur Einteilung der Geschichte?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Dreiteilung der Geschichte willkürlich ist und dass man die Begriffe kontinuierlich überarbeiten müsste, um nicht in eine logische Sackgasse zu geraten.

Final del extracto de 15 páginas  - subir

Detalles

Título
Das Mittelalter. Mythos und Wahrheit einer finsteren Zeit
Universidad
University of Frankfurt (Main)  (Historisches Seminar)
Curso
Was ist Mittelalter?
Calificación
2,3
Autor
Niklas Bastian (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
15
No. de catálogo
V338460
ISBN (Ebook)
9783668278042
ISBN (Libro)
9783668278059
Idioma
Alemán
Etiqueta
mittelalter mythos wahrheit zeit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Niklas Bastian (Autor), 2009, Das Mittelalter. Mythos und Wahrheit einer finsteren Zeit, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/338460
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