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Interreligiöser Unterricht in der Grundschule. Interreligiöses Lernen unter Berücksichtigung kognitiver Fähigkeiten

Titel: Interreligiöser Unterricht in der Grundschule. Interreligiöses Lernen unter Berücksichtigung kognitiver Fähigkeiten

Hausarbeit , 2016 , 36 Seiten

Autor:in: Theresa Hoch (Autor:in)

Pädagogik - Schulpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Thematik Interreligiösen Lernens in der Grundschule. Die Fragestellung, der dabei nachgegangen werden soll, handelt vor allem von den Möglichkeiten und Bedingungen, welche die Thematik betreffen. Zunächst soll geklärt werden, was Interreligiöses Lernen überhaupt ist und warum es relevant erscheint, sich mit diesem Sachverhalt auseinanderzusetzen. In weiteren Schritten soll die Frage beantwortet werden, unter welchen Voraussetzungen und Einschränkungen Interreligiöses Lernen mit und für Grundschulkinder(n) möglich ist.

Bei der Auseinandersetzung mit dem Thema Interreligiöses Lernen in der Grundschule ist besonders ein Aspekt deutlich hervorzuheben. Das Spezifische am Unterricht in der Grundschule, bzw. das, worin sich der Unterricht von höheren Schulen unterscheidet, ist natürlich unter anderem das geringere Alter der Schüler. Diesen Aspekt hervorzuheben erscheint deshalb als wichtig, da man sich gerade bei religionsspezifischen Fragen, welche sich mit Identität, Sinnsuche, Verstehens- und Erkenntnisprozessen hinsichtlich einer gewissermaßen transzendentalen Ebene beschäftigen, die Frage stellen muss, inwieweit Kinder hinsichtlich ihrer kognitiven und entwicklungspsychologischen Möglichkeiten überhaupt in der Lage sind, sich diesen Themen zu nähern. Unbestreitbar ist wohl, dass sich der Zugang von Kindern zu solchen Themen von dem erwachsener Menschen unterscheidet. Diese Aussage soll jedoch ganz bewusst keine Wertung beinhalten. Die Art und Weise eines Menschen, egal welchen Alters, sich mit Gott auseinanderzusetzen, ist vermutlich schwer in eine Wert- oder Rangordnung einzufügen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Interreligiöse Verständigung – kulturelles Verstehen

3. Über Möglichkeiten und Zielsetzung Interreligiösen Lernens

3.1 Über die Ziele Interreligiösen Lernens in der Grundschule

3.2 Heterogenität und Pluralität im Religionsunterricht in Deutschland

3.3 Über Interreligiöses Lernen und Orientierung bei Grundschülern

3.4 Zur Didaktik Interreligiösen Lernens

3.5 Über entwicklungspsychologische Aspekte beim Interreligiösen Lernen von Grundschulkindern

3.5.1 Über das „Paul-Dilemma“ – Zur Studie von Oser und Gmünder

3.5.2 Zum Stufenmodell von Fowler

3.6 Mögliche Ziele Interreligiösen Lernens in der Grundschule

3.7 Wie kann Interreligiöses Lernen in der Grundschule umgesetzt werden?

3.7.1 Über das Hamburger Modell – ein Modell Interreligiösen Lernens

3.8 Ausblicke und weiterführende Denkansätze

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedingungen, Möglichkeiten und Grenzen interreligiösen Lernens im Kontext der Grundschule, wobei insbesondere die entwicklungspsychologischen Voraussetzungen von Grundschulkindern im Fokus stehen.

  • Bedeutung interreligiösen Lernens in einer pluralen Gesellschaft
  • Entwicklungspsychologische Modelle zur religiösen Urteilsbildung
  • Pädagogische Konzepte und Umsetzungsmodelle für den Unterricht
  • Förderung von Toleranz und Identitätsfindung im Grundschulalter
  • Analyse des Hamburger Modells als Beispiel für den Religionsunterricht

Auszug aus dem Buch

3.5.1 Über das „Paul-Dilemma“ – Zur Studie von Oser und Gmünder

Oser und Gmünder haben zu dieser Thematik Untersuchungen durchgeführt. Beispielhaft soll nachfolgend das so genannte „Paul-Dilemma“ aufgeführt werden.

Hierbei wurde den teilnehmenden Personen eine Geschichte erzählt, zu welcher sie sich später äußern sollten. Die Geschichte handelt von einem jungen Mann mit Namen Paul. Dieser ist Arzt und hat sich vor kurzem verlobt. Er sitzt in einem Flugzeug, welches plötzlich abzustürzen droht. In dieser Situation betet Paul zu Gott und verspricht ihm, seinen Job aufzugeben und seine Verlobung aufzulösen, um Menschen der Dritten Welt zu helfen, wenn Gott ihn überleben lässt. Tatsächlich überlebt Paul den Absturz, obwohl alles dagegen spricht. Es erscheint demnach wie ein Wunder. Nach einiger Zeit erhält Paul nun ein sehr gutes Jobangebot in einer Privatklinik und hadert mit seiner Entscheidung.

