Smart Homes. Potentiale und Herausforderungen von Wohnimmobilien mit intelligenter Gebäudetechnik und die Auswirkung auf das Energiemanagement


Bachelorarbeit, 2016
69 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Formelverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Symbolverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit

2 Deutscher Wohnungsbau
2.1 Aktuelle Wohnbausituation
2.2 Wohnungsbestand
2.3 Marktprognosen für Smart Home

3 Smart Home
3.1 Definition
3.2 Smart Meter
3.3 Smartphone
3.4 Datenschutz
3.5 Zielgruppen
3.5.1 Luxussegment
3.5.2 Premiumsegment
3.5.3 Volumenmarkt

4 Intelligente Gebäudetechnik
4.1 Begriffserklärung
4.2 Entwicklung
4.3 Grundlagen der Gebäudeautomation
4.3.1 Managementebene
4.3.2 Automationsebene
4.3.3 Feldbusebene
4.4 Anforderungen an die Gebäudeautomation
4.4.1 Nutzerakzeptanz
4.4.2 Benutzerfreundlichkeit und Funktionalität

5 Gebäudeautomation im Mehrfamilienhaus
5.1 Eigentumswohnungen
5.1.1 Problematiken der Systemlösungen
5.1.2 Strukturierung des Gebäudeautomationssysteme
5.1.2.1 Zentral
5.1.2.2 Dezentral
5.1.2.3 Individuell
5.2 Mietwohnungen
5.3 Systemempfehlung
5.4 Funktionen der Gebäudeautomation
5.4.1 Komfort
5.4.2 Multimedia und Entertainment
5.4.3 Gebäudesicherheit
5.4.4 Ambient Assisted Living
5.5 Facility Management
5.5.1 Kompetenzanforderungen durch Gebäudeautomation
5.5.2 Nachhaltige Nutzung von Gebäudeautomationssystemen
5.5.3 Notwendigkeit der Instandhaltung der Systeme
5.5.4 Energiemanagement
5.5.4.1 Gebäudebestand und Energieverbrauch
5.5.4.2 Gesetze, Normen und Richtlinien
5.5.4.2.1 Energieeinsparungsverordnung (EnEV) 2016
5.5.4.2.2 Richtlinie 2010/31/EU
5.5.4.2.3 EN 15232
5.5.4.2.4 DIN V 18599
5.5.4.3 Einsparung von Beleuchtungsenergie
5.5.4.4 Einsparung von Heiz- und Kühlenergie

6 Beispielimmobilien
6.1 Smart Home Einfamilienhaus
6.2 Smart Home Mehrfamilienhaus

7 Fazit

Anhang

Quellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Baufertigstellungen von Wohnungen in Deutschland 2001 - 2014

Abbildung 2: Umsatz im Smart Home Markt

Abbildung 3: Marktpotential Smart Home

Abbildung 4: Smartphone Absatz

Abbildung 5: Angst vor Hacker-Attacken

Abbildung 6: Automationspyramide

Abbildung 7: Nutzern sind steigende Automatisierungen unheimlich

Abbildung 8: Nutzer sorgen sich um Privatsphäre

Abbildung 9: Aussagen zur Nutzung von Smart Homes

Abbildung 10: Visualisierung über LCN-App (links) / Touchpad (rechts)

Abbildung 11: Nutzer kennen die System-Anwendungen eines Smart Homes nicht

Abbildung 12: Systemische Gliederung eines Gebäudeautomationssystems

Abbildung 13: Vernetzung und Kombination von Smart Home Geräten

Abbildung 14: Ambient Assisted Living Funktionen

Abbildung 15: Der Markt für Energie- und Ressourceneffizienz bis 2020

Abbildung 16: Einsparpotential bei Wohngebäuden gemäß EN15232

Abbildung 17: Stromverbrauch in Relation zur Glühbirne

Abbildung 18: Heizkosten im Vergleich saniert / unsaniert

Abbildung 19: Smart Home Musterhaus Paderborn

Abbildung 20: Energieeinsparpotential

Abbildung 21: Mehrfamilienhaus, Katharinenstraße 24, Berlin

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Baufertigstellungen 2010-2014

Tabelle 2: Gebäude- und Wohnungsbestand am 9.5.2011

Tabelle 3: Mehrfamilienhäuser Gesamtgebäudebestand

Tabelle 4: Kosten der Erhöhung des EnEV-Standards von Neubauten

Tabelle 5: Einsparpotential durch Beleuchtungs-Automation

Tabelle 6: Einsparpotential durch Heizungs- / Kühl-Automation

Formelverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

„Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben.“[1] Dieses Zitat Albert Einsteins, steht sinnbildlich für den Fokus der vorliegenden Arbeit.

Mit dem Internet, das ab 1989 Einzug in die privaten Haushalte gefunden hat, und der fortschreitenden Technologisierung befinden wir uns im digitalen Zeitalter. Heutzutage ist fast jeder deutsche Haushalt mit einem Wireless Local Area Network (WLAN) ausgestattet, welches mit dem Internet verbunden ist und darüber Computer, Notebooks, Tablets, Spielekonsolen, Smart TVs und Smartphones miteinander vernetzt. Die Benutzer können über externe Clouds oder netzgebundene Speicher (NAS) auf ihre Musik, Bilder, Videos, Dokumente oder Spieledaten zugreifen. Diverse Bewohner nutzen bereits Steuerungen für Jalousien, Stimmungslicht, automatische Videoüberwachung der Eingangstür, Bewegungsmelder für die Schaltung der Außenbeleuchtung oder den Fingerabdruck bei ihrem Smartphone. Dabei sind sich viele Konsumenten nicht bewusst, dass sie sich längst in der Welt der Smart Homes befinden und damit schon diverse Anwendungen in ihren Alltag integriert haben. Inwiefern sich ein Bewohner für oder gegen ein Smart Home entscheidet, hängt größtenteils davon ab, wie bedienbar und flexibel erweiterbar die Systeme sind und wie die Privatsphäre des Benutzers geschützt wird.[2]

Des Weiteren sind für die Konsumenten der Preis der Gebäudeausstattung, die Energieeinsparungen und Amortisationszeiten des Smart Home von Bedeutung. In Zeiten stetiger Zunahme des weltweiten Energieverbrauchs, steigender Energiepreise und schwindender Ressourcen sind energiesparende, technische Gebäudeausstattungen im Bereich der Wohnimmobilien in jeder Beziehung von Vorteil.

