Gruppentraining Wirbelsäulengymnastik. Phasenverlauf, Externe Bedingungen und Planung einer Kurseinheit


Einsendeaufgabe, 2016
18 Seiten, Note: 0,5

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Analyse eines ausdauerorientierten Kurses
1.1 Phasenverlauf des besuchten Kurses
1.2 Motorische Fähigkeiten im besuchten Kurs
1.3 Betrachtung des Kursleiterverhaltens

2 Externe Bedingungen einer Kurseinheit
2.1 Auswirkungen der Rahmenbedingungen
2.2 Auswirkungen der Zielgruppe
2.3 Auswirkungen der Zielsetzung

3 Kursplananalyse
3.1 Kursplananalyse aus organisatorischer Sicht
3.2 Kursplananalyse aus trainingswissenschaftlicher Sicht
3.3 Kursplananalyse aus wirtschaftlicher Sicht

4 Planung einer Wirbelsäulengymnastik
4.1 Zielgruppe
4.2 Material
4.3 Stundenplanung

5 Literaturverzeichnis

6 Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

6.1 Tabellenverzeichnis

Analyse eines ausdauerorientierten Kurses

Für die folgende Arbeit wurde innerhalb des Ausbildungsbetriebs an dem ausdauerorientierten Kurs „Easy Step“ teilgenommen. Die Dauer der Kurseinheit beträgt 60 Minuten.

1.1 Phasenverlauf des besuchten Kurses

Tab. 1: Phasenverlauf des besuchten Kurses „Easy Step“ (eigene Darstellung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Der dargestellte Phasenverlauf der besuchten Kurseinheit soll im Folgenden mit der optimalen Drei-Phaseneinteilung verglichen werden.

Der Kurs war insgesamt sehr gelungen und lieferte den Teilnehmern einen optimalen Einstieg im Bereich Step Aerobic. Der Kursleiter konnte sich aufgrund seiner jahrelangen Tätigkeit als Trainer die ganze Stunde auf die Teilnehmer konzentrieren.

Allerdings könnten im Bereich des Phasenverlaufs einige Verbesserungen vorgenommen werden. So lässt sich der optimale Phasenverlauf zu 1/5 in die Einleitung, zu 3/5 in den Hauptteil und zu 1/5 in den Schlussteil unterteilen (Reiß & Eifler, 2015, S. 64). Vorliegend war der Hauptteil mit 40 Minuten zu Lasten des Schlussteils zu lang. Wird dem Schlussteil zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt, besteht die Gefahr, dass die Teilnehmer den Kurs mit erhöhtem Puls verlassen und die Voraussetzungen für die optimale Regeneration nicht gegeben sind (Reiß & Eifler, 2015, S. 64). Der Kursleiter hat sich zwar im Hauptteil Zeit genommen, die Choreographie einzuüben. Besser wäre es jedoch gewesen, einen Block wegzulassen und dafür dem Cool-down die nötige Beachtung zu schenken.

Der Trainer ist sofort auf mich eingegangen und hat mich damit als Neukunde gut integriert, jedoch fehlte es an einer allgemeinen Begrüßung sowie den motivierenden Worten für den Rest der Gruppe. Die fehlende Begrüßung liegt möglicherweise darin begründet, dass der Kursleiter die Teilnehmer schon länger kennt. Die ersten Minuten der Einheit entscheiden jedoch über deren weiteren Verlauf, so dass der Trainer Wert auf die freundliche Begrüßung aller Teilnehmer legen sollte (Reiß & Eifler, 2015, S. 64).

Das allgemeine und das spezielle Warm Up waren sehr gelungen. Es wurde mit kleinen Bewegungen begonnen und somit eine progressive Belastungssteigerung erreicht (Reiß & Eifler, 2015, S. 65). Im speziellen Warm Up wurde der Step miteinbezogen. Gemäß dem Prinzip „vom Einfachen zum Komplexen“ wurden Schrittkombinationen wie der Repeater Knee Lift und der V-Step eingeführt, um den Teilnehmern den Hauptteil zu erleichtern (Reiß & Eifler, 2015, S. 73). Den Abschluss der Einleitung bildete ein kurzes „Pre-Stretch“.

