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Schmerzen in der Palliativen Pflege. Die individuelle Schmerzeinschätzung

Title: Schmerzen in der Palliativen Pflege. Die individuelle Schmerzeinschätzung

Term Paper , 2014 , 17 Pages

Autor:in: Marius Möller (Author)

Health - Miscellaneous
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In der Begleitung und Betreuung von Menschen mit einer nicht heilbaren und weit fortgeschrittenen Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung nehmen Schmerzen eine große Bedeutung ein. Gegenstand der palliativen Versorgung eines Menschen in dieser Lebensphase ist es, die Leiden und Beschwerden vorzubeugen und zu lindern. Dies trägt zur Erhaltung der Lebensqualität bei und kann so einen positiven Einfluss auf den Krankheitsverlauf nehmen.

In der vorliegenden Arbeit wird untersucht, wie eine Schmerzerfassung von palliativ betreuten Patienten mit Total Pain aufgebaut sein muss, um das Schmerzmanagement effektiv durchführen zu können. Hierbei wird das Ziel verfolgt, dem professionell Pflegenden ein Bewusstsein über die Multidimensionalität des Schmerzes zu vermitteln und dem Patienten weiterführend ein verträgliches Schmerzniveau zu bieten, die Lebensqualität aufrecht zu erhalten und somit den Sinn der palliativen Versorgung in diesem Aspekt zu gewährleisten.

Die Schmerzeinschätzung spielt bei der effektiven Durchführung des Schmerzmanagements eine entscheidende Rolle. In der palliativen Betreuung von Menschen werden Schmerzen nicht nur durch physische Aspekte beeinflusst, sondern auch psychische, spirituelle und soziale Aspekte einen maßgeblichen Einfluss auf den Schmerz haben. Dabei sind viele Menschen noch der Meinung, Schmerzen ertragen zu müssen. Dies führt dazu, dass Patienten oft sehr lange ihre Schmerzen ertragen. Bleiben Schmerzen jedoch lange Zeit unbehandelt kann das gravierende Folgen haben wie beispielsweise physische und psychische Beeinträchtigungen der Schmerzen. Deshalb ist es wichtig, dass eine professionelle und effiziente Schmerzbeobachtung und - erfassung durch das Pflegepersonal erfolgt. Schmerz ist eine der stärksten mit Angst verbundenen menschlichen Erfahrungen. Eine erfolgreiche Einschätzung des Schmerzes ist somit unabdingbar, um ein effektives Schmerzmanagement durchzuführen und dem Patienten ein erträgliches Schmerzniveau zu bieten.

In dieser Ausarbeitung wird unter anderem deutlich, dass für eine einfühlsame Schmerz- und Symptomerfassung von Palliativpatienten das bloße Abfragen von Skalen nicht reicht. Der Patient muss im Mittelpunkt stehen und sein ganzes Umfeld einbezogen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Methodik

3 Schmerzen in der Palliativen Pflege

3.1 Definition Total Pain

3.2 Bedeutung für das Schmerzmanagement

4 Die individuelle Schmerzeinschätzung

4.1 Die Rolle der verbalen Kommunikation

4.2 Schmerzerfassungsskalen

4.3 Das Schmerzerleben

5 Kompetenzmängel in der Pflege

6 Expertenstandard Schmerz als Leitlinie

7 Schlussfolgerung für pflegerisches Handeln

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie eine Schmerzerfassung bei palliativ betreuten Patienten mit dem sogenannten "Total Pain"-Konzept aufgebaut sein muss, um ein effektives Schmerzmanagement zu gewährleisten. Dabei wird insbesondere analysiert, inwieweit der aktuelle Expertenstandard Schmerz als hinreichende Leitlinie für das pflegerische Handeln in diesem komplexen Bereich dienen kann.

  • Multidimensionalität des Schmerzerlebens bei Palliativpatienten
  • Bedeutung des "Total Pain"-Modells nach Cicely Saunders
  • Rolle der Kommunikation und aktiven Schmerzerfassung in der Pflege
  • Eignung von Schmerzskalen in der Palliative Care
  • Analyse des Expertenstandards Schmerz im palliativen Kontext
  • Sensibilisierung und Kompetenzanforderungen an das Pflegepersonal

Auszug aus dem Buch

3.1 Definition Total Pain

Der Begriff des totalen Schmerzes (Total Pain) von Cicely Saunders zeigt auf, dass Menschen mit einer unheilbaren Erkrankung nicht nur unter körperlichen Schmerzen, sondern an der gesamten Situation leiden. Schmerz findet demnach auf vier Ebenen statt. Hierbei handelt es sich um die körperliche, die psychische, die soziale und die spirituelle Ebene.