Die Bundesregierung hatte im Herbst 2010 ein Energiekonzept entwickelt, mit welchem der Energieverbrauch bis 2050 auf die Hälfte zurückgehen kann[3] und beschloss, eine klimaneutrale Versorgung von Energie zu verwirklichen.[4] „Groß ist auch die Herausforderung der Energiewende, denn sie will das Zeitalter der fossilen Energiequellen Kohle, Erdöl und Erdgas beenden, die seit 200 Jahren die Welt verändern und die Handlungsmöglichkeiten der Menschen erweitern.“[5] Wie wirken sich die rasanten Energieverschärfungen auf die deutsche Wohnungswirtschaft aus? Aufgrund der 2016 verschärften Energieeinsparverordung befürchten Immobilienunternehmen, dass Neubauten für Durchschnittsverdiener unbezahlbar werden.[6] „Es besteht die Gefahr, dass künftig Wohnungen und Häuser errichtet werden, die niemand mehr mieten oder kaufen will.“[7] Experten halten die Energiewende zwar für angemessen und unausweichlich, jedoch sollte diese in einem gesünderen Tempo erfolgen. Genau an dieser Stelle setzt das Smart Home mit intelligenter Gebäudeausstattung an, bei dem sich der Energiebedarf um bis zu 60% reduzieren lässt.[8] Zur Erreichung der geplanten Reduktionsziele müssen zukünftig vor allem im Bereich des Facility Management Anpassungen der Kompetenz und des IT-Fachwissens erfolgen, um die Wartung und Instandhaltung eines Smart Home gewährleisten zu können.

Die Gebäudeautomation hat sich seit 1991 im Bauwesen etabliert, stetig weiterentwickelt und ist in der heutigen Zeit wichtiger denn je. Das Smart Home vernetzt alle in einem Gebäude vorhandenen technischen Systeme, optimiert das Energiemanagement[9] und hat unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten bereits hohe Bedeutsamkeit.[10] Für viele Menschen ist der eigene Wohnraum der Lebensmittelpunkt, wodurch die Anforderungen und Ansprüche an Wohnqualität, Sicherheit, geringere Stromkosten sowie erhöhten Komfort gestiegen sind.[11] Diese Anforderungen beinhalten marktwirtschaftliche Chancen und Herausforderungen, da dem Markt ein rasch steigendes Wachstum bevorsteht. Eine Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC hat ergeben, dass 2030 ungefähr jedes dritte neu gebaute oder renovierte Haus über Gebäudeautomation im Bereich Elektronik, Heizung oder Lüftung verfügen wird.[12]

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

Ziel der Arbeit ist es, einen Überblick über den deutschen Wohnungsbau zu geben und aufzuzeigen, welchen Status Smart Homes in der Bevölkerung haben. Die Auswirkungen auf den Wohnungsbau durch die immer weiter verschärfte Energieeinsparverordnung sollen darlegt werden. Dem Leser soll ein Verständnis für den Einsatz von Gebäudeautomation und deren Anwendung und Funktion vermittelt werden. Anhand einer Smart Home Monitor Studie von 2016 wird verdeutlicht, wo die Hemmnisse bei der Anwendung von Smart Homes liegen und wie man sie beseitigen kann. Es werden die Möglichkeiten der Gebäudeautomation in Mehrfamilienhäusern beschrieben sowie die Herausforderungen, die entstehen, wenn ein System integriert wird und mehrere Bewohner unterschiedliche Bedürfnisse aufweisen. Ein bedeutendes Ziel ist die Vorstellung verschiedener Gebäudesystemorganisationen mit anschließender persönlicher Systemempfehlung.

Ein weiteres Ziel ist, zu beschreiben, wie sich das Facility Management und dessen Anforderung durch intelligente Gebäudetechnik weiterentwickelt haben. Die Energieeinsparpotentiale durch Gebäudeautomation werden anhand einzelner Funktionen vorgestellt. Mithilfe von zwei Beispielimmobilien soll die Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis aufgezeigt werden.

1.2 Aufbau der Arbeit

Nach der Einleitung wird ein Überblick über den deutschen Wohnungsbau, mit den Schwerpunkten der aktuellen Wohnbausituation, dem Wohnungsbestand und Marktprognosen für Smart Homes gegeben. Anschließend folgen die Grundlagen der Smart Homes. Im dann folgenden Teil wird die intelligente Gebäudetechnik, deren Grundlagen und Anforderungen an Gebäudeautomation vorgestellt.

Im Hauptteil wird die Problematik aufgezeigt, Gebäudeautomationen in Mehrfamilienhäuser zu integrieren. Die Potentiale verschiedener Gebäudeautomationssysteme werden ausgearbeitet und eine Systemempfehlung gegeben. Im Anschluss werden die Möglichkeiten der Funktionen der Gebäudeautomation beschrieben. Darauf aufbauend werden Kompetenzanforderungen der Gebäudeautomation an das Facility Management und die Notwendigkeit beschrieben, die jeweiligen Systeme instand zu halten. Das Energiemanagement mit deren Gesetzen und Verordnungen werden im anschließenden Teil erläutert. Hierbei werden Energieverbrauch und Gebäudebestand der Mehrfamilienhäuser in Deutschland vorgestellt. Dieser Teil wird mit den Energieeinsparmöglichkeiten beendet. Im folgenden Punkt werden zwei Beispielimmobilien, ein Ein- und ein Mehrfamilienhaus vorgestellt. Im Fazit wird die Arbeit zusammengefasst und bewertet.

2 Deutscher Wohnungsbau

Dieses Kapitel stellt den Deutschen Wohnungsbau, die aktuelle Wohnbausituation, den Wohnungsbestand und die Marktprognosen für Smart Homes vor.

„Das zahlt doch niemand!“[13] ist die Überschrift über den aktuellen Wohnungsmarkt der Fachzeitschrift Immobilien Manager von Ende 2015 und verdeutlicht damit die Brisanz dieses Themas. In den vergangenen Jahren ist der Bedarf nach bezahlbarem Wohnraum in Wachstumsregionen bzw. Ballungsgebieten stark gestiegen.[14] In den städtischen Gebieten müssten pro Jahr im mittleren Preissegment ca. 40.000 Wohnungen neu gebaut werden, um der regen Nachfrage ansatzweise gerecht zu werden.[15] Ausgerechnet in diesen Regionen wird das Bauen immer teurer, die Investitionsbereitschaft sinkt und daraus folgt unweigerlich eine gebremste Wohnungsbauaktivität, wie anhand der Tabelle 1 erkenntlich wird.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Baufertigstellungen von Wohnungen in Deutschland 2001 - 2014[16]

