In meiner wissenschaftlichen Arbeit geht es darum die Unterschiede bei den Ansatz- und Bewertungsvorschriften des Bilanzposten Eigenkapital nach HGB und IFRS aufzuzeigen.
Der Hauptteil der Arbeit liegt im vierten Kapitel. Es werden verschiedene Definitionen des Eigenkapitals nach HGB und IFRS wiedergegeben. Besonders eingegangen wird auf den Unterschied von gezeichneten Kapital und auf die verschiedenen Arten von Rücklagen. Es werden verschiedene Definitionen nach der jeweiligen Rechnungslegung erläutert und anschließend gegenübergestellt. Dies wird durch im Text untergebrachten Abbildungen unterstützt.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. HGB
2.1 Definition des HGB
2.2 Geschichte des HGB
3. IFRS
3.1 Entstehung des IAS/IFRS
3.2 Aufbau des IASC/IASB
3.3 Gründe für die Anpassung der internationalen Rechnungslegung
4. VERGLEICH DES EIGENKAPITAL NACH HGB UND IFRS
4.1 Variationen des Eigenkapital
4.1.1. Eigenkapital nach HGB
4.1.2 Eigenkapital nach IFRS
4.2 Gezeichnetes Kapital nach HGB
4.3 Gezeichnetes Kapital nach IFRS
4.4 Rücklagen
4.4.1 Kapitalrücklagen nach HGB
4.4.2 Kapitalrücklagen nach IFRS
4.4.3 Gewinnrücklagen nach HGB
4.4.4 Gewinnrücklagen nach IFRS
5. FAZIT
6. LITERATURVERZEICHNIS
Zielsetzung & Themen
Die wissenschaftliche Ausarbeitung hat das Ziel, die Unterschiede in den Ansatz- und Bewertungsvorschriften für den Bilanzposten Eigenkapital zwischen den deutschen handelsrechtlichen Regelungen (HGB) und den internationalen Standards (IFRS) systematisch gegenüberzustellen und zu erläutern.
- Grundlagen der deutschen Rechnungslegung nach HGB.
- Entwicklung und Aufbau internationaler Rechnungslegungsstandards (IAS/IFRS).
- Vergleichende Analyse der Eigenkapitalkomponenten (Gezeichnetes Kapital, Rücklagen).
- Harmonisierung der internationalen Rechnungslegung.
- Unterschiede im Ausweis und in der Gliederung der Bilanzposten.
Auszug aus dem Buch
4.1.2 Eigenkapital nach IFRS
Dem Eigenkapital ist kein eigenständiger International Financial Reporting Standard gewidmet. Die Eigenkapital Definition nach IFRS ähnelt aber der Definition des Handelsgesetzbuchs. Laut des Frameworks.49 c und des Frameworks.65 ist das Eigenkapital als Differenz aus Vermögenswerten und Schulden des Unternehmens definiert. Das IFRS Framework verzichtet also auf eine individuelle Definition des Eigenkapitals. Somit wirken sich die Ansatz- und Bewertungsvorschriften für Vermögenswerte und Schulden auf die Höhe des Eigenkapitals aus.
Im Gegensatz zum HGB enthalten die IFRS keine allgemein gültige Darstellung des Eigenkapitals. Jedoch enthält der Anhang des IAS 1 eine beispielhafte Eigenkapitalgliederung, die wie folgt aussieht:
Equity (Eigenkapital)
Share Capital
Other reserves
Retained earnings
Minority interest
Das Share Capital entspricht nach IFRS den gezeichneten Kapital und der Kapitalrücklage. Die Other reserves sind vergleichbar mit den Gewinnrücklagen nach HGB. Minderheitsanteile (Minority interest) stellen außerdem im Unternehmensabschluss kein Fremdkapital dar und sind somit als Eigenkapital auszuweisen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Einführung in die Zielsetzung der Arbeit, die den Vergleich der Eigenkapitalvorschriften nach HGB und IFRS sowie den Aufbau der Ausarbeitung umreißt.
2. HGB: Erläuterung der Grundlagen der deutschen Rechnungslegung, einschließlich der Definition und historischen Entwicklung des Handelsgesetzbuches.
3. IFRS: Darstellung der Entstehung, des Aufbaus und der Bedeutung internationaler Standards sowie der Gründe für deren zunehmende Relevanz und Harmonisierung.
4. VERGLEICH DES EIGENKAPITAL NACH HGB UND IFRS: Kernstück der Arbeit, welches Definitionen, Ausweisvarianten und die Behandlung von gezeichnetem Kapital und Rücklagen in beiden Systemen gegenüberstellt.
5. FAZIT: Zusammenfassung der wesentlichen Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Umgang mit Eigenkapitalposten in HGB und IFRS unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Zielsetzungen beider Regelwerke.
6. LITERATURVERZEICHNIS: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Online-Quellen zur Untermauerung der wissenschaftlichen Analyse.
Schlüsselwörter
Eigenkapital, HGB, IFRS, Handelsgesetzbuch, Bilanzierung, Rechnungslegung, Gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Kapitalrücklage, Gewinnrücklage, IASB, Harmonisierung, Jahresabschluss, Eigenkapitalausweis, Konzernabschluss.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die systematische Gegenüberstellung der Ansatz- und Bewertungsvorschriften für das Eigenkapital nach deutschem HGB und internationalen IFRS.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Themenfelder umfassen die rechtlichen Grundlagen des HGB, die Entstehung der IFRS sowie den detaillierten Vergleich von Eigenkapitalpositionen wie dem gezeichneten Kapital und verschiedenen Rücklagenarten.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, die Unterschiede in der Darstellung, Gliederung und Bewertung des Eigenkapitals aufzuzeigen, um die Auswirkungen der verschiedenen Rechnungslegungsvorschriften zu verdeutlichen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine deskriptive und vergleichende Analyse auf Basis von Gesetzestexten, Rechnungslegungsstandards (Framework) und einschlägiger Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil (Kapitel 4) erfolgt eine detaillierte Gegenüberstellung der Eigenkapitalbegriffe, des gezeichneten Kapitals sowie der Behandlung von Kapital- und Gewinnrücklagen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Eigenkapital, HGB, IFRS, Bilanzierung und Harmonisierung der Rechnungslegung geprägt.
Wie unterscheidet sich der Eigenkapitalausweis nach IFRS von dem nach HGB?
Während das HGB starre Gliederungsvorgaben nach § 266 HGB macht, bietet der IFRS flexiblere Strukturen, verlangt jedoch umfangreichere Angabepflichten im Anhang.
Welche Rolle spielt die Globalisierung für die Anwendung der IFRS?
Die Globalisierung zwang Unternehmen zur Harmonisierung ihrer Abschlüsse, um an internationalen Kapitalmärkten bestehen zu können, was die Einführung der IFRS notwendig machte.
Wie werden Rücklagen nach den beiden Systemen unterschieden?
Ein wesentlicher Unterschied liegt im HGB-Sonderposten mit Rücklageanteil, der nach IFRS nicht existiert; zudem sind die Möglichkeiten zur Bildung stiller Rücklagen nach IFRS stärker reglementiert.
- Citation du texte
- Tom Hasel (Auteur), 2012, Unterschiede bei den Ansatz- und Bewertungsvorschriften vom Bilanzposten Eigenkapital nach HGB und IFRS, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/338640