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Haftung für Suchmaschinen. Potentielle Probleme und Lösungsmöglichkeiten

Título: Haftung für Suchmaschinen. Potentielle Probleme und Lösungsmöglichkeiten

Trabajo de Seminario , 2007 , 34 Páginas , Calificación: 17,0 von 18 mögl. Punkten

Autor:in: Michael Peller (Autor)

Derecho - Derecho público / Derecho constitucional / Derechos fundamentales
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Die Frage der Haftung für Suchmaschinen ist Thema dieser Arbeit. Sie dient daher zum Aufzeigen von möglichen Problemen und von Lösungsmöglichkeiten. Zugleich ist sie selbst im Kontext verwandter Probleme – insbesondere der Haftung für Hyperlinks und Beiträgen im web 2.0 – zu sehen. Sie kann gleichsam als Paradigma der allgemeinen Problematik angesehen werden, berührt sie doch alle relevanten Themen und ist sie darüber hinaus in besonderem Maße von Relevanz.

Die wirtschaftliche Bedeutung der neuen Medien und neuen Dienste, insbesondere des Internets und der darin enthaltenen Angebote ist auch nach dem Platzen der sog. Dotcom-Blase offenkundig. Daneben steht die überragende kulturelle Bedeutung der „neuen“ und sich ständig weiterentwickelnden Informationstechnologien, insbesondere des Internets für die Informationsgesellschaft. Information ist ein verfassungspolitischer Wert und ein kulturelles Gut. Die modernen Technologien sind daher ein „kulturtechnisches Werkzeug“, das momentan zu einer grundlegenden Weiterentwicklung wie zuvor die Entwicklung der Schrift und der Buchdruckerkunst führt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Die Problemstellung

1. Verantwortlichkeit als zentrale Problematik im Recht der „neuen Dienste“

2. Die Frage der Haftung für Suchmaschinen als bedeutsames Beispiel für die Problematik

II. Grundlagen

1. Arten von Suchmaschinen

2. Funktionsweise von Suchmaschinen im engeren Sinn

3. Missbrauchsmöglichkeit und Risiken

4. Technische Möglichkeiten Missbräuche zu verhindern

III. Mögliche Haftungsgrundlagen

1. Allgemeines

2. Allgemeines Persönlichkeitsrecht

3. Urheberrecht

a) Urheberrechtsverletzung durch die Suchmaschine selbst

b) Urheberrechtsverletzung durch Andere

4. Kennzeichenrecht

a) Metatags

b) Keyword Advertisement

5. Wettbewerbsrecht

a) Allgemeines

b) Zu Metatags und Keyword Advertisement im Besonderen

IV. Die Störerhaftung und ihre Einschränkung

1. Das Haftungssystem des TDG

a) Grundlagen und direkte Anwendbarkeit

b) Analoge Anwendung des § 11 TDG

c) Einschränkung aufgrund mangelnder (zumutbarer) Prüfungspflichten (und den Wertungen der §§ 9-11 TDG)

2. Einschränkungen aufgrund von Art. 5 I GG

V. Haftung des „verletzenden Inhalteanbieters“

VI. Ausblick und rechtspolitische Erwägungen

VII. Ergebnisse

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die Haftung für Suchmaschinen im Internet. Das primäre Ziel ist es, die Problematik der Verantwortlichkeit aufzuzeigen, die maßgeblichen zivilrechtlichen Haftungsgrundlagen darzustellen und zu erörtern, inwieweit eine Einschränkung der weiten Störerhaftung durch analoge Anwendung gesetzlicher Bestimmungen oder grundrechtliche Erwägungen geboten ist.

  • Grundlagen der Funktionsweise und ökonomische Rolle von Suchmaschinen.
  • Analyse der Haftung bei Urheberrechts-, Kennzeichen- und Wettbewerbsrechtsverletzungen.
  • Die Störerhaftung im Kontext der E-Commerce-Richtlinie bzw. des TDG.
  • Verfassungsrechtliche Einordnung (Art. 5 I GG) und das Spannungsverhältnis zur Informationsfreiheit.
  • Haftung des verletzenden Inhalteanbieters für Suchmaschineneinträge.

Auszug aus dem Buch

2. Die Frage der Haftung für Suchmaschinen als bedeutsames Beispiel für die Problematik

Die Frage der Haftung für Suchmaschinen ist ein Teil dieser Problematik. Sie dient daher zum Aufzeigen der angesprochenen Probleme und von Lösungsmöglichkeiten. Zugleich ist sie selbst im Kontext verwandter Probleme – insbesondere der Haftung für Hyperlinks und Beiträgen im web 2.0 – zu sehen. Sie kann gleichsam als Paradigma der allgemeinen Problematik angesehen werden, berührt sie doch alle relevanten Themen und ist sie darüber hinaus in besonderem Maße von Relevanz.

Das liegt an der besonderen Rolle von Suchmaschinen im WWW. Suchmaschinen sind faktisch die Gatekeeper des WWW und damit zu den dort enthaltenen, immensen Informations- und Wirtschaftsangeboten. Aufgrund der dezentralen Struktur des Internets ist außer durch vorherige Kenntnisse oder durch Erraten der „Adresse“ das Auffinden eines Angebots ohne Suchmaschinen nicht möglich. Ein Vergleich zu Telefonbüchern und sonstigen Adressverzeichnissen liegt nahe.

