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Übergangsriten nach Arnold van Genneps "Les rites de passage" und Victor Turners "Schwellenzustand und Communitas"

Título: Übergangsriten nach Arnold van Genneps "Les rites de passage" und Victor Turners "Schwellenzustand und Communitas"

Trabajo Escrito , 2012 , 10 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor)

Etnología / Folclore
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Wie man dem Titel entnehmen kann, beschäftige ich mich in dieser Arbeit mit „Übergangsriten“. Dazu werde ich zunächst die Ritualtheorien von Arnold van Gennep erläutern, um anschließend auf Victor Turners Annahmen bezüglich der Schwellenphase einzugehen, die sich an van Genneps Konzept anschließen.

Als Beispiel für Übergangsriten aus einer europäischen Gesellschaft entschied ich mich für die Konfirmation, da ich selbst 2001 konfirmiert wurde und ich aus diesem Grund über die Abläufe und Hintergründe einer Konfirmation in Kenntnis gesetzt worden bin. Als außereuropäisches Beispiel eines Übergangsrituals fungiert die Beschneidung der Frauen der Bulsa aus Nord-Ghana, welches einen Kontrast zu der Konfirmation darstellt. Zwar haben alle Übergangsriten Gemeinsamkeiten, sind aber - meist von der Thematik abhängig - weltweit unterschiedlich.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung:

2. Arnold van Genneps Modell : ,,Les rites de passage"

3. Victor Turner - Schwellenzustand und Communitas

4. Die Konfirmation als Europäisches Übergangsritual

5. Die Beschneidung als Außereuropäisches Übergangsritual

6. Fazit:

7. Bibliographisches Verzeichnis:

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das anthropologische Konzept der Übergangsriten, indem sie die theoretischen Modelle von Arnold van Gennep und Victor Turner auf zwei unterschiedliche kulturelle Praxisbeispiele anwendet, um deren Funktion bei der Statusveränderung von Individuen aufzuzeigen.

  • Theoretische Fundierung des Dreiphasenmodells nach Arnold van Gennep.
  • Erweiterung der Ritualtheorie durch Victor Turners Konzept der Liminalität und Communitas.
  • Analyse der evangelischen Konfirmation als europäisches Übergangsritual.
  • Untersuchung der weiblichen Beschneidung bei den Bulsa als außereuropäisches Fallbeispiel.
  • Vergleichende Betrachtung der rituellen Ablösung, Schwelle und Integration.

Auszug aus dem Buch

3. Victor Turner - Schwellenzustand und Communitas

Victor Turner, geboren am 28. Mai 1920 in Glasgow, griff wie schon in seinem Aufsatz „Betwixt and between: the liminal period in rites de passage“ die Forschungsergebnisse von Arnold van Gennep erneut auf und ergänzte diese in seinem 1969 erschienenen Hauptwerk „Das Ritual. Struktur und Anti-Struktur. In seinem Werk thematisiert Turner die von van Gennep bezeichnete Schwellenphase der Übergangsriten.

Victor Turner bezeichnet den Schwellenzustand, in denen sich Schwellenpersonen, auch als Grenzgänger bezeichnet, befinden, als Liminalität. Die Beschaffenheit des Schwellenzustandes oder von Schwellenpersonen ließe sich nicht genau bestimmen, da es zu keiner Fixierung eines Zustandes oder Position kommen könne. Demnach befänden sich Grenzgänger „weder hier noch da“.

Weiterführend erklärt Turner, dass viele Gesellschaften, die die Übergange mit Ritualen versehen, mithilfe Schwellensymbolen die Mehrdeutigkeit des Schwellenzustands darstellen würden. Als Beispiel nennt Turner u.a. die Neophyten als Grenzgänger. Demnach würden die Neophyten, die kurz davor sind in einen neuen Bund aufgenommen zu werden, symbolisch als Individuen dargestellt werden, die in der Schwellenphase weder über Besitz-, noch über einen Status verfügen, der sie von anderen Mit-Neophyten unterscheidet (z.B. durch die spärliche Kleidung) und dennoch ließe sich ein klarer Unterschied zu den Nicht-Grenzgängern erkennen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Übergangsriten ein und stellt die gewählten Fallbeispiele sowie die theoretische Basis vor.