Der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) und der Bundesfachverband der Immobilienverwalter (BVI) trafen sich im Mai 2013 auf dem Deutschen Immobilien Kongress. Der BFW Präsident Walter Rasch äußerte sich folgendermaßen: „Die Wohnungsbauunternehmen sollen modernen Wohnraum zu tragbaren Mietenpreisen schaffen, der den demografischen Wandel berücksichtigt und Deutschland den Weg zu einer der energieeffizientesten Volkswirtschaften ebnet.“[17] Er fügte hinzu, dass die staatlichen Verschärfungen in der Energieeinsparverordnung diesem Ziel entgegenstehen und in den vergangenen 15 Jahren mit 20 % die steigenden Baukosten beeinflusst haben.[18] „Wohnungspolitik bewegt sich in einem komplexen Spannungsfeld und kann ihr Anliegen nur im partnerschaftlichen Zusammenwirken aller Marktakteure erfolgreich gestalten“[19] Für die zukünftigen Aufgaben der Immobilienwirtschaft ist es daher unausweichlich, neue Lösungskonzepte zu entwickeln, die den Anspruch der Nachhaltigkeit erfüllen, ohne durch weitere Verschärfungen der Energieeinsparverordnung ausgebremst zu werden. Seit 2000 sind 40 % der Kostensteigerungen im Wohnungsbau auf staatliche Vorgaben zurückzuführen.[20] Bei der Schaffung bezahlbaren Wohnraums kann der Staat nicht durch immer neue Auflagen bzw. Steuererhöhungen die Gesamtinvestitionskosten und damit verbundene Mieten in die Höhe treiben und anschließend über Mietpreissteigerungen klagen.[21] Die Wohnungs- und Bauwirtschaft muss ebenfalls ihren Beitrag leisten. Dies sollte in Form von optimierten Bauprozessen erfolgen, die die Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen, damit Wohngebäude künftig schneller, kosten- und fristgerecht gebaut werden können.

Zudem verdeutlicht die aktuelle Zuwanderungsrate, dass dringend ausreichend Wohnraum geschaffen werden muss. Dies ist nur möglich, wenn zusätzliches Bauland ausgewiesen wird. Investoren sollten Kostenentlastung durch z. B. moderate Grunderwerbsteuersätze erhalten.

2.1 Aktuelle Wohnbausituation

„Um weiter der steigenden Wohnungsknappheit in Ballungszentren Herr zu werden, braucht es aus Sicht der Branchenvertreter radikale Maßnahmen.“[22] Im Mai 2015 bezifferte das BBSR in seiner Wohnungsmarktprognose 2030 einen Neubaubedarf von 272.000 Wohnungen.[23] Ein halbes Jahr später wurde die Zahl auf 350.000 korrigiert. Aufgrund der großen Zahl an Flüchtlingen und einer starken Arbeitsmarktmigration hat das Kölner Institut der deutschen Wirtschaft (IW) für Ende 2016 die bisherige Baubedarfsprognose auf 430.000 Wohnungen pro Jahr erhöht. Im gesamten Jahr 2015 wurden lediglich 260.000 neue Wohnungen fertiggestellt.[24] Die Entwicklung der Baufertigstellungen von 2010-2014 sind der nachfolgenden Abbildung zu entnehmen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Baufertigstellungen 2010-2014[25]

Verbände der Wohnungs-, Immobilien- und Bauwirtschaft regen mit Studien und Gutachten dazu an, die Rahmenbedingungen für den Wohnungsneubau zu verbessern. Bundesbauministerin Barbara Hendricks fordert neue steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten im Mietwohnungsbau mit einer dazugehörigen Erhöhung der Bundesmittel.[26] Künftig sollen in den ersten drei Jahren maximal 35 % der Baukosten steuerlich abgeschrieben werden, jedoch können lediglich 2.000 Euro pro Quadratmeter steuerlich geltend gemacht werden. Das Bundeskabinett hat am 09.03.2016 beschlossen, gegen den Wohnungsmangel vorzugehen. Ziel der sog. „Wohnungsbau-Offensive“ ist es, mindestens 350.000 neuen Wohnungen pro Jahr fertigzustellen. Der Zehn Punkte Plan lässt sich wie folgt gliedern:

1. Bauland bereitstellen und öffentliche Grundstücke verbilligt vergeben.
2. Nahverdichtung von Wohnsiedlungen, Brachflächen und Baulücken schließen.
3. Soziale Wohnraumförderung und genossenschaftliches Wohnen stärken.
4. Steuerliche Anreize für mehr bezahlbare Baustandards prüfen.
5. Einheitliche Musterbauordnung der Länder anstreben.
6. Normungswesen prüfen.
7. Serielles Bauen für günstigen und ansprechenden Wohnraum forcieren.
8. Stellplatzverordnung flexibilisieren.
9. Energie-Einsparverordnung und Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz neu konzipieren.
10. Um mehr Akzeptanz für Neubau in der Bevölkerung werben.

Dr. Jürgen Erbach schreibt in seinem Artikel der Fachzeitschrift Immobilienmanager (1/2 Ausgabe – 2016) folgendes: „In Zeiten des Umbruchs gilt es, historische Grenzen zu nutzen. Mit dem Flüchtlingszustrom befinden wir uns aktuell in einer Situation des Umbruchs. Viele tausend Menschen müssen schnell und langfristig untergebracht werden. Bei der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum geht es aber nicht nur um Flüchtlinge. Vielmehr muss preiswerter Wohnraum für all diejenigen geschaffen werden, die auf eine günstige Wohnraumversorgung angewiesen sind. Die Bau- und Immobilienwirtschaft, die gerne ihre volkswirtschaftliche wichtige Bedeutung betont, sollte ihre soziale Verantwortung, ihre Innovationskraft und ihre Leistungsfähigkeit jetzt unter Beweis stellen“[27]

Um den Sozialbau weiter anzutreiben, sollen künftig zwei Milliarden Euro jährlich investiert werden und weitere Maßnahmen beim Verkauf von Bundesliegenschaften an Kommunen Preisabschläge von bis zu 80 % hinzukommen.[28] Das im November 2015 gegründete Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen hat einen umfangreichen Katalog mit Empfehlungen zum preiswerten Wohnungsbau entworfen. Der Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland (BID) und Präsident des Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. Alex Gedaschko äußerte sich in dem Zusammenhang folgendermaßen: „Die Ergebnisse liegen auf dem Tisch, jetzt müssen den Worten dringend Taten folgen“[29]. Er appelliert an die Politik, Empfehlungen und Gesetzgebungsprozesse unverzüglich umzusetzen. Seiner Meinung nach sei es ebenso wichtig, die Baunutzungsverordnung (BauNVO) zu überarbeiten.

2.2 Wohnungsbestand

Am 9. Mai 2011 wurde in Deutschland eine Gebäude- und Wohnungszählung (GWZ) durchgeführt. Es stehen damit erstmals zuverlässige Daten für ganz Deutschland bereit. Insgesamt wurden 18.922.618 Gebäude mit Wohnraum und 40.563.320 darin enthaltene Wohnungen gezählt, wie der Tabelle 2 entnommen werden kann. Diese verdeutlicht, dass Wohngebäude ohne Wohnheime ca. 96 % des Gebäudebestandes und gleichzeitig ca. 96 % der Wohnungen ausmachen.[30] Die sonstigen Gebäude mit Wohnraum sind mit 3,5 % am zweithäufigsten vertreten. Wohnheime haben mit 0,1 % bei den Gebäuden bzw. knapp 1,0 % bei den Wohnungen nur einen kleinen Anteil am Bestand. Der behelfsmäßige Wohnraum beträgt annähernd 10.000 bewohnte Gebäude mit knapp 15.000 Wohnungen.