Die physische Ebene bezieht sich auf die neurophysiologischen Abläufe, die sich durch den Tumor auf den Körper auswirken. Weiterhin haben auch die psychischen Gegebenheiten einen maßgeblichen Einfluss auf das Schmerzempfinden eines Patienten. Hierzu zählen negative Emotionen, die durch die Umstände einer Tumorerkrankung auftreten können. Diese werden oft bestimmt durch Einsamkeit, Wut, Verzweiflung, Depressionen, Trauer oder existenzielle Ängste. Die Komponente des sozialen Schmerzes ergibt sich aus der Reaktion des Umfeldes des Patienten und wird bestimmt durch ein Gefühl des Alleinseins und des Verlassenseins. Jeder Mensch definiert sich auch über den Kontakt oder die Beziehung zu Freunden, der Familie, Kollegen und seine Funktion im Alltag. Wenn der Kontakt zu diesen Personen zu brechen droht oder die Stellung im Alltag und der Gesellschaft zerbricht, ist die Existenz gefährdet. Der spirituelle Schmerz ist ebenfalls ein wesentlicher Bestandteil des Schmerzempfindens eines Palliativpatienten. So werden grundlegende Fragen und Meinungen zu Leben und Sterben neu formuliert, die grundlegende Einstellung zu diesen Themen und Bereichen nochmals überdacht und gegebenenfalls auch verworfen (Rolke, R. et al., 2012, S. 274 ff.; Cuhls, H. et al. 2013, S. 254 ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung der Schmerzprävention in der palliativen Versorgung dar und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Schmerzerfassung von Patienten mit Total Pain.

2 Methodik: Das Kapitel beschreibt das Vorgehen bei der Literaturrecherche und die Entscheidung, den Fokus auf die Sensibilisierung von Pflegenden und die Eignung des Expertenstandards Schmerz zu legen.

3 Schmerzen in der Palliativen Pflege: Hier wird der Schmerz als subjektive, individuelle Erfahrung definiert und das Total Pain-Modell als Grundlage für ein ganzheitliches Verständnis eingeführt.

4 Die individuelle Schmerzeinschätzung: Der Abschnitt befasst sich mit der praktischen Umsetzung der Schmerzerfassung mittels Skalen sowie der essenziellen Bedeutung der verbalen Kommunikation und des aktiven Zuhörens.

5 Kompetenzmängel in der Pflege: Es wird analysiert, warum Schmerzen in der Praxis oft unzureichend eingeschätzt werden und welche Rolle dabei die Pflegeausbildung und mangelnde Anwendung von Forschungsergebnissen spielen.

6 Expertenstandard Schmerz als Leitlinie: Das Kapitel prüft kritisch, ob der existierende Expertenstandard Schmerz als Leitlinie für die komplexe, multidimensionale Schmerzerfassung in der palliativen Pflege geeignet ist.

7 Schlussfolgerung für pflegerisches Handeln: Der Autor fasst zusammen, dass eine ganzheitliche Betrachtung nach dem Total Pain-Konzept unerlässlich ist und fordert eine verstärkte Schulung des Personals.

Schlüsselwörter

Palliative Pflege, Total Pain, Schmerzmanagement, Schmerzerfassung, Expertenstandard Schmerz, Lebensqualität, Tumorerkrankung, Pflegepersonal, Schmerzskalen, Kommunikation, ganzheitliche Versorgung, Palliativmedizin, Pflegekompetenz, Schmerzeinschätzung, Symptomerfassung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Herausforderung, Schmerzen bei palliativ betreuten Patienten, die unter dem sogenannten "Total Pain" leiden, professionell und effektiv zu erfassen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind das Konzept des totalen Schmerzes nach Cicely Saunders, die Bedeutung der Patientenkommunikation, die Anwendung von Schmerzskalen sowie die kritische Auseinandersetzung mit dem Expertenstandard Schmerz.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist herauszufinden, wie eine Schmerzerfassung bei Palliativpatienten aufgebaut sein muss, um Schmerzmanagement effektiv zu gestalten, und inwiefern der Expertenstandard Schmerz hierbei als Leitlinie fungieren kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf einer intensiven Recherche in medizinischen und pflegewissenschaftlichen Datenbanken sowie Fachbüchern basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Definition von Total Pain, Instrumente zur individuellen Schmerzeinschätzung, Kommunikationsstrategien, bestehende Kompetenzmängel in der Pflegepraxis und die Anwendbarkeit des Expertenstandards analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Palliative Pflege, Total Pain, Schmerzmanagement, Expertenstandard Schmerz und ganzheitliche Schmerzerfassung charakterisiert.

Warum reicht das bloße Abfragen von Schmerzskalen in der palliativen Pflege nicht aus?

Weil Schmerz in der Palliative Care multidimensional ist und neben physischen Aspekten auch psychische, soziale und spirituelle Dimensionen umfasst, die eine rein numerische Abfrage nicht abbilden kann.

Was ist die Schlussfolgerung bezüglich des Expertenstandards Schmerz?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der Expertenstandard nur teilweise als Leitlinie dienen kann, da er die individuellen Bedürfnisse von Patienten mit Total Pain nicht ausreichend abdeckt und eine Erweiterung durch spezifische Standards erfordert.

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Details

Title
Schmerzen in der Palliativen Pflege. Die individuelle Schmerzeinschätzung
College
Hamburg University of Applied Sciences  (Pflege und Management)
Author
Marius Möller (Author)
Publication Year
2014
Pages
17
Catalog Number
V338981
ISBN (eBook)
9783668286641
ISBN (Book)
9783668286658
Language
German
Tags
schmerzen palliativen pflege schmerzeinschätzung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marius Möller (Author), 2014, Schmerzen in der Palliativen Pflege. Die individuelle Schmerzeinschätzung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/338981
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