Asset Backed Securities


Studienarbeit, 2013

15 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Gliederung

„Asset Backed Securities“

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Problemstellung und Zielsetzung

2. Asset Backed Securities – Grundlagen

3. Kategorisierung von ABS nach Assetklassen
3.1 ABS im engeren Sinn
3.2 Mortgage Backed Securities
3.3 Collateralised Debt Obligations

4.Credit Enhancement

5. Zahlungsstrommanagement
5.1 Pass-Through-Konstruktion
5.2 Pay-Through-Konstruktion

6. Kontrahenten einer ABS-Transaktion
6.1 Orginator
6.2 Special Purpose Vehicle
6.3 Investoren
6.4 Ratingagenturen
6.5 Service-Agent und Trustee
6.6 Arrangeur

7. Ablauf einer ABS-Transaktion

8. Martktentwicklung Asset Backed Securities

9. Evaluierung ABS
9.1 aus Sicht des Originators
9.2 aus Sicht des Investors

10. Ausblick

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Klassifikation von Asset-Backed-Securities im weiteren Sinne

Abb. 2: Funktionsweise einer ABS-Transaktion

Abb. 3: Entwicklung des europäischen Verbriefungsmarktes

Abb. 4: Europa – Anteile der Assetklassen (Volumen)

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Problemstellung und Zielsetzung

Kaum eine Anlageklasse ist so stigmatisiert wie die strukturierter Kreditprodukte. Sie gelten als Auslöser der Subprime-Krise und damit als Katalysator der Finanzkrise. Der Hauptkritikpunkt liegt in ihrer Komplexität, die sie für Anleger, aber auch Emittenten und Regulierungsbehörden intransparent und unberechenbar machen. Andererseits stellen sie einen Meilenstein in der Entwicklung der Kreditmärkte dar und schaffen somit Potenzial, die Markteffizienz zu erhöhen, und eröffnen Investoren neue komplexe quantitative Strategien.[1]

Folglich lohnt es sich einen genaueren Blick auf diese Anlageklasse zu werfen. Ziel dieser Studienarbeit ist eine Darstellung und Evaluierung des Finanzierungsinstrument Asset Backed Securities (ABS).

Im Kapitel nach der Einführung werden die begrifflichen Grundlagen erklärt. Die Einteilung der ABS in ihre Klassen erfolgt im folgenden Kapitel. Anschließend werden die Einsatzmöglichkeiten dargestellt. In den Kapiteln 5 und 6 werden die Kontrahenten und der Ablauf einer ABS-Transaktion dargestellt. Zum Abschluss der Studienarbeit wird eine Evaluierung der Asset Backed Securities aus Sicht des Originator bzw. Anleger vorgenommen und ein Ausblick in die Zukunft gegeben.

2. Asset Backed Securities – Grundlagen

Asset Backed Securities wurden im Zusammenhang mit dem Trend zur Securisation entwickelt.[2] Unter dieser Anlageform versteht man klassisch die Umwandlung von Cash-Flow generierenden vormals weitgehend illiquiden Aktiva (Assets) in handelbare Wertpapiere (Securities). Dazu werden zunächst ausgewählte Assets regresslos an eine eigens für die Transaktion gegründete Zweckgesellschaft ( das so genannte Special Purpose Vehicle – SPV) verkauft. Die Zweckgesellschaft finanziert den Kaufpreis durch Begebung von Wertpapieren im Kapitalmarkt, welche durch die Cash-Flow generierenden Assets besichert (Backed) sind. Anhand dieser Definition lassen sich die drei Hauptbeteiligten identifizieren. Zum einen der Forderungsveräußerer (Originator), die Zweckgesellschaft als Käufer der Forderungen und Emittent der Wertpapiere und natürlich die Investoren, die Letztere erwerben. Tatsächlich beteiligen sich aber noch viel mehr Teilnehmer an der Verbriefungsaktion, deren Funktion im Kapitel 6 näher erläutert wird.[3]

Die Grundidee liegt vom ökonomischen Standpunkt gesehen in einer Reduzierung der Kapitalkosten durch Disintermediation des Geld- bzw. Kapitalmarktes. Die günstigere Kostensituation ergibt sich einerseits aus der größeren Effizienz des Finanzierungsprozesses durch liquide Sekundärmärkte – das heißt Übergang vom individuellen Einzelvertrag zum Massengeschäft mit sinkenden Stückkosten – andererseits durch die sich bietenden Möglichkeiten von off-balance-sheet-Finanzierungen, die zur Entlastung bezüglich der Einhaltung vorgeschriebener Bilanzrelationen führen kann, indem eine vorzeitige Monetisierung von Bilanzaktiva ermöglicht wird.[4]

3. Kategorisierung von ABS nach Assetklassen

Abb. 1: Klassifikation von Asset-Backed-Securities im weiteren Sinne

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Anlehnung an Braun, Hendryk, Asset-Backed-Securities, 2005, S. 67

Eine mögliche Klassifizierung der ABS im weiten Sinne ist in Anhängigkeit des Underlyings in Abbildung 1 systematisiert. Seit der Entwicklung von ABS sind sehr viele verschiedene Arten entstanden, deren Fülle kaum noch zu überblicken ist.[5]

