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Vom Einzelgänger zum Bandenmitglied. Außenseiterfiguren in den phantastischen Geschichten von Tanya Stewner

Titel: Vom Einzelgänger zum Bandenmitglied. Außenseiterfiguren in den phantastischen Geschichten von Tanya Stewner

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2016 , 26 Seiten , Note: Sehr gut

Autor:in: Caroline Seeger-Herter (Autor:in)

Pädagogik - Leseerziehung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In einem 2014 gegebenen Interview bei Kinderbuch-Couch.de erklärte die Autorin der bekannten „Liliane Susewind“-Serie, Tanya Stewner, dass für sie Literatur immer mehr als bloße Unterhaltung sein müsse. Sie lasse deshalb ihre phantastischen Geschichten absichtlich vor einem realitätsnahen Hintergrund ablaufen und ergreife in ihren Büchern altersgerechte Probleme aus dem Alltagsleben der Kinder, z.B. die Außenseiterfrage.

Dass diese im ersten Band des „Liliane Susewind“-Zyklus ein zentrales Thema darstellt, steht außer Zweifel, denn Liliane befindet sich von der ersten Seite an aufgrund des Umzugs ihrer Familie in der Rolle der Neuen in ihrer Klasse und wird ihres seltsamen Verhaltens wegen nicht in die bestehende Mädchenclique aufgenommen. Weitere Außenseiter begegnen dem Leser in fast allen Büchern von Tanya Stewner. Am stärksten vertreten sind sie – nach eigenen Angaben der Autorin – in den Werken „Das Lied der Träumerin“, „Alea Aquarius“, „Der Sommer, in dem die Zeit stehen blieb“ und in den Bänden 1, 2, 3 und 5 der „Liliane Susewind“-Serie.

Um den Rahmen dieser Arbeit nicht zu sprengen, sollen im Folgenden nur die beiden Werke „Liliane Susewind - Mit Elefanten spricht man nicht“ und „Alea Aquarius - Der Ruf des Wassers“ genauer analysiert werden. Es handelt sich um die jeweils ersten Bände einer mehrteiligen Serie, weshalb sie in Bezug auf die Figurencharakterisierung und -konstellation maßgebend für die übrigen Bücher der Serie sein dürften.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen

2.1 Zum Begriff „Aussenseiter“

2.2 Die Aussenseiterproblematik in der modernen Kinder- und Jugendliteratur

3. Die Aussenseiter im Werk von Tanya Stewner

3.1 Das Werk der Autorin

3.2 Die Aussenseiterthematik in Liliane Susewind und Alea Aquarius

4. Schlusswort

5. Bibliographie

5.1 Primärliteratur

5.2 Sekundärliteratur

5.3 Internet

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Darstellung von Außenseiterfiguren in den phantastischen Romanen von Tanya Stewner, insbesondere in den Reihen "Liliane Susewind" und "Alea Aquarius", um aufzuzeigen, wie die Autorin soziale Ausgrenzung thematisiert und durch originelle Lösungswege in Integration überführt.

  • Analyse der Außenseiterproblematik in der modernen Kinder- und Jugendliteratur
  • Untersuchung der Figurenkonstellation und der Rolle von Außenseitern in Stewners Werken
  • Bedeutung von Zivilcourage und der Akzeptanz besonderer Begabungen
  • Die Rolle von Randfiguren als Brücke zur sozialen Integration
  • Kritik an gesellschaftlichen Normen und modernen Erziehungsmustern

Auszug aus dem Buch

Die Aussenseiterthematik in Liliane Susewind und Alea Aquarius

Das „Aussenseitertum“ ist ab dem ersten Kapitel des ersten Bandes der Erfolgsserie „Liliane Susewind“ von Tanya Stewner präsent, als der erste Schultag der Protagonistin Liliane in einer neuen Schule beschrieben wird. Die Voraussetzungen für Liliane, in eine Aussenseiterrolle zu rutschen, sind von Anfang an mit ihrer Position als Neue in der Klasse vorhanden, aber nicht definitiv festgelegt. So führt nicht die Ausgangssituation allein zum späteren Aussenseiterdasein des Mädchens, sondern vielmehr ihr eigenes Verhalten, welches - wie der Leser vorerst durch geschickt gesäte Andeutungen an die Geschehnisse in Lilianes früheren Schulen erfährt - im Sinne einer self fulfilling prophecy wirkt. In der Tat lehnt es Liliane aus - für ihre Klassenkameraden - unerfindlichen Gründen ab, auf dem vom Lehrer zugewiesenen Platz zu sitzen. Dadurch wird ihre vorgesehene Tischnachbarin beleidigt, die einer Mädchenclique angehört, welche Liliane in der Folge ausschliesst. Tanya Stewner lässt ihre Hauptfigur gar nicht erst versuchen, sich in die neue Klasse einzugliedern, wodurch sie die Aufmerksamkeit von Beginn weg auf Lilianes mysteriöses Anderssein lenkt und so die Spannung innerhalb der Geschichte steigert.

