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Der Kategorische Imperativ. Die Problematik des Unbedingten in der Ethik und die Autonomie des Handelnden

Titel: Der Kategorische Imperativ. Die Problematik des Unbedingten in der Ethik und die Autonomie des Handelnden

Essay , 2016 , 15 Seiten

Autor:in: Dr. Werner Schneider (Autor:in)

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Aus unterschiedlichen Perspektiven und anhand ethisch problematischer Entscheidungen wird untersucht, ob oder in wie weit das Verallgemeinerungskriterium des Kategorischen Imperativs in der Lage ist, der Befindlichkeit von Personen in existentiell prekären Entscheidungssituationen gerecht zu werden.

In der alltäglichen Praxis moralischer Beurteilung empfiehlt es sich, die singulären Umstände einer Tat als solche in Betracht zu ziehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Ein Dialog unter Freunden

Vier Fallstudien im Gefolge Kants

Nachwort und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch, inwieweit das Verallgemeinerungskriterium des Kategorischen Imperativs nach Immanuel Kant existentiellen und komplexen Entscheidungssituationen gerecht werden kann, und diskutiert dabei alternative ethische Ansätze wie die Goldene Regel.

  • Kritische Analyse des Kategorischen Imperativs in der Anwendung
  • Gegenüberstellung von ethischer Pflichtenethik und der Goldenen Regel
  • Diskussion der Autonomie des Handelnden in prekären Lebenslagen
  • Fallstudien zur Überprüfung der Verallgemeinerungsfähigkeit moralischer Maximen
  • Verbindung von Kantischer Ethik mit modernen diskursethischen Ansätzen

Auszug aus dem Buch

Vier Fallstudien im Gefolge Kants

Kant erörtert in der GMS vier Beispiele von Grundsätzen menschlichen Handelns, die nicht und unter keinen Umständen zu Prinzipien einer allgemeinen und ‚wie ein Naturgesetz‘ für alle Menschen gültigen Gesetzgebung erhoben werden können.

Die Regel der Urteilskraft unter Gesetzen der reinen praktischen Vernunft ist diese: Frage dich selbst, ob die Handlung, die du vorhast, wenn sie nach einem Gesetze der Natur, von der du selbst ein Teil wärest, geschehen sollte, sie (du) wohl als durch deinen Willen möglich ansehen könntest? Nach dieser Regel beurteilt in der Tat jedermann Handlungen, ob sie sittlich gut oder böse sind. So sagt man: Wie, wenn ein jeder, wo er seinen Vorteil zu schaffen glaubt, sich befugt hielte, sich das Leben abzukürzen, sobald ihn ein völliger Überdruss desselben befällt, oder anderer Not mit völliger Gleichgültigkeit ansähe, und du gehörtest mit zu einer solchen Ordnung der Dinge, würdest du darin wohl mit Einstimmung deines Willens sein? Nun weiß ein jeder wohl, dass, wenn er sich insgeheim Betrug erlaubt, darum nicht jedermann es auch tue, oder wenn er unbemerkt lieblos ist, nicht sofort jedermann auch gegen ihn auch sein würde; daher ist diese Vergleichung der Maxime seiner Handlungen mit einem allgemeinen Naturgesetze auch nicht der Bestimmungsgrund seines Willens. Aber das letztere ist doch ein Typus der Beurteilung der ersteren nach sittlichen Prinzipien. Wenn die Maxime der Handlung nicht so beschaffen ist, dass sie an der Form eines Naturgesetzes überhaupt die Probe hält, so ist sie sittlich unmöglich. So urteilt selbst der gemeinste Verstand; denn das Naturgesetz liegt allen seinen gewöhnlichsten, selbst den Erfahrungsurteilen immer zum Grunde.

Zusammenfassung der Kapitel

Ein Dialog unter Freunden: Zwei Gesprächspartner reflektieren Kants Kategorischen Imperativ anhand alltäglicher moralischer Dilemmata und setzen diesen in Bezug zur Goldenen Regel.

Vier Fallstudien im Gefolge Kants: Anhand von vier klassischen Beispielen Kants wird untersucht, ob starre moralische Maximen in konkreten, oft prekären Einzelsituationen ihre Gültigkeit behalten können.

Nachwort und Ausblick: Es wird die Synthese von individueller moralischer Überzeugung und dem Bedürfnis nach einem verbindlichen Konsens diskutiert, wobei die Diskursethik als moderner Ergänzungsvorschlag angeführt wird.

Schlüsselwörter

Kategorischer Imperativ, Immanuel Kant, Ethik, Goldene Regel, Autonomie, Moralische Maximen, Diskursethik, Handlungsmotive, Verallgemeinerung, Sittengesetz, Humanität, Existenzielle Entscheidungen, Pflichtenethik, Selbstzweck, Praktische Vernunft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendbarkeit des Kategorischen Imperativs auf konkrete, menschliche Entscheidungssituationen und hinterfragt dessen Strenge im Hinblick auf subjektive Befindlichkeiten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Moralphilosophie Kants, die Problematik des universellen moralischen Gesetzes versus individueller Lebenswelt sowie der Vergleich mit der Goldenen Regel.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu erörtern, ob das Verallgemeinerungskriterium des Kategorischen Imperativs in der Lage ist, der Komplexität existentiell prekärer Lebenslagen gerecht zu werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine hermeneutische und diskursive Methode angewandt, die durch eine fallorientierte Analyse klassischer ethischer Beispiele ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden vier Fallbeispiele Kants detailliert auf ihre praktische Anwendbarkeit und ihre ethische Vertretbarkeit in modernen Kontexten geprüft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Kategorischer Imperativ, Autonomie des Handelnden, Goldene Regel und Diskursethik erschließen.

Wie bewertet der Autor die Strenge des Kategorischen Imperativs?

Der Autor argumentiert, dass eine rein formale Anwendung ohne Berücksichtigung subjektiver Beweggründe zu einem inhumanen Rigorismus führen kann.

Welche Rolle spielt die Diskursethik am Ende?

Die Diskursethik wird als Möglichkeit eingeführt, die Intersubjektivität des Gesprächs und pragmatische Interessen der Beteiligten besser zu integrieren als das isolierte moralische Urteil.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Kategorische Imperativ. Die Problematik des Unbedingten in der Ethik und die Autonomie des Handelnden
Autor
Dr. Werner Schneider (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
15
Katalognummer
V339098
ISBN (eBook)
9783668288775
ISBN (Buch)
9783668288782
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kategorischer Imperativ autonomes Handeln autonomie das Unbedingte kant ethik entscheidungen praxis praktische ethik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dr. Werner Schneider (Autor:in), 2016, Der Kategorische Imperativ. Die Problematik des Unbedingten in der Ethik und die Autonomie des Handelnden, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/339098
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Leseprobe aus  15  Seiten
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