3.1 ABS im engeren Sinn

Vermögenswerte bei ABS im engeren Sinne sind vorwiegend Forderungen aus Automobilfinanzierungsverträgen, Konsumentenkreditverträgen, Leasingverträgen, Kreditkartenverträgen und Lieferungen und Leistungen.[6]

3.2 Mortgage Backed Securities

Ein von der Bedeutung her überragendes Segment bilden dabei die Mortgage-Backed-Securities (MBS), siehe auch Kapitel 8. Die den MBS zu Grunde liegenden Darlehensforderungen beruhen zum einen auf Hypothekendarlehen für privat genutzte Immobilien (RMBS) und zum anderen auf Finanzierungen für gewerblich genutzte Immobilien (CMBS).[7]

3.3 Collateralised Debt Obligations

Den Collateralized Debt Obligations liegen im Allgemeinen Unternehmensforderungen zu Grunde. Der Forderungspool bei Collateralized Loan Obligations (CLO) besteht zumeist aus Darlehensforderungen an Unternehmen, während das Underlying von Collateralized Bond Obligations (CBO) aus Unternehmensanleihen besteht.[8]

4.Credit Enhancement

Bei Credit Enhancements kann grundsätzlich zwischen drei Formen der Besicherung unterschieden werden, die in der Praxis jedoch häufig nur in verknüpfter Form Anwendung finden:

1. die Besicherung durch externe Dritte,
2. die Besicherung durch den Originator und
3. die Besicherung aus der Emissionsstruktur heraus.

Die erste Form wird dabei als externes Credit Enhancement bezeichnet, wohingegen die verbleibenden beiden Besicherungsarten der Kategorie der internen Credit Enhancements zuzuordnen sind.[9] Generell werden sie zur Reduzierung des Verlustrisikos eingesetzt, wobei „es für eine Struktur spricht, wenn sie so wenig zusätzliche Enhancement-Instrumente wie möglich aufweist, da allein durch die Qualität des Asset-Pools und die Struktur die geringe Ausfallwahrscheinlichkeit für die AAA-Tranche erreicht wird“.[10]

5. Zahlungsstrommanagement

Unter Zahlungsstrommanagement versteht man die Art der Weiterleitung des durch den Pool von Forderungen generierten Cash Flows an die Investoren. Grundsätzlich sind die beiden Konstruktionen „Pass-Through“ und „Pay-Through“ für eine ABS-Transaktion möglich, die sich durch verschiedene Arten der Risikoverteilung zwischen Investoren und dem SPV unterscheiden.[11]

5.1 Pass-Through-Konstruktion

Bei einer Pass-Through-Konstruktion werden die Cash-Flows aus dem Assetpool entsprechend ihres Zahlungseingangs meist unverändert und zeitgleich an die Investoren weitergeleitet.[12] Die durchschnittliche Laufzeit des ABS, die so genannte Duration, ist vorher nie exakt bekannt, da es zu vorzeitigen Zahlungen kommen kann. Verspätete Zahlungen führen in der Realität jedoch zu keiner Beeinträchtigung der Duration.[13]

5.2 Pay-Through-Konstruktion

Beim Pay-Through-Verfahren hingegen werden die eingehenden Zahlungsströme zeitlich umstrukturiert. Es wird somit ein internes Zahlungs- und Zinsmanagement durch den Treuhänder durchgeführt, der für eine effektive Zwischenanlage der überwiegend monatlich zurückfließenden Gelder verantwortlich ist. Die Zins- und Tilgungszahlungen an die Eigentümer der ABS-Papiere erfolgen in der Regel anhand eines festen Zins- und Rückzahlungsplans, bei dem häufig viertel- oder halbjährliche Zahlungen vereinbart sind.[14]

[...]


[1] Felsenheimer, Klopfer, Mirth, von Altenstadt 2011, S. 383

[2] Vgl. Kollmann 1988, S. 199

[3] Gruber J., Gruber W., Braun (Hrsg.) 2005, S. 63

[4] Eisenächer 1994, S. 10

[5] Vgl. Bär 1997, S. 127

[6] Vgl. Braun 2005, S. 66

[7] Vgl. Braun 2005, S. 65f.

[8] Vgl. Zahn, Lemke, 2003, S. 37-43

[9] Vgl. Rudolph, S. 45

[10] Vgl. Bayerische Landesbank, S. 13

[11] Vgl. Ohl 1994, S. 47

[12] Vgl. Bär 1997, S. 130

[13] Vgl. Bär 1997, S. 132

[14] Vgl. Paul (1994), S. 141

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Asset Backed Securities
Hochschule
Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg
Note
1,3
Autor
Jahr
2013
Seiten
15
Katalognummer
V339064
ISBN (eBook)
9783668288355
ISBN (Buch)
9783668288362
Dateigröße
602 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Asset backed securities, Anlageklasse, Finanzierungsinstrument, Anlagen, Anleger
Arbeit zitieren
Felix Ruisinger (Autor), 2013, Asset Backed Securities, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/339064

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