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Die Liberalisierung der Kinderbetreuungsplätze. Behördliche Steuerung beim Ausbau der Berliner Kita-Landschaft

Titre: Die Liberalisierung der Kinderbetreuungsplätze. Behördliche Steuerung beim Ausbau der Berliner Kita-Landschaft

Thèse de Master , 2015 , 88 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Ali El-Khatib (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie pour écoles maternelles, éducation de la petite enfance
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Diese Masterarbeit spannt den Bogen der 160-jährigen Geschichte der institutionellen Kinderbetreuung in Deutschland, von der historischen Entwicklung des Kindergartenwesens seit dem Mittelalter, über die gegenwärtigen demografischen Entwicklungen und der bildungspolitischen Diskussionen und setzt diese als Grundlage für einen begründeten quantitativen und qualitativen Ausbau der Kindertagesbetreuung miteinander in Beziehung. Die Arbeit zeigt auf, dass eine gute Kinderbetreuung und frühe Förderung für alle Kinder zu den wichtigsten Zukunftsaufgaben in Deutschland gehören. Im Zusammenhang mit den gesetzlichen Entwicklungen des letzten Jahrzehntes zeigt die Arbeit die Weiterentwicklung der Aufgabenschwerpunkte der öffentlichen Jugendhilfe auf und erläutert die Steuerungsinstrumente der Berliner Behörde beim Ausbau der Berliner Kita-Landschaft.

Am 01. August 2013 trat mit der neuen Fassung des § 24 II, 1 des Achten Buches des Sozialgesetzes SGB VIII ein individuell einklagbarer Rechtsanspruch auf einen bedarfsgerechten Betreuungsplatz in einer Tageseinrichtung oder einer Kindertagespflege, für Kinder ab Vollendung des ersten Lebensjahres, in Kraft. Die vorige Gesetzeslage sah lediglich die Verpflichtung zur Betreuung ab Vollendung des dritten Lebensjahres vor. Mit dieser gesetzlichen Neufassung stehen Länder und Kommunen in der Handlungspflicht, Kindertagesplätze für Kinder ab Vollendung des ersten Lebensjahres, zur Verfügung zu stellen. In diesem Sinne hat sich der Kita-Ausbau zu einem zentralen familien- und bildungspolitischen Gestaltungsfeld entwickelt, dass starke Beachtung in der zivilen und medialen Öffentlichkeit gefunden hat.

Der bedarfsgerechte Ausbau der Kindertagesbetreuung wurde bereits 2007, von Bund, Länder und Kommunen auf dem sog. "Krippengipfel", unter der Verantwortlichkeit von Frau Ursula von der Leyen, der damaligen Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, mit sehr ehrgeizigen Zielvorgaben festgelegt. Dabei sollte, bis zum Inkrafttreten der gesetzlichen Neuregelung des Kita-Ausbaugesetzes, bundesweit, im Durchschnitt für mindestens jedes dritte Kind unter drei Jahren, ein bedarfsgerechter Betreuungsplatz zur Verfügung stehen. Dazu sollte die Zahl der Betreuungsplätze auf eine beträchtliche Zahl von 750.000 Plätze erhöht werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Ziel der Arbeit

1.2 Aufbau der Arbeit

2. Von der Kleinkinderbewahranstalt zum Kindergarten

2.1 Die Kleinkinderbewahranstalt

2.2 Die Kleinkinderschule

2.3 Der Kindergarten

3. Ausweitung der Kindertagesbetreuung

3.1 Demografische Entwicklung

3.2 Bildungspolitische Entwicklungen

3.2.1 PISA, IGLU und die Bildungspläne

3.2.2 Kinderbetreuung für Kinder unter drei Jahren

3.3 Die Liberalisierung der Kindertagesstätten

4. Instrumente behördlicher Steuerung beim Berliner Kita-Ausbau

4.1 Angebotsstruktur

4.1.1 Betreuungsquote und Betreuungsbedarf

4.1.2 Träger und Einrichtungen

4.2 Bedarfsplanung

4.3 Bedarfsatlas

4.4 Betriebserlaubnis

4.4.1 pädagogisches Konzept

4.4.2 Raumkonzept

4.5 Finanzierung

4.6 Kita-Gutscheinsystem

5. Schlussfolgerungen und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Instrumente behördlicher Steuerung beim Ausbau der Berliner Kita-Landschaft vor dem Hintergrund historischer, demografischer und bildungspolitischer Entwicklungen. Dabei wird analysiert, inwiefern der Ausbau der Kindertagesbetreuung durch den Staat geplant und gesteuert wird oder ob marktmechanische Prozesse dominieren.

  • Historische Entwicklung der institutionellen Kinderbetreuung
  • Demografische Faktoren und bildungspolitische Auswirkungen
  • Staatliche Steuerungsinstrumente in Berlin
  • Privatisierungstendenzen und Finanzierungsmodelle
  • Herausforderungen der Bedarfsplanung und Qualitätssicherung