Von fast 19 Millionen Wohngebäuden sind 66 % Gebäude mit einer Wohnung, 17 % Gebäude mit zwei Wohnungen, 11 % mit drei und mehr Wohnungen und 6 % große Mehrfamilienhäuser, die sieben und mehr Wohnungen enthalten.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2: Gebäude- und Wohnungsbestand am 9.5.2011[31]

2.3 Marktprognosen für Smart Home

Für den Wohnungsbau sind die Smart Home Marktprognosen zuversichtlich, was ein starkes Wachstum erwarten lässt.[32] Der Trend liegt jährlich bei 3,1 % in den Jahren 2014 bis 2017.[33] Eine Ursache dafür sind in erster Linie die niedrigen Zinsen, welche vielen Privatpersonen den Hausbau oder Kauf ermöglichen. Für Smart Homes stehen die Wachstumschancen nicht nur für direkte Anbieter gut, sondern auch für Anbieter aus Hoch- und Tiefbau, die keinerlei direkte Verbindung zu Smart Homes haben. Zum zentralen Wachstumsfaktor gehören die Gebäudetechnik, speziell die Smart Homes mit intelligenter Gebäudeautomation, die einen durchschnittlichen Erlös von 1.484,21 Euro ausmachen.[34] Der Umsatz wird 2016 im Smart Home Markt auf etwa 697,3 Millionen Euro geschätzt.[35]

Laut Prognose der Statista GmbH wird 2020 die Anzahl der Haushalte mit Smart Home Funktionen auf 2,4 Millionen geschätzt.[36] Das Umsatzwachstum in den Bereichen Hausautomatisierung, Gebäudesicherheit, Smart Entertainment Systeme, Altersgerechte Assistenzsysteme und Energiemanagement kann der folgenden Abbildung entnommen werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Umsatz im Smart Home Markt[37]

Deutschland zählt zwar zu den Top Ländern im globalen Smart Home Umsatz Vergleich. Weltweit erzielen 2016 jedoch die USA den meisten Umsatz mit 7.316,9 Mio. Euro.[38]

3 Smart Home

Im nachfolgenden Teil werden die Grundlagen des Smart Home beschrieben. Begonnen wird mit einer Definition des Smart Home, anschließend folgt eine Erläuterung der Smart Meter und den Smartphones, dem Datenschutz und endet mit kurzen Ausführungen über die Zielgruppen.

3.1 Definition

Der Begriff Smart Home bezeichnet ein über Informations- und sensortechnisch ausgerüstetes und vernetztes Gebäude,[39] allgemein auch unter „Smart Living“, „eHome“ oder „Intelligent Home“ bekannt. Der Begriff „Intelligent“ ist nicht dahingehend zu interpretieren, dass das Smart Home selbstständig auf die Bedürfnisse der Bewohner reagiert und sich dementsprechend in komplexer Weise anpasst.[40] Vielmehr zielt das Smart Home auf Erhöhung der Lebens- und Wohnqualität sowie Sicherheit ab und wirkt sich positiv auf das Energiemanagement aus. Im Smart Home sind Haustechnik und Geräte wie z.B. Lampen, Jalousien, Unterhaltungselektronik und Heizung über Draht- oder Funkleitungen miteinander verbunden und können vom Benutzer mittels Smartphone, Tablet oder Infopanels gesteuert werden.

Die nachfolgende Abbildung veranschaulicht das Marktpotential der Smart Homes, welches anhand einer Studie der Dr. Grieger & Cie. Marktforschung vom November 2015 mit über 1017 Befragten ermittelt wurde. Aus ihr geht hervor, dass über 55 % von 1017 Befragten Interesse an Smart Homes zeigen und fast 3 % dieses bereits nutzen. Lediglich 35 % lehnen es ab und 6 % sind noch nicht entschlossen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Marktpotential Smart Home[41]

3.2 Smart Meter

„Noch smarter kann ein Smart Home werden, wenn die elektrischen Geräte nicht nur untereinander vernetzt sind, sondern zusätzlich auf Informationen des Strommarktes reagieren können.“[42] Der Smart Meter (intelligenter Zähler) beschreibt elektronische Zähler mit dazugehörigen Kommunikationsschnittstellen, die verschiedene Stromtarife zu verschiedenen Zeiten erfassen können und diese Information an das Smart Home weitergeben können. Abgerechnet wird dann über den sog. Smart Meter.[43] Diese Zähler können Informationen über den aktuellen Strom-, Gas-, Wärme-, Kälte und Wasserverbrauch erfassen. Dies würde für Nutzer bedeuten, dass zu Zeiten von niedrigen Strompreisen, stromintensive Geräte genau in diesen Zeitfenstern genutzt werden können. Es gibt diverse Zählervarianten mit unterschiedlicher Technologie, wie elektronische Zähler, mechanische Zähler, fernauslesbare Zähler und Zähler, die über Datenübertragungen verfügen.[44] In § 21d EnWG sind die Anforderungen an Smart Meter geregelt.[45] Dazu ist seit 2008 die Messzugangsverordnung (MessZV) in Kraft getreten, die Voraussetzungen und Bedingungen des Messstellenbetriebs und der Messung von Energie definiert.[46]

„Die Integration der Gebäudeautomation in Smart Meter ist ein Motor für ihre Entwicklung, und umgekehrt kann auch Gebäudeautomation zum Motor für Smart Meter werden.“[47] Aktuell ist die Entwicklung der Smart Meter noch sehr zaghaft. Ein Grund dafür ist, dass nicht alle Vorteile für den Gebäudenutzer eindeutig erklärt und ersichtlich sind.[48] An dieser Stelle muss die Branche der Gebäudeautomation als Spezialist für Smart Homes ihr Fachwissen einbringen, neue Geschäftsfelder entwickeln und zusätzliche Märkte erschaffen.[49]

3.3 Smartphone

Ein Smartphone ist ein Mobiltelefon mit erweitertem Funktionsumfang. Neben dem Telefonieren und dem Short Message Service (SMS) sind zusätzliche Dienste wie die E-Mail, das World Wide Web, Navigation, Kalendereinträge, GPS, Fingerabdruckscanner u.v.m. mit dem Smartphone möglich. Betriebssysteme wie z.B. iPhone OS, Symbian OS, Blackberry OS oder das Android sind die Häufigsten. Das Angebot der Applikationen (Apps) ist enorm und bietet dem Benutzer einen erweiterbaren und individualisierbaren Funktionsumfang. Laut einer Prognose des Statistik Portals Statista werden im Jahr 2016 weltweit rund 1,52 Milliarden Smartphones und im Jahr 2020 sollen rund 1,92 Milliarden Geräte abgesetzt sein, wie man der nachfolgenden Abbildung entnehmen kann.[50]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Smartphone Absatz[51]

Der Markt scheint grenzenlos zu wachsen und somit auch die Möglichkeit, sein Smartphone mit dem Zuhause zu verbinden und per App zu steuern, unabhängig ob Smartphone, Tablet, iPhone oder Android.

