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Die Ökobilanz (LCA). Historische Entwicklung, Begriffserklärung und kritische Auseinandersetzung

Titre: Die Ökobilanz (LCA). Historische Entwicklung, Begriffserklärung und kritische Auseinandersetzung

Travail d'étude , 2015 , 16 Pages , Note: 2.0

Autor:in: Demë Mulaj (Auteur)

Gestion d'entreprise - Direction d'entreprise, Management, Organisation
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Unsere westliche Welt hat enorm dazu beigetragen, dass das Wirtschaftsleben samt Produktion, Vertrieb, Logistik und Dienstleistungen hoch entwickelt ist und zu einem hohen Lebensstandard geführt hat. Gleichzeitig haben wir durch unseren Lebensstil und die Produkte, die wir regelmäßig entwickeln, produzieren und besitzen (und dann entsorgen), Einfluss auf unser ökologisches Habitat. Oft haben die Produkte auch einen negativen Einfluss auf die Umwelt, und zwar sowohl während der Herstellung also auch in der Nutzungsphase. Einige erzeugen erheblichen gesundheitlichen Schaden, wenn sie dann zum Beispiel als Müll in unserem ökologischen Kreislauf dauerhaft eintreten.

Einige Fakten verdeutlichen das Problem: Nach Berechnung von Forschern schwimmen derzeit 150 Mio. Tonnen Plastik in den Meeren; immer noch pustet allein der PKW-Verkehr in Deutschland rund 100 Mio. Tonnen CO2 in die Luft; rund 1.850 kg CO2 versursacht die Herstellung eines durchschnittlichen Computers; für die Herstellung eines 2 Gramm schweren Chips werden 1,3 kg (das 650ig fache) an fossile Brennstoffe benötigt.

Anhand von diesen kurzen Daten soll verdeutlicht werden, dass Produkte einen Einfluss auf die Umwelt haben. Die Entwicklung, die Nutzung und die Entsorgung der Produkte finden oft sehr egozentrisch statt - ohne dass wir uns hinterfragen, welche ökologischen Wirkungen diese verursachen. Obwohl wir im Allgemeinen den negativen Umwelteinfluss anhand C02 Emission, der Wasserverschmutzung, dem Auslauf von Öl usw. heutzutage schon recht gut dokumentiert und verstanden haben, entwickeln wir die Produkte immer noch rein nach Maßstäben der Profitabilität und der Bequemlichkeit. Der ökologische Einfluss ist stets zweitrangig.

Mit der Ökobilanz ist eine Methoden entstanden, die ein Produkt über sein gesamten Lebenszyklus (engl.: Life Cycle) nach ökologischen Prinzipien bewerten. Die Ökobilanz (engl.: Life Cycle Assessment) ist seit 2006 eine normierte Methode, um ein Produkt bezüglich ökologische Wirkung zu untersuchen und im Kontext seines gesamten Lebenszyklus zu bewerten. Welche Bedeutung hat es, eine gute oder eine schlechte Ökobilanz zu haben? Wie wird die Ökobilanz erstellt und womit verglichen? Sich mit der Ökobilanz-Methode auseinanderzusetzen, ist Thema der vorliegenden Arbeit.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Motivation

2. Zielsetzung

3. Historie der Ökobilanz

4. Der Begriff Ökobilanz

5. Das Konzept der Ökobilanz

5.1. Zielsetzung und Untersuchungsrahmen

5.2. Sachbilanz

5.3. Wirkungsabschätzung

5.4. Auswertung

6. Kritische Auseinandersetzung

7. Reflexion der eigenen Arbeit

8. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit hat zum Ziel, die Ökobilanz (Life Cycle Assessment) als wissenschaftliche Methode zur ökologischen Bewertung von Produkten darzustellen, ihre historische Entwicklung nachzuzeichnen und sie einer kritischen Reflexion zu unterziehen, wobei der Fokus insbesondere auf der Bedeutung von Lebensdauer und Upgradefähigkeit liegt.

  • Historische Entwicklung der Ökobilanz (REPA bis ISO 14040)
  • Struktur und methodische Phasen der Ökobilanzierung
  • Kritische Analyse der ISO-Normung und aktuelle Herausforderungen
  • Konzeptuelle Erweiterung durch Produktaufwertung und Upgradefähigkeit

Auszug aus dem Buch

6. Kritische Auseinandersetzung

Um zunächst auf eine Schwierigkeit zum Thema insgesamt hinzudeuten, kann ein Artikel aus dem Jahr 2014 herangezogen werden. Unter dem Titel „Die ganz große Gut-böse-Ökobilanz” berichtet die Journalist Malte Werner von dem Vorhaben der EU unter dem Begriff PEF, das für „Product Environtal Foottprint“ steht, ein neues Supersiegel für Produkte einzuführen. Das weist einmal darauf hin, dass die Europäische Union sich nicht einig ist, wie die Ökobilanz in ihrer finalen Form aussehen soll, weiterhin ist die Erstellung einer Ökobilanz für Produkte grundsätzlich nicht rechtsverbindlich und unterliegt nicht einer gesetzlichen Anforderung. Die EU begründet den neuen Vorschlag damit, dass es „ Ein Wildwuchs an Methoden“ gäbe, die kaum miteinander Vergleichbar wären.

