BAMF-Zusatzqualifikation. Deutsch als Zweitsprache

Ein Portfolio


Hausarbeit, 2016

28 Seiten, Note: Mit Erfolg teilgenommen


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Eidesstattliche Erklärung

1. Unterrichtsfeinplanung zu einem ausgewählten Thema
1.1. Allgemeine Angaben
1.2. Lehrskizze Feinplanung
2. Analyse eines Lehrwerks/ Interkulturelles Lernen in Schritte plus Neu

2.1. Erläuterung der Wahl des Analyseschwerpunktes
2.2. Angaben zum Unterrichtsmaterial
2.3. Umsetzung des ausgewählten Aspekts
2.4. Einschätzung der Eignung des gewählten Unterrichtsmaterials

3. Selbsteinschätzung der Lernerfahrungen

Literaturverzeichnis

Ich versichere hiermit, die vorliegende Arbeit selbstständig verfasst und keine anderen, als die angegebenen Quellen verwendet zu haben.

10.06.2016

(Michael Schied)

1. Unterrichtsfeinplanung zu einem ausgewählten Thema

1.1. Allgemeine Angaben

Zielgruppe

Der Kurs der Zielgruppe findet in der ersten Hälfte des Jahres 2016 in Berlin statt. Die Gruppe besteht lt. namentlich geführter Liste aus 22 Teilnehmern. Im Laufe des Bestehens der Gruppe fand ein Abgang von sechs Personen statt. Dieser wurde mit Neuzugängen kompensiert. Die Zusammensetzung der Lerngruppe ist sehr heterogen. Der jüngste Teilnehmer ist 19 Jahre, die ältesten sind 45 Jahre alt. Der größte Teil befindet sich im Alter zwischen 27 bis 37 Jahren. Das Verhältnis zwischen den Geschlechtern ist ausgewogen. Etwa drei Viertel der Teilnehmer ist seit etwa einem Jahr in Deutschland. Nach Herkunftsländern setzt sich die Gruppe wie folgt zusammen: Ländern des Nahen und Mittleren Ostens =insg. 10 Personen (3 Syrien, 2 Iran, 2 Irak, 2 Libanon, 1 Jordanien), EU (4, darunter 3 Polen, 1 Ungarn), Staaten des früheren Jugoslawiens (2), Türkei (2), Tajikistan (1), Ukraine (1), Ghana (1), Bangladesh (1). Damit halten arabisch sprechende Muttersprachler sowie Vertreter der indo-europäischen Sprachen (slawische, kurdische, iranische Sprachen sowie Bengali) sich zahlenmäßig die Waage. Des Weiteren sind zwei Muttersprachler von Turksprachen und einer der finno-ugrischen unter den Teilnehmern. Etwa sechs Teilnehmer haben Kenntnisse weiterer Sprachen (vor allem Englisch). Unter ihnen wenden etwa drei Teilnehmer aktiv mehr als eine Sprache an (z.B. ukrainisch und armenisch, kurdisch/arabisch). Etwa nur zwei Teilnehmer haben außerunterrichtlich Kontakt mit der Zielsprache. Über die Hälfte der Teilnehmer ist zu unterschiedlichem Grade Lernerfahren. Über einen Studienabschluss verfügen drei Teilnehmer. Acht Teilnehmer besitzen keinen Berufsabschluss, davon sind vier (Haus-)Frauen. Fast alle Teilnehmer sind arbeitslos, die ihren Lebensunterhalt über Leistungen des JobCenters bestreiten.

Die Lernmotivation zeigt sich unterschiedlich. Etwa vier Personen sind vor allem auf Betreiben des JobCenters Teilnehmer dieses Kurses geworden. Etwa fünf Teilnehmer zeigen ein hohes Engagement im Unterricht. Die meisten Teilnehmer erhoffen sich mit ihrer Teilnahme an dem Kurs bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Dieser Wunsch könnte durch erfolgsversprechende flankierende arbeitspolitische Maßnahmen gestärkt und weiter unterstützt werden, wobei z. B. bei Teilnehmern ohne Berufsausbildung eine entsprechende Berufs- und Ausbildungsperspektive hilfreich wäre. Etwa fünf Teilnehmer haben trotz eines gedrosselten Lerntempos Schwierigkeiten den Lerninhalten stets zu folgen. Es ist absehbar, dass eine einige Teilnehmer im Abschlusstest nur die Teilnahme an dem Kurs bestätigen können. Ein Teilnehmer erreichte bei Probetests bereits 100%. Drei Teilnehmer sind bereits längere Zeit in Deutschland, so dass sich in deren Gebrauch der deutschen Sprache eine Reihe von Fehlern verfestigt hat. Der Großteil der Gruppe nimmt aktiv am Unterricht teil, wenn auch die Lehrkräfte vor der Herausforderung stehen, dass Interesse aller, bei einer Gruppe von rund 20 Personen, an der Teilnahme des Geschehens beständig hoch zu halten.

Die Unterrichtsplanung ist an den Bedürfnissen der Zielgruppe ausgerichtet. Zum Zeitpunkt ist der Unterrichtsstoff der Zielgruppe die Lektion 12 „Reisen“ im Lehrwerk Schritte plus 4.

