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Rechtsextremismus in Deutschland. Ein "neuer" Marsch durch die Institutionen?

Nehmen sich rechtsextreme Parteien und Institutionen die Strategie der 68er-Bewegung zum Vorbild?

Titre: Rechtsextremismus in Deutschland. Ein "neuer" Marsch durch die Institutionen?

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2014 , 35 Pages , Note: 11 Punkte

Autor:in: Louisa Schultheis (Auteur)

Politique - Système politique de l'Allemagne
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Während die Politik die NSU-Morde lediglich als eine Art Einzelfall der rechtsextremistisch motivierten Straftaten klassifiziert, ist in der Literatur sowie in Teilen der Medien und Bevölkerung bereits erkannt worden, dass dies bei Weitem nicht zutreffend ist. Nicht nur der durch Zeugenaussagen bewiesene große Unterstützerkreis der NSU, sondern auch die Tatsache, dass die NSU jahrelang nicht überführt wurde, lassen darauf schließen, dass sich die rechte Szene in Deutschland neu organisiert und an Macht und Einfluss hinzugewonnen hat.

In dieser Hausarbeit wird sich gesondert mit der Frage befasst, ob sich Kontinuitäten insbesondere hinsichtlich politischer und philosophischer Sichtweisen auf den Staat erkennen lassen. Lässt sich eine historische Linie zum „Langen Marsch“ der linken 68er-Bewegung ziehen? Plant oder vollzieht die rechtsextreme Szene bereits einen ‚neuen‘ Marsch durch die Institutionen? Nehmen sich rechte Parteien und Vereinigungen das System der 68er-Bewegung zum Vorbild?

Extrait


Gliederung

A. Einleitung

B. Die 68er-Bewegung und der ‚Lange Marsch durch die Institutionen‘

I. Die internationale ‚Neue Linke‘-Bewegung

1. USA

2. Großbritannien

3. Italien

4. Frankreich

5. Fazit

II. Die 68er-Bewegung in Deutschland

III. Der ‚Lange Marsch durch die Institutionen‘

1. Die Entstehung des Begriffs

a) Rudi Dutschke

b) Mao Tse-Tungs „Langer Marsch“

2. Die Bedeutung des Begriffs

IV. Realität des ‚Langen Marschs durch die Institutionen‘

1. Erfolge und Misserfolge der 68er

2. Umsetzung des ‚Langen Marschs durch die Institutionen‘

C. Die neorechtsradikale Szene im Vergleich

I. Gemeinsamkeiten

II. Unterschiede

III. Fazit

D. Ergebnis

I. Kontinuitäten

II. Fazit und Evaluation des Seminars

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht die historische Kontinuität zwischen der linken 68er-Bewegung und der heutigen neorechtsradikalen Szene. Zentral ist dabei die Forschungsfrage, ob die neue rechte Szene das Strategiekonzept des „Langen Marschs durch die Institutionen“ adaptiert hat, um politische Systeme von innen heraus zu verändern.

  • Analyse der historischen Entstehung und Bedeutung des Konzepts „Langer Marsch durch die Institutionen“.
  • Vergleich der Strategien, Mobilisierungsmethoden und Zielsetzungen zwischen der 68er-Bewegung und der neorechtsradikalen Szene.
  • Untersuchung von personellen, institutionellen und ideologischen Kontinuitäten rechter Machtstrukturen nach 1945.
  • Bewertung der Gefahr einer Unterwanderung staatlicher Institutionen durch neorechtsradikale Akteure.

Auszug aus dem Buch

2. Die Bedeutung des Begriffs

Der ‚Lange Marsch durch die Institutionen‘ kennzeichnete eine Umwälzung des als autoritär bewerteten Systems, in dem die Revolutionäre in die Institutionen gehen. Durch diese „Unterwanderung“31 sollte eine permanente Mobilisierung gewährleistet werden.

Rudi Dutschke führte verschiedene Argumente an, weshalb er diesen ‚Langen Marsch‘ als einzigen Weg zur Erreichung der Ziele der Neuen Linken sah. Zum einen reichen die direkten Aktionen nicht aus, um die repressive und manipulative Politik und gesellschaftliche Ordnung nachhaltig zu verändern32. Das Ziel des Prinzips war es, in die Institutionen zu gehen und durch Mitwirken diese zu verändern. Zuerst gehe „der Weg von den Universitäten direkt in die entscheidenden Institutionen, um mitzuarbeiten sie aufzubrechen“33. Man versuchte also die Institutionen von innen heraus zu zerstören und gleichzeitig neue Institutionen aufzubauen.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die Kontinuität rechter Gewalt und rechter Strukturen in Deutschland und stellt die Forschungsfrage, inwieweit die rechtsextreme Szene ein ähnliches Konzept wie den „Langen Marsch“ der 68er verfolgt.

