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Elbphilharmonie. Ein Rückblick aus dem Jahr 2016

Title: Elbphilharmonie. Ein Rückblick aus dem Jahr 2016

Term Paper (Advanced seminar) , 2016 , 13 Pages , Grade: 1,8

Autor:in: Lisa Ritter (Author)

Cultural Studies - European Studies
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Nach der Entscheidung der Hamburger Bürger am 26.Oktober 2005 stand der Entschluss fest, in der Hamburger Hafencity eine neue architektonisch meisterhafte Philharmonie zu erbauen. Die Elbphilharmonie sollte auf dem einst von Architekt Werner Kallmorgen im Jahr 1965 vollendeten Kakaospeicher A in der Speicherstadt erbaut werden. Die eine Seite, die der Unterstützer sahen dies als Chance an, Hamburg in den Wettbewerb der weltweit renommiertesten Musikstädte zu erheben. Die andere Seite, die der Gegner sahen dieses Projekt als ein utopisches, im zu Beginn vorgeschriebenen Finanzierungsrahmen von 186 Millionen Euro unmöglich zu bauende Illusion.

In dieser Hausarbeit möchte ich mich mit der Frage beschäftigen, in wieweit das nun fast fertiggestellte Bauprojekt tatsächlich die Hoffnung auf weltweite Bekanntheit und wirtschaftliche Erfolge bringen kann oder ob es lediglich zu einem Investitionsgraben wird, in dem sich ausschließlich die ab der Bürgerlichen Mitte aufwärts lebende Bevölkerung bewegt.

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Inhaltsverzeichnis

1. Die Elbphilharmonie

1.1. Einleitung

1.2. Die Ausgangslage 2000-2007

1.3 Die aktuelle Lage 2016

1.4 Das Bauwerk:

1.5 Das Musikhaus HamburgMusik

1.6. Die Finanzierung

2. Ein neues Wahrzeichen und wirtschaftlicher Aufschwung für Hamburg

3. Ein teurer Subventionsgraben und eine Illusion für die Elite

4. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht, ob die Elbphilharmonie als neues Wahrzeichen Hamburgs tatsächlich eine kulturelle und wirtschaftliche Chance darstellt oder ob sie lediglich ein finanziell fragwürdiges Prestigeprojekt für die gesellschaftliche Elite bleibt, das an den Bedürfnissen weiter Bevölkerungsschichten vorbeigeht.

  • Historische Genese und Planung des Bauvorhabens
  • Kostenentwicklung und finanzielle Rahmenbedingungen
  • Städtebauliche und touristische Bedeutung für Hamburg
  • Herausforderungen der kulturellen Vermittlung und Zielgruppenansprache
  • Spannungsfeld zwischen Elite-Anspruch und öffentlicher Nutzung

Auszug aus dem Buch

3. Ein teurer Subventionsgraben und eine Illusion für die Elite:

Bei aller Euphorie im Hinblick auf die bald winkende Eröffnung des neuen Konzerthauses und dem bürgerlichen Engagement und Ihrer Geduld werden jedoch mehrere Schattenseiten des Projekts in den Hintergrund gedrängt: Die zahlreichen Risikofaktoren, mit denen bei der Finanzierung gespielt wurde und die Ungewissheit über die Zukunft des Konzerthauses. Trotz der detaillierten Berechnungen der Machbarkeitsstudie lässt sich das tatsächliche Besucherpotential nach dem Abklingen der Eröffnungsfeierlichkeiten schwer voraussehen. Auch im Hinblick auf den allgemeinen Publikumsschwund von klassischen Konzerten wird sich zeigen, ob die Philharmonie Ihre angestrebten Besucherzahlen erreichen wird. Schließlich war die Laieszhalle mit der Hälfte des Platzkontingents, nur selten ausverkauft. 30

