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Kann totale Inklusion in der Grundschule gelingen? Die Bedeutung von inklusiver Bildung

Title: Kann totale Inklusion in der Grundschule gelingen? Die Bedeutung von inklusiver Bildung

Term Paper , 2013 , 16 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Sandra Koplin (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Spätestens seit Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention unterschrieben hat, ist Inklusion auch in der Bundesrepublik ein wichtiges Thema geworden. Doch was genau bedeutet Inklusion? Welche Veränderungen müssen in der Bildungslandschaft geschehen, um die Teilhabe aller zu gewährleisten? Denn der aktuelle Stand ist nach wie vor durch Selektion der Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischen Förderbedarf auf Sonderschulen gekennzeichnet. Bildung allerdings ist ein guter Weg, um bereits von Beginn an die Teilhabe aller am gesellschaftlichen Leben zu gewährleisten. Denn sie „verfolgt das Ziel, Menschen dabei zu unterstützen, ein umfassendes Verständnis von der Welt zu entwickeln“. Nach Zalfen gehören Bildung und Inklusion unweigerlich zusammen. Es stellt sich nun allerdings die Frage: Kann totale Inklusion in der Grundschule gelingen?

Viele Lehrerinnen und Lehrer sowie Heil- und Sonderpädagogen_innen stehen dem Thema Inklusion kritisch gegenüber, die totale Inklusion aller wird in Fachkreisen kontrovers diskutiert. Viele können sich nicht vorstellen wie eine Schule für alle aussehen soll. Inklusion umfasst als Konzept allerdings nicht nur Menschen mit und ohne Behinderungen, sondern alle Menschen die aufgrund zuschreibbarer Merkmale von der Gesellschaft ausgegrenzt werden.

Um die Frage nach dem Gelingen von Inklusion beantworten zu können, wird im Folgenden zuerst der Inhalt der UN- Behindertenrechtskonvention Artikel 24 vorgestellt sowie der Begriff Inklusion erläutert. Besonders herausgestellt wird dabei der Begriff der inklusiven Bildung. Danach werden die Voraussetzungen für das Gelingen von Inklusion in der Bildung (nach Moser, 2012 und Stähling, 2013) sowie Gründe für das Scheitern dieser (nach Stähling) erörtert. Anschließend werden die Kriterien und Gründe für ein Gelingen und die Kennzeichen einer guten inklusiven Schule, den Gründen für ein Scheitern von totaler Inklusion gegenübergestellt. Aus der daraus folgenden Diskussion lassen sich im Anschluss pädagogische Konsequenzen und ein Fazit für die Zukunft ableiten.

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Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Begriffliche Erklärungen

1.1 Die UN-Behindertenrechtskonvention

1.2 Inklusion

2. Inklusive Bildung

2.1 Voraussetzungen für das Gelingen – Inklusive Schulentwicklung

2.2 Woran Inklusion scheitert

2.3 Diskussion

3. Pädagogische Konsequenzen

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Forschungsfrage, ob eine totale Inklusion in der Grundschule tatsächlich gelingen kann. Dabei wird analysiert, welche strukturellen, pädagogischen und gesellschaftlichen Voraussetzungen notwendig sind, um den Wandel von selektiven Strukturen hin zu einem gemeinsamen Bildungsangebot für alle Kinder erfolgreich zu gestalten.

  • Die Bedeutung der UN-Behindertenrechtskonvention für das Bildungssystem.
  • Grundlegende Begriffsbestimmung von Inklusion und inklusiver Bildung.
  • Identifikation von Gelingensbedingungen und Hemmnissen der Schulentwicklung.
  • Diskussion über die Rolle der multiprofessionellen Zusammenarbeit und Lehrerprofessionalisierung.
  • Analyse praktischer Ansätze zur Umsetzung inklusiver Schulkultur.

Auszug aus dem Buch

2.2 Woran Inklusion scheitert

Ausgehend von dem Zitat des Inklusionspädagogen Robert Aehnelt „Inklusion beginnt im eigenen Kopf“ (2013, Klausurtagung LJR Brandenburg, unveröffentlicht) wird bereits einer der Hauptgründe des Scheiterns angesprochen. Viele Lehrkräfte haben durch die Aussonderung von Kindern mit sonderpädagogischen Förderbedarf zu wenig Erfahrung mit heterogenen Lerngruppen (vgl. Stähling, 2012, S.175) gesammelt. Sie meinen nur durch homogene - künstlich geschaffene - Lerngruppen gut unterrichten zu können, andere Kinder die nicht dieser homogenen Norm entsprechen, fallen auf und werden ausgesondert (vgl. Stähling, 2012, S. 175). Das Problem liegt allerdings nicht allein bei den Lehrkräften, sondern ist auf einer viel höheren Ebene verankert. Denn im Vergleich zu Deutschland kennen viele andere Länder der EU die Diagnose lernbehindert nicht, folglich findet man dort auch keine Sonderschulen (vgl. Stähling, 2012, S.176).

