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Beeinflussung altruistischen Hilfeverhaltens durch extrinsische Belohnungsreize bei 20 Monate alten Kindern

Titel: Beeinflussung altruistischen Hilfeverhaltens durch extrinsische Belohnungsreize bei 20 Monate alten Kindern

Hausarbeit , 2014 , 20 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: J. P. (Autor:in)

Psychologie - Entwicklungspsychologie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Arbeit geht es um die Klärung der Fragestellung, ob extrinsische (äußere) Belohnungsanreize (materielle Belohnung, soziale Annerkennung = Lob, kein Anreiz) die intrinsische Motivation (in der Person selbst gelegene Tendenz bzw. Motivation) Hilfeverhalten einer hilfsbedürftigen Personen gegenüber zu zeigen, beeinflusst.

Ab wann zeigen Kinder Hilfeverhalten, ist Hilfeverhalten ein Prädiktor für Kooperationsverhalten und untergraben extrinsische Belohnungssysteme die altruistische Hilfstendenz bei Kleinkindern? Die beiden ersten Fragestellungen versuchten die Wissenschaftler Felix Warneken und Michael Tomasello 2007 mit ihrer Studie „Helping and Cooperation at 14 Month of Age“ (2007) zu klären. Sie bildet die Grundlagen- und Vergleichsliteratur dieser Arbeit. Die letzte Fragestellung bildet den zentralen Schwerpunkt dieser Hausarbeit.

Diesem Themengebiet widmeten sich Warneken und Tomasello 2008 mit ihrer Studie „Extrinsic rewards undermine altrusistic tendencies of 20-month-olds“. Sie bildet die Referenzliteratur der nachfolgenden Ausführungen. Neben der Einleitung in den thematischen Hintergrund und den damit verbundenen Fragestellungen, folgt die Darstellung der Studie von Warneken und Tomasello (2008), dessen methodische Herangehensweise, die Ergebnisse der Studie und die Interpretation der Autoren. Abschließend wird die Studie auf potentielle Gefährdungen der Validität untersucht und eine Diskussion zu den Stärken und Schwächen der Arbeit sowie ein Bezug zur Forschungsarbeit (2007) hergestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. ZUSAMMENFASSUNG

2. EINLEITUNG IN DEN THEORETISCHEN HINTERGRUND

3. DARSTELLUNG DER STUDIE

3.1. Methode

3.2. Ergebnisse

3.3. Interpretation der Autoren

4. METHODENKRITISCHE EVALUATION – REVIEW

4.1. Statistische Schlussfolgerungsvalidität

4.2. Gefahren für die Interne Validität

4.3. Gefahren für die Konstruktvalidität

4.4. Gefahren für die externe Validität

5. DISKUSSION

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, inwiefern extrinsische Belohnungssysteme das intrinsisch motivierte Hilfeverhalten bei Kleinkindern im Alter von 20 Monaten beeinflussen und ob Hilfeverhalten als verlässlicher Prädiktor für kooperatives Verhalten fungieren kann.

  • Analyse des Overjustification-Effekts bei Kleinkindern.
  • Experimentelle Untersuchung von Belohnungsformen (materiell vs. sozial).
  • Methodenkritische Evaluation der Studie von Warneken und Tomasello (2008).
  • Diskussion der Validität und psychologischen Implikationen.

Auszug aus dem Buch

3.1.Methode

Die gewonnene Stichprobe der experimentellen Untersuchung erfolgt laut Aussage der Autoren über ein Geburtenregister einer mittelgroßen Stadt Deutschlands mit variierenden sozial-ökonomischen Hintergründen. Die Eltern der noch sehr jungen Probanden und Probandinnen sind deutsch sprechend und versichern, dass ihre Kinder niemals zuvor an einer Studie ähnlicher Art teilgenommen haben. Von ursprünglich 48 Kindern kommen insgesamt 36 Kinder, davon 16 Mädchen und 20 Jungen in die finale Stichprobe. Somit gibt es eine Ausfallrate von 12 Kindern, dies entspricht ¼ der Ausgangsstichprobe.

Die Ausfallrate kommt während der Treatment-Phase zustande. Diese stellt somit die Phase der Manipulation der unabhängigen Variablen dar und übernimmt zugleich auch eine Vortest Funktion. Wenn ein Kind kein konsistentes Hilfeverhalten zeigt, scheidet dieses aus der Studie aus und gelangt nicht weiter in die Test-Phase. In dieser Studie entspricht konsistentes Hilfeverhalten mindestens 5 Hilfsaktionen bei insgesamt 12 Hilfsaufgabendurchgängen. Von den 12 Kindern, die aus der Studie ausscheiden, lösen sich 8 Kinder nicht vom Schoß ihrer Eltern und 5 explorieren frei im Raum, zeigen aber nicht die vorgesehene Mindestfrequenz von Hilfeverhalten um in die Test-Phase übersetzen zu können. Die 36 Kinder die weiter in die Test-Phase kommen, brauchen im Mittel 5,9 Durchgänge in der Treatment-Phase.