Was nicht in Suchmaschinen zu finden ist, existiert faktisch nicht (im WWW). Aufgrund der Flüchtigkeit oder des Zeitmangels der Nutzer geht das sogar noch weiter: Was nicht auf den ersten Plätzen eines Suchergebnisses angezeigt wird, existiert nicht.

Die Marketing-Bedeutung von Suchmaschinen ist daher offenkundig.

Daher sind Suchmaschinen aber auch der ideale Ansatzpunkt für eine Bekämpfung von Missbräuchen. Auf der anderen Seite wirken die hier vorgenommenen Eingriffe besonders schwer.

Als Korrelat zu ihrer herausragenden Bedeutung, kommt Suchmaschinen eine ebenso große (faktische) Verantwortung (für die Freiheitsverwirklichung) zu. Fraglich ist aber inwieweit diese Verantwortung sich in eine Verantwortlichkeit übersetzen lässt.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Die Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert die wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung von Suchmaschinen sowie das damit einhergehende Spannungsverhältnis zwischen Sozialnützlichkeit und Missbrauchsrisiken im Internet.

II. Grundlagen: Hier wird die technische Funktionsweise von Suchmaschinen, die Abgrenzung von Arten (Metasuchmaschinen vs. Kataloge) und die Problematik von Manipulationsversuchen wie Metatags dargelegt.

III. Mögliche Haftungsgrundlagen: Das Kapitel analysiert die zivilrechtlichen Haftungsrisiken unter besonderer Berücksichtigung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts, des Urheber-, Kennzeichen- und Wettbewerbsrechts.

IV. Die Störerhaftung und ihre Einschränkung: Kernstück der Arbeit, welches das Haftungssystem des TDG untersucht und argumentiert, warum eine analoge Anwendung auf Suchmaschinen methodisch geboten ist.

V. Haftung des „verletzenden Inhalteanbieters“: Diese Sektion behandelt die umgekehrte Frage, ob ein Inhalteanbieter für die Verlinkung seiner rechtswidrigen Seite durch eine Suchmaschine verantwortlich gemacht werden kann.

VI. Ausblick und rechtspolitische Erwägungen: Es wird die Notwendigkeit eines gesetzgeberischen Handelns betont, da der aktuelle Status quo durch Rechtsunsicherheit geprägt ist.

VII. Ergebnisse: Zusammenfassung der zentralen Thesen, insbesondere der Forderung nach Rechtssicherheit durch analoge Anwendung des § 11 TDG und verstärkte Nutzeraufklärung.

Schlüsselwörter

Suchmaschinen, Haftung, Störerhaftung, TDG, Urheberrecht, Wettbewerbsrecht, Kennzeichenrecht, Metatags, Keyword Advertisement, Informationsfreiheit, Internetrecht, Web 2.0, Fremdverantwortlichkeit, Rechtssicherheit, Medienrecht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die juristische Verantwortlichkeit von Suchmaschinenbetreibern für rechtswidrige Inhalte, die über ihren Index verlinkt oder in Suchergebnissen angezeigt werden.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Störerhaftung, die Anwendung telemedienrechtlicher Regelungen (TDG) auf Suchmaschinen sowie die Abwägung zwischen Schutzgütern und Informationsfreiheit im Internet.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die dogmatische Einordnung der Haftung von Suchmaschinen zu klären und ein Plädoyer für eine rechtssichere, analoge Anwendung bestehender Haftungsprivilegierungen zu halten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine rechtsdogmatische Analyse unter Berücksichtigung von Rechtsprechung, Literatur und teleologischer Auslegung zur Schließung von Regelungslücken.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der Haftungsgrundlagen, eine detaillierte Untersuchung der Störerhaftung und die Analyse der Haftung des Inhalteanbieters für Suchmaschineneinträge.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind die Begriffe Störerhaftung, Suchmaschinenhaftung, Keyword Advertisement und die methodische Diskussion zur Analogiebildung im Internetrecht.

Warum spielt die Suchmaschinen-Technologie für die rechtliche Bewertung eine Rolle?

Die Technik bestimmt die faktische Möglichkeit der Kontrolle. Da Suchmaschinen immense Datenmengen automatisiert verarbeiten, ist eine allgemeine Prüfungspflicht unzumutbar, was rechtliche Konsequenzen für das Haftungsmaß hat.

Wie bewertet der Autor die aktuelle Gesetzeslage?

Der Autor kritisiert ein „europäisches Verstecken“ des deutschen Gesetzgebers und warnt davor, dass die fehlende klare Regelung das Fortschrittspotenzial des Rechts rückständig macht.

Kann ein Inhalteanbieter für die Cache-Speicherung durch Suchmaschinen haftbar gemacht werden?

Der Autor verneint dies weitgehend unter Verweis auf den allgemeinen Vertrauensgrundsatz und die Unzumutbarkeit für den Anbieter, wobei eng begrenzte Ausnahmen bei besonders schweren Rechtsgutsverletzungen diskutiert werden.

Final del extracto de 34 páginas  - subir

Detalles

Título
Haftung für Suchmaschinen. Potentielle Probleme und Lösungsmöglichkeiten
Universidad
LMU Munich
Calificación
17,0 von 18 mögl. Punkten
Autor
Michael Peller (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
34
No. de catálogo
V339119
ISBN (Ebook)
9783668287013
ISBN (Libro)
9783668287020
Idioma
Alemán
Etiqueta
haftung suchmaschinen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Michael Peller (Autor), 2007, Haftung für Suchmaschinen. Potentielle Probleme und Lösungsmöglichkeiten, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/339119
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