3.4 Datenschutz

In einem Smart Home Netzwerk werden sensible, persönliche Daten zwischen einzelnen Komponenten und dem jeweiligen Gebäudeautomationssystem ausgetauscht. Diese sicher und zuverlässig zu schützen hat oberste Priorität. Potenzielle Ziele von Hackern sind Komponenten wie Netzwerkgeräte, Bediensysteme, Fernwirkgeräte und die IT-Infrastrukturen, welche die Kommunikation zwischen diesen Komponenten regeln. Schon bei der Planung eines Smart Home sollte bei der Einrichtung eines geschützten IT-Netzwerkes das Netzwerk in getrennten und voreinander geschützten Zonen angelegt werden.[52] Dies beinhaltet sinnvolle Gruppierungen, etwa mit entsprechenden VLAN (Virtual Local Area Network)-Segmenten für Haustechnik, Wartungszwecke, Internetzugang oder für Gebäudeüberwachung. Das hat zur Folge, dass alle Bewohner das Internet und Entertainmentfunktionen nutzen können, aber nur bestimmte Benutzer oder Facility Manager Zugriff auf die Haussteuerung haben.[53] Zusätzlich schützt ein Virtual Private Networks (VPN) vor Zugriff von außen. Das Funknetzwerk (WLAN) muss unbedingt über die Verschlüsselungsmethode WPA2 nach IEEE802.11i in Verbindung mit dem AES-Algorithmus abgesichert werden.[54] Zusätzlich sollten „starke“ Passwörter verwendet werden, die Groß- und Kleinbuchstaben, sowie Zahlen enthalten. Ein regelmäßiger Wechsel garantiert mehr Sicherheit. Die verwendete Technik sollte durch Updates immer auf dem neuesten Stand sein, um Sicherheitslücken zu vermeiden.

Das Thema Datenschutz in Wohngebäuden bleibt auch künftig spannend. Die europäische Datenschutzgrundverordnung „Privacy by Design“ (Datenschutz durch Technik) soll 2018 verabschiedet werden. Das Gesetz soll festlegen, dass Datenschutz und Privatsphäre bereits in der Entwicklung von Technik eingebunden werden. Das bedeutet für die Gebäudeautomation, dass die Steuerungssoftware von Anfang an mit anonymen Daten arbeiten muss.[55]

Privacy by Design verfolgt sieben Prinzipien die sichergestellt werden sollen:

1. Vorbeugung statt Abhilfe
2. Datenschutz als Standardeinstellung
3. Datenschutz in das Design eingefügt
4. Volle Funktionalität
5. Datenschutz während des gesamten Lebenszyklus
6. Transparenz
7. Privatsphäre der Nutzer hat oberste Priorität[56]

Smart Home Nutzer fürchten sich derzeit vor allem vor Hacker-Attacken. Wie der nachfolgen Abbildung entnommen werden kann, sind das 57,9 % von 1.017 befragten Personen.[57]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5: Angst vor Hacker-Attacken[58]

3.5 Zielgruppen

Um Smart Home Systeme gezielt den verschiedenen Kundengruppen anbieten zu können, werden diese im folgenden Teil kurz erläutert.

3.5.1 Luxussegment

Das Luxussegment der Smart Home Funktionen ist für Kunden mit hoher Kaufkraft ausgelegt und weist aktuell den höchsten Entwicklungsstatus auf. In diesem Bereich werden häufig individualisierte Komplettinstallationen eingesetzt und mit speziell angepassten Bedienoberflächen programmiert.[59] Meistens wird ein Planer beauftragt, der Komponenten verschiedener Hersteller zusammenstellt und in das System integriert. Im Luxussegment werden die Konzepte für ein Smart Home System bereits in der Neubau-Phase oder bei Sanierungen entwickelt und somit kommen oft kabelgebundene Systeme zum Einsatz. Die Preise für solch entsprechende Systeme liegen häufig im sechsstelligen Euro Bereich.

Marktteilnehmer (Planer, Installer, Integratoren, Plattformbetreiber, Service Provider und Gerätehersteller) müssen versuchen, den hohen Standard der Individualisierungen zukünftig in die unteren Segmente zu übertragen, um mehr Kunden zu gewinnen.

3.5.2 Premiumsegment

Das Premiumsegment bietet standardisierte Systeme an, welche häufig mit hochwertigen Komponenten kombiniert und erweitert werden.[60] Individuelle Wünsche der Kunden und Anpassungen sind im Verhältnis zum Luxussegment nur bedingt möglich. In diesem Segment wird auch seltener ein geschulter Planer engagiert. Die nötigen Installationen werden meistens von spezialisierten Elektrikern vorgenommen.

Probleme bestehen in der geringen Markttransparenz und in der Herausforderung der Kunden, einen qualifizierten und vertrauenswürdigen Anbieter zu finden. Auch die Bedienung bestimmter Hardware-Komponenten gestaltet sich häufig problematisch für den Kunden. Hier müssen Hersteller künftig für weniger technisch versierte Kunden besondere Serviceangebote schaffen und mit Rat zur Seite stehen.

3.5.3 Volumenmarkt

Die Smart Home Angebote im Volumenmarkt sind hauptsächlich auf Funktionen ausgerichtet, die preislich im unteren Bereich liegen. Oft handelt es sich um Systeme zum Nachrüsten über Funkverbindungen, die auch in Mietwohnungen verbaut werden und ggf. beim Auszug wieder entfernt werden können. Möglichkeiten der Individualisierung sind gering und rücken in den Hintergrund. Vorrangig stehen der moderne Life-Style Gedanke und Wünsche, Smart Home Systeme zu günstigen Preisen installieren zu können.[61]

Ein Volumenmarkt für Smart Home Systeme im unteren Preissegment konnte bislang nur geringfügig erschlossen werden.[62] Es mangelt an attraktiven und zugleich günstigen Smart Home Angeboten. Die Interkompatibilität, Zuverlässigkeit und Erweiterbarkeit bereits existierender Systeme stellt sich als Schwachpunkt heraus.