2. Arnold van Genneps Modell : ,,Les rites de passage": Dieses Kapitel erläutert das Dreiphasenmodell der Trennungs-, Schwellen- und Angliederungsriten.

3. Victor Turner - Schwellenzustand und Communitas: Hier wird die Schwellenphase als Liminalität definiert und das Konzept der „Communitas“ als unstrukturierte Gemeinschaft eingeführt.

4. Die Konfirmation als Europäisches Übergangsritual: Die Konfirmation wird als Beispiel für ein europäisches Ritual analysiert, das den Übergang vom Kind zum jungen Erwachsenen markiert.

5. Die Beschneidung als Außereuropäisches Übergangsritual: Das Kapitel betrachtet die Beschneidung bei den Bulsa in Nord-Ghana als ein Ritual, das den Status der Frau verändert.

6. Fazit: Die Ergebnisse werden zusammengeführt und die Anwendbarkeit der Modelle von van Gennep und Turner auf die untersuchten Rituale bestätigt.

7. Bibliographisches Verzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen.

Schlüsselwörter

Übergangsriten, Arnold van Gennep, Victor Turner, Liminalität, Communitas, Rites de passage, Konfirmation, Beschneidung, Bulsa, Ritualtheorie, Schwellenphase, Statuswechsel, Sozialstruktur, Ethnologie, Initiationsriten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem theoretischen Konzept der „Übergangsriten“ und deren Bedeutung in verschiedenen Kulturen.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Im Zentrum stehen die Ritualtheorien von Arnold van Gennep und deren Weiterentwicklung durch Victor Turner, angewandt auf die Praxis von Übergangsritualen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die drei Phasen eines Übergangs – Trennung, Schwelle und Angliederung – theoretisch zu erläutern und an konkreten Beispielen aus Europa und Afrika nachzuweisen.

Welche methodische Vorgehensweise wurde gewählt?

Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse klassischer anthropologischer Werke und vergleicht diese mit zwei ethnographischen Fallbeispielen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Modelle von van Gennep und Turner sowie die anschließende empirische Analyse der Konfirmation und der Beschneidung bei den Bulsa.

Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit charakterisiert?

Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie „Liminalität“, „Communitas“, „Trennungsriten“ und „Angliederungsriten“ geprägt.

Was unterscheidet das Modell von Victor Turner von dem von Arnold van Gennep?

Während van Gennep primär die dreiphasige Struktur der Rituale aufzeigte, fokussierte sich Turner stärker auf die soziale Qualität der Schwellenphase, die er als „Communitas“ – eine Phase zwischen den bestehenden sozialen Strukturen – bezeichnete.

Warum wurde die Konfirmation als Vergleichsbeispiel gewählt?

Die Wahl fiel auf die Konfirmation, da der Autor durch seine eigene Teilnahme im Jahr 2001 über persönliche Einblicke in die Abläufe und Hintergründe dieses Rituals verfügt.

Final del extracto de 10 páginas  - subir

Detalles

Título
Übergangsriten nach Arnold van Genneps "Les rites de passage" und Victor Turners "Schwellenzustand und Communitas"
Universidad
University of Münster  (Seminar für Volkskunde und Europäische Ethnologie)
Curso
Seminar
Calificación
1,7
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
10
No. de catálogo
V339316
ISBN (Ebook)
9783668291874
ISBN (Libro)
9783668291881
Idioma
Alemán
Etiqueta
übergangsriten arnold genneps victor turners schwellenzustand communitas
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2012, Übergangsriten nach Arnold van Genneps "Les rites de passage" und Victor Turners "Schwellenzustand und Communitas", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/339316
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