Auszug aus dem Buch

2. VON DER KLEINKINDERBEWAHRANSTALT ZUM KINDERGARTEN

Im Mittelalter wurden Kinder einfach in das Leben der Erwachsenen integriert. Sie unterschieden sich lediglich hinsichtlich Körpergröße und Kraft. Die Sozialisation in die Gesellschaft erfolgte durch Nachahmen der sozialen, emotionalen, körperlichen und geistigen Fertigkeiten der Erwachsenen. In einem langen Weg entwickelte sich aus dem Humanismus heraus eine neue Wahrnehmung des Kindes als eigenständiger Mensch. Aufgrund der fortschreitenden Industrialisierung und der Erkenntnis, dass späteres menschliches Verhalten durch frühkindliche Erziehung beeinflusst werden kann, trat die Notwendigkeit einer frühkindlichen Bildung in den Vordergrund. Aus dieser Einsicht heraus entwickelte Johann Amos Comenius (1592-1670) im 17. Jhd. das Konzept der Mutterschule als erste Bildungsphase des Kindes, bei der die Mutter die Bildung der Kinder bis zum sechsten Lebensjahr nach einem Bildungsplan übernimmt. Comenius geht dabei davon aus, dass die Anlagen zur Bildung angeboren sind und lediglich der Erziehung bedürfen, um sich herauskristallisieren zu können. Im 18. Jhd. prägte Jean Jaques Rousseau (1712-1778) mit seiner Idee der Gleichberechtigung aller Bürger die Erziehung der Kinder. Nach diesem Grundsatz steht der Staat in der Verantwortung, die Struktur für eine frühkindliche Bildung für alle Bürger zu schaffen, damit sie durch eine zielgerichtete Förderung zur Teilhabe an den öffentlichen Angelegenheiten eines demokratischen Staates befähigt werden. Rousseau stellt damit die gemeinschaftliche frühkindliche Bildung als Fundament für eine positive Entwicklung der Gesellschaft in den Vordergrund.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die gesetzliche Neuregelung des Kita-Ausbaugesetzes ein und formuliert die zentralen Fragestellungen zur behördlichen Steuerung in Berlin.

2. Von der Kleinkinderbewahranstalt zum Kindergarten: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung von der reinen Aufbewahrung hin zu pädagogischen Einrichtungen nach.

3. Ausweitung der Kindertagesbetreuung: Hier werden demografische und bildungspolitische Rahmenbedingungen analysiert, die den Ausbau der Kinderbetreuung in den letzten Jahrzehnten maßgeblich beeinflusst haben.

4. Instrumente behördlicher Steuerung beim Berliner Kita-Ausbau: Das Kapitel untersucht konkret die Instrumente der Berliner Verwaltung, wie Bedarfsplanung, Betriebserlaubnisverfahren und das Kita-Gutscheinsystem.

5. Schlussfolgerungen und Ausblick: Diese Zusammenfassung reflektiert die Ergebnisse der Untersuchung im Kontext der aktuellen Herausforderungen beim Ausbau der Berliner Kita-Infrastruktur.

Schlüsselwörter

Kinderbetreuung, Berliner Kita-Ausbau, Frühkindliche Bildung, Behördliche Steuerung, Kindertagesstättenentwicklungsplanung, Kita-Gutscheinsystem, Demografischer Wandel, PISA, Bildungsreform, Sozialmanagement, Betriebserlaubnis, Bedarfsplanung, Trägerlandschaft, Sozialpolitik, Familienpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Steuerung des Ausbaus von Kindertageseinrichtungen in Berlin unter Berücksichtigung historischer und aktueller Rahmenbedingungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung von Betreuungsmodellen, dem Einfluss des demografischen Wandels sowie den behördlichen Steuerungsinstrumenten durch den Berliner Senat.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, die Steuerungsinstrumente der Berliner Behörden beim Kita-Ausbau aufzuzeigen und deren Wirkung auf die Angebotsstruktur zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine qualitative Analyse auf Basis aktueller bildungspolitischer Studien, Gesetzesgrundlagen und statistischer Daten der Berliner Verwaltung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung, die Analyse des demografischen und bildungspolitischen Kontextes sowie die detaillierte Untersuchung der behördlichen Instrumente (Bedarfsatlas, Gutscheinsystem, Betriebserlaubnis).

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Kindertagesbetreuung, behördliche Steuerung, Kita-Gutscheinsystem, Bedarfsplanung und Bildungsauftrag.

Wie unterscheidet sich die Kita-Landschaft in Berlin von anderen Bundesländern?

Berlin weist durch die historische Infrastruktur der DDR sowie durch spezifische eigene Steuerungsinstrumente eine besondere Entwicklung der Betreuungsquoten im Vergleich zu westdeutschen Bundesländern auf.

Warum spielt der Bedarfsatlas eine zentrale Rolle bei der Steuerung?

Der Bedarfsatlas dient als Hauptkriterium für die Vergabe von Fördermitteln und steuert damit maßgeblich, wo und in welchem Umfang neue Kapazitäten in Berlin entstehen.

Welche Rolle spielt das Kita-Gutscheinsystem für die Eltern?

Das Gutscheinsystem soll Eltern eine berlinweite Wahlfreiheit hinsichtlich der Betreuungseinrichtung ermöglichen und gleichzeitig einen Anbietermarkt fördern.

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Résumé des informations

Titre
Die Liberalisierung der Kinderbetreuungsplätze. Behördliche Steuerung beim Ausbau der Berliner Kita-Landschaft
Université
Alice Salomon University of Applied Sciences Berlin AS  (Paritätische Bundesakademie)
Note
1,3
Auteur
Ali El-Khatib (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
88
N° de catalogue
V338860
ISBN (ebook)
9783668289291
ISBN (Livre)
9783668289307
Langue
allemand
mots-clé
Sozialmanagement Kita-Landschaft SGB VIII KitaFöG KiFöG Kita-Eigenbetrieb Kinderbetreuung Jugendhilfe Bedarfsatlas Kleinkinderbewahranstalt Kindergarten Bildungspolitik Bildung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Ali El-Khatib (Auteur), 2015, Die Liberalisierung der Kinderbetreuungsplätze. Behördliche Steuerung beim Ausbau der Berliner Kita-Landschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/338860
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Extrait de  88  pages
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