Wie Paul sich nun zu entscheiden hat, sollten die teilnehmenden Personen benennen.

Aufgrund der Ergebnisse, die Oser und Gmünder anhand ihrer Befragung erhalten haben, haben sie sechs Stufen (einschließlich Stufe Null) herausgestellt, welche die religiöse Entwicklung eines Menschen beschreiben und darstellen sollen.

Die erste Stufe wird als „Orientierung an absoluter Heteronomie (Deus ex machina)“ bezeichnet. Gott ist hier ein absolutes, übergeordnetes und übermächtiges Wesen, das nach Belieben in die menschliche Welt eingreifen kann und sie beherrscht. Verhält sich der Mensch in diesem Falle nicht gottgefällig, zerstört dies das Verhältnis zwischen Mensch und Gott. Deus ex machina ist ebenfalls eine Bezeichnung innerhalb des antiken Dramas. Hier taucht am heikelsten Punkt der Geschichte plötzlich ein allmächtiger Gott auf, der die Geschichte, obwohl eigentlich nach irdischem Maßstab keine Hoffnung mehr besteht, zum Guten wendet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik des interreligiösen Lernens in der Grundschule ein und formuliert die zentralen Forschungsfragen hinsichtlich der Möglichkeiten und Grenzen.

2. Interreligiöse Verständigung – kulturelles Verstehen: Dieses Kapitel erläutert, wie kulturelle Aspekte in westlichen Gesellschaften zunehmend die Rolle religiöser Sinnstiftung übernehmen und warum ein konstruktiver Dialog notwendig ist.

3. Über Möglichkeiten und Zielsetzung Interreligiösen Lernens: Der Hauptteil analysiert die Ziele, didaktischen Anforderungen, die zunehmende gesellschaftliche Heterogenität und bietet einen tiefen Einblick in entwicklungspsychologische Modelle.

4. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass interreligiöses Lernen in Grundschulen als vorbereitender Prozess für die Identitätsbildung in einer pluralen Gesellschaft unverzichtbar ist.

Schlüsselwörter

Interreligiöses Lernen, Grundschule, Religionsunterricht, Entwicklungspsychologie, Identitätsfindung, Pluralität, Hamburger Modell, Religion, Toleranz, Glaubensentwicklung, Dialog, Sozialisation, Pädagogik, Sinnsuche, Heterogenität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Thematik des interreligiösen Lernens im Rahmen des Grundschulunterrichts unter Berücksichtigung moderner, pluralistischer Gesellschaftsstrukturen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören der Umgang mit religiöser Vielfalt, die Identitätsentwicklung von Kindern, didaktische Umsetzungsmodelle und die psychologischen Voraussetzungen für religiöses Lernen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die Möglichkeiten und Grenzen für interreligiöses Lernen bei Grundschulkindern zu identifizieren und den Stellenwert dieses Lernens als Vorbereitung für einen späteren Dialog zu klären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch orientierte religionspädagogische Arbeit, die auf empirischen Studien (wie denen von Oser, Gmünder, Asbrand und Fowler) sowie Fachdiskursen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert ausführlich die Ziele des Lernens, die Bedeutung der religiösen Pluralität, didaktische Konzepte sowie entwicklungspsychologische Stufenmodelle des Glaubens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Interreligiöses Lernen, Pluralität, Grundschule, Entwicklungspsychologie und religiöse Identitätsbildung.

Was besagt das „Paul-Dilemma“ von Oser und Gmünder?

Das Dilemma dient als Analyseinstrument für die religiöse Entwicklung; es zeigt auf, wie verschiedene Altersgruppen bzw. Stufen der Entwicklung auf Gottesbilder und ethische Entscheidungssituationen reagieren.

Warum ist das „Hamburger Modell“ für die Grundschule relevant?

Das Hamburger Modell ist ein dialogisches Konzept für einen „Religionsunterricht für alle“, das auf die heterogene Schülerschaft reagiert und als praktisches Beispiel für interreligiöse Offenheit dient.

Ende der Leseprobe aus 36 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Interreligiöser Unterricht in der Grundschule. Interreligiöses Lernen unter Berücksichtigung kognitiver Fähigkeiten
Autor
Theresa Hoch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
36
Katalognummer
V338841
ISBN (eBook)
9783668284548
ISBN (Buch)
9783668284555
Sprache
Deutsch
Schlagworte
interreligiöser unterricht grundschule interreligiöses lernen berücksichtigung fähigkeiten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Theresa Hoch (Autor:in), 2016, Interreligiöser Unterricht in der Grundschule. Interreligiöses Lernen unter Berücksichtigung kognitiver Fähigkeiten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/338841
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  36  Seiten
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