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Der lange Weg zum Frieden von Venedig 1177

Titre: Der lange Weg zum Frieden von Venedig 1177

Dossier / Travail de Séminaire , 2008 , 20 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Niklas Bastian (Auteur)

Histoire de l'Europe - Moyen Âge, Temps modernes
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Résumé Extrait Résumé des informations

Der 24. Juli 1177, ein Datum, das in die Geschichte der Welt eingehen sollte. Die Kirchengeschichte verbindet mit diesem Datum den Sieg eines weltlichen Herrschers über einen geistlichen Herrscher. Das Ereignis wird mit dem Namen „Der Friede von Venedig“ betitelt werden.

Wir wollen uns mit verschiedenen Quellen und Literatur zum Thema beschäftigen, die Hintergründe erörtern und versuchen mehrere aufkommende Fragen zu klären und zu erklären.

Die beteiligten Personen waren keine geringeren, als Papst Alexander III. und Kaiser Friedrich Barbarossa, die bei diesem Treffen im Juli 1177 in Venedig das so genannte Alexanderschisma beilegten. Schisma, aus dem Griechischen bedeutet in etwa: Trennung, oder auch Spaltung. In Bezug auf die Kirche wird es als „Aufkündigung kirchliche Gemeinschaft“ gedeutet. Dieses Schisma hatte 18 Jahre lang (von 1159-1177) die Geschichte der Welt beeinflusst und „die Kirche und den Erdkreis in zwei feindliche Hälften gespalten“ Es gibt eine Vielzahl von Literatur zum Thema, die, wie im folgenden Beispiel aus der immer weiter wachsenden Enzyklopädie im Internet, teilweise grob falsch dargestellt wird: „Friedrich I. musste schließlich einem Treffen mit Alexander zustimmen. Am 24. Juli 1177 küsste Friedrich Alexander die Füße und hielt als päpstlicher Steigbügel her. Im Frieden von Venedig erkannte Kaiser Alexander III. am 1. August 1177 Friedrich I. als rechtmäßigen Papst an.“ Im Beispiel wurde kurzerhand aus Papst Alexander III. der Kaiser.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Entscheidung im Mittelalter:

1. Juli 1177

2. Der Ausblick

3. Die Hauptakteure

4. Der Vertrag von Konstanz und Kaiserkrönung

5. Erste Konflikte

Der Konflikt:

1. Das päpstliche beneficium

2. Die Papstwahl 1159

3. Die Rolle Barbarossas

4. Das Konzil zu Pavia und dessen Folgen

5. Der Friede von Venedig

6. Deutungen des Frieden von Venedig

7. Der Vertrag von Anagni

8. Warum plötzliche Einlenkung zum Frieden?

Das Résumé:

1. Was hätte passieren können?

2. Beurteilung und Folgen des Frieden von Venedig

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen Hintergründe und den Prozess, der im Jahr 1177 zum Frieden von Venedig führte. Dabei wird analysiert, wie der Machtkampf zwischen Kaiser Friedrich Barbarossa und Papst Alexander III. das Alexanderschisma verursachte und welche politischen sowie symbolischen Bedingungen schließlich eine Beilegung des jahrzehntelangen Konflikts ermöglichten.

  • Die Dynamik des Investiturstreits und des Alexanderschismas
  • Die Rolle der Hauptakteure Barbarossa, Hadrian IV. und Alexander III.
  • Symbolische Handlungen und deren Bedeutung im mittelalterlichen Friedensschluss
  • Der Einfluss der Schlacht von Legnano und interner Machtstrukturen auf die kaiserliche Politik

Auszug aus dem Buch

Die Rolle Barbarossas

Damit hatte das Schisma langsam aber sicher seinen Anfang genommen. Aber welche Rolle spielt Friedrich Barbarossa dabei? – Das ist eine sehr wichtige Frage, auch wenn die Antwort denkbar einfach ist. Er unterstütze Octavian bei der Wahl und der Erhebung zum Papst. Ohne sein Zutun wäre es wahrscheinlich nie zum Eklat gekommen, da der Ausbruch des Alexanderschismas und die doppelte Vertretung Petri auf Erden allein ein Produkt von Barbarossas Gier nach Macht war.