Unterrichtsmaterial

- White Board
- Stift
- Diverse Reiseprospekte
- Informationsprospekt der Deutschen Bahn/VBB zum Brandenburg-Berlin Ticket (Stand 2016)
- Landkarte (Brandenburg, Deutschland), inkl. Deutschlandkarte im Lehrbuch

Lernziele

Die Teilnehmer können einem Informationsprospekt Angaben über Preise, Gültigkeit und Reichweite eines Angebots entnehmen und sich dazu äußern.

Die Teilnehmer können einem Prospekt entnehmen, wo Orte in der Umgebung von Berlin liegen und sich dazu äußern.

Die Teilnehmer können sich darüber äußern, ob sie ein Angebot für ihr Ausflugsziel nutzen können, wie viel sie ggf. zahlen und sich dazu äußern.

Lerninhalte

Textsorte: Prospekt zu einem Angebot im Regionalverkehr Brandenburg-Berlin (Brandenburg Berlin-Ticket),

Wortschatz,

Ortsnamen.

1.2. Lehrskizze Feinplanung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Anhang /Aufgabenstellungen

Zu P3:

- Wie viel kostet das Brandenburg-Berlin Ticket? (Antwort: 29 EUR)
- Wie viele Leute können mit dem Brandenburg-Berlin Ticket reisen? (bis zu 5 Personen)
- Wann gilt das Brandenburg-Berlin Ticket, (Tage und Uhrzeiten)? (Wochentags von 9.00 Uhr bis 3.00 Uhr des Folgetags; Wochenende, 0.00 bis 3.00 Uhr des Folgetags)
- Für welche Verkehrsmittel gilt das Brandenburg-Berlin Ticket? (Regionalbahn, Regionalexpress, Bus, S-Bahn)

Zu Transfer:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2. Analyse eines Lehrwerkes: Schritte plus Neu

2.1. Erläuterung der Wahl des Analyseschwerpunktes „Interkulturelles Lernen“

Fragen der interkulturellen Wahrnehmung und des Austauschs zwischen den Kulturen spielen für den Autor bereits seit seiner Kindheit eine Rolle. Im Alter von 17 Jahren entschied er sich zum Studium der Regionalwissenschaften. Im Jahre 1993 promovierte er im Fach Südasienwissenschaften. Dieses Interesse an Interkulturellem untermauert er durch mehrere Auslandsaufenthalte.

Zum Mitte der 2000er Jahre beschäftigt seine Kollegen und ihn die Frage der Wahrnehmung Asiens in Deutschland bzw. Europa im Besonderen. In diesem Zusammenhang arbeiten sie heraus, dass interkulturelle Themen in der öffentlichen Diskussion vorrangig zwischen Extremen pendeln: Exotik oder Bedrohung. Asien ist vor allem Projektionsfläche „eigener Interessen und Wünsche“ (Schied: 120).

Die Kultur vermittelt den Menschen wichtige Denk- und Handlungsmuster. Diese sind mit Vorurteilen versehen und in unterschiedlichem Maße auf die eigene Kultur fixiert. Der Aufbau möglicher Kommunikationswege zwischen Menschen, Kulturen und Nationen ist somit wichtige Aufgabe, wenn Kontakte und Austausch objektiv zunehmen.

Seit Beginn der 2010er Jahre ist der Autor verstärkt in der Erwachsenenbildung zu interkulturellen Fragen tätig. Er erhielt hier einige wichtige Impulse und versuchte diese, in der Bildungsarbeit zu vermitteln. Doch wichtige Fragen bleiben weiterhin offen: Wie findet kultureller Wandel statt? Welche Faktoren beeinflussen den kulturellen Wandel? Welchen Einfluss hat Interkulturelles in den Kulturen? Wie nehmen wir andere Kulturen wahr? Wie erfolgt der interkulturelle Austausch?

Diese Fragen nehmen mit der Flüchtlingskrise seit 2015 an Brisanz zu. Europa steht hierbei vor enormen Herausforderungen, auf die europäische Gesellschaften vorzugsweise mit Abschottung reagieren. Der Anstieg von nationalistischen und rechtspopulistischen Parteien und Bewegungen ist ein Ausdruck dieser Entwicklungen.

Insofern ist es interessant, dass das BAMF interkulturelles Lernen als einen Analyseschwerpunkt im Rahmen der Zusatzqualifikation zur Wahl stellt. Somit möchte der Autor ein Lehrwerk unter diesem Aspekt kritisch beleuchten und fragen, welche Möglichkeiten dieses Lehrwerk ihm zum Gestalten des Unterrichts bietet.

[...]

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten

Details

Titel
BAMF-Zusatzqualifikation. Deutsch als Zweitsprache
Untertitel
Ein Portfolio
Veranstaltung
Zusatzqualifikation, unverkürzt
Note
Mit Erfolg teilgenommen
Autor
Jahr
2016
Seiten
28
Katalognummer
V339061
ISBN (eBook)
9783668288270
ISBN (Buch)
9783668288287
Dateigröße
499 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Interkulturelles Lernen, Deutsch als Zweitsprache, BAMF
Arbeit zitieren
Michael Schied (Autor), 2016, BAMF-Zusatzqualifikation. Deutsch als Zweitsprache, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/339061

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