Dazu schreibt Matthias Finkbeiner in seinner Analyse über den Vorschlag “the proposed PEF methodology is supposed to harmonize several existing standards and methods, e.g., ISO 14044 (2006), ISO/TS 14067 (2013); ISO 14025 (2006), ISO 14020 (2000); GHG Protocol (2013a, b), BPX 30-323-0(AFNOR 2011), and PAS 2050 (2011).” - Und gibt damit auch einen Überblick der zur Diskussion anstehenden Methoden. D.h., die hier behandelte Ökobilanz nach DIN EN ISO 14040 ist bei weitem nicht die einzige Methode und auch nicht als die einzig richtige anerkannt.

Gleichwohl wird aber betont, dass „as a matter of fact, ISO 14040 (2006) and ISO 14044 (2006) are the leading basis for all the previous quantification standards; they represent the constitution of LCA. Many of the other standards contain significant amounts of ISO 14040/44 content.” Auch wenn die Ökobilanz nach ISO14040 nicht das einzige Modell zu dem Thema ist, so hat sie doch eine fachlich beachtliche Anerkennung errungen und wird in neuen Vorschlägen in großem Maß berücksichtigt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Motivation: Der Autor erläutert seine persönliche Beweggründe für die Themenwahl und verdeutlicht anhand von Umweltdaten die ökologische Relevanz von Produkten im Lebenszyklus.

2. Zielsetzung: In diesem Kapitel werden die Ziele der Arbeit definiert, die eine historische Einordnung, eine methodische Erläuterung sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der Ökobilanz umfassen.

3. Historie der Ökobilanz: Es wird die Entwicklung der Ökobilanz von den frühen Anfängen der Coca-Cola-Studie bis zur heutigen Normierung durch die ISO 14040-Reihe beschrieben.

4. Der Begriff Ökobilanz: Dieser Abschnitt definiert die Ökobilanz als systematische Erfassung und Bewertung von Umweltwirkungen über den gesamten Lebensweg eines Produkts.

5. Das Konzept der Ökobilanz: Das Kapitel erläutert den formalisierten, vierstufigen Prozess der Ökobilanzierung bestehend aus Zielsetzung, Sachbilanz, Wirkungsabschätzung und Auswertung.

6. Kritische Auseinandersetzung: Der Autor hinterfragt die methodische Standardisierung, diskutiert Herausforderungen wie den fehlenden Orts- und Zeitbezug und regt eine Einbeziehung von Lebensdauer und Upgradefähigkeit an.

7. Reflexion der eigenen Arbeit: Hier wird der Erfolg bei der Zielerreichung bewertet und der Eigenanteil der kritischen Reflexion hervorgehoben.

8. Literaturverzeichnis: Auflistung aller verwendeten Fachquellen und Internetquellen zur wissenschaftlichen Untermauerung der Arbeit.

Schlüsselwörter

Ökobilanz, Life Cycle Assessment, LCA, Nachhaltigkeit, ISO 14040, Sachbilanz, Wirkungsabschätzung, Produktlebenszyklus, Umweltwirkungen, Ressourcenbeanspruchung, Upgradefähigkeit, Produktaufwertung, Umweltschutz, Normung, CO2-Bilanz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem wissenschaftlichen Konzept der Ökobilanz (LCA), ihrer Entstehung, ihrer methodischen Anwendung und einer kritischen Würdigung aus ökologischer Sicht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung der Methode, dem normierten Ablauf nach ISO 14040 und einer Erweiterung des Diskurses hin zu nachhaltigerer Produktnutzung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Begriff und den Erstellungsablauf einer Ökobilanz fundiert darzulegen und durch eigene Ansätze zu Lebensdauer und Upgradefähigkeit kritisch zu reflektieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf der theoretischen Aufarbeitung der ISO-Normen (ISO 14040/14044) und einer Literaturanalyse zur methodischen Struktur von Ökobilanzen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodischen Schritte: Festlegung des Untersuchungsrahmens, Erstellung der Sachbilanz, Durchführung der Wirkungsabschätzung und die abschließende Auswertung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Ökobilanz, Life Cycle Assessment, Nachhaltigkeit, ISO 14040 und die Konzepte der Lebensdauer sowie der Upgradefähigkeit.

Was versteht der Autor unter dem Konzept der Upgradefähigkeit?

Der Autor schlägt vor, Produkte so zu konstruieren, dass sie durch Upgrades entscheidender Komponenten aufgewertet werden können, um so eine komplette Neuproduktion und damit einhergehende Umweltbelastungen zu vermeiden.

Inwiefern setzt sich der Autor kritisch mit der EU-Diskussion zum PEF auseinander?

Der Autor verweist auf die Problematik des „Wildwuchses“ an verschiedenen Messmethoden und betont, dass die Ökobilanz nach ISO 14040 zwar eine wichtige Basis darstellt, aber durch die Einbeziehung weiterer Faktoren wie Langlebigkeit optimiert werden sollte.

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Résumé des informations

Titre
Die Ökobilanz (LCA). Historische Entwicklung, Begriffserklärung und kritische Auseinandersetzung
Université
AKAD University of Applied Sciences Stuttgart
Cours
PMN
Note
2.0
Auteur
Demë Mulaj (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
16
N° de catalogue
V338515
ISBN (ebook)
9783668282469
ISBN (Livre)
9783668282476
Langue
allemand
mots-clé
Ökobilanz Nachhaltigkeit Kritik Prozessmanagement
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Demë Mulaj (Auteur), 2015, Die Ökobilanz (LCA). Historische Entwicklung, Begriffserklärung und kritische Auseinandersetzung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/338515
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Extrait de  16  pages
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