Der Hauptteil wurde nach der Add-on Methode aufgebaut, sodass die Teilnehmer gut folgen konnten. Nach dem Prinzip „vom Einfachen zum Komplexen“, entstanden damit aus den einzelnen Schritten zusammengesetzte Schrittfolgen (Reiß & Eifler, 2015, S. 73). Bei koordinativen Problemen der Teilnehmer wurde die Choreographie langsam und ohne Musik durchgegangen. Die Choreographien waren für Einsteiger geeignet und bescherten den Teilnehmern ein Erfolgserlebnis.

Der Schlussteil wurde durch einen Musikwechsel eingeleitet. Im Cool-down Ι verringerte der Trainer zwar die Bewegungsgeschwindigkeit und den Ausführungsradius der Arm- und Beinbewegungen, er wurde aber mit einer Dauer von einer Minute zu stark vernachlässigt. Im Cool-down ΙΙ folgten dann Dehnübungen für die primär beteiligte Muskulatur. In der Verabschiedung fehlte zwar das Feedback bzw. die Worte zum Stundenverlauf, allerdings bedankte sich der Kursleiter bei allen Teilnehmern und es wurden gemeinsam die Steps aufgeräumt.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Kurseinheit ideal für Einsteiger ist und der Trainer sich stark auf die Teilnehmer fokussiert. Mit Ausnahme der nicht so gelungenen Gewichtung der Phasen war die Stunde gut aufgebaut und für alle ein Erfolg.

1.2 Motorische Fähigkeiten im besuchten Kurs

Der Kurs Step Aerobic hat die Verbesserung der Ausdauerleistungsfähigkeit als Ziel. „Ausdauer ist die Fähigkeit, physisch und psychisch lange einer Belastung zu widerstehen, deren Intensität und Dauer letztendlich zu einer unüberwindbaren (manifesten) Ermüdung (= Leistungseinbuße) führt, und/oder sich nach physischen und psychischen Belastungen rasch zu regenerieren“ (Zintl, 1997, S. 28). Der Begriff der Ausdauer ist zum einen durch die psychische und physische Ermüdungswiderstandsfähigkeit des Organismus geprägt. Anhand des Beispiels Step Aerobic ist ersichtlich, dass – durch die fortlaufende Bewegung der Teilnehmer – das Herz-Kreislauf-System und die Skelettmuskulatur dazu trainiert werden, längere Zeit ohne Ermüdungserscheinungen Arbeit zu verrichten (Reiß & Eifler, 2015, S. 24). Zusätzlich wird der Wille der Teilnehmer gefördert, der Belastung lange stand zu halten. Dies zeigt sich beispielsweise darin, dass im Finale die beiden Choreographien aneinander gehängt wurden und häufig hintereinander wiederholt wurden. Zum anderen definiert sich die Ausdauer über die Regenerationsfähigkeit. Bei regelmäßigem Kursbesuch werden die Teilnehmer eine schnellere Erholung ihres Organismus feststellen.

Step Aerobic spricht vorwiegend die allgemeine-aerob-dynamische Ausdauer an. Durch komplexe Bewegungen wie beispielsweise dem Repeater Knee Lift wird mehr als 1/7 bis 1/6 der gesamten Muskulatur beansprucht. Zusätzlich dominiert im Fitnesssport ein Training im aeroben Stoffwechselbereich, um eine Überforderung des Herz-Kreislauf-Systems zu vermeiden (Reiß & Eifler, 2015, S. 25 f.). Während der Kurseinheit sind die Teilnehmer ständig in Bewegung und es werden Schrittkombinationen aneinander gehängt. Trainiert wird mithin die dynamische Ausdauer (Reiß & Eifler, 2015, S. 25 f.).

Über die Ausdauer hinaus wird aufgrund des choreographischen Anspruchs des Kurses die Koordination der Teilnehmer angesprochen.