Barbarossa war der Meinung, dass sich eine „kaiserfreundliche“ Politik von den Seiten Roms für ihn als gewinnbringend auszeichnen könnte. Er wandte dabei eine Taktik an, die auch heute immer noch in unserer Politik vorkommt: Er schaffte ein Abhängigkeitsverhältnis, indem er Octavian und seiner ganzen Familie und die gesamte Umgebung im Mai 1159 mit allen Rechten und Regalien als kaiserliches Lehen ausstattete. Es war klar, dass er ihre diese Privilegien wieder entziehen würde, sofern Viktor IV. keine Barbarossa wohl gesonnene Politik vertreten würde. Das erklärt auch die Haltung Octavians sich auch durch einen Putsch, bzw. Waffengewalt das Amt des Papstes anzueignen.

Zusammenfassung der Kapitel

Entscheidung im Mittelalter: Dieses Kapitel führt in das Alexanderschisma ein und beleuchtet die historischen Akteure sowie die vertraglichen Grundlagen zwischen Kaiser und Papsttum.

Der Konflikt: Hier wird der Prozess der Eskalation dargestellt, angefangen beim Reichstag zu Besançon über die umstrittene Papstwahl bis hin zum Schein-Konzil von Pavia und dem letztlichen Friedensabschluss von Venedig.

Das Résumé: Das abschließende Kapitel reflektiert über alternative historische Entwicklungen und bewertet die politischen Folgen des Friedensschlusses, insbesondere im Hinblick auf die Etablierung neuer Regeln für Papstwahlen.

Schlüsselwörter

Friede von Venedig, Friedrich Barbarossa, Alexander III., Alexanderschisma, Investiturstreit, Papstwahl 1159, Konzil von Pavia, Heinrich der Löwe, Schlacht von Legnano, Vertrag von Anagni, Mittelalter, Kaiser, Papst, Machtkampf, Symbolik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Hausarbeit thematisiert den langwierigen Konflikt zwischen Kaiser Friedrich Barbarossa und Papst Alexander III., der als Alexanderschisma bekannt ist, und analysiert dessen Beilegung durch den Frieden von Venedig 1177.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Beziehungen zwischen weltlicher und geistlicher Macht, die Rolle von Symbolik und Ritualen im 12. Jahrhundert sowie der Einfluss politischer Niederlagen auf diplomatische Einlenkungsprozesse.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, warum es zum Schisma kam, wie der Friedensschluss vollzogen wurde und ob dieser als eine tiefe Demütigung des Kaisers zu interpretieren ist.

Welche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer wissenschaftlichen Auswertung von Quellen und relevanter Fachliteratur, um die historischen Ereignisse zu rekonstruieren und zu deuten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung des Schismas, die Rolle des Kaisers bei der Einsetzung von Gegenpäpsten, das Konzil von Pavia sowie die detaillierten Umstände des Vertrags von Venedig.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Alexanderschisma, Machtkampf, Kaiserkrönung, Frieden von Venedig, Investiturstreit und die Akteure des 12. Jahrhunderts.

Welche Rolle spielte die Schlacht von Legnano für den Friedensschluss?

Die Niederlage bei Legnano gilt als entscheidender Wendepunkt, da sie Barbarossas militärische Handlungsspielräume einschränkte und ihn zur diplomatischen Aussöhnung mit dem Papst zwang.

Wie ist die Bedeutung des „Fußkusses“ in der Arbeit einzuordnen?

Der Fußkuss und andere symbolische Gesten Barbarossas werden nicht primär als totale Unterwerfung, sondern als notwendige und teils abgeschwächte rituelle Akte zur Wiederherstellung der kirchlichen Gemeinschaft gedeutet.

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Résumé des informations

Titre
Der lange Weg zum Frieden von Venedig 1177
Université
University of Frankfurt (Main)  (Historisches Seminar)
Cours
Friedrich Barbarossa, Heinrich der Löwe und Italien
Note
1,7
Auteur
Niklas Bastian (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
20
N° de catalogue
V338465
ISBN (ebook)
9783668278004
ISBN (Livre)
9783668278011
Langue
allemand
mots-clé
frieden venedig
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Niklas Bastian (Auteur), 2008, Der lange Weg zum Frieden von Venedig 1177, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/338465
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Extrait de  20  pages
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