4 Intelligente Gebäudetechnik

Hier wird zunächst ausgeführt, was unter intelligenter Gebäudetechnik zu verstehen ist, wie sich diese entwickelt hat, einschließlich der Grundlagen und Anforderungen an die Gebäudeautomation.

4.1 Begriffserklärung

Intelligente Gebäudetechnik beschreibt die Gesamtheit von Steuer-, Überwachungs-, Regel- und Optimierungseinrichtungen in Gebäuden.[63] Sämtliche im Gebäude integrierten Geräte, Sensoren und Bedienelemente werden untereinander vernetzt. Das Ziel der Gebäudeautomation ist es, Funktionsabläufe autonom nach vorgegebenen Parametern durchzuführen. Damit ist die intelligente Gebäudeausstattung ein wichtiger Bestandteil des technischen Facility Managements.

4.2 Entwicklung

Seit mehr als 70 Jahren werden mit Anlagen der Gebäudeautomation (GA) die Systeme der technischen Gebäudeausrüstung (TGA) geregelt, gesteuert und optimiert.[64] Seit 1991 hat die intelligente Gebäudetechnik im Bauwesen eine bedeutende Rolle eingenommen. Aufgrund der technischen Systeme innerhalb der Gebäudeautomation sind die Aufgaben immer vielfältiger geworden. Die Entwicklung des Gebäudeautomationsmarktes wurde in den letzten 20 Jahren massiv durch verschiedene Nutzerorganisationen beeinflusst.[65] Diese Organisationen wie z.B. LON und LCN (die im späteren Teil der Arbeit noch detaillierter beschrieben werden) waren bedeutend, um Unternehmen von den neuen Technologien zu überzeugen. Sie mussten sich als Hersteller, Entwickler, Distributor, Planer und Systemintegrator annehmen und so Angebote für Anwendungen schaffen.[66] Als nächstes mussten die Organisationen versuchen den Markt zu erschließen, potenzielle Kunden zu bewerben und zu informieren. Wegweisend für die Entwicklung war unter anderem:

- Lobbyarbeit in Politik und Verbänden
- Einflussnahme auf Gremien für Normung und Standardisierung
- Ausbildung und Qualifizierung

4.3 Grundlagen der Gebäudeautomation

Bei der Gebäudeautomation gibt es eine hierarchische Struktur, die sich in drei Ebenen gliedert, wie der nachfolgenden Abbildung zu entnehmen ist.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 6: Automationspyramide[67]

4.3.1 Managementebene

Die Managementebene bildet die Spitze der Automatisierungspyramide und befasst sich mit der Visualisierung, Bedienung und den Störmeldungen des Gebäudes. Diese Ebene arbeitet gewerke- und liegenschaftsübergreifend; das bedeutet, dass z.B. von einer Zentrale aus mehrere Gebäude gesteuert werden können.[68] Im Facility-Management finden diese Funktionen häufig Anwendung, wenn mehrere Immobilien von einem zentralen Punkt aus gesteuert werden. Wie die Daten zwischen den Ebenen kommunizieren, wird anhand des BACnet (Data Communication for Building Automation and Control Networks) vorgestellt. Das BACnet ist ein Datenübertragungsprotokoll für Gebäudeautomation und in der DIN EN ISO 1684 genormt.[69] Das BACnet ermöglicht die interoperable Vernetzung von Funktionen und Diensten wie z.B. Heizung, Lüftung, Klima, Beleuchtung, Sanitär, Elektrotechnik, Sicherheitstechnik, usw. Interoperabilität bedeutet die Fähigkeit von Systemen oder Systemkomponenten, mit anderen Systemen oder Komponenten in einem Netzwerk zusammen zu arbeiten.[70] Das BACnet-Protokoll hat keine Bindung an eine bestimmte Hardware oder Hersteller und ermöglicht einen Einsatz auf allen Ebenen der Gebäudeautomation. Facility Manager können sich mit Hilfe des BACnet die erforderliche Infrastruktur zunutze machen, um das Ziel des Gebäudeautomationskonzepts zu erreichen.

4.3.2 Automationsebene

Die Automationsebene umfasst Komponenten, die zur Steuerung, Regelung und Zeitsteuerung und zum Aufbau einer Intelligenz bzw. Logik benötigt werden. Diese Ebene kann gebäudeweise oder gebäudeübergreifend arbeiten. Die Funktionen der Automatisierungsebene sind folgende:

- Zeitsteuerung
- Zustandssteuerung
- Logische Verknüpfungen
- Anwesenheitssteuerung
- Anwesenheitssimulation
- Heizungstemperaturregelung
- Lüftungssteuerung
- Energiemanagement und Smart Metering[71]

Diese Funktionen werden durch Verknüpfungen wie z.B. Logikmodule, Controller etc. ausgeführt.

4.3.3 Feldbusebene

Die Feldbusebene beschreibt das Gebäudebussystem und besteht aus Sensoren und Aktoren, die über den Feldbus untereinander kommunizieren.[72] Die Sensoren messen bzw. erfassen physikalische Größen oder Zustände und werden anschließend in elektrische Signale umgewandelt und an die überliegenden Ebenen gesendet, wo sie verarbeitet werden. Die höheren Ebenen können ebenfalls über den Feldbus Signale versenden, um so die Aktoren anzusteuern und verschiedene Funktionen ausführen. Zur Feldebene gehören neben den Sensoren und Aktoren auch Systemkomponenten wie Gateways, die eine Verbindung zwischen unterschiedlichen Systemen ermöglichen. Prinzipiell kann die Feldebene ohne Automatisierungs- oder Managementebene selbstständig Funktionen ausführen wie z.B.:

- Lichtsteuerung
- Temperatursteuerung
- Jalousiesteuerung
- Lüftungssteuerung
- Wetterdatenerfassung[73]

4.4 Anforderungen an die Gebäudeautomation

In diesem Kapitel werden die Anforderungen an die Gebäudeautomation und deren Nutzerakzeptanz, Benutzerfreundlichkeit sowie einige Auszüge der Smart Home Monitor Studie 2016 vorgestellt.

„Alles, was der Planer vorschlägt und die Installateure bauen, dient einem Ziel: zufriedene Bewohner.“[74] Da aber jeder Mensch unterschiedliche Gewohnheiten und Bedürfnisse hat, wird es mit wachsender Anzahl von Bewohnern eines Mehrfamilienhauses immer komplexer. Häufig haben die Eigentümer schon sehr konkrete Vorstellungen, die ihr Eigenheim betreffen. Ziele der Bewohner für den Neubau oder Modernisierung sind daher:

- Ökologische Ansprüche: hohe Einsparung an Kohlendioxid und vielfältiger Einsatz von erneuerbaren Energien
- Anforderungen der Energieeinsparverordnung erfüllen
- Geringe Investitions- und Betriebskosten
- Grundausstattung mit erweiterbaren Optionen
- Technische Anlagen integrieren
- Autonomie

Die grundlegende Herausforderung an ein Gebäudeautomationssystem, um sich auf dem Markt etablieren zu können, ist zunächst die Nutzerakzeptanz, die im folgenden Teil erläutert wird.

