1996 erschien das Buch "Wunderwirtschaft. DDR – Konsumkultur in den 60er Jahren", welches in der vorliegenden Rezension besprochen wird.
Die Autoren von "Wunderwirtschaft DDR" sind Nachwuchs-Ethnologen vom Institut für Europäische Ethnologie, die Konsumgüter der DDR-Bürger im Vergleich zum Wirtschaftswunder im Westen untersuchen. Wonach haben sich die Ost-Deutschen gesehnt und welche Bedeutung hatte der Westen für ihren Alltag? – Das sind die Forschungsfragen, denen sie nachgehen. Ihr Ziel ist dabei, das Leben der Menschen in der DDR wertschätzend nachzuzeichnen und ihren Alltag in der 60er Jahren zu schildern. Einerseits werden die Strategien der DDR-Regierung, mit denen der Mangel an Konsumgütern behoben werden sollte, andererseits aber auch die Erfahrungen der DDR-Bürger im Umgang mit diesem Mangel analysiert.
Inhaltsverzeichnis
- Utopie und Bedürfnis. Die Geschichte der Konsumkultur in der DDR
- Die Bedarfsgesellschaft
- Konsumkultur und das Verhältnis von Produktion und Konsum
- Konsumpolitik in der DDR
- Honeckers Machtübernahme und der Abschied vom Bedürfniskonzept
- „Verbraucherideologie“ und ihre neuen Begriffe
- Das Verhältnis von Angebot und Nachfrage
- Die Widersprüchlichkeit des sozialen und wirtschaftlichen Lebens in der DDR
- Die Geschichte des ersten Montagemöbels MDW
- Die Neuentwicklung eines Stoffes mit dem Namen Präsent 20
- Die Entstehung von Institutionen wie GENEX Geschenkdienst GmbH, Intershop, Exquisit- und Delikatläden
- Die Erwerbsstrategien der DDR-Bürger
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Das Buch „Wunderwirtschaft. DDR-Konsumkultur in den 60er Jahren“ analysiert die Konsumkultur der DDR im Kontext der Wirtschaftswunderjahre im Westen. Es untersucht die Strategien der DDR-Regierung, den Mangel an Konsumgütern zu beheben, und beleuchtet die Erfahrungen der DDR-Bürger im Umgang mit diesem Mangel.
- Die Entwicklung der Konsumkultur in der DDR
- Die Unterschiede zwischen der Konsumkultur im Osten und Westen
- Die Strategien der DDR-Regierung zur Bewältigung des Mangels an Konsumgütern
- Die Erfahrungen der DDR-Bürger im Umgang mit dem Mangel
- Die Rolle des Westens in der Konsumkultur der DDR
Zusammenfassung der Kapitel
Das Buch bietet einen umfassenden Einblick in die Konsumkultur der DDR in den 60er Jahren. Es zeigt die Entwicklung der Konsumkultur von der Bedarfsgesellschaft hin zu einer stärker westlich orientierten Konsumkultur. Die Kapitel beleuchten die Strategien der DDR-Regierung, die Erfahrungen der DDR-Bürger und die Rolle des Westens in der Konsumkultur der DDR.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter des Buches sind: Konsumkultur, DDR, Wirtschaftswunder, Mangel, Rationierung, Bedarf, Angebot, Nachfrage, Planwirtschaft, Westdeutschland, Ostdeutschland, Lebensstandard, Alltag, Geschichte, Ethnologie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dem Buch „Wunderwirtschaft. DDR“?
Das Buch analysiert die Konsumkultur in der DDR während der 1960er Jahre. Es vergleicht die Sehnsüchte und den Alltag der Ost-Deutschen mit dem Wirtschaftswunder im Westen und untersucht, wie die Menschen mit dem Mangel an Konsumgütern umgingen.
Welche Rolle spielte der Westen für die DDR-Bürger?
Der Westen diente als Vergleichsmaßstab für den Lebensstandard. Die Forschung geht der Frage nach, welche Bedeutung westliche Produkte und die Sehnsucht nach ihnen für den Alltag in der DDR hatten.
Was waren Intershop, Exquisit- und Delikatläden?
Dies waren spezielle Institutionen in der DDR, die geschaffen wurden, um ein gehobenes Warenangebot (oft gegen Devisen oder zu höheren Preisen) bereitzustellen und so den allgemeinen Mangel an hochwertigen Konsumgütern abzufedern.
Wie reagierte die DDR-Regierung auf den Warenmangel?
Die Regierung entwickelte verschiedene Strategien zur Konsumpolitik, wie die Einführung von Montagemöbeln (MDW) oder neuen Stoffen (Präsent 20), um den Bedarf der Bevölkerung im Rahmen der Planwirtschaft zu decken.
Welchen wissenschaftlichen Ansatz verfolgen die Autoren?
Die Autoren sind Ethnologen, die einen wertschätzenden Blick auf den Alltag der Menschen werfen. Sie nutzen ethnologische Methoden, um die Erwerbsstrategien und die Konsumkultur der DDR-Bürger zu rekonstruieren.
- Citation du texte
- Yoganjana S. M. Hewarathna J.M. (Auteur), 2015, Rezension von "Wunderwirtschaft. DDR" (1996), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/338950