Der erste Schultag in einer neuen Klasse ist ein zwar einschneidendes, aber nicht allzu ungewöhnliches Ereignis im Leben eines Kindes, welches auch oft in der Kinderliteratur beschrieben wird. (Kurpjuhn 2000: 86) Tanya Stewner selber greift sogar innerhalb der Liliane-Susewind-Serie mehrmals darauf zurück. Die meisten jungen Leser werden es schon einmal erlebt haben, dass ein neues Kind in die Klasse kommt, waren selber in der Position des neuen Schülers oder haben zumindest darüber gelesen. Erst durch Lilianes seltsames Verhalten hebt sich dieser erste Schultag von anderen ab, auch wenn er an sonst Bekanntes, z.B. das Vorstellen des neuen Schülers, anknüpft. Gerade hierin liegt eine der Stärken der Autorin. Geschickt streut sie Sonderbares in eine sonst sehr gewöhnliche, alltäglich-normal wirkende Welt. Nur einige Indizien, z.B. das seltsame Verhalten des Hamsters im Klassenzimmer, ziehen die Aufmerksamkeit des Lesers auf das, was sich hinter oder neben der Realität verbirgt, auf das latent Magisch-Unerklärliche in Stewners Geschichten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz der Außenseiterproblematik in Tanya Stewners phantastischen Werken ein und legt den Fokus der Analyse auf die ersten Bände der Reihen "Liliane Susewind" und "Alea Aquarius".

2. Grundlagen: Es werden der Begriff des Außenseiters definiert und die literaturgeschichtliche Entwicklung der Außenseiterthematik in der Kinder- und Jugendliteratur ab den 1960er Jahren beleuchtet.

3. Die Aussenseiter im Werk von Tanya Stewner: Dieser Hauptteil analysiert die Rolle, Entwicklung und Verhaltensmuster der Außenseiterfiguren in Stewners Romanen und arbeitet die Bedeutung der sozialen Integration durch Randfiguren heraus.

4. Schlusswort: Das Fazit fasst zusammen, dass die Integration in Stewners Werken durch die Akzeptanz magischer Talente und die Unterstützung anderer Außenseiter erfolgt, wobei auch Kritik an gesellschaftlichen Strukturen geübt wird.

5. Bibliographie: Dieses Verzeichnis listet sämtliche verwendete Primärliteratur der Autorin sowie die herangezogene Sekundärliteratur und Internetquellen auf.

Schlüsselwörter

Aussenseiter, Kinderliteratur, Jugendliteratur, Tanya Stewner, Liliane Susewind, Alea Aquarius, Integration, Phantastik, Soziale Ausgrenzung, Zivilcourage, Normen, Gesellschaftskritik, Randfiguren, Charakterstärke, Andersartigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Darstellung und Funktion von Außenseiterfiguren in den phantastischen Geschichten der Kinderbuchautorin Tanya Stewner.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die sozialen Dynamiken innerhalb von Schulklassen und Gruppen, das Phänomen des Außenseitertums sowie der Umgang mit Andersartigkeit und magischen Begabungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu analysieren, wie Tanya Stewner das Thema Außenseitertum in ihren Werken darstellt, welche wiederkehrenden Muster existieren und wie die Figuren ihre soziale Integration erreichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die theoretische Grundlagen der Kinder- und Jugendliteraturforschung auf die spezifischen Romane von Tanya Stewner anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Werke "Liliane Susewind - Mit Elefanten spricht man nicht" und "Alea Aquarius - Der Ruf des Wassers" detailliert hinsichtlich der Figurenkonstellation und der Integration der Protagonistinnen untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Außenseiter, phantastische Kinderliteratur, soziale Integration, Zivilcourage und die Rolle von Randgruppen.

Wie trägt das Verhalten der Hauptfiguren zur Spannung in der Geschichte bei?

Durch ihr seltsames, oft magisches Verhalten entstehen Kontraste zum Alltag, die den Leser neugierig machen und die Spannung steigern, da die Figuren versuchen, ihr Anderssein geheim zu halten.

Welche Rolle spielen andere Außenseiter bei der Integration der Protagonistinnen?

Die Protagonistinnen integrieren sich oft nicht in eine dominierende Hauptgruppe, sondern finden Anschluss über andere "versteckte" Außenseiter, die ähnliche Erfahrungen oder soziale Randpositionen teilen.

Kritisiert die Autorin in ihren Büchern auch Aspekte der Erwachsenenwelt?

Ja, die Arbeit deutet an, dass Stewner auch Gesellschaftskritik übt, insbesondere in Bezug auf die Bedürfnisse von Kindern, die von Erwachsenen oder Eltern oft unzureichend verstanden oder ignoriert werden.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Vom Einzelgänger zum Bandenmitglied. Außenseiterfiguren in den phantastischen Geschichten von Tanya Stewner
Veranstaltung
Kinder und Jugendliteratur
Note
Sehr gut
Autor
Caroline Seeger-Herter (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
26
Katalognummer
V338753
ISBN (eBook)
9783668283046
ISBN (Buch)
9783668283053
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kinderliteratur Jugendliteratur Außenseiterfigur Tanya Stewner Leseerziehung Alea Aquarius Liliane Susewind
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Caroline Seeger-Herter (Autor:in), 2016, Vom Einzelgänger zum Bandenmitglied. Außenseiterfiguren in den phantastischen Geschichten von Tanya Stewner, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/338753
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Leseprobe aus  26  Seiten
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