4.4.1 Nutzerakzeptanz

Die Akzeptanz der aktuellen und künftigen Benutzer hat große Bedeutung. Automationssysteme werden nur dann gekauft, wenn diese von den Nutzern verstanden und akzeptiert werden. Die Kunden müssen in erster Linie von den Vorteilen der intelligenten Gebäudeautomation überzeugt sein, um sie zum Kauf zu bewegen. Wie mithilfe der Smart Home Monitor Studie 2016 ermittelt wurde, überwiegen Ängste und Skepsis. Bei der Studie wurden 1017 Personen aus Deutschland befragt. Die Hälfte der Befragten hat Interesse an intelligenter Gebäudetechnik und jeder Fünfte lehnt eine Nutzung grundsätzlich ab.

Je mehr die Anwender in den Aufbau des Systems miteinbezogen werden, desto höher ist das Maß an Vertrauen in das System. So können Hemmnisse oder Ängste vor der neuen Technik, die immer noch sehr hoch sind, eliminiert werden. Dieses zeigen die nachfolgenden Grafiken.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 7: Nutzern sind steigende Automatisierungen unheimlich[75]

Unter den Anwendern herrscht Unsicherheit bezüglich des Datenschutzes. Zudem wird die Inkompatibilität von Geräten unterschiedlicher Hersteller als problematisch angesehen.[76]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 8: Nutzer sorgen sich um Privatsphäre[77]

Der wichtigste Gesichtspunkt für einen potenziellen Nutzer ist, dass er in dem Gebäudeautomationssystem einen erkennbaren Mehrwert durch zusätzlichen Komfort, erhöhte Sicherheit und Energieeinsparungen erhält. Zudem erhöht sich die Nutzerakzeptanz, wenn auf individuelle Bedürfnisse der Bewohner z.B. in Mehrfamilienhäusern eingegangen werden kann. Die folgende Abbildung zeigt die Gründe für die Ablehnung von Gebäudeautomationssystemen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 9: Aussagen zur Nutzung von Smart Homes[78]

Ein wichtiger Faktor, damit die Allgemeinheit die Gebäudeautomation annimmt, ist ein günstiger Einstiegspreis des jeweiligen Systems. Durch die Visualisierung der aktuellen Energieverbrauchsdaten bestehen für den Bewohner eine Übersicht und die Möglichkeit, unmittelbar Einfluss zu nehmen. Mittels einer Datenbank werden Energiewerte und Betriebsstunden angezeigt, sodass ein Bewusstsein für den aktuellen Energieverbrauch geschaffen werden kann.

4.4.2 Benutzerfreundlichkeit und Funktionalität

Die Benutzerfreundlichkeit und Funktionalität des Gebäudeautomationssystems müssen für Nutzer einfach in der Bedienung sein und einen reibungslosen Ablauf des Gebäudeautomationssystems garantieren. Die übersichtliche und gut strukturierte Bedienung über ein Touchpad, Computer oder dem Smartphone ist eine der wichtigsten Bestandteile und stellt die Schnittstelle zwischen System und Nutzer dar. In der Smart Home Monitor Studie spiegelt sich der Wunsch der Nutzer und Interessenten wider, die Steuerung sämtlicher Smart Home-Anwendungen über eine einzige App ausführen zu können.[79] Wie eine Visualisierung eines Gebäudeautomationssystems über ein Smartphone oder Tablet mittels App aussehen kann, zeigt die folgende Abbildung.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 10: Visualisierung über LCN-App (links) / Touchpad (rechts)[80]

Mehr als die Hälfte der Befragten scheitern schon an der Bedienung der Anwendungen, wie der nachstehenden Grafik zu entnehmen ist. Lediglich 12,6 % beherrschen die Systemanwendungen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 11: Nutzer kennen die System-Anwendungen eines Smart Homes nicht[81]

5 Gebäudeautomation im Mehrfamilienhaus

Zunächst werden die verschiedenen Systemorganisationen, deren Problematiken und welche Herausforderungen diese bei Anwendung in Mehrfamilienhäusern mit sich bringen, vorgestellt. Ferner wird eine persönliche Systemempfehlung für den Einsatz in Mehrfamilienhäusern beschrieben. Anschließend folgen Ausführungen über Funktionen der Gebäudeautomation und das Facility Management.

Ein Gebäudeautomationssystem lässt sich wie folgt in drei Systemebenen gliedern.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 12: Systemische Gliederung eines Gebäudeautomationssystems[82]

Die übergeordnete Gebäudeautomations-Management-Ebene umfasst die Managementfunktionen sowie das übergeordnete Bedienen und Anzeigen der Anlagen- und öffentlichen Raumautomationen.[83] Die Anlagenautomation bezeichnet die Automation von Anlagen der technischen Gebäudeausstattung, wie z.B. die zentrale Klima- oder Wärmeerzeugungsanlagen, die häufig in Technikräumen im Kellerbereich eines Mehrfamilienhauses untergebracht sind. Die Raumautomations-Ebene betrifft alle Aufgaben und Funktionen einer gewerkeübergreifenden Automation im öffentlichen und privaten Raum eines Mehrfamilienhauses.

5.1 Eigentumswohnungen

5.1.1 Problematiken der Systemlösungen

Beim Aufbau der Gebäudeautomatisierung in einem Mehrfamilienhaus muss zwischen einem zentralen, dezentralen und individuellem System unterschieden werden. Die Art der Installation legt die räumliche Anordnung der Komponenten der Gebäudeautomation und deren Einbindung in das Gebäudeautomations-System fest.[84]

Wie im Verlauf der Arbeit erläutert wurde, kann ein Smart Home aus mehreren Einzelkomponenten und Teilsystemen bestehen. Bei Mehrfamilienhäusern besteht die Problematik in der Steuerung und vor allem dem Zugriff der verschiedenen Bewohner auf einzelne Gebäudeautomationen. Darf z.B. jeder vollen Zugriff auf die Vernetzung haben? Die Bewohner sollten keinen Einblick in die Systemorganisation haben, was nur dem Facility Manager vorbehalten ist. Wie muss die System-Organisation mit verteilter Funktionalität gestaltet sein, damit die Endverbraucher auf die ihre Wohnung betreffende Gebäudetechnik zugreifen können? Hierbei kommt es in erster Linie auf einfache Bedienbarkeit und Benutzerfreundlichkeit an. Wie wichtig ist daher die Anpassungsfähigkeit an die speziellen Anforderungen in Mehrfamilienhäusern? Denn in einer Hausgemeinschaft haben unterschiedliche Bewohner (Mieter oder Eigentümer) auch unterschiedliche Vorlieben und Zugriffsrechte.