Hinzukommt, dass die tatsächlichen Kosten des Konzerthallenbaus sich in astronomische Höhe geschraubt haben. Man stellt sich die Frage, wie es zu so einem Irrtum kommen konnte: In einem Interview mit der Tagesschau vom 16.08.12 erklärte der Bauingenieur und Ordinarius des Lehrstuhls für Bauprozessmanagement und Immobilienentwicklung an der TU München, Josef Zimmermann: „Ein Fachmann wusste von Anfang an, dass die Elbphilharmonie für den veranschlagten Preis nicht zu bauen ist. Man kann sich nur darüber wundern, dass immer wieder so getan wurde, als ob das ginge (…).31 Der Eindruck drängt sich auf, dass dieses Projekt so stark von Sponsoren, Spendern und reichen Investoren abhängig gemacht wurde, das ab einem gewissen Punkt den verantwortlichen hätte klar sein müssen, dass am Ende die Last auf den Steuerzahler umgewalzt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Elbphilharmonie: Einführung in die Entstehungsgeschichte, die verschiedenen Bauphasen, das bauliche Konzept sowie die organisatorische und finanzielle Struktur des Projekts.

2. Ein neues Wahrzeichen und wirtschaftlicher Aufschwung für Hamburg: Analyse des kulturellen Potenzials der Elbphilharmonie sowie ihrer Bedeutung für die Tourismusbranche und das Image der Stadt als Kulturmetropole.

3. Ein teurer Subventionsgraben und eine Illusion für die Elite: Kritische Beleuchtung der Risikofaktoren, der massiven Kostensteigerungen und der gesellschaftlichen Exklusivität des Projekts.

4. Schlussbemerkung: Reflektierendes Fazit über das Missverhältnis zwischen dem Anspruch, ein Musikhaus für alle zu sein, und der realen Gefahr einer sozialen Abschottung durch ein elitäres Programm.

Schlüsselwörter

Elbphilharmonie, Hamburg, Kulturmanagement, Stadtentwicklung, Hafencity, Konzerthaus, Kultursponsoring, Finanzierung, Bauprojekt, Musikstadt, Architektur, Tourismus, Konzertbetrieb, Elite, Kulturpolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert die Elbphilharmonie als ein kontroverses Stadtentwicklungsprojekt und hinterfragt dessen Rolle als Kulturmotor im Vergleich zu den enormen finanziellen Belastungen.

Welche zentralen Themenbereiche werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Bauhistorie, der Finanzierung, der stadtplanerischen Einbindung sowie der soziokulturellen Relevanz für Hamburg.

Was ist die Forschungsfrage der Autorin?

Die zentrale Frage ist, ob das Projekt die Erwartungen auf weltweite Bekanntheit und ökonomische Erfolge erfüllt oder sich als bloßer "Investitionsgraben" für eine wohlhabende Elite erweist.

Welche wissenschaftliche Perspektive wird eingenommen?

Die Arbeit nutzt eine kulturwissenschaftliche Gegenüberstellung von offiziellen Projektzielen und kritischen Stimmen aus Politik, Wirtschaft und Medien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert erörtert?

Der Hauptteil beleuchtet die Diskrepanz zwischen den ursprünglichen Planungen und der Realität von 2016, insbesondere hinsichtlich der Kostenexplosion und der inhaltlichen Ausrichtung des Konzertprogramms.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Analyse?

Wichtige Begriffe sind hierbei Architektur-Tourismus, Kultursponsoring, Standortentwicklung und die soziale Inklusion bzw. Exklusion innerhalb der Hafencity.

Warum wird die Laeiszhalle in der Arbeit erwähnt?

Sie dient als Referenzpunkt für die bisherige Auslastung klassischer Musikveranstaltungen in Hamburg, um die gewagten Besucherprognosen für die Elbphilharmonie kritisch zu hinterfragen.

Welche Rolle spielt die "Hamburg Musik GmbH" in der Argumentation?

Die Gesellschaft wird als Verwaltungseinheit thematisiert, die zwischen Synergieeffekten beider Häuser und der Herausforderung, ein breites Publikum anzusprechen, agiert.

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Details

Title
Elbphilharmonie. Ein Rückblick aus dem Jahr 2016
College
University of Applied Sciences Potsdam
Grade
1,8
Author
Lisa Ritter (Author)
Publication Year
2016
Pages
13
Catalog Number
V339062
ISBN (eBook)
9783668347977
ISBN (Book)
9783668347984
Language
German
Tags
elbphilharmonie rückblick jahr
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lisa Ritter (Author), 2016, Elbphilharmonie. Ein Rückblick aus dem Jahr 2016, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/339062
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