Der Versuchsaufbau besteht aus einer Aufwärmphase, der Treatment-Phase mit drei Belohnungsbedingungen (materielle Belohnung, soziale Anerkennung in Form von Lob und keine Belohnung als Kontrollgruppe) und der nachfolgenden Test-Phase. Die unabhängige zu manipulierende Variable stellt dabei die Belohnung dar und das das Hilfeverhalten bildet die abhängige zu messende Variable. Es gibt zwei Versuchsassistenten, E1 und E2. Das Geschlecht von E1 ist weiblich, das Geschlecht von E2 ist von den Autoren nicht angegeben. Beide Versuchsassistenten sind nicht über die Hintergründe der Studie aufgeklärt (verblindet).

Zusammenfassung der Kapitel

ZUSAMMENFASSUNG: Dieses Kapitel stellt die Forschungsfragen bezüglich der Entwicklung von Hilfeverhalten und dem Einfluss extrinsischer Belohnungen bei Kleinkindern dar.

EINLEITUNG IN DEN THEORETISCHEN HINTERGRUND: Hier werden theoretische Grundlagen wie der soziale Austausch und der Overjustification-Effekt erläutert, um das Phänomen des altruistischen Verhaltens zu kontextualisieren.

DARSTELLUNG DER STUDIE: Dieses Kapitel beschreibt den Versuchsaufbau, die Durchführung der Treatment- und Testphasen sowie die erzielten Ergebnisse der Studie von Warneken und Tomasello.

METHODENKRITISCHE EVALUATION – REVIEW: Eine detaillierte wissenschaftliche Prüfung der Validität, unterteilt in statistische, interne, konstrukt- und externe Validitätsaspekte.

DISKUSSION: Abschließende Reflexion der Studienergebnisse, Bewertung der Stärken und Schwächen sowie Einordnung in den wissenschaftlichen Forschungsstand.

Schlüsselwörter

Hilfeverhalten, Kleinkinder, Altruismus, extrinsische Belohnung, Overjustification-Effekt, Validität, Methodenlehre, Kooperationsverhalten, Entwicklungspsychologie, Verhaltensbeobachtung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Einfluss extrinsischer Belohnungen auf das altruistische Hilfeverhalten von 20 Monate alten Kindern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Entwicklungspsychologie des frühen Hilfeverhaltens, Motivationspsychologie und die methodenkritische Auseinandersetzung mit empirischen Studien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist die Untersuchung der Frage, ob extrinsische Anreize die intrinsische altruistische Tendenz von Kleinkindern untergraben können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine verhaltenswissenschaftliche Beobachtungsstudie mit einem experimentellen Design (Treatment- und Testphase) sowie statistische Analysen mittels Varianzanalyse durchgeführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die methodische Darstellung des Experiments, die Ergebnisauswertung sowie eine umfangreiche methodenkritische Evaluation der Validität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Hilfeverhalten, Overjustification-Effekt und experimentelle Validität geprägt.

Welche Rolle spielt die materielle Belohnung in der Studie?

Die materielle Belohnung wirkt in der Studie als extrinsischer Reiz, der bei den Kindern zu einer Verringerung des Hilfeverhaltens in der anschließenden Testphase führt.

Warum wird die Stichprobenselektion kritisch gesehen?

Die Selektion wird kritisiert, da nur hochmotivierte Kinder, die bereits in der Treatment-Phase Hilfeverhalten zeigten, für die Testphase zugelassen wurden, was die interne Validität einschränkt.

Inwiefern beeinflussen Distraktoren das Ergebnis?

Distraktoren (Spieluhren) wurden integriert, um die Aufmerksamkeit der Kinder zu fordern und eine echte Entscheidungssituation für das Hilfeverhalten zu schaffen.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Beeinflussung altruistischen Hilfeverhaltens durch extrinsische Belohnungsreize bei 20 Monate alten Kindern
Hochschule
Universität zu Köln  (Humanwissenschaftliche Fakultät)
Veranstaltung
Wahlmodul - Vertiefung empirischer Methoden
Note
1,3
Autor
J. P. (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
20
Katalognummer
V338992
ISBN (eBook)
9783668286689
ISBN (Buch)
9783668286696
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hilfeverhalten bei Kleinkindern
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
J. P. (Autor:in), 2014, Beeinflussung altruistischen Hilfeverhaltens durch extrinsische Belohnungsreize bei 20 Monate alten Kindern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/338992
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Leseprobe aus  20  Seiten
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