„Aus neuromuskulärer Sicht bezeichnet Koordination das Zusammenwirken von Zentralnervensystem und Skelettmuskulatur innerhalb eines gezielten Bewegungsablaufes“ (Hollmann & Hettinger, 1990, S. 143). Die Koordination ist daher Bestandteil jeder Bewegung und erfordert die Organisation von Teilkörperbewegungen untereinander. Bei Step Aerobic werden unterschiedliche Schritte aneinander gehängt sowie Arm- und Beinbewegungen kombiniert. So können beispielsweise beim V-Step die Armbewegungen als Bizeps Curls gestaltet werden, während die Beinbewegung das „V“ nachahmt. In der besuchten Stunde wurde zudem der Leg Curl zweimal rechts und zweimal links ausgeführt, anstatt nach zwei Zählzeiten bereits die Seite zu wechseln. Weiter wurde bei der Einführung des Repeater Knee Lifts jeweils nach einem Reapeater Knee Lift ein Basic Schritt eingefügt, sodass die Teilnehmer den Basic Schritt abwechselnd mit rechts und mit links ausführen mussten.

Step Aerobic spricht speziell die intermuskuläre Koordination an. Diese verbessert sich durch die Kurseinheit, indem durch die komplexen Bewegungsabläufe das Zusammenspiel der jeweils beteiligten Muskulatur gefordert wird (Reiß & Eifler, 2015, S. 31 f.).

1.3 Betrachtung des Kursleiterverhaltens

Der Gruppentrainer ist ein entscheidender Faktor, welcher zum Erfolg des Kurses und damit zum Erfolg des gesamten Kursbereichs der Fitnessanlage beiträgt. In diesem Zusammenhang sollte er verschiedene Funktionen erfüllen. Diese sind insbesondere: Lehrer, Dienstleister, Vorbild und Animateur (Reiß & Eifler, 2015, S. 90 f.).

Tab. 2: Vergleich des optimalen mit dem tatsächlichen Kursleiterverhalten (eigene Darstellung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Nach Reiß & Eifler (2015, S. 90 f.) sind die Anforderungen an den Kursleiter im besuchten Kurs nahezu optimal erfüllt. Als einziger Kritikpunkt ist aufzuführen, dass der Trainer erst pünktlich zu Stundenbeginn den Kursraum betreten hat und erst dann Licht und Musikanlage anschalten konnte. Der Kursleiter war bis zu Stundebeginn in ein Gespräch mit dem Thekenpersonal vertieft.

Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung lag die volle Aufmerksamkeit des Trainers während der Stunde bei den Teilnehmern, wodurch er in hohem Maße den Funktionen eines Gruppentrainers gerecht wurde.

2 Externe Bedingungen einer Kurseinheit

Bevor die jeweilige Kurseinheit ihrem Inhalt nach aufgebaut wird müssen die externen Bedingungen beachtet werden. Im Folgenden werden die möglichen Auswirkungen der Rahmenbedingungen sowie der gewählten Zielgruppe und der Zielsetzung auf die zu planende Kurseinheit dargestellt.

2.1 Auswirkungen der Rahmenbedingungen

Die Rahmenbedingungen – v.a. die Räumlichkeiten und die Ausstattung der Anlage sowie Klima bzw. Tageszeit – besitzen einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Qualität des Kursangebots im Studio (Reiß & Eifler, 2015, S.68).

Der Kursleiter sollte den entsprechenden Kursraum des Studios und insbesondere dessen Raumgröße kennen. Je nachdem, ob mit oder ohne Kleingeräte gearbeitet wird sollte jeder Teilnehmer zwischen zwei und vier qm Platz haben (Reiß & Eifler, 2015, S. 68). Hat der Kursteilnehmer nicht genügend Platz stört das den Ablauf der Einheit und er wird sich überlegen, ob er diesen Kurs noch einmal besucht. Darüber hinaus muss genügend Platz bestehen, sodass der Kursleiter zwischen den Teilnehmern durchlaufen und ggf. korrigieren kann.

[...]

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Gruppentraining Wirbelsäulengymnastik. Phasenverlauf, Externe Bedingungen und Planung einer Kurseinheit
Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Veranstaltung
Fitnessökonomie
Note
0,5
Autor
Jahr
2016
Seiten
18
Katalognummer
V338954
ISBN (eBook)
9783668375796
ISBN (Buch)
9783668375802
Dateigröße
608 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
gruppentraining, wirbelsäulengymnastik, phasenverlauf, externe, bedingungen, planung, kurseinheit
Arbeit zitieren
Jeannette Koetzner (Autor), 2016, Gruppentraining Wirbelsäulengymnastik. Phasenverlauf, Externe Bedingungen und Planung einer Kurseinheit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/338954

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