In der Bundesrepublik gibt es jedoch nicht nur den Begriff des sonderpädagogischen Förderbedarfs um die Schülerinnen und Schüler zu etikettieren, sondern es erfolgt auch eine Einteilung in Gruppen, wie „Deutsch als Zweitsprache“, „ethnische Minderheit“ oder „hochbegabt“. Dies führt zur Marginalisierung der einzelnen Gruppierungen. Durch diese Einteilung wird im Index für Inklusion darauf hingewiesen, dass durch diesen Ansatz beträchtliche Einschränkungen auftreten (vgl. Hinz, 2003, S.13). Das Kind wird nicht mehr als solches gesehen, sondern nur noch als der etikettierte Problemfall. Genau daher stellt sich der Ansatz des sonderpädagogischen Förderbedarfs als Problem heraus.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der totalen Inklusion in der Grundschule ein, erläutert die gesellschaftliche Relevanz und stellt die Leitfrage sowie den methodischen Aufbau der Arbeit vor.

1. Begriffliche Erklärungen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begrifflichkeiten, insbesondere die UN-Behindertenrechtskonvention und das Konzept der Inklusion als gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

2. Inklusive Bildung: Hier werden die theoretischen Grundlagen inklusiver Bildung, die notwendigen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Schulentwicklung sowie die Gründe für das Scheitern von Inklusionsprozessen detailliert erörtert.

3. Pädagogische Konsequenzen: Das Kapitel leitet aus den theoretischen Erkenntnissen praktische Maßnahmen ab, wie z.B. die Individualisierung des Unterrichts, die Anpassung der Leistungsbewertung und die Bedeutung multiprofessioneller Zusammenarbeit.

4. Fazit: Das Fazit zieht ein Resümee zum aktuellen Umsetzungsstand der Inklusion in Brandenburg und betont, dass der Weg zur totalen Inklusion ein langwieriger Prozess ist, der einen grundlegenden Wandel in den Köpfen der Akteure erfordert.

Schlüsselwörter

Inklusion, Inklusive Bildung, Grundschule, UN-Behindertenrechtskonvention, Schulentwicklung, Heterogenität, Sonderpädagogischer Förderbedarf, Multiprofessionelle Teams, Schulkultur, Barrieren, Teilhabe, Bildungspolitik, Leistungsbewertung, Selektion, Integration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der zentralen Frage, ob eine totale Inklusion in der Grundschule gelingen kann und welche Barrieren sowie Erfolgsfaktoren dabei eine Rolle spielen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit fokussiert sich auf die UN-Behindertenrechtskonvention, die theoretischen Anforderungen an inklusive Bildung, Ursachen für das Scheitern von Inklusionsvorhaben und notwendige pädagogische Konsequenzen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die Umsetzbarkeit totaler Inklusion zu hinterfragen und zu prüfen, welche Veränderungen in der Bildungslandschaft und Schulkultur notwendig sind, um Teilhabe für alle Kinder zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, bei der Expertenmeinungen, Konzepte wie der "Index für Inklusion" sowie aktuelle Studien und politische Berichte verknüpft und diskutiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinitionen, die Analyse der Gelingensbedingungen und Hindernisse (wie institutionelle Diskriminierung oder fehlende Qualifikationen) sowie die Ableitung pädagogischer Handlungsstrategien.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die wichtigsten Schlagworte sind Inklusion, Schulentwicklung, Heterogenität, Bildungsgerechtigkeit und der Abbau von Selektionsmechanismen im Grundschulwesen.

Welche Rolle spielen die "10 Prinzipien der gesundheitsfördernden Schule" im Text?

Diese Prinzipien werden am Beispiel der Grundschule Berg Fidel als Referenz genutzt, um aufzuzeigen, wie Inklusion durch Selbstorganisation und demokratische Strukturen auch ohne umfangreiche politische Unterstützung funktionieren kann.

Was bedeutet das Zitat "Inklusion beginnt im eigenen Kopf"?

Das Zitat unterstreicht, dass die größte Hürde für Inklusion nicht nur in der Ausstattung oder Politik liegt, sondern in den festgefahrenen Vorstellungen der Lehrkräfte bezüglich homogener Lerngruppen.

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Details

Title
Kann totale Inklusion in der Grundschule gelingen? Die Bedeutung von inklusiver Bildung
College
University of Potsdam
Grade
2,3
Author
Sandra Koplin (Author)
Publication Year
2013
Pages
16
Catalog Number
V338533
ISBN (eBook)
9783668279971
ISBN (Book)
9783668279988
Language
German
Tags
Inklusion Grundschule Bildung Un-Behindertenrechtskonvention Recht auf Bildung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sandra Koplin (Author), 2013, Kann totale Inklusion in der Grundschule gelingen? Die Bedeutung von inklusiver Bildung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/338533
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