Um diese Fragen klären und anschließend eine Empfehlung für ein System oder eine Kombination aus den Systemen für Mehrfamilienhäuser geben zu können, werden zunächst die unterschiedlichen Systeme vorgestellt.

[...]


[1] Einstein (1879-1955)

[2] Vgl. Klebsch / Masurkewitz / Witusch / Heßler / Landwehrmann / Pongratz / Rieß (2015), S. 8

[3] Vgl. Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (2016)

[4] Vgl. Popp (2013), S. IX

[5] Popp (2013), S. IX

[6] Vgl. WeltN24 GmbH (2012)

[7] WeltN24 GmbH (2012)

[8] Vgl. Bergmann & Franz Nachf. GmbH & Co. KG (2016)

[9] Vgl. Balow (2012), S. 4

[10] Vgl. Braun (2010), S. 1

[11] Vgl. Ußler (2014), S. 1

[12] Vgl. Zuberer (2015)

[13] Osadnik (2015), S.20

[14] Vgl. Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e.V. (2015), S. 5

[15] Vgl. Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e.V. (2015), S. 5

[16] Eigene Darstellung in Anlehnung an Statista GmbH (2016)

[17] Diehl (2013), S. 54

[18] Vgl. Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V. (2016)

[19] Diehl, (2013), S. 54

[20] Vgl. Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V. (2016)

[21] Vgl. Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V. (2016)

[22] Pestlin (2016), S. 44

[23] Vgl. Pestlin (2016), S. 44

[24] Vgl. Pestlin (2016), S. 44

[25] Eigene Darstellung in Anlehnung an Statistisches Bundesamt (2016)

[26] Vgl. Pestlin (2016), S. 44

[27] Erbach (2016), S. 30

[28] Vgl. Pestlin (2016), S. 44

[29] Pestlin (2016), S. 45

[30] Vgl. Statistische Ämter des Bundes und der Länder (2011), S. 5

[31] Eigene Darstellung in Anlehnung an Statistische Ämter des Bundes und der Länder (2011), S. 5

[32] Vgl. PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft (2015)

[33] Vgl. PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft (2015)

[34] Vgl. PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft (2015)

[35] Vgl. PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft (2015)

[36] Vgl. Statista GmbH (2016)

[37] Statista GmbH (2016)

[38] Vgl. PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft (2015)

[39] Vgl. Gabler Wirtschaftslexikon - Die ganze Welt der Wirtschaft (2016)

[40] Vgl. Ußler (2014), S. 4

[41] Eigene Darstellung in Anlehnung an Dr. Grieger & Cie. Marktforschung (2016)

[42] Das Portal verbraucherzentrale.de (2014)

[43] Vgl. Deutsche Energie-Agentur GmbH (2011), S. 5

[44] Vgl. Deutsche Energie-Agentur GmbH (2011), S. 5

[45] Vgl. Konferenz der Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder (2012)

[46] Vgl. Deutsche Energie-Agentur GmbH (2016)

[47] TEMA Technologie Marketing AG (2012), S. 2

[48] Vgl. TEMA Technologie Marketing AG (2012), S. 2

[49] Vgl. TEMA Technologie Marketing AG (2012), S. 2

[50] Vgl. Statista GmbH (2016)

[51] Eigene Darstellung in Anlehnung an Statista GmbH (2016)

[52] Vgl. ARCHmatic - Alfons Oebbeke (2016)

[53] Vgl. ARCHmatic - Alfons Oebbeke (2016)

[54] Vgl. ARCHmatic - Alfons Oebbeke (2016)

[55] Vgl. Ritzer / Müller (2015), S.75

[56] Vgl. Digitalcourage e.V. (2015)

[57] Vgl. Dr. Grieger & Cie. Marktforschung (2016)

[58] Eigene Darstellung in Anlehnung an Dr. Grieger & Cie. Marktforschung (2016)

[59] Vgl. Kum / Materzok / Sonnenschmidt / Wagner (2013), S. 8

[60] Vgl. Kum / Materzok / Sonnenschmidt / Wagner (2013), S. 8

[61] Vgl. Kum / Materzok / Sonnenschmidt / Wagner (2013), S. 8

[62] Vgl. Kum / Materzok / Sonnenschmidt / Wagner (2013), S. 11

[63] Vgl. Balow (2012), S. 9

[64] Vgl. Balow (2012), S. 1

[65] Vgl. TEMA Technologie Marketing AG (2012), S. 1

[66] Vgl. TEMA Technologie Marketing AG (2012), S. 3

[67] Eigene Darstellung

[68] Vgl. Aschendorf (2014), S. 66

[69] Vgl. Balow (2012), S. 117

[70] Vgl. Balow (2012), S. 117

[71] Vgl. Aschendorf (2014), S. 67 ff.

[72] Vgl. Aschendorf (2014), S. 66

[73] Vgl. Aschendorf (2014), S. 67 ff.

[74] Schwarzburger (2014), S. 15

[75] Eigene Darstellung in Anlehnung an Dr. Grieger & Cie. Marktforschung (2016)

[76] Vgl. Dr. Grieger & Cie. Marktforschung (2016)

[77] Eigene Darstellung in Anlehnung an Dr. Grieger & Cie. Marktforschung (2016)

[78] Eigene Darstellung in Anlehnung an Dr. Grieger & Cie. Marktforschung (2016)

[79] Vgl. Dr. Grieger & Cie. Marktforschung (2016)

[80] Issendorff KG (2016)

[81] Eigene Darstellung in Anlehnung an Dr. Grieger & Cie. Marktforschung (2016)

[82] Eigene Darstellung

[83] Vgl. Heidemann (2013), S. 42

[84] Vgl. Heidemann (2013), S. 62

Ende der Leseprobe aus 69 Seiten

Details

Titel
Smart Homes. Potentiale und Herausforderungen von Wohnimmobilien mit intelligenter Gebäudetechnik und die Auswirkung auf das Energiemanagement
Hochschule
HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst - Fachhochschule Hildesheim, Holzminden, Göttingen
Note
1,7
Autor
Jahr
2016
Seiten
69
Katalognummer
V338516
ISBN (eBook)
9783668279476
ISBN (Buch)
9783668279483
Dateigröße
1347 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Smart Home, ehome, Gebäudetechnik, intelligent home, Technische Gebäudeausstattung, Energiemanagement, Intelligente Gebäudetechnik, Immobilie, Facility Management, Wohnungsbau, Energieeinsparung
Arbeit zitieren
Phil Reitz (Autor), 2016, Smart Homes. Potentiale und Herausforderungen von Wohnimmobilien mit intelligenter Gebäudetechnik und die Auswirkung auf das Energiemanagement, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/338516

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