B. Die 68er-Bewegung und der ‚Lange Marsch durch die Institutionen‘: Dieses Kapitel erläutert die internationale Entwicklung der „Neuen Linken“, die spezifische Situation in Deutschland sowie die theoretische Herleitung des Begriffs „Langer Marsch durch die Institutionen“ durch Rudi Dutschke unter Bezugnahme auf Mao Tse-Tung.

C. Die neorechtsradikale Szene im Vergleich: In diesem Teil werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der 68er-Bewegung und der heutigen neorechtsradikalen Szene hinsichtlich ihrer Strategien, Kooperationen und Ziele analysiert.

D. Ergebnis: Das Ergebnis fasst die identifizierten personellen, kulturellen und strafrechtsgeschichtlichen Kontinuitäten zusammen und bewertet die Gefahr, die von der Strategie der Unterwanderung durch neorechtsradikale Akteure für die Demokratie ausgeht.

Schlüsselwörter

68er-Bewegung, Lange Marsch durch die Institutionen, Rechtsextremismus, Rudi Dutschke, Neue Linke, Kontinuität, Unterwanderung, neorechtsradikale Szene, Politische Strategie, Institutionen, Demokratie, NSU, Radikalisierung, Mobilisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob und inwiefern zwischen der linken 68er-Bewegung und der heutigen neorechtsradikalen Szene historische und strategische Kontinuitäten bestehen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind die Geschichte der 68er-Bewegung, die Bedeutung und Umsetzung des „Langen Marschs durch die Institutionen“ sowie eine vergleichende Analyse der Methoden der „Neuen Linken“ und der heutigen „Neuen Rechten“.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es herauszufinden, ob die rechtsextreme Szene das Konzept der Unterwanderung von Institutionen übernommen hat, um das bestehende staatliche System von innen heraus zu verändern.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin nutzt eine vergleichende Analyse, basierend auf Literaturstudien, historischen Ereignissen und der Untersuchung aktueller politischer Entwicklungen und Diskurse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Definition und Entstehungsgeschichte des „Langen Marschs“, analysiert die Erfolge und Misserfolge der 68er und vergleicht diese detailliert mit den Strategien und Strukturen der neorechtsradikalen Szene.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind „Langer Marsch durch die Institutionen“, „Kontinuität“, „neorechtsradikale Szene“, „Unterwanderung“ und „Strategiewechsel“.

Inwieweit lässt sich das Konzept des „Langen Marschs“ auf heute übertragen?

Die Autorin argumentiert, dass eine Übertragung strategischer Aktionsformen der 68er auf die heutige rechte Szene stattfindet, etwa durch die gezielte Immatrikulation an Universitäten und das Anstreben höherrangiger Berufe.

Warum betont die Autorin die Notwendigkeit, sich der Kontinuität rechter Macht bewusst zu sein?

Sie betont dies, da die Unterschätzung rechter Strukturen und die Ignoranz gegenüber historischen Kontinuitäten fatal sein können, wie das Beispiel der Ermittlungen im NSU-Komplex zeigt.

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Résumé des informations

Titre
Rechtsextremismus in Deutschland. Ein "neuer" Marsch durch die Institutionen?
Sous-titre
Nehmen sich rechtsextreme Parteien und Institutionen die Strategie der 68er-Bewegung zum Vorbild?
Université
Bielefeld University  (Fakultät für Rechtswissenschaften)
Note
11 Punkte
Auteur
Louisa Schultheis (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
35
N° de catalogue
V338744
ISBN (ebook)
9783668283121
ISBN (Livre)
9783668283138
Langue
allemand
mots-clé
Rechtsextremismus NSU politisches System 68er Soziale Bewegungen Marsch durch die Institutionen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Louisa Schultheis (Auteur), 2014, Rechtsextremismus in Deutschland. Ein "neuer" Marsch durch die Institutionen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/338744